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Kosten der Energiewende: BDI-Chef warnt vor Produktionsverlagerung ins Ausland
DPA

Die Energiewende bereitet der deutschen Industrie Unbehagen. Die damit verbundenen Kosten würden die Wettbewerbsfähigkeit gefährden, sagt BDI-Chef Kempf - und droht mit Produktionsverlagerungen.

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holy ghost 08.01.2018, 10:07
1. Jammern

Jammern auf hohem Niveau ist das. Energieintensive Firmen profitieren von der EEG Umlagebefreiung. Wer das letztendlich bezahlt, sind die kleinen Verbraucher. Da fragt die Industrie nicht.

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joG 08.01.2018, 10:18
2. Im nahen Ausland....

....bekommt man den in Deutschland subventionierten Strom zum Marktwert, der halt oft geringer ist als Produktionskosten und auch mal unter Null lag. Auch haben die Atomkraft. Kommen in manchen Ländern noch erhebliche Steuervorteile und günstigere Lohnkosten und der Kinkurrenzvorteil, den Deutschland aus 2010 und der Euro Krise zog ist rasch verbraucht. Da ist man schnell wieder "Der Kranke Mann von Europa".

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Flari 08.01.2018, 10:32
3.

Zitat von holy ghost
Jammern auf hohem Niveau ist das. Energieintensive Firmen profitieren von der EEG Umlagebefreiung. Wer das letztendlich bezahlt, sind die kleinen Verbraucher. Da fragt die Industrie nicht.
96% der deutschen Industrie zählen NICHT zu den energieintensiven Unternehmen.

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hannesmann 08.01.2018, 10:38
4.

Jammert nicht die Industrie über Fachkräftemangel? Angeblich fehlen ja demnächst mehrere Millionen Arbeitskräfte. Da kommen doch Produktionsverlagerungen ins Ausland gerade recht. Das verringert die Zuwanderung und die Wohnungsknappheit und auch der hohe Leistungsbilanzüberschuss wird zurückgeführt.

Wenn dann noch die Befreiung von der EEG Umlage gekippt wird sinken auch die Stromkosten für die Normalbürger und die kleinen und mittleren Betriebe. Diese Personengruppe wollen doch alle Parteien demnächst fördern.
Für unverzichtbare Industrien bleibt dann immer noch die Möglichkeit Befreiungsanträge von der EEG Umlage beim Wirtschaftsministerium zu stellen. Diese Beträge können dann aus dem Steueraufkommen gezahlt werden.

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braindead0815 08.01.2018, 10:38
5. der aufruf an die politik

nur mehr steuergeschenke zu verteilen, noch weiter die steuern zu senken.

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chiemseecorsar 08.01.2018, 10:51
6. Selten ...

... in der letzten Zeit so einen ungefilterten Kapitalismus-Blödsinn gelesen.
Gerade jetzt, in konjunkturellen Hochzeiten, sollte die Industrie einmal ihrer Verantwortung dem Menschen und dem Planeten - von dessen Ressourcen sie sich ernährt - gegenüber stellen und in Energieeinsparung und Effizienzmaßnahmen investieren, was sich langfristig rechnet, anstatt in den immerwährenden Jammer-und Zetersalmon einzustimmen und mit dem Arbeitsplätzewink die eigene Gier zu legitimieren zu versuchen.
Und heute - im Jahr 2018 - immer noch den Käse über die Notwendigkeit nachträglicher Dämmung von Altbauten zu lesen - unfassbar. Abgesehen von Denkmal - und Ensembleschutz, abgesehen davon, daß Bestandshäuser durch nachträgliches Dämmen oftmals zum Gesundheitsrisiko werden - den Nutzen für das Klima hat noch niemand wissenschaftlich belegen können, die Herstellung der Dämmstoffe und die spätere Entsorgung zu ihr Übriges dazu die Gesamtenergiebilanz unrettbar zu versauen. Und der Ausstieg aus der Kernenergie kostet mehr je später er erfolgt. Danken wir den Irren die uns diese Technologie jahrzehntelang als sicher - und bezahlbar - verkauft haben. Und jetzt den Verbraucher, Bürger, Stombezieher zum zigtenmal zur Kasse bitten. Zu Wackersdorf-Zeiten schon hatten wir - die NO Nukes - vorgeschlagen, den Herren Energieverantwortlichen je einen Castor in den Garten zu stellen - wollte niemand. Auf Herr Kempf, gehen Sie doch mal mit gutem Beispiel voran, Endlagerkosten reduzieren - Arbeitsplätze sichern. Aber sicher - Sie würden ja sofort, aber die unbelehrbaren Öko-Nachbarn...
Und der Standort Deutschland definiert sich wohl über andere Aspekte als über Energie - sonst wäre Island eine einzige endlose Industrieanlage. OneWorld.NoBorder.

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tinnytim 08.01.2018, 10:52
7.

Zitat von Flari
96% der deutschen Industrie zählen NICHT zu den energieintensiven Unternehmen.
Keine Ahnung ob es wirklich 96% sind, aber trotzdem verbrauchen die 2000 befreiten Unternehmen 30% der gesamten Leistung. Und die anderen 70% bezahlen deren Subvention teuer. Lieschen Müller bezahlt den selben Ausgleich pro Kilowattstunde, wie Susanne Klatten damit etwa ThyssenKrupp weiter günstigen Strom bekommt. Das müssen sogar Sie ungerecht finden

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rtzlwitz 08.01.2018, 10:55
8. Nach uns die Sintflut

Lasst uns den Planten ruinieren. Hauptsache die Wirtschaft brummt.

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yvowald@freenet.de 08.01.2018, 10:56
9. Jammern auf hohem Niveau

Zitat von Flari
96% der deutschen Industrie zählen NICHT zu den energieintensiven Unternehmen.
Exakt.
Aber die Industrie-Lobbyisten möchten natürlich auch weiterhin günstige Strompreise für ihre Produktion.
Es ist wie üblich ein Jammern auf hohem Niveau.
Davon sollten sich die Verantwortlichen in der Politik nicht irre machen lassen.

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