Forum: Wirtschaft
Krankenversicherung: Beiträge für Privatpatienten sollen drastisch steigen
DPA

Zwei Drittel der Privatpatienten müssen sich laut einem Bericht auf deutlich höhere Beiträge einstellen. Als Begründung führt die Branche die Niedrigzinsen an.

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joomee 29.09.2016, 09:13
120. 90% der Beiträge...

Zitat von mocodelpavo
Dann hab ich das wohl missverstanden. Ich hatte die Kritik an den Beitragserhöhungen und den Ruf nach einer Bürgerversicherung so interpretiert. Wenn niemand ruft, dann ist ja alles gut und PKV/GKV leben weiter gut nebeneinander her (so wie jetzt) und es gibt keinen Änderungsbedarf. Auch nicht wenn die PKV-Beiträge weiter mit 10% p.a. steigen. Dann verstehe ich aber nicht den Diskussionsbedarf von mittlerweile 6 Seiten hier im Forum...
Ganz einfach, 90% der Beiträge hier sind Häme und Schadenfreude von Gegnern der PKV. Die wenigsten Postings sind von privat Versicherten, die jammern.

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k70-ingo 29.09.2016, 09:15
121.

Zitat von brunolafitte
@13: was klar und normal ist, da eigentlich jeder wissen sollte das Politiker nur an einen Denken: an sich selber. Was wir brauchen ist eine grundlegende Reformation der Politik. Die Politiker sind inzwischen eine reine Inzuchtkaste, die meisten Berufspolitiker haben noch die das reale Leben kennen gelernt. Da gings Schule, Studium, Partei. Sowas sollte eingedämmt bzw. besser gelich verboten werden. Politiker darf nur jemand werden der mindestens 10 Jahren lang vorher in der freien Wirtschaft gearbeitet hat.....und dann benötigen wir auch dringend Quoten die sicherstellen das die neue Politikergeneration einen gesunden Mix aus allen Bevölkerungsteilen und Berufszweigen darstellt. Länger als 8 Jahre darf niemand in der Politik verbleiben (so das immer neuer Input von außen nach innen dringt) und der Lobbyismus muss extrem stark eingeschränkt und reglementiert werden.
Was hat das jetzt mit der Privaten Krankenversicherung zu tun?

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chrisho 29.09.2016, 09:23
122. An alle, die über die PKV-Versicherten schipfen,

Man wird in junen Jahren von Versicherungsvertetern, etc. blauäugig in die PKV gelockt. Mir waren die Konsequenzen und deren Tragweite damals nicht bewusst. In meiner Familie gab es viele PKV-Versicherte, die gut damit gefahren sind. Diese Versicherer und ihre Vertreter sind wie Drogendealer, die einen absichtlich süchtig machen. Einmal gefangen in diesem System, ist die Erkenntnis, dass es ein Fehler war, nutzlos. Dann wird man von denen ausgebeutet und kann nichts mehr dagehen tun. Wir sind die Opfer! Die mächtigen sitzen in den PKV-Zentralen und in der Politik. Was glaubt ihr alle eigentlich, wie viele selbstständige sich privat versichern, weil die GKV ihnen von Beginn an die Höchstbeiträge aufbrummt, die sie sich nicht leiten können? Dann kommt der nette PKV-Vertreter und hat die "Lösung" für einen. Wir werden von allen Seiten beeinflusst und manipuliert. Ich habe lange gebraucht, das zu erkennen. Als ich die PKV abschloss, war ich noch nicht so weit. Soll ich jetzt mein Leben lang dafür büßen? Im Alter alles verlieren, was ich mir aufgebaut habe, durch die Belastung der PKV krank werden, und am Ende der ach so hoch gelobten "Solidargemeinschaft" durch Harz IV auf der Pelle hängen? Nein, das System muss weg! Jeder hat eine zweite Chance verdient. Sorry, aber ihr, die ihr auf uns wettert, habt unrecht.

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schlimmer1 29.09.2016, 09:24
123. Das wird so weiter gehen

Aber der Grund liegt nicht in einer Kostenexplosion, sondern an der am BIP gemessenen unterdurchschnittlichen Entwicklung von Löhnen und Gehältern in den letzten zwei Jahrzehnten. Quelle: https://makroskop.eu/2016/06/mythos-kostenexplosion-wird-die-gesetzliche-krankenversicherung-unbezahlbar/

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kastenmeier 29.09.2016, 09:26
124.

