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Konzern in der Krise: Ex-VW-Manager soll Opel führen
dapd

Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.

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gsm900 02.11.2012, 09:20
20. Gut beobachtet

Zitat von panzerknacker51
Vielleicht sollte man einfach mal zugestehen, daß zu viele Autos gebaut werden. Wer soll denn die ganzen Kisten überhaupt noch kaufen? Für diese Erkenntnis braucht man aber keinen, der "das Format hat"; das weiß schon Karl Napf. Wahrscheinlich ist in diesem Falle eher, daß es um eine "gepflegte" Abwicklung geht ...
zumal der neue Chef ja schon eine Trümmerspur hinter sich herzieht.

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gifmemore 02.11.2012, 09:20
21. Merkwürdig

Statt konstanz setzt man gerade in der Fürhung wohl eher auf stetigen Wechsel. Was soll das bringen?
Die Manager verdienen sich eine goldenene Nase - wie bei Karstadt. Am Ende steht eh die eine oder andere Werksschließung an.
Die Arbeitnehmer sollen auf Gehalt verzichten - ein neuer Manager auch? Wohl kaum!
Opel ist eine interessante Geschichte, denn es ist doch offensichtlich, dass GM auf politische Hilfe und Steuergelder setzt, ansonsten hätten sie doch schon längst reagiert. Wenn selbst Ford Werke in Europa schließt - warum wird dann an Opel so festgehalten ... dieses Unternehmen wird uns alle noch viel Geld kosten.

Die Arbeitnehmer können dafür natürlich wenig - aber sie haben nun schon seit fast 10 Jahren die Chance sich einen anderen Job zu suchen oder sich zu qualifizieren. Am Ende wird das Geschrei groß sein, denn nochmal 10 Jahre wird Opel so bestimmt nicht überleben.

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gsm900 02.11.2012, 09:27
22. PRM steht wohl schon in den Startlöchern

Zitat von gifmemore
Die Arbeitnehmer können dafür natürlich wenig - aber sie haben nun schon seit fast 10 Jahren die Chance sich einen anderen Job zu suchen oder sich zu qualifizieren.
und damit die Genossen Metaller.

PRM Personalentwicklungsgesellschaft mbh - Personaltransfer, Outplacement, Personalentwicklung

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Maurer 02.11.2012, 09:29
23.

Zitat von wakaba
Neumanns Biographie ist die eines Getriebenen. Keine gestellte Aufgabe fertiggemacht, er schien eher verbrannte Erde zu hinterlassen. Die letzen 4 Jobs gingen nicht aufwärts sondern nur seitwärts, er schien nur mit Selbstdarstellung beschäftigt, negative Ergebnisse für die Unternehmen in Kauf zu nehmen. Das kam nie gut an.
Das ist mit Verlaub gesagt ziemlicher Unsinn. Er hat VW China nach dem desaströsen Auftritt seines Vorgängers wieder ganz nach vorne gebracht.

Zitat von wakaba
Würde GM die Sanierung von Opel wollen - dann hätten Sie einen fähigen Unternehmer bestellt - aber sicher nicht eine narzistische Konzerndrohne.
Gegen die Mißerfolge von Opel kann selbst der beste Manager nichts unternehmen, da das Problem bei Opel von GM verursacht wird. Die großen Märkte wie z.B. China und Brasilien werden von Chevrolet exclusiv bedient und man möchte dort keine Konkurenz aus dem eigenen Haus, weil man wohl weiß, daß niemand einen "amerikanischen" Wagen kaufen würde, wenn ein vergleichbares "deutsches" Produkt auf dem Markt wäre. Wenn GM weniger nationalistisch (USA forever) eingestellt wäre, würden sie Opel in diesen Ländern verkaufen und sich über die gestiegenen Verkaufszahlen wundern. In beiden Ländern in denen ich lange genug war höre ich immer wieder:
Chevrolet? Da kauf ich mir doch lieber einen VW.

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verbal_akrobat 02.11.2012, 09:42
24. Auf den Punkt getroffen...

