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Kosten der Energiewende: Milliardenprojekt Kohleausstieg
DPA

Abschaltprämien, Strukturhilfen, Kompensationen für höhere Strompreise: Der Kohleausstieg erfordert ersten Berechnungen zufolge mindestens 52 Milliarden Euro an Investitionen. Der Kosten-Check.

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HelmutSchmidt 24.01.2019, 17:04
1. Kohlepfenning Teil2

Warum überhaupt Prämien, Kompensationen und Strukturhilfen? Jahrzehnte gab es den (verfassungswidrigen!) Kohlepfennig, immer noch gibt es milliardenschwere Subventionen für die Kohle, und nun wird für den Ausstieg weiteres Geld nachgeschoben? RWE, e.on und Konsorten haben Jahrzehnte sehr viel Geld verdient, nun müssen Sie halt auf eine neue Technolgie umschwenken (was Sie ja auch schon tun). Wieso muss aber der Staat für die "Altlasten" aufkommen? Womit wird dieses Geld gerechtfertigt? Gibt es demnächst für die VW-Mitarbeiter auch Strukturhilfen und Kompensation, weil Diesel nicht mehr verkauft werden können und VW "leider die Zukunft verschlafen hat"? Vielleicht sollte noch ein Hersteller von Fax-Geräten bei der Bundesregierung nachfragen, ob es noch Strukturhilfen für die arbeitslosen Fax-Gerätehersteller gibt, weil die ja nix dafür können, das jemand (Hoppla!) vor 25 Jahren die email erfunden hat!!

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fellmonster_betty 24.01.2019, 17:09
2. bei uns kommt der strom aus der steckdose.

Deutschlands Anteil am Treibhausgasausstoßes liegt bei 3% der Weltproduktion. Weitere Schadstoffgrenzwerte sind nicht Mal Sicher und müssen erst noch wissenschaftlich untersucht werden. ich hoffe, dass unsere Kinder nicht gezwungen werden, die kohleverstromung wieder in Betrieb nehmen müssen, weil die anderen fossilen Brennstoffe, die in Zukunft zu 100% importiert werden müssen, von den Lieferanten zurück gehalten werden.

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votevolteur 24.01.2019, 17:13
3. gute Sache

Finde die Kosten nicht allzu hoch, setzt man es in Relation zu der Außenwirkung die das Projekt erzielt, nämlich dass es eine der größten Volkswirtschaften der Erde schafft sowohl aus der Atomenergie (Spaltung), als auch aus der Kohleverstromung auszusteigen. Und das zu Kosten von nur 8-10 Berliner Flughäfen. Wenn man es jetzt noch schafft ein wahrlich europäisches Stromnetz auf die Beine zu stellen, werden die Kosten für Schwankungen fallen, die Kosten für Speichertechnologien und die Systemsicherheit steigt nochmal enorm. Hartes Stück Arbeit, aber wir können jetzt damit beginnen.

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christejan 24.01.2019, 17:14
4. Pille Palle

Bedenkt man, dass die gegenwärtig geplanten Kosten von Berliner Flughafen und Stuttgart 21 alleine bereits ca. 16 Mrd. ausmachen, bewerte ich diese 50 Mrd. in Anbetracht der Reichweite eines Kohleausstiegs in punkto "Sinnhaftigkeit", "Nutzen", "Nachhaltigeit" und "Reichweite" als in Ordnung. Wir sprechen quasi um Kohle (Geld) das bei der Bevölkerung in irgendeinerweise ankommt. Und wenn es zuletzt nur das "gute Gefühl" ist, diesen Schwachsinn an Energiegewinnung nicht mehr zu unterstützen.

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vfleischhauer 24.01.2019, 17:18
5. Wenn man stattdessen

CO2-Zertifikate für diese Summen kauft, wird wirklich ein Schuh draus. Diese Zertifikate werden aber nicht gelöscht, sondern von der Regierung einfach in den Tresor gelegt. Man nimmt erhebliche Mengen vom Markt, der Preis erhöht sich und es wird dadurch für alle Marktteilnehmer in der EU günstiger, Kohlekraftwerke still zu legen. So wird wirklich CO2 eingespart. Aber diese einfache Lösung nutzt weder der Anti- noch der Pro-Kohle-Lobby. Da haben Sie ja auf einmal nichts mehr zu tun! Durch die von der Regierung geplante Stilllegung in D werden die Zertifikate billiger, weil mehr auf den Markt kommen (D muss die Zertifikate versteigern, sonst wird der Ausstieg doppelt so teuer). Also keine Einsparung CO2, obwohl sich natürlich alle an die Brust schlagen und erzählen, wie dolle viel D an CO2 jetzt einspart. Aber nur wenn die gesamte EU gerechnet wird, macht es überhaupt Sinn.
Die CO2 Zertifikate löschen macht übrigens keinen Sinn, weil dann der Mindestreservefond der EU automatisch um fast die gleiche Menge aufgestockt wird.

