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Krankenkassen: Zahl der gesetzlich Versicherten schnellt auf Rekordhoch
DPA

Die SPD fordert die Abschaffung der Privaten Krankenkassen. Eine Statistik stärkt nun die Argumentation der Partei: Immer mehr Deutsche kehren demnach der PKV den Rücken zu.

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Outdated 29.12.2017, 10:58
80. Lustigerweise kann man ja nicht einfach Wechseln..

Wäre das so einfach möglich wurden wahrscheinlich viele von den Privaten zur gesetzlichen wechseln, aber hey lieber einen Zwang, um einen anderen erweitern..
Typisch SPD denken.

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johann79104 29.12.2017, 11:01
81. 600 € klingt verdächtig nach Basistarif

Zitat von gammoncrack
Und natürlich belastet der Beitrag (> 600.- Euro) das Portfolio schon sehr. Trotzdem möchte ich die PKV nicht missen wollen. Ein kürzlicher Krankenhausaufenthalt hat mich drei Kreuze schlagen lassen, dass ich ein Einbettzimmer nehmen konnte. Mir erzählte ein Patient aus einem 3-Bett Zimmer, wie sehr er dort leidet. Einer schnarcht, einer wandert.....
und kann ich nicht glauben, denn ich war vor 20 Jahren ca. 13 Jahre privatversichert. Im nach hinein bin ich froh damals aus der Privaten rausgekommen zu sein. Bei einer Operation hat mich auch der Chefarzt operiert, ganz ohne PKV und ein 2 -Bett-Zimmer hat mich absolut nicht gestört.

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poppei 29.12.2017, 11:02
82. Rückstellung

Zitat von 53er
..Bringen Sie dann Ihre angesparten Rückstellungen aus der PKV in die GKV mit? Ich vermute mal nicht.
Tatsächlich scheint die Rückstellung der PKV, die bei einem Wechsel in eine andere PKV übertragen wird, bei einem Wechsel in die GKV unter den Tisch zu fallen bzw. bei der PKV zu verbleiben.

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robertreagan 29.12.2017, 11:02
83. Bewusst in der GKV

ich hätte in den letzten 30 Jahren immer in die PKV wechseln können und habe es aus Überzeugung nie getan. Mich hat die Zwei-Klassen-Medizin immer angewidert und ich halte sie auch aus ethischen Gründen nicht für vertretbar. Ärzte insbesondere haben alle Kranken gleich zu behandeln. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Also passt dieses System überhaupt nicht zum Grundverständnis eines Arztes und sollte von daher schon abgeschafft werden. Wenn man besondere Leistungen und Services, die dem persönlichen Komfort dienen, wie Ein-Bett-Zimmer oder Ähnliches in Anspruch nehmen möchte, so kann man dies ja zusatzversichern. Aber bei der medizinischen Leistung darf es keine Bevorzugung geben.

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auspresser 29.12.2017, 11:03
84.

Jeder sucht sich seine Wahrheit. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass 10% der PV zu 24% die Ärzte/ Arztpraxen finanzieren und der Staat mit Steuermilliarden die GKV, auch die kostenlose Mitversicherung der Familienangehörigen finanziert, also mit Steuergeldern der PV. Es herrscht mitnichten Waffengleichheit. Ein absolut krankes System. Ich hoffe die SPD bleibt standhaft und beseitigt dieses unsägliche System.

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zensurgegner2016 29.12.2017, 11:03
85.

Zitat von olli0816
OK, hier sind sehr viele Linke, die geradezu benebelt von dem Gerechtigkeitsgequatsche der SPD sind und etwas von Ausklinken aus dem Solidaritätsprinzip schreiben. Im Grunde ist für jeden GKV ein PKV-Versicherter ein Segen. Dieser finanziert die Unterbezahlung der GKV-Menschen im erheblichen Umfang mit. Warum sind denn die Krankenschwestern, Pflegekräfte und Ärzte in den Krankenhäusern unterbezahlt? Weil die Leistungen nicht nach den anfallenden Kosten abgerechnet werden und das Defizit immer jemand bezahlen muss. Hier sind es die Mitarbeiter. Dann wird so getan, als ob unser Gesundheitssystem altruistisch wäre. Aber ein Arzt ist Unternehmer, muss alle Kosten abdecken und ganz nebenbei davon leben. Das geht leider nicht mit der Beratungspauschale der AOK. Die ist auf H4-Niveau.
Ohne mich auf das H4 Gerede einzulassen:

Frage: WARUM sind denn die Vergütungssätze der GKV für Ärzte niedrig und die Sätze für PKV bis zu 7 mal so hoch?

