Forum: Wirtschaft
Kostendruck: Paketdienste erwägen Aufschlag für Haustür-Lieferung
DPA

Entweder der Empfänger kommt zum Paket - oder die Lieferung kostet bald mehr. Damit liebäugeln einige Versanddienstleister. Die Zustellung an der Haustür soll dann keine Standardleistung mehr sein.

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Hans W. 06.03.2019, 09:09
20. Und wo soll ich es abholen?

Packstationen sind nur von DHL vorhanden, zumindest in der Warnehmung. Ich habe mal geguckt wo die Amazon Station ist. In meinem Fall in einer Junkie Ecke. Da lasse ich mir bestimmt etwas hinschicken.
Die Shops sind auch rar gesäht. Ich hab bestimmt Lust erstmal 20 Minuten zum nächsten Shop oder Station zu fahren.
Selbst wenn man will, man kann sich gar nicht alles in eine Packstation liefern lassen. Bei Amazon geht es nicht bei jeder Bestellung. Auch wenn so etwas wie Altersprüfung kommt, geht es nicht.

Man darf sich ja jetzt schon die Pakete selber abholen, da einige nicht mehr Klingeln.

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xees-ss 06.03.2019, 09:13
21.

Klar sinkt der Umsatz pro Paket, wenn man Masse macht. Das war aber jedem Vorher klar. Da geht es nur um Marktanteile zu lasten der Zusteller. Wenn alle Zuschläge verlangen , werden die Endkunden die körperlich Eingeschränkt sind das Nachsehen haben. Der Örtliche Handel, wenn noch vorhanden, könnte Profitieren

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xarx 06.03.2019, 09:13
22. Haustürlieferung = der Grund zu bestellen?

Klar, wenn das jetzt alle Paketdienste machen, werden wohl alle schön brav weiterbestellen und extra zahlen. Aber irgendwie ist das am Thema vorbei. Lieferung bis an die Haustür ist doch DER Grund etwas online zu bestellen. Bequemlichkeit hat den Siegeszug des Versandhandels eingeleitet. Und jetzt wo man den Einzelhandel in den Ruin getrieben (und dadurch nicht wenige Paketshops verloren) hat, kann man Pakete Bekommen nach belieben verkomplizieren.
Wie wäre es denn, wenn man einfach so die Preise erhöht, um seine Mitarbeiter gerecht zu bezahlen? Wenn man das Gesicht als rücksichtsloser Gierkonzern wahren möchte, kann man ja so tun als wäre es Druck vom Betriebsrat oder den Gewerkschaften.
Ne, wenn dann würde ich (schon als Auftraggeber der Paketdienste) den Service an der Tür ausbauen. Die Paketdienstmitarbeiter sind ja jetzt das Gesicht des Online Shops. Wäre ich ein Online Shop, wäre mir das nur recht, wenn die Auslieferung so nett und reibungslos wie möglich abläuft. Ist das so absurd das als Inklusivleistung anzubieten? Wo wir schon dabei sind... Wie wäre es mit zwei Preisklassen: Bei Silber-Premium Zustellung wird das Paket zerknautscht vor die Tür gelegt. Bei Platium-Deluxe grüßt der Paketbote freundlich.
Ne, ne... Das Problem ist nicht, dass Lieferungen an der Tür keine Extraleistung waren. Das Problem ist, dass die Lieferdienste sich einen Preiskampf geliefert haben, statt mutig den Preis zu fordern den ein Paketbote zum Überleben braucht.

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ID Fake 06.03.2019, 09:15
23.

Naja, Stellenweise existiert die Haustürzustellung ja auch nur auf dem Papier.
Es ist ja nun schon mehr als einmal vorgekommen, dass einfach nur eine Abholkarte eingeworfen wurde, obwohl man zuhause war, oder wie mehrfach bei DPD nicht einmal das. Da sind Pakete zurückgegangen, weil keine Mittleiung da war, in welchem Mini-Laden mit obskuren Öffnungszeiten das Paket denn abgeworfen wurde.
Haustürlieferung ist nett, wenn der Service denn gut wäre, aber das ist schon seit Jahren immer weniger der Fall.