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votevolteur 24.01.2019, 17:24
6. Nicht verwechseln

Zitat von fellmonster_betty
Deutschlands Anteil am Treibhausgasausstoßes liegt bei 3% der Weltproduktion. Weitere Schadstoffgrenzwerte sind nicht Mal Sicher und müssen erst noch wissenschaftlich untersucht werden. ich hoffe, dass unsere Kinder nicht gezwungen werden, die kohleverstromung wieder in Betrieb nehmen müssen, weil die anderen fossilen Brennstoffe, die in Zukunft zu 100% importiert werden müssen, von den Lieferanten zurück gehalten werden.
Schadstoffe sind nicht gleich CO2-Ausstoß und wir werden kein Kraftwerk wieder in Betrieb nehmen müssen, wenn wir gleichzeitig mit dem Ausbau von Onshore/Offshore/Solar/Flugwindkraftwerke voranschreiten, genau wie dem Ausbau von Power-to-X (Methan, Wasserstoff, Kerosin, etc.) für die Speicherung und den Betrieb von Flugzeugen und Schifffahrt. Also keine Sorge um unsere Kinder, die werden sicher zu nichts dergleichen gezwungen.

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moeh1 24.01.2019, 17:27
7. Energie

Die Deutschen wollen keine Stromtrassen, keine AKW und keine Kohlekraftwerke. Allein mit Windrädern lässt sich keine sichere Stromversorgung herstellen. Es wäre die Aufgabe der Regierung den Deutschen die Konsequenzen und den Preis einer Stromversorgung basierend auf alternativer Energie zu nennen. Mit der berühmten Eiskugel von Herrn Trittin wird es nicht getan sein.

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votevolteur 24.01.2019, 17:27
8. Nicht ganz korrekt

Zitat von vfleischhauer
CO2-Zertifikate für diese Summen kauft, wird wirklich ein Schuh draus. Diese Zertifikate werden aber nicht gelöscht, sondern von der Regierung einfach in den Tresor gelegt. Man nimmt erhebliche Mengen vom Markt, der Preis erhöht sich und es wird dadurch für alle Marktteilnehmer in der EU günstiger, Kohlekraftwerke still zu legen. So wird wirklich CO2 eingespart. Aber diese einfache Lösung nutzt weder der Anti- noch der Pro-Kohle-Lobby. Da haben Sie ja auf einmal nichts mehr zu tun! Durch die von der Regierung geplante Stilllegung in D werden die Zertifikate billiger, weil mehr auf den Markt kommen (D muss die Zertifikate versteigern, sonst wird der Ausstieg doppelt so teuer). Also keine Einsparung CO2, obwohl sich natürlich alle an die Brust schlagen und erzählen, wie dolle viel D an CO2 jetzt einspart. Aber nur wenn die gesamte EU gerechnet wird, macht es überhaupt Sinn. Die CO2 Zertifikate löschen macht übrigens keinen Sinn, weil dann der Mindestreservefond der EU automatisch um fast die gleiche Menge aufgestockt wird.
So nicht korrekt, denn die EU überführt zurzeit alle Überschüsse in eine Stabilitätsreserve, und erhöht somit den Preis für die Zertifikate. Angestrebt wird zudem eine Anhebung des Preises in den nächsten Jahren durch Mindestpreise. Keine Sorge also, die Lobbies dieser Welt können den Trend nicht mehr aufhalten, weil der politische Opportunismus in eine andere Richtung schlägt.

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nach-mir-die-springflut 24.01.2019, 17:29
9. Der Ökonomo und der Ökologo

Energiewende muss man von der ökonomischen Seite angehen, nicht von der ökologischen. Die ökologische kommt im Nebeneffekt, umgekehrt ist das nicht so, anders bleibt es ein Zuschussgeschäft, das gemäß dem Schneeballprinzip sich selbst erstickt. Nicht durch den Seiteneingang, über den Haupteingang.

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