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Kosten-Nutzen-Bilanz: Studie zur Wärmedämmung sorgt für Streit
DPA

Dämmen lohnt sich: Mit diesem Versprechen werben Politik und Umweltschützer für die Sanierung von Gebäuden. Laut einer Studie im Auftrag der Förderbank KfW übertreffen die Kosten jedoch die Einsparungen. Die Grünen widersprechen vehement.

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fsmy 31.03.2013, 13:51
360. viel Halbwissen...

Leider wird zu diesem Themenbereich auf beiden Seiten viel Halbwissen verbreitet. Pauschale Aussagen wie "Dämmen lohnt nicht nicht" sind genauso wenig zielführend wie gegenteilige Aussagen. Die Wahrheit liegt - wie so oft - irgendwo dazwischen.
Im Gebäudebestand bis 1977 (vor der 1. Wärmeschutzverordnung) lassen sich durch vernünftige Außendämmung erhebliche Einsparungen im Wärmebedarf erzielen, so dass sich die Investition i.d.R. lohnt. Dabei sollte man die Gelegenheit einer ohnehin anstehenden Außenputz- oder Dachsanierung nutzen.
Bei jüngeren Gebäuden (ab 1978) werden die Amortisationszeiten schon erheblich länger, und man muss schon sehr genau rechnen, ob sich eine energetische Sanierung lohnt.
Kritisch wird es, wenn Hausbesitzer sich nicht unabhängig beraten lassen, sondern von Firmen, die ein wirtschaftliches Eigeninteresse an einer möglichst umfangreichen Sanierung haben. Dies wurde mittlerweile vom Verordnungsgeber erkannt: seit 2012 sind nur noch unabhängige Energieberater mit Prüfung für KfW- und BAFA-konforme Beratungen und für die Ausstellung von Energieausweisen zugelassen. Allerdings haben die anderen noch Bestandsschutz.
Und leider muss man auch feststellen, dass meist "Außendämmung" mit "Styropor" (Polystyrol, EPS) gleichgesetzt wird. Dabei ist dieser Dämmstoff zwar billig, aber im weiteren nicht gut für Außenwanddämmungen geeignet: Probleme beim Brandschutz, Verschlechterung des Schallschutzes, keine Langlebigkeit, Probleme beim späteren Rückbau (Trennung von Dämmstoff, Putz und Armierungsgewebe bei WDVS, dadurch Entstehung von Sondermüll mit hohen Entsorgungskosten), Behinderung der Wasserdampfdissusion von innen nach außen, usw. Hier hat offensichtlich die Lobby der chemischen Industrie sehr erfolgreich gearbeitet. Dabei gibt es durchaus geeignetere Dämmstoffe, wie z.B. Glasschaumdämmplatten im Perimeterbereich oder Holzweichfaserplatten...
Dass Dämmung generell Schimmel verursachen soll, ist dagegen ein Märchen. Durch Außenwanddämmung sind die Temperaturen an der Innenwandoberfläche höher, so dass, ausreichendes Lüften vorausgesetzt, keine Kondensation entstehen kann.
Es gibt viele erfolgreiche Sanierungsbeispiele, die Heizenergieeinparungen von um die 70% aufweisen. In anderen Fällen ist die Einsparung geringer, weil z.B. mit dem höheren Wärmeschutzniveau auf einmal Räume durchgeheizt werden, die vorher aus Sparsamkeit wenig oder nicht beheizt wurden. Das ist der gleiche Effekt wie beim Autofahrer, der bisher einen 30 Jahre alten Benziner mit 10 l Verbrauch gefahren hat, indem er immer extrem langsam gefahren ist und jetzt einen neuen Diesel, der nominell die Hälfte braucht, immer Bleifuß fährt, "weil der ja eh so wenig braucht" und 8 l verbraucht - da schmilzt der Verbrauchsvorteil natürlich zusammen...