Zitat von Backe888
.... schon Foster hat ansich nen guten Job gemacht. Die Typen in der GM Zentrale hingegen sind entweder unfaehig, oder lassen Opel mit Vorsatz auflaufen. Und Neumann kann da genausowenig tun wie seine Vorgaenger. Solang GM eine Expansion Opels in andere Maerkte verbietet, und solang sie sich ohne zu zahlen aus dem Opel Technologieregal bedienen, und dann noch Geld ohne Gegenleistung in die USA abziehen, solange ist es voellig egal wer bei Opel am Steuer sitzt.

...ich habe vor 12 Jahren schon gesagt, dass OPEL untergeht, wenn man sich dort nicht auf Nischen zurück zieht. Mein Vorschlag war das erfolgreiche Corsa Modell um eine E-Variante zu ergänzen und später nur noch in diesem Bereich zu fertigen. War natürlich technologisch eindeutig zu früh! Aber wie Sie schon richtig bemerkten, solange die Flachköpfe das sagen haben gibts da keine Chance...
(Hätte man das Unternehmen nur damals wieder in deutsche Hände zurück gekauft, würde heute die Personalie niemals SO aussehen!!!
Grezze

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visioncrypt 02.11.2012, 09:45
25.

[QUOTE= Eben weil Firmenkunden Rabatte und Abschreibungen nutzen können und da ein höherer preis sogar Steuervorteile bring.
Die Opelaner sollten schon mal anfangen, nach Jobalternativen zu suchen!
leider steht zu befürchten, daß der gute Mann als Abwickler und Ausweider kommt![/QUOTE]

Ist nicht richtig. Schon mal was von der 1% Regelung gehört?

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pauschaltourist 02.11.2012, 09:46
26.

Zitat von Maurer
Gegen die Mißerfolge von Opel kann selbst der beste Manager nichts unternehmen, da das Problem bei Opel von GM verursacht wird. Die großen Märkte wie z.B. China und Brasilien werden von Chevrolet exclusiv bedient und man möchte dort keine Konkurenz
Die Misserfolge Opels in der Gegenwart lassen sich nicht mit fehlendem Marktzugang in den aufstrebenden Regionen begründen sondern mit den eklatanten Qualitätsmängeln der Vergangenheit sowie der kaltschnäuzigen Anti-Kulanzpolitik der Firmenzentrale.

Die neuen, überschweren Fahrzeuge helfen mit Sicherheit auch nicht beim Wiedereinstieg.

Die Verkäufe gehen im Mutterland zurück - die Stammklientel stirbt langsam aber sicher aus und die jüngeren Kunden sind aus obigen Gründen von Opel abgewandert hin zu VW oder Asiaten.
Die Marke Opel ist hoffnungslos verbrannt.

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müllschlecker 02.11.2012, 09:49
27. Vielleicht sollte sich VW das nochmal gut überlegen.

Zitat von sysop
Auf Karl-Thomas Neumann wartet eine der schwersten Aufgaben in der deutschen Wirtschaft: Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" soll der frühere VW-Manager Chef des angeschlagenen Autobauers Opel werden. "Er hat das Format, das wir brauchen", sagt ein Aufsichtsratsmitglied.
Wenn Europa´s Taschen von den allgegenwärtigen Politclowns weiter so geleert werden, kaufen wir alle Fahrräder. Wenn das was uns übrig bleibt
dazu noch reicht. Ob VW dann in die Fahrradproduktion einsteigt ?

Hallo VW - AR, bitte mal checken.

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rainer24 02.11.2012, 09:57
28. Zielgruppe finden

Jeder soll tun, was er am besten kann. So kann sich Opel auf die zunehmende ältere Kundschaft konzentrieren, die in den vergangenen Jahrzehnten immer bei Opel bedient wurden. Diese Zielgruppe gibt es auch in Exportländern.
1. Weg mit den Kunstnamen. Aus Astra wird Kadett und aus Insignia Rekord.
2. Das Stufenheck wird die primäre Karosserieform. Verkauft sich auch in O- u. S-Europa besser.
3. Immer konservativer und sachlicher Auftreten als VW.

Ich gehe davon aus, dass dies zu einer gewissen Konsolidierung beitragen kann.

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müllschlecker 02.11.2012, 09:58
29. ja, diese Leichenfledderer ziehen die letzte Kohle

Zitat von gsm900
und damit die Genossen Metaller.
und die Steuermillionen der Willigen ( Michel Deutsch im Plural ) auch noch ab.

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