Forum: Wirtschaft
Kosten-Nutzen-Bilanz: Studie zur Wärmedämmung sorgt für Streit
DPA

Dämmen lohnt sich: Mit diesem Versprechen werben Politik und Umweltschützer für die Sanierung von Gebäuden. Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen. Die Grünen widersprechen vehement.

Seite 1 von 81
fredadrett 30.03.2013, 19:39
1. Dir Grünen - man fast es nicht!

Wenn man für die Wärmedämmung eines Einfamilienhauses ca. 40.000 Euro auf den Tisch legen muß und im Jahr dadurch vielleicht 500 Euro spare muss man kein Gauss od. Riese sein um zu sehen das sich das nie rechnet. Hinzu kommt die Dämmung ist nach 20ig Jahren als Sondermüll zu entsorgen und belastet die Umwelt. Wie kann ein Grüner so die Bau/Dämstoffwirtschaft hofieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albert schulz 30.03.2013, 19:50
2. das war bekannt

Zitat von sysop
Dämmen lohnt sich: Mit diesem Versprechen werben Politik und Umweltschützer für die Sanierung von Gebäuden. Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen. Die Grünen widersprechen vehement.
Das ist ein uralter Hut im Bestand. Gilt natürlich nicht für Neubauten. Die Zuschüsse und Kredite der öffentlichen Hand sollen motivieren, aber wenn die Eigentümer rechnen können und das Geld nicht haben, hilft Ideoolgie gar nichts. Die Realitätsferne der Grünen ist zuweilen beängstigend. So lobenswert Energieeinsparung wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pubsfried 30.03.2013, 19:57
3. und genau deswegen...

...blieb unser Haus trotz neuem Putz UNGEDÄMMT (30cm Ytong). So nutzt man wenigstens noch die solaren Gewinne, und nach 20 Jahren ist Styropor sowieso hinüber- eben gerade dann wenn er "rentabel" wird - ein absoluter Witz! Selbst Zusatz-Investitionen von nur 8000 Euro hätten sich bei uns laut Energieberatung nicht rentiert in den nächsten 20 Jahren, auch bei Energiepreis-Verdoppelung nit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.w.pepper 30.03.2013, 19:57
4. Jeder, der das schon mal...

Zitat von sysop
Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen.
...für sein Haus durchgerechnet hat, wusste das schon. Klar, wenn die Energiepreise (dank tatkräftiger Mithilfe des Staates durch Steuern, Abgaben und Blockade neuer Fördermethoden) weiter in den Himmel steigen, mag das mal anders aussehen. Aber auch wir sind nach dem gegenwärtigen Stand auf eine Amortisationsdauer von 40 - 50 Jahren gekommen, und das noch ohne Verzinsung. Und dafür unser Haus in potthässliche und brandgefährliche Styroporpaneele einpacken? Niemals.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derstefan12 30.03.2013, 20:00
5. Haben fertig

Wer glaubt denn im Ernst noch unseren Politikern und dem Unsinn vom Energiesparen durch Dämmung unserer Häuser? Unsere Politiker haben fertig, und das Volk wacht langsam auf. Wer weiß, ob wir die energetisch "sanierten" Häuser und Wohnungen (das Wort "saniert" ist in diesem Zusammenhang eine Groteske!) in 10 oder 15 Jahren nicht wieder abreißen müssen, weil vor lauter Schimmel und Algen keiner mehr drin wohnen kann? Eigentümer und Mieter müssen die Rechnung für diejenigen zahlen, die sich an der Wärmedämmung und der Energiewende eine goldene Nase verdienen. Cui bono! Und was soll daran ökologisch sein? Wie viel CO2 entsteht eigentlich bei der Herstellung der Dämmstoffe? Was ist mit den Bioziden, die zum Schutz vor Schimmel und Algen schon mal vorsorglich in den Putz eingebaut werden, die aber nach ca. 5 Jahren (dann endet nämlich die Gewährleistung) vom Regen ausgewaschen werden? Diese Biozide landen im Boden und im Grundwasser, das wir und unsere Kinder dann zu uns nehmen. Sehr ökologisch, wirklich! Und was passiert mit den ganzen Dämmstoffen in 40 Jahren oder so, wenn die Lebenszeit dieser Stoffe abgelaufen ist? Das meiste dürfte Sondermüll sein. Versenken wir das dann im Meer oder vergraben es in der Wüste? Oder findet sich dann schon ein Entwicklungsland, das es für Geld bei sich deponiert? Und was ist mit der Feuergefahr, die von dem Styropor ausgeht?
Freunde, wacht endlich auf. Wir werden nur noch veralbert, siehe Euro, Bankenrettung, Gebäude"sanierung" u. v. m.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
smartphone 30.03.2013, 20:02
6. Langfristig sogar höhere Heizkosten