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wolleh 31.03.2013, 13:56
361. Energie ist reichlich da

Stoppt die Gier des Staates, dem einzigen Energiepreistreiber. Stoppt die Ausbeutung der ärmeren Bevölkerung. Die Reichen Deutschland reiben sich die Hände. Sie rauben durch ihre Handlanger, die Politiker, Europa und die deutsche Normalbürgerschaft. Energie ist reichlich vorhanden und müsste günstig angeboten werden zu Gestehungskosten. Die 40 fehlenden Milliarden müssen wir uns von den Reichen holen. Wählt richtig Mitbürger und lasst uns umverteilen. Dann haben wir wieder bezahlbare Energie. wann erkennen die Grünen endlich, dass sie keine Ahnung von Energie haben. Vor 10 Jahren haben sie mitgeholfen, die soziale Marktwirtschaft zu Tode zu tragen. Alles Populisten. Von Nichts eine Ahnung.

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fsmy 31.03.2013, 14:01
362.

Zitat von pubsfried
...blieb unser Haus trotz neuem Putz UNGEDÄMMT (30cm Ytong). So nutzt man wenigstens noch die solaren Gewinne, und nach 20 Jahren ist Styropor sowieso hinüber- eben gerade dann wenn er "rentabel" wird - ein absoluter Witz! Selbst Zusatz-Investitionen von nur 8000 Euro hätten sich bei uns laut Energieberatung nicht rentiert in den nächsten 20 Jahren, auch bei Energiepreis-Verdoppelung nit!
Das zeigt vor allem eines: Hier wurde zum Glück ein unabhängiger Energieberater beauftragt, der dem Hauseigentümer die Wahrheit gesagt hat. Der Billig-Energieberater vom Baumarkt hätte wahrscheinlich 20 cm Dämmung empfohlen, weil da ein wirtschaftliches Eigeninteresse bestünde...

Des weiteren braucht laut EnEV 2009 bei Erneuerung des Außenputzes (oberhalb der Bagatellgrenze von 10% der AW-Fläche) wegen des Wirtschaftlichkeitsgebotes NUR DANN auf den lt. EnEV vorgegebenen U-Wert von 0,24 W/m²K gedämmt zu werden, wenn der bestehende U-Wert schlechter (also größer) als 0,9 W/m²K ist. Bei 30 cm Ytong liegt der U-Wert allerdings schon bei - für Bestandsgebäude - ziemlich guten 0,3 bis 0,4 W/m²K. D.h., hier braucht gem. EnEV keine zusätzliche Dämmung aufgebracht zu werden. Es würde sich niemals rechnen...

ALSO: alles richtig gemacht. Aber es ist kein Argument gegen Dämmung generell.

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owain123 31.03.2013, 14:04
363.

Zitat von fuzzi-vom-dienst
Wir haben 83/84 gebaut, auch 6 cm PS verwendet. Aber solche Aussagen wie von Ihnen sind bei den Schimmelpilzfetischisten "unerwünscht"!
Naja, wer 3000 l Öl im Jahr sparen kann, bei dem würde mich interessieren, wieviel Öl er immer noch braucht und in was für einer Villa der lebt.

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mischamai 31.03.2013, 14:11
364. Beobachtungen erschrecken

Ein Dach sollte immer gedämmt sein,eine Tatsache an der es nichts zu rütteln gibt.Hingegen ist der Einhüllwahn mit Styrophor nicht nur teuer,nutzlos und zu aufwändig,sondern vor allem auch sehr ungesund.Wer sein Haus in eine Plastikhülle eiinmantelt wird schnell krank und Opfer vieler Allergien. Mir sind viele Fälle bekannt von innenliegenden Schimmel,Gebäudeschäden durch gesperrte Abluft,Staunässe in Wänden etc.Die Dämmlobby mit all seinen Befürwortern macht ganze Sache,immer unterstützt von Politik und Unkenntnis sogenannter Experten.
Einmal abgesehen von dem unvorhersehbaren Müllaufkommen werden bei der Entsorgung weitere enorme Kosten entstehen.
Mein Tip,Hände weg vom diesem Wahn ,Energiesparen kennt weitaus sinnvollere Wege als sich der Dämmmafia zu unterwerfen.