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hohnspiegel 06.03.2019, 09:16
24. Wieder Schlange stehen

um von 9 bis 18 Uhr ein Paket abzuholen ? Die Öffnungszeiten von Paketshops sind oft zeitlich limitiert, besonders wenn kleinere Geschäfte diese als Zubrot betreiben. Eine Anlieferung zu einer automatischen Abholstation , so wie DHL das handhabt wäre ok , aber durch die Stadt fahren um Pakete bei den einzelnen Paketshops einzusammeln kommt für mich nicht in Frage. Dann wird beim Kauf auch auf den Lieferanten geachtet und bei denen bestellt die weiterhin ohne Mehrkosten nach Hause oder an eine Abholstation liefern.

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hausfeen 06.03.2019, 09:17
25. Über #1 musste ich doch lachen.

You made my day. Aber ernsthaft, wenn den Paketdiensten das so lästig ist, dann bündelt doch bitte die letzte Meile in einem gemeinsamen, regionalen, gar lokalen Diensteanbieter. Es macht doch keinen Sinn, dass jeden Tag vier Kuriere die Vorortsträßchen durchpflügen.

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pepe83 06.03.2019, 09:20
26. Dann müssen die Logistiker aber auch bessere Alternativen anbieten

Damit das funktioniert, müssten mehr Packstationen angeboten und mehr Paketshops mit längeren Öffnungszeiten.

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zuckerfuchs 06.03.2019, 09:20
27. Das passt doch ins Bild

GLS, Hermes und Co. sehen ihre Felle schwimmen, weil sie wegen der Mindestlohnregelungen weniger verdienen.
Jetzt muss der Verbraucher eben die Differenz tragen. Das ist so ähnlich wie mit den Minuszinsen im Finanzwesen. Das Abholen an der Paketstation ist bei manchen jetzt schon Masche, sie fahren erst gar nicht bis zum Kunden und haben fadenscheinigen Argumente.
Als Nachbar sollte man übrigens sowieso keine Pakete annehmen, da rechtlich die Verantwortung dafür auf ihn über geht. Und wenn die Ware dann einen Schaden hat, ist der Lieferdienst fein raus.
Am besten, auch im Sinne der Umwelt, insbesondere im Sinne eines abwechslungsreichen Einzelhandels, wäre es, diese Geschäftsmodelle wieder einzustampfen. Nur die Bequemlichkeit wird das leider verhindern.

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heine49 06.03.2019, 09:20
28. Der Preis ist der Weg zur Rettung

Wenn zusätzlich die Ordnungsämter konsequent Knöllchen für das Falschparken der Paketdienste verteilten, und diese auf die Preise aufgeschlagen würden, lohnte es sich bald nur noch in Ausnahmen im Netz zu bestellen.

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hup 06.03.2019, 09:21
29. Das wird ein Schuss ins Knie

Amazon ist ohnehin schon dabei eine eigene Zustellkette / Paketdienst aufzubauen. Das Aufgeld wird das ganze beschleunigen, denn damit haben sie dann wieder einen einzigartigen Vorteil gegenüber der Konkurrenz - und nicht nur gegenüber Versandhäusern, sondern bald darauf auch gegenüber anderen Paketdiensten.
Wenn man selbst in Boomzeiten nicht in der Lage ist mit den Lieferanten wie Amazon seine Preisvorstellung zu realisieren (und wohlgemerkt, keiner der Paketdienste macht Minus) und dann meint mittels Medienkampagne sich die Rendite zusätzlich bei den Kunden zu holen, dann ist man zu recht vermutlich bald out of business.
Relevant ist hier ohnehin nur DHL, DPD und Hermes sind aus Kundensicht eher zufällige Ärgernisse, wenn Amazon die mal wieder zufällig ausgewählt hat zur Zustellung.
Der Markt tolleriert keine Inkompetenz, und Konkurrenz lässt eben keine Wunschrenditen zu. So ist er, der kompetetive Markt.
Eine generelle Preiserhöhung würde ich noch einsehen, wenn gesetzlich endlich dem Subunternehmer-Sklaventum der gar ausgemacht wird. Kein Problem wenn die Zusteller besser gestellt werden. Aber wer hier für die zusätzliche Gebühr zur Haustürzustellung ist, der geht den Aktionären der Paketdienste auf den Leim. Selbstkasteiung ist aber eine deutsche Tugend, also werden sich genug Menschen finden die meinen das wäre super.
Nebeneffekt: Statt einem ausfahrenden Fahrzeug sind dann wieder hunderte Individual-Fahrten zum Paketlager unterwegs, die Umweltbilanz wird katastrophal sein, die Strassen verstopfter. Unnötiger Verkehr - einzig für die Rendite der Paketdienste.

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