Und das obwohl ein Kunde sowohl in der PKV als auch in der GKV ähnliche Basiskosten erzeugt?
Der PKV Kunde zahlt doch nicht das 7 Fache an Beiträgen

Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass die PKV gerade die vielfach gesndere Klientel abschöpft, und dank deutlich geringerer Krankheitsfälle locker das Mehrfache an Behandlungssätzen bezahlen kann?
Geld, dass der GKV dann fehlt, um ordentliche Entlohnung zahlen zu können

Jeder, der hier rumschwadroniert, dass die PKV das Syste finanzieren würde , der soll das doch einmal vorrechnen.
Und zwar nicht anhand gezahlter Arzthonorare, sondern an Ausgaben pro Versichertem

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brot&salz 29.12.2017, 11:03
86. Professor Lauterbach

Irgendwie gewinne ich (selbst SPD) beim Lesen der Kommentare immer mehr den Eindruck, als wollte Professor Lauterbach gar nicht den gesetzlich Versicherten "helfen" sondern den privat Versicherten. Im Übrigen schließe ich mich den Kritiken am Bericht an, der null Aussagekraft hat. Für ein Magazin megawenig Recherche, quasi Null. Verdient die Mehrzahl der Spiegelmitarbeiter über der Beitragsbemssungsgrenze und ist privat krankenversichert?
Einen positiven Effekt hätte die Auflösung der PKV, denn dann würden Politiker und höhere Verwaltungs-/Regierungsbeamte vielleicht nicht mehr ständig Gesetze zu Lasten Dritter machen und zum Beispiel den Steuerbetrag für GKV und PV für ALG-2-E,pfänger endlich kostendeckend überweisen, d.h. statt ca. 90 EUR pro Nase dann ca. 160 EUR.

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KlausMeucht 29.12.2017, 11:05
87. Gewinn

Zitat von erlachma
Ja, das ist eine Schande - aber eben auch ein Symptom. Kaum ein Klinikkonzern macht nennenswert Gewinn, jedenfalls bei weitem nicht das, was andere Großunternehmen machen. Viele Kliniken machen sogar Verlust. Und warum? Weil die GKVen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Kosten bezahlen. Der Rest muss am Personal gespart werden.
Ist es die Aufgabe einer Klinik Gewinn zu machen? Wäre es nicht sinnvoller den Gewinn dazu nutzen um mehr bzw. besseres Personal einzustellen, anstatt ihn unter den Aktionären aufzuteilen?

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witwe_bolte 29.12.2017, 11:09
88. Wie durchsichtig solche Zahlen und Modelle doch sind

Klar steigen die Mitgliederzahlen in den gesetzlichen Pflichtversicherungen, denn wo sonst sind die 1,5 Millionen Flüchtlinge versichert, wenn nicht in den AOK`s als Kostenträger?

Und schnell die Bürgerversicherung aus dem Hut gezaubert bedeutet nichts anderes als die ausufernden Kosten im Gesundheitswesen nicht über Beitragserhöhungen zu finanzieren, sondern die privat Versicherten als Beitageszahler ins System zu zwingen.

Mit einem Auge auf die Rücklagen der PKV geschielt, damit der Bürger nicht so offen merkt, das er für die 1. 5 Millionen Neubürger bezahlt, die nie in die GKV eingezahlt haben und auch zukünftig nicht einzahlen werden, damit die ihr ärztliche Leistungen bekommen können.

Denn weder die niedergelassenen Ärzte noch die Krankenhäuser arbeiten umsonst.

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postmaterialist2011 29.12.2017, 11:11
89. Interesante Diskussion !

Ich bin seit 25 Jahren Privatpatient, dies nicht weil ich aus dem Solidarsystem ausbrechen wollte, sondern weil die DAK mich bei einem langjährigen Auslandsaufenthalt nicht versichern wollte und trotzdem 50% der Beiträge als "Anwartschaft für eine Rückkehr" verlangte. Die PKV hat auch Behandlungen im Ausland versichert ( die ich Gottseidank nie hatte). Ich zahle auch jetzt noch viel weniger als wenn ich gesetzlich versichert wäre, wobei 20% der Beiträge als Altersrücklagen gebildet werden. Allerdings empfinde ich die PKV als extrem intransparent, so hatte ich letztes Jahr eine 16% Beitragserhöhung obwohl ich seit 8 Jahren nicht eine Arztrechnung eingereicht habe. Zudem wird man als Privatpatient als "eierlegende Wollmilchsau" vom Arzt gesehen, sprich er übertherapiert und am Ende zahlt man für eine einfache Behandlung für welche die GKV 100€ zahlt oftmals 500 bis 800€. Das Hauptproblem bei uns ist allerdings die starke Lobby der Pharmaindustrie, welche in Deutschland die höchsten Preise in Europa erzielt und vom Staat kaum ernsthaft reguliert wird. Beruflich sehe ich oft Pharmaunternehmen auf Medizinerkongressen, die für mehrere Millionen € Stände aufbauen wo es eigentlich nichts Neues zu zeigen gibt, das Catering allerdings immer erste Klasse ist. Lange Rede kurzer Sinn, es ist höchste Zeit für die Bürgerversicherung mit möglichst wenigen Anbietern, einem 10% Beitragssatz für alle (ohne Bemessungsgrenzen) und siehe da plötzlich ist mehr Geld im System als jetzt. Wenn man dann noch die Pharmaindustrie reguliert und all die sinnlosen Behandlungen aus dem Vergütungskatalog streicht, wird die Bürgerversicherung ein grosser Erfolg mit besseren Ergebnissen als jetzt.

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