Zitat von blume79
Unabhängig von Zinsen, mit Geld wirtschaften etc. Wenn die Ärzte sich die Hände reiben sobald es heisst privat versichert, gehen die Kosten nunmal nach oben.
Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt. Wie oft es mir schon passiert ist, als Antwort auf die Frage, ob dieses oder jenes wirklich notwendig sei, zu hören "Bei Ihnen zahlts doch die Kasse!", ist wirklich erschreckend.
Wir sind aber auch als Patienten in der Pflicht, die Rechnungen zu prüfen, die so aufgemacht werden.
Ich habe mal eine Rechnung, die ich nach einem 10-minütigen Besuch beim HNO erhielt, prüfen lassen. Mindestens 45 Minuten hätte ich da sein müssen.

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mocodelpavo 29.09.2016, 09:26
125.

Zitat von schlaumeier79
So ganz kann ich Ihren geistigen Ergüssen nicht folgen. Sie sollten sich am Besten im Vorfeld mit umlagefinanzierten und kapitalgedeckten Versicherungsformen beschäftigen. Aber ich helfe Ihnen gern. Eine kapitalgedeckte Versicherung im Gesundsheitswesen bsp. die private Krankenversicherung führt Rücklagen der Versicherten in einen Deckungsstock oder sagen wir Ansammlungsbecken, damit diese den Menschen im Alter durch Ansammlung von Zinsen wieder zugeführt werden. Deswegen fallen die Beitragsanpassungen bei alten bzw. länger versicherten Menschen i.d.R. deutlich geringer aus als bei jüngeren bzw. jungversicherten Versicherten. Die Wahl der Versicherung kann nach Tarifqualität und Qualität der Gesellschaft vom Versicherten nach freien Prinzipien gewählt werden. Jedoch die private Krankenversicherung als unsolidarisch gar asozial zu bezeichnen, verwässert leider nun absolut die Realität. Schließlich wird der Gesundheitsfonds für die GKV überwiegend aus Steuerzuschüsse von privat Versicherten bezahlt. Ich persönlich finde es asozial mit 4.000,- ? mtl. brutto Einkommen knapp 680,- ? monatlich an die gesetzliche Krankenkasse zu zahlen und die gleiche Leistung zu erhalten, wie ein Arbeitnehmer der ein Viertel davon im Monat verdient und 170,- ? dafür zahlen darf. Jetzt kann man darüber streiten, ob das solidarisch ist?! Und zum Glück habe ich lt. Gesetz die Wahl zu entscheiden, ob ich mich für freie Leistungen und Absicherung entscheide oder ob ich per Gesetz gezwungen werde in die Pflichtversicherung der gesetzlichen gehen muss und mich dort den Leistungen, die die politischen (überwiegend privat Versicherten) Elite beschlossen haben, unterwerfen muss. Zum Glück gibt es (noch) einige freie, freiheitliche und persönliche Entscheidungsrechte.
Nur weil Sie es mir erklären, heißt das nicht, dass ich es nicht eh schon weiß. Vor allem nicht, wenn sie es mir falsch oder zumindest unvollständig erklären. Das Problem sind nämlich die von ihnen im Nebensatz genannten Zinsen. Die kapitalgedeckte Versicherung ist nämlich nur deshalb so günstig, weil sie mit einer absurd hohen Verzinsung des eingezahlten Kapitals rechnet, die am Markt niemals realisiert werden kann. Der Rechnungszins nun wurde auf 2,75% gesenkt, ein Versprechen (!), welches in Zeiten eines EZB Zinssatzes von 0% immer noch an Betrug grenzt. Sind die Kunden dann einmal in der PKV und haben kein (über 55) oder nur eingeschränktes Rückkehrrecht, dann fällt den Versicherern ein, dass sie diese Zinsen nicht erwirtschaften können und leider die Beiträge massiv erhöhen müssen.
Trotzdem habe ich kein Mitleid mit den Betroffenen, denn dieser Betrug ist einfach zu offensichtlich. Und wer sich entscheidet, die Solidargemeinschaft (hier GKV) zu verlassen und dann Opfer eines offensichtlichen Betruges wird, darf auch nicht auf Solidarität anderer zählen.

