Forum: Wirtschaft
Kostendruck: Paketdienste erwägen Aufschlag für Haustür-Lieferung
DPA

Entweder der Empfänger kommt zum Paket - oder die Lieferung kostet bald mehr. Damit liebäugeln einige Versanddienstleister. Die Zustellung an der Haustür soll dann keine Standardleistung mehr sein.

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peter_1974 06.03.2019, 14:13
220.

Zitat von misterknowitall2
PS: Wie ist der operative Gewinn zu werten? Viel? Wenig? Im Vergleich zu den Anderen? Was ist mit den Anderen? Ich finde es ein wenig dürftig nur mit einer Zahl um sich zu werfen.
Sie haben recht, die Zahl alleine sagt tatsächlich wenig aus, zumal es sich dabei um EBIT handelt.
Nach Steuern bleiben rund 2,7 Mrd., was einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von rund 20% entspricht.

Gut, die Deutsche Post ist inzwischen international tätig und der Gewinn kommt sicher nicht zu 100% aus dem deutschen Paket-Geschäft, aber 20% EK-Rendite sind schon ein Wort und für mich ein Hinweis darauf, dass dieser Markt mehr Konkurenz vertragen könnte.

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floydpink 06.03.2019, 14:15
221. Ach...

Zitat von OhMyGosh
Selbstverständlich bin ich bereit, einiges mehr zu berappen, wenn denn die abgehetzten Paketboten davon spürbar profitierten! Aber nur dann.
...da geht's doch nicht um höhere Löhne, sondern um höhere Gewinne.
Was anderes zählt doch heute gar nicht mehr.

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Willi2001 06.03.2019, 14:16
222. Opfer des Erfolges

Mich stört immer die Argumentation "die Nutzer sind schuld"die man regelmässig in anderen Medien liest - Wenn es keine Online-Käufer gäbe so würde man auch nicht soviele "Zusteller" benötigen. Dieses gejammer der billig Dienstleister ist ungefähr das gleiche wie wenn sich McDonalds darüber beklagt dass es Kunden gibt die Ihre "Produkte" kaufen.
Sollen sie halt jährlich die Sendungskosten um 2-3% anheben, ungefähr um die Inflation - aber sie sollen aufhören den sterbenden Schwan zu spielen, das ist einfach nur lachhaft.

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hallywell 06.03.2019, 14:20
223. Kein Auto

Ich geh da jetzt mal von meinem Einkaufsverhalten aus und bin ehrlich, ich hätte ein Riesen Problem. Ich bestelle lediglich Dinge online die ich vor Ort nicht bekomme oder für mich ohne Auto nicht zu transportieren sind. Die Babynahrung für meinen jüngsten Sohn zb. bestelle ich bei Rossmann, da der nächstgelegene Rossmann für mich nur mit dem Zug und einem Ticketpreis von 14 Euro zu erreichen ist. Ich zahle nicht für 600 Gramm Hipp Milch 12 Euro, wenn ich für 500 Gramm bei Rossmann 3,45 zahle und den identischen Inhalt habe, da die Hausmarke inkognito Hipp ist. Auch Sachen wie die Babymöbel habe ich bestellt, da ich sie ohne Führerschein und Auto nur schwer heim bekommen hätte. Was machen also dann die Bürger, die kein Auto besitzen und aber große oder schwere Sachen bestellt habe? Stimmt die stehen dann doof da wenn sie es in der Filliale abholen müssten oder aber lassen mehr zahlen

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Hans-Dampf 06.03.2019, 14:22
224.

Zitat von totalausfall
Der Gewinn ist viel zu niedrig für einen Konzern dieser Größenordnung. [...] Aber das verstehen halt viele Leute nicht. Weil Gewinn ist ja Gewinn und praktisch etwas was zu viel ist. Nein, über den Gewinn definiert sich der Handlungsspielraum der kommenden Jahre, die Dynamik sich anzupassen, zu investieren etc.pp. Die Post hat 520.000 Mitarbeiter. Eine der größten Firmen überhaupt, weltweit. Was sind wohl 3-4 Milliarden Gewinn für diesen Gigant.
Was wäre denn, Ihrer Meinung nach, ein adäquater Gewinn für solch ein Unternehmen? Und wie begründen Sie das?
Amazon hat bis 2016 kaum Gewinn in nennenswerter Höhe eingefahren und trotzdem investiert, konnte sich der Dynamik anpassen usw. Und Amazon hatte in 2018 ca. 647.500 Mitarbeiter - nur mal als Vergleich.
Natürlich soll ein Unternehmen wie die Deutsche Post Gewinn einfahren, aber zu diesem Gewinn muss man nun wirklich nicht kondolieren.

