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Korruptionsprozess: Griechische Staatsanwälte fordern 14 Jahre Haft für Ex-Siemens-Ch
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Vor 13 Jahren wurde Siemens von einer Schmiergeldaffäre erschüttert. Nun wurden die damaligen Managern um Heinrich von Pierer in Griechenland schuldig gesprochen. Sie müssen hohe Haftstrafen fürchten.

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haresu 30.11.2019, 08:29
1. Also wenn man Bußgeldbescheide akzeptiert ...

... und Geldauflagen und dem eigenen Unternehmen Schadensersatz zahlt, dann zeigt das zweieriei: man ist schuldig und man ist bisher ausgesprichen billig davongekommen. Das Problem liegt hier nicht bei polizisch motivierten Griechen sondern bei politisch unmotivierten Deutschen, die ihre überlasteten Gerichte und ausgedünnten Staatsanwaltschaften ja gerne billige Deals eingehen lassen. Dass die Vorwürfe nach deutschem Recht längst verjährt wären ist auch nicht wirklich ein Vorzug und schon gar nicht ein Argument. Was hier stinkt, stinkt in Deutschland.

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Listkaefer 30.11.2019, 08:46
2. Hier verwundern mehrere Dinge!

1. Warum macht Siemens so etwas? Wie lief das genau ab? Wie bekam die Konkurrenz ihre Aufträge? 2. Ein politisch motivierter Prozess? In Griechenland - EU-Mitglied und Nato-Partner?

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nuramnoergeln 30.11.2019, 08:57
3. Aberwitzige Anschuldigungen

das ein Deutscher Manager etwas gewusst haben könnte. Wie wir bei VW lernen, weiß dass Management nichts, jedenfalls nicht was im Laden vorgeht.
auch wen die Geldwäsche in Deutschland verjährt wäre, scheint das in Griechenland nicht so zu sein und das tobt der Prozess. Wenn sie schuldig sind, dann ab dafür. Gesetze sind für alle da.

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tropf 30.11.2019, 09:04
4. Verjährt??

Ob Recht oder Unrecht, kann ich nicht beurteilen, eine Verjährung zeigt nur wie die Regierungen solchen Leuten kräftig unter die Arme greift, Urlaub machen diese sowieso woanders.

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gumbofroehn 30.11.2019, 09:06
5. Den Fall Oliver Schmidt ...

... werden sicherlich alle Betroffenen als deutliche Warnung sehen. Man kann auch in Deutschland sehr schön Urlaub machen.

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phthalo 30.11.2019, 09:20
6. @haresu

So kann man nicht argumentieren, dass die dann schuldig sind, nur weil sie was zahlen.
Das was sie zahlen sind für die Peanuts. Sie halten sich aber Gerichtsprozesse und Anhörungen und und und vom Hals, die (auch wenn ev. völlig unschuldig) sie einfach nur nerven würden. Wäre ich unschuldig und könnte mir den ganzen Ärger ersparen und wäre mir die zu zahlende Summe egal, würde ich ebenso handeln und selbstverständlich zahlen.

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Susi64 30.11.2019, 09:22
7. Überbezahlte Ahnungslosigkeit?

In Deutschland kommt man mit überbezahlter Ahnungslosigkeit durch. Woanders ist das anders. Schon von Amts wegen sind die Manager in der Pflicht ihrer Verantwortung nachzukommen. Es liegt also an ihnen, entweder haben sie es gewusst und sind schuldig oder sie haben es nicht gewusst und sind dann erst recht schuldig!
Die in Deutschland übliche Kumpanei, dass es doch die Angestellten waren sollte auch in Deutschland nicht mehr ziehen.

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Alm Öhi 30.11.2019, 09:22
8. Wir sind aberwitzig!

Unsere Vorstände dürfen korrupt sein und geniesen Verjährung.
Dann behaupten wir Griecheland führe einen politisch motivierten Prozess.
Mal langsam.
Das Deutsche Rechtssystem wurde so aufgebaut das korrupte Vorstände straffrei bleiben, und sich unendlich große Reichtümer anhäufen lassen. Das ist von der CDU und FDP politisch gewollt.
Wenn ich den Griechen erzählen würde wie unsere Beamten von den externen Lieferanten zu Weihnachten Geschenke erhalten, würden diese mich zurecht verstört ansehen.
Das offizielle Mantra ist, wir Deutschen sind nicht korrupt.
Kann irgend jemand verhindern dass plötzlich Kaffeemaschinen und Kühlschränke herumstehen, oder dass ein Handwerker im falschen Haus etwas installiert ?
Das Problem ist doch, das nur große Beträge auffallen können. Die Millarden anderen kleinen Beträge fallen ähnlich wie Schwarzarbeit niemanden auf.

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muekno 30.11.2019, 09:25
9. kein Mitleid

Siemens war und ist womöglich noch ein korrupter Haufen, d.h. die oberen Schichten. Kann mir keiner erzählen dass hunderte Millionen Schmiergeld ohne wissen der Spitze (Pierer etc.) geflossen sein können. Insbesondere hat diese Spitze durch umsatzorientierte Gehälter und Boni davon provitiert und die Kunden weit überhöhte Preise bezahlt, denn woher sollte das Geld sonst kommen. Wie #1 schon sagt, wer freiwillig solche Summen zahlt ist nicht unschuldig, andererseits und das ganz ohne Neid, wer das mal so locker zahlen kann ohne danach am Hungertuch zu nagen muss das Geld auch mal gescheffelt haben. Ob wirklich verdient mag ich zu bezweifeln.

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