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christa.hans 29.09.2016, 09:27
126. Es gibt Alternativen

Andere Länder machen es vor!
Eine Bürgerversicherung mit einer umfangreichen Grundversorgung FÜR ALLE und finanziert VON ALLEN.
Wer mehr will macht eine Zusatzversicherung.

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kerkermeistter 29.09.2016, 09:28
127.

Zitat von m.spohn
Erst aus dem Gemeinschaftssystem der gesetzlichen Krankenkassen verabschieden, und dann laut rumjammern, wenn es teurer wird. Meine Lösung: alles, was an Beiträgen gespart wurde, muss nachgezahlt werden, dann darf derjenige auch wieder in die Gemeinschaft zurück! Ansonsten nix da! Selbst so gewähltes Schicksal. Dafür habe ich nicht für einen einzigen Cent Mitleid übrig!
Die Regierung könnte ja auch einfach mal beschliessen, daß die bei der PKV geleisteten Altersrückstellungen im Fall einer Rückkehr in die GKV mitgehen. Aber nen, da würde den privaten Versicherern das nette Geschenk entgehen, das ihnen den Abschied eines langjährigen Kunden zumindest ein wenig versüßt.

Davon abgesehen dürften die meisten "bösen" Zurückwechsler trotz des fortgeschriteten Alters immer noch eine bessere Bilanz für die GKV erbringen als die Millionen von armen Schluckern, die sich mit Gelegeheitsjobs oder H4 über Wasser halten müssen.

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christa.hans 29.09.2016, 09:33
128. Leider

Zitat von salkin
Ob diese Kostensteigerungen ohne bessere Leistung auch in die Inflationsrate eingehen die für Herrn Draghi so wichtig ist? Das Beispiel zeigt erneut, dass die Politik der EZB den Konsum der Privaten einschränkt und damit für die Wirtschaft schädlich ist. Die erforderlichen Beträge für die private Altersversorgung steigen an, die Ablaufleistungen alter Lebensversicherungen sinken deutlich und die verbleibenden Beträge, die für die Altersversorgung gedacht waren, bringen keine Renditen mehr. Von der betrieblichen Altersversorgung und den Pensionskassen ganz zu schweigen. Die Politik der EZB zur Sanierung der ClubMed Staaten schränkt die Kaufkraft großer Bevölkerungsgruppen massiv ein und ist für die wirtschaftliche Entwicklung kontraproduktiv. Aber unsere Regierung duckt sich vor diesem Problem weg. Vielleicht stellt sich Frau Merkel in einigen Jahren wieder hin und möchte die Zeit gerne zurück drehen. Vorausschauende Politik geht anders.
Nur werden wir 2017 wieder erleben das Frau Merkel "alternativlos" als neue/alte Kanzlerin den Thron besteigen wird.
Die EZB weiterhin die Geldverschwender belohnt und den Sparsamen bestraft.

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teita60 29.09.2016, 09:35
129. Woanderes ist es anders

in anderen eurp. Ländern hat die Nullzinspolitik der EZB offenbar keine Auswirkung auf die monat. Kassenbeiträge. Z.B. bin ich (Deutscher) in Östereich privat versichert. 42 Jährig bin ich dort mit 120€/mont. eingestiegen und bin jetzt mit 56 bei 162/Monat.
Wenn ich 80 bin, werden meine Beiträge auf etwa 220 bis 240/m ansteigen. Dafür steht mir in sämtlichen Ländern auf der Welt (außer USA) Chefartzbehandlung und 2 Bettzimmer zu und das ohne Eigenbeteiligung. Zahnarztkosten werden bis 550/Jahr übernommen.
Sollten dort wegen der Zinspolitik auch die Beiträge um 12% angehoben werden, juckt mich das nicht. Sind ja grade mal 20 Euro mehr.
Genauso gut und dabei noch günstiger soll die AXA in Frankreich sein.
Eine Zusatzversicherung für Auslandsaufenthalte gibt es auch nur in D.
Wer heute noch in Deutschland privat versichert ist, tut mir leid.

LG
Teita

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