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Korruptionsskandal: 80 Millionen für ausgeschiedenen Airbus-Manager
EPA/HORACIO VILLALOBOS

Airbus-Chef Tom Enders schiebt im Korruptionsskandal die Schuld auf den Vertrieb in Frankreich. Doch nach SPIEGEL-Informationen genehmigte er dem Chef dieser Abteilung zum Abschied eine Zahlung von 80 Millionen Euro.

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JerryKraut 19.10.2017, 09:31
10. Ich verstehe nicht

wo das Problem ist. In Frankreich hat man doch Erfahrung damit, wie man mit solchem Verhalten umzugehen hat. In der Conciergerie, in einer Kapelle, stehen die Mittel dazu doch noch bereit, wenn ich recht informiert bin.

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PolitBarometer 19.10.2017, 09:35
11. Nichts wirklich Neues

Tja, warum wohl liess Enders das wohl zu? Ganz einfach, weil es trotz aller Versüßungen für den Abgang von Gut immer noch ein lukratives Geschäft für Airbus war. Und was sind da schon 80 Mio. EUR im Vergleich zum Verkaufspreis eines einzigen Flugzeugs?

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post-postfaktisch! 19.10.2017, 09:37
12. Ein Konzern ist kein isoliertes Etwas

Zitat von axel_roland
Die 80 Millionen fallen den Mitarbeitern und dem Börsenkurs von Airbus zur Last - nicht der Allgemeinheit. Hier müssen sich Mitarbeiter, Aufsichtsrat und Aktionäre empören. Dass ein Konzern wie Airbus so schlecht aufgestellt ist, dass es derartige Maneuver nicht verhindern kann ist sein ureigenstes Problem und keiner öffentlichen Empörung wert.
Merkwürdige Idee, dass sich solche Verfahren nicht auf die Allgemeinheit auswirken.
- die 80 Mio. sind Betriebsausgaben und werden steuerlich abgesetzt.
-Vermögen von Aktionären, die sinken werden ebenfalls steuerlich verrechnet.
- Kleinanleger, die weniger Wert erhalten konsumieren ggf. weniger und erzeugen weniger Wertschöpfung an anderer Stelle.

Konzerne sin keine Singularität. Im Gegenteil es gibt die Rechtsverpflichtung der Gesellschaft zu nutzen. (Eigentum verpflichtet) es wird Zeit dass mit unserem Wirtschaftssystem wieder in Einklang zu bringen.

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soundwaves 19.10.2017, 09:38
13. Das macht es nicht besser

Zitat von axel_roland
Die 80 Millionen fallen den Mitarbeitern und dem Börsenkurs von Airbus zur Last - nicht der Allgemeinheit. Hier müssen sich Mitarbeiter, Aufsichtsrat und Aktionäre empören. Dass ein Konzern wie Airbus so schlecht aufgestellt ist, dass es derartige Maneuver nicht verhindern kann ist sein ureigenstes Problem und keiner öffentlichen Empörung wert.
Empörend ist es, dass solchen Zuständen nicht endlich ein Riegel vorgeschoben wird. Ist ja nicht so, dass diese Zustände nur bei Airbus zu finden sind sondern sich durchgehend in den Firmen, Unternehmen und sogar der Gesellschaft etabliert haben.

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JerryKraut 19.10.2017, 09:41
14. Das kommt darauf an!

@marty_gi

Wenn meine Arbeitsleistung darin besteht, dass ich etwas erfinde, das einen beträchtlichen Unterschied macht, für das Leben von Millionen Menschen, kann meine erbrachte Leistung auch gut mal 80 Milliarden wert sein. Ob ich davon etwas abbekomme, hängt natürlich davon ab, ob ich in einem Konzern oder in meinem eigenen Unternehmen gearbeitet habe. Wer z.B. einen Weg fände, häufig vorkommende Krebsarten zu heilen, könnte, wenn er ein Patent hat, leicht eine Summe verdienen, wie ich sie genannt habe, wenn man sich anschaut, was neue Krebsmedikamente kosten können, die für Patienten nur einen geringen oder selbst garkeinen Nutzen haben.

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muekno 19.10.2017, 09:45
15. Passt ins allgemeine Bild

Ob Airbus, Air Berlin, VW und sicher viele viele andere incl. unserer meisten Politiker. Von Anstand, Ehre, Verantwortungsbewutsein weit und breite keine Spur, Hauptsache die Kohle passt. Wir sind ja ein reiches Land, das es sich leisten kann. Armut, prekäre Arbeitsverhältnisse, Löhne und Renten die nicht zum Leben reichen, gibt es bei diesen völlig Abgehobenen nicht.
Es ist eine Schande was aus diesem Land geworden ist.

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oldman2016 19.10.2017, 09:46
16. 80 Millionen Euro für was?

80 Millionen Euro Abschiedsgeschenk. Das wird den zuständigen Finanzminister aber freuen. Oder werden diese Art von Abschiedsgeschenken am Ende gar nicht versteuert aber durch Airbus als Betriebsausgaben steuermindernt geltend gemacht. Ich befürchte, der eigentliche Skandal liegt darin, dass der Fiskus auf Teufel komm raus betrogen wird. Wofür eine Manager 80 Millionen Abfindung bekommt ist allerdings auch fragwürdig. Worin besteht konkret die Gegenleistung?

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soundwaves 19.10.2017, 09:48
17. Empfehlung

Zitat von andraxos
Wenn mir einer 100 Milliarden Umsatz erwurschtelt, dann zahle ich gerne 80 Millionen, auch unterm Tisch. Die Mitarbeiter werden es ihm danken, so hatten sie alle jahrelang gut zu tun. Netzwerke ist unsagbar wertvoll!
Der Umsatz / Gewinn eines Unternehmens hat mit den Leistungen des Managements mal überhaupt nichts zu tun.

Einzig der Markt und die Konjunktur bestimmt, wie erfolgreich ein Unternehmen ist.

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engineeringprofi 19.10.2017, 09:50
18. Der Plan liegt auf der Hand

Herr Gut soll so weitermachen wie bisher, nur soll kein Airbus draufstehen. Daher die "Auslagerung".
Außerdem wollte man vermeiden, dass der Kollege für die Konkurrenz arbeitet oder an die Öffentlichkeit geht, wobei letzteres auch für ihn selbst zum rechtlichen Problem werden würde.

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post-postfaktisch! 19.10.2017, 09:54
19. Merken Sie was Sie da schreiben?

Zitat von andraxos
Wenn mir einer 100 Milliarden Umsatz erwurschtelt, dann zahle ich gerne 80 Millionen, auch unterm Tisch. Die Mitarbeiter werden es ihm danken, so hatten sie alle jahrelang gut zu tun. Netzwerke ist unsagbar wertvoll!
Ohne Korruption hätten die Mitarbeiter also keinen Job?
Weil es dann keinen Luftverkehr gäbe?
Weil Airbus so schlecht ist, dass niemand die kaufen würde?
Weil es alle machen.

Doch wohl eher letzteres.
Aber es gibt Unternehmer, die verzichten aufs
"erwurschteln" Noch sind es viele. Wenn man aber dauerhaft in einer Gesellschaft lebt, in der es selbstverständlich ist, das geschmiert wird, verliert irgendwann der letzte die Lust zu verzichten. So zersetzt Korruption die gesamte Gesellschaft und sie reden genau dem Prozess das Wort.

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