ich erinnere mich sehr gut an einen Artikel der u.a. in der FTD stand : In Berlin standen zwei freistehende 4 stöckige Mehrfamilienhäuser , das eine wurde energetisch komplett "saniert" ,das andere baugleiche aus den verschiedensten Gründen nicht :
Was konnte über Jahre festgestellt werden . Die Heizkosten des sanierten sanken zunächst ( aber nicht massiv ,wie man gerne suggeriert ) fingen aber dann an sukzessive zu steigen(!) , bis sie sogar über (!!!) denen des unsanierten lagen ......
Die Gründe sind vielschichtig . Die Luft innen ist druchgängig feuchter ...was also heißt die ach so tolle Dämmung verhindert den Wasseraustausch durch die Wände nach aussen . Man hat also letztlich eine Art Wasserburg , deren feuchte - und damit schimmelanfälligen Wände teuer beheizt werden müssen .
Wir können uns ausrechnen ,daß das haus mittelfristig nur einer Erneuerung des Aussenstyropors bedarf... es sicherlich kostengünstiger das Totsanierte Ding gleich ganz abzureissen .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Benjowi 30.03.2013, 20:03
7. Halbwahrheiten der Grünen

Das Argument der Grünen dagegen "die Heizölpreise hätten sich verdreifacht" ist nur eine Halbwahrheit. Das liegt einerseits u.a. am Steueranteil und gilt im Übrigen für die Gaspreise, die mittlerweile sehr viel maßgeblicher für Heizung sind nicht. Und das wird sich auch in der nächsten Zukunft eher nicht ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
genugistgenug 30.03.2013, 20:03
8. Ideologie Verpackungswahn?

Zitat von sysop
Dämmen lohnt sich: Mit diesem Versprechen werben Politik und Umweltschützer für die Sanierung von Gebäuden. Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen. Die Grünen widersprechen vehement.
Ist das nun Verpackungswahn Ideologie oder Idiotie?

Einfach mal eine Rechnung machen - Kosten für Isolierung MINUS Einsparungen = xxxxxx
Und da dürfte jeder Häuslebauer keinen Taschenrechner brauchen!
Rechnet man noch die anderen Kosten dazu, dann sieht diese Bilanz noch schlechter aus.

Die GRÜNEN sind halt dem Wahn verfallen - koste es was es wolle, ist ja nicht unser Geld!

PS oder haben die einige Aufsichtsrats- Beraterjobs in Aussicht im Isolierungsbereich/Recycling/Brandschutz?
Vor einiger Zeit gab es eine Fernsehdokumentation wie der Brandschutz des Styropors überhaupt festgestellt wurde - LACHHAFT ist noch höflich ausgedrückt. Grob gesagt: Man nimmt einige Styroporteile, bringt die in einen Feuerraum und wenn nach einer gewissen Zeit noch eine bestimmte Menge nicht verbrannt ist, ist der Test bestanden. Leider wurde nicht gesagt, wie viele Brandversuche es gab um zu einem positiven Ergebnis zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rkinfo 30.03.2013, 20:04
9. Zu harte Kriterien für Bestand

Es fällt schon bei Energieberatung auf dass Bestandsgebäude nur mit hohen Kosten sanierbar sind. Da gehören realistischer Zielwerte und Förderung angesetzt. Auch ist man im Bestand am Limit - technisch wie ökonomisch - angelangt. Es ist Unsinn machbares für Neugebäude einfach auf Bestand zu übertragen. Allerdings gehts nur mit Dämmung um brauchbare Heizkosten zu realisieren. In wenigen Jahren wird energiesparendes Wohnen per Neubau üblich sein und unsanierter Altbau an Vermietbarkeit und Wert verlieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 81