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Attila2009 31.03.2013, 14:22
365.

Zitat von tento
lt. meiner quelle, umweltbundesamt, ist polysterol für wärmeverbundsystheme sondermüll. ich habe mich da informiert. auf folgendem viedeo ist es ab min 27.30. zu sehen, obwohl der ganze film recht interessant ist:
dann mal her mit der Quelle des Umweltbundesamtes.
Den Film können Sie in die gelbe tonne treten.

Zitat von
ein mitforist, attila2009, schrieb gar, zitat: Wir wurden ganz sicher von deutschen Umweltbehörden überwacht aber es war schon so dass wir Styroporabfälle problemlos über normale Sperrmüllcontainer entsorgen konnten und was glauben sie was das Baugewerbe macht oder der Malermeister. Wenn der Verschnitt Sondermüll wäre könnte keiner mehr eine Isolierung bezahlen. zitat ende. das stimmt, obwohl er "altersbedingt ausgeschieden" ist, aus dem beruf, hatte er doch die "golenen zeiten" erlebt,....
ich bin voriges Jahr ausgeschieden , habe von 1992 bis 2012 damit gearbeitet, und nun ?
Zitat von
wo man den müll noch einfach so wegwerfen konnte. wie früher bei asbest, oder gar atommüll, auch der wurde erst nur im meer versenkt. jetzt ist es aber so.
Die Unterschiede zwischen Styropor und Atommüll muss ich nicht erklären ?

Zitat von
1. Im STYRODUR für wärmeverbundsystheme sind giftstoffe, ...
hallo, wir reden von Styropor ! Styrodur ist Polyurethanschaum ("dur")ist ganz etwas anders nur mit ähnlich klingenden Namen und dass sollten Sie erst mal auseinanderhalten ehe Sie uns belehren.

Dass bei der Verbrennung von Polyurethanen durch die eingelagerte Isozyanatgruppe HCN freigesetzt wird weiß ich auch, aber das Gleiche steckt auch in PU-Polsterschaum der Möbel... und die dürfen in den Sperrmüll- erstaunlich ?

Styrol auf das Styropor beruht enthält im Molekül keinen Stickstoff sondern hat die Summenformel C8H8 und zählt zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen, kann also restlos verbrannt werden bei ausreichend hohen Temperaturen.

Zitat von
2. Diese müssen irgendwann entsorgt werden: als SONDERMÜLL. das sind die fakten. sauber recherchiert und mit quellenangabe versehen. bitten nehmen sie das zur kenntnis.
na denn wir warten auf die Quelle ...

Übrigens. sehr viel Styropor wird recychelt,gemahlen und Baustoffen als Füllmaterial oder sogar Gartenerde zur Strukturverbesserung beigefügt. Wir leben immer noch.

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kulupp 31.03.2013, 14:34
366. Wärme produziert die Wirtschaft genug!

Die Volksverarschung nimmt leider kein Ende. Wir haben vor 15 Jahren nach Niedrigenergie-Standard gebaut. Einfamilienhaus, 160 qm. Die Dämmung ziehmlich konservativ: Im Dach 18 cm Glaswolle, Dampfsperre, KS-Stein 17,5 mit 8 cm Hohlschichtiso und klingervorsatzschale. Fenster aus Holz und Glas mit K-wert (heißt offeentlich so) 1.1. Dann noch eine Solar-Anlage mit 4,4 KW/h Leistung aufs Dach, und nen Holzofen. Die ersten 12 Jahre war alles sehr günstig, doch seit 3 Jahren steigen ständig die Heizkosten. Immer wieder ist die Heizung defekt, läuft ohne zu heizen, heizt Wasser hoch. bisher 3 Reparaturen. Ohne Erfolg, dieses Jahr gibte es ne neue.