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Hans-Dampf 06.03.2019, 14:25
225.

Zitat von misterknowitall2
Zu dem halte ich bei einem Umsatz von 60 Mrd. einen Gewinn von 3,7 Mrd für nicht besonders hoch. Aber was weis ich schon.
Ich auch nicht. Trotzdem bin ich nicht bereit, der Deutschen Post dabei zu kondolieren. Und schon gar nicht muss dies zum Schaden der Boten passieren, die offensichtlich wenig Geld für viel Arbeit bekommen.

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labellen 06.03.2019, 14:27
226. ist absolut zu begrüßen,

Hermes sollte zusätzlich übergangsweise die Praxis der DHL übernehmen, nach dem ersten Zustellversuch, die Pakete in der nächstliegenden Filiale einzuliefern.

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markus_wienken 06.03.2019, 14:27
227.

Zitat von misterknowitall2
sind wir doch mal ehrlich. Beschwerden werden zur Kenntnis genommen und dann entsorgt. Sie haben den Stress und Ärger mit dem Paket und der Paketbote lacht sich kaputt. Um den Weg in den 6. Stock zu sparen würde ich ein wenig Mecker in Kauf nehmen. Besonders wenn es sich um so einen sympathischen Mitbürger handelt.
Das entspricht nicht meiner Erfahrung.
Schriftliche (keine Mails) Beschwerden (teils per Einschreiben, falls die erste tatsächlich mal ignoriert wurde) an Firmen/Verkehrsbetriebe wurden bisher immer Ernst genommen und hatten nicht selten auch eine kleine Überraschung (z.B. einen Kinogutschein für 2 Personen) für mich zur Folge.

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zensurgegner2016 06.03.2019, 14:27
228.

Zitat von misterknowitall2
die Fahrer verdienen zu wenig. Solange das so ist, nutze ich meine Macht als Kunde und bestelle äußerst selten (bis gar nicht) im Internet. PS: Wie ist der operative Gewinn zu werten? Viel? Wenig? Im Vergleich zu den Anderen? Was ist mit den Anderen? Ich finde es ein wenig dürftig nur mit einer Zahl um sich zu werfen.
Dürftig ist es, wenn man als Verbraucher komplett Ahnungs und Faktenlos behauptet, der Kunde wäre schuld

Das ist letztendlich von Lobbyisten bezahltes Denken, dass ich im Kopf der meisten festgesetzt hat

Was sind denn nachprüfbare Fakten:
DHL fast 4 MRD Gewinn
Hermes: Ein Rekordergebnis nach dem anderen
UPS : Dito

Und:
Amazon will auf Dauer SELBER die Pakete zustellen, denn es wäre, Zitat: ein äußerst lukrativer Markt

Und nun kommt die DHL und drückt auf die Trändendrüse, und das Volk sagt: ja, wir sind halt so geizig, selber schuld

Als Stratege von DHL und Co lache ich mir ins ....

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zensurgegner2016 06.03.2019, 14:29
229.

Zitat von peter_1974
Für die Kunden ein sinnvoller Vorschlag, wie ich finde. Statt Pakete sinnlos durch die Gegend zu fahren und wieder mitzunehmen (weil die Empfänger nicht da sind oder es nicht in 10 Sekunden zur Tür schaffen), macht so eine Abhol-Option sowohl ökologisch, wie auch ökonomisch Sinn.
Na ja, so kann man argumentieren wenn man die Zahlen nicht kennt

DHL und Co haben eine Rücklaufquote in den Paketshop von 10%
90% werden also an der Postadresse zugestellt

Sie haben daher schlicht unrecht wenn Sie glauben, die fahren "sinnlos" durch die Gegend

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