Was ich sagen wollte: Neubau Isolierung sehr wichtig. Altbau Isolierung nur an wichtigen Stellen und beim Ersatz (Fenster, Heizung, Dach) alles andere ist Quatsch und unbezahlbar!

Die Lösung wären unsere Kraftwerke und Industrieanlagen: Dort wird die Wärme erzeugt aber nicht genutzt. Fernwärme, Speicherung etc. würden Energie sparen ohne Ende.

Beispiel: Kraftwerke in Stadtnähe --> Fernwärme
Beispiel: Rechenzentren --> Kühlungsenergie als Heizenergie benutzen
Beispiel: Metallerzeugung --> Statt Abkühlung der Metalle und erneute Erhitzung, Metalle dauerhaft auf Temperatur halten.
Beispiel: Überkapazitäten der Windenergie --> Aufheizen von Schwimmädern in der Nacht (Holländer und Franzosen bekommen angeblich sogar Geld für das Vernichten von überschüssigem Strom, warum nicht die Kommunen?)

Man kann bestimmt nicht alles immer perfekt ausnutzen. aber Chancen sind satt da Energie zu sparen und die idiotische nicht effiziente umweltschädliche Isolierungsorgie zu ersetzen.

Ich persönlich kenne einige Beispiele wie Unternehmen ihren Energiebedarf drastisch senken konnten. Ohne Isolierung.

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karl-felix 31.03.2013, 14:37
367. Sie

Zitat von donquichotte2012
Auf die 244 Euro kommt man auch nur dann, wenn man den teuersten der 4 EVUs mit dem billigsten der Alternativanbieter vergleicht Wahrscheinlich noch mit Einmalbonus Aber interessieren würde mich schon folgendes: Wer bezahlt Sie? Ihre Beiträge sind ja an Populismus und an Hartnäckigkeit nicht zu überbieten! Wann kommt denn der Link, das die 4 EVUs mehr als die ganze EEG Umlage verdienen (wobei natürlich auch da alle Fakten und der Vergleich zu den NOCH MEHR verdienenden EE Konzrnen fehlt) Den bringen Sie doch auch ständig? Tastenkürzel F11?
irren. Das sind nicht die 4 EVU, Sie sollten die Gewinne der Unternehmen nicht kleinreden.
Allein der Unternehmensgewinn(Ebitda) dieser beiden EVU beträgt mehr als die gesamte EEG-Umlage für ein Volk von 80 Millionen:
E.ON und RWE-Gewinn höher als gesamte Ökostrom-Umlage - Ennepetal - lokalkompass.de

hat aber nichts damit zu tun, dass sich eine energetische Sanierung eines Altbaues nur in den allerwenigsten Fällen aus finanziellen Gründen lohnt. Man muss schon bessere Gründe haben.

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23 1/3 31.03.2013, 14:39
368. Wer wohnt auch schon gern in einem Iglu für 40.000 extra ...

zumal das Wohnklima in vollgedämmten
Häusern auch mehr als schlecht ist.

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keksguru 31.03.2013, 14:39
369. nur selbermachen lohnt....

denn es sind ja nicht die Materialien, sondern die Handwerkerkosten die den Aufwand ins Unermeßliche steigern. Daß es überhaupt entflammbares Styropor gibt liegt daran, daß es nicht mehr mit FCKW geschäumt wird wie früher.... und daß es sich am Ende garnicht lohnt liegt dran daß sich jeder auf höchst raffgierige Weise sein Säckel füllen will, und da isoliert man halt selbst... oder es machen rumänische Wanderarbeiter. Außerdem ist Gas sogar tendenziell wieder billiger, wohingegen Öl wohl die nächsten 10-20 Jahre wg. zusätzlich erschließbarer Quellen erstmal konstant bleiben wird. Also ich hab auch net isoliert :-)

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