Forum: Wirtschaft
Krankenversicherung: Beiträge für Privatpatienten sollen drastisch steigen
DPA

Zwei Drittel der Privatpatienten müssen sich laut einem Bericht auf deutlich höhere Beiträge einstellen. Als Begründung führt die Branche die Niedrigzinsen an.

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arminzi 28.09.2016, 20:46
30. Bürgerversicherung muss kommen !

Die PKV hat keine Zukunft ! Sie hat die Ärzte und alle sonstigen Vertragspartner mit vielen zu hohen Abrechnungssätzen zu gierig gemacht und hat Ihren Vertretern viel zu hohe Provisionen gezahlt und kann auf dem Kapitalmarkt aus den bekannten Gründen keine Erlöse mehr erzielen. Das Geschäfts Modell ist am Ende! Wir brauchen endlich die Bürgerversicherung! Dafür sind SPD, Grüne und Linke! Bloß nicht CDU und FDP wählen bei der BTW 2017!

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tw1974 28.09.2016, 20:47
31. Gespannt

Solche Horrormeldungen lese ich fast jedes Jahr und bisher gab es bei meiner Kasse nur Beitragserhöhungen im Centbereich, bestenfalls mal ein paar Euro. Da bin ich ja mal gespannt....

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ThoreL 28.09.2016, 20:48
32. Beitragsbemessungsgrenze

Wir brauchen doch lediglich die - durch nichts gerechtfertigte - Beitragsbemessungsgrenze aufheben. Wer dann 10 Mio im Jahr verdient, zahlt eben auch 12% von 10 Mio in die Krankenversicherung. Warum hört das bei ca. 4500 Euro auf?

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dorffburg 28.09.2016, 20:50
33. Ach...

...nichts Neues im Krankenwunderland. Jedes Jahr der gleiche Aufschrei. Bis zum nächsten Jahr!

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mrotz 28.09.2016, 20:55
34.

Zitat von derhey
wäre auch bei den PKV möglich aber wozu, erhöht man halt die Beiträge: Für eine Infusionspumpe mußte ich 1.120,00 € Monatmiete bezahlen. Kaufpreis einer identischen Pumpe 4.500,00 € incl. MSt. Hierauf meine PKV angesprochen und erklärt, ich würde dagegen prozessieren wenn sie das Prozeßkostenrisiko übernehme - hatte kein Interesse. Bei Sixt gab es zu dieser Zeit einen Porsche Targa für 990,00 € Monatsleasing.
Medizintechnik ist die Lizenz zum Gelddrucken.

Herstellungskosten einer solchen Pumpe mit Elektronik 100 €.
(auch billiger möglich)
Im Prinzip sind dies Schlauchpumpen, die eine Menge Bürokratie durchlaufen haben, aber in der Industrie auch nicht versagen dürfen, dort aber keine Menge Bürokratie durchlaufen mussten...


mfg

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CobCom 28.09.2016, 20:56
35.

Zitat von hansolo7
Das die Wartezimmer voll sind, liegt evtl. auch daran, dass der Angestellte/Arbeiter einen gelben Schein braucht ;-) Viel schlimmer finde ich die, seit Jahrzehnten geduldete Praxis, sich ab einem bestimmten Einkommen aus dem paritätischen System zu verabschieden.
Dann nehmen Sie aber bitte auch zur Kenntnis, dass vielen Berufstätigen und heute üblichen Lebensmodellen (z.B. Selbständige, Beamte, Singles) kein faires Angebot in der GKV gemacht wurde und wird.

Lösungsansatz: Versicherungsfremde Leistungen grundsätzlich raus aus der GKV und wenn dennoch gewünscht wie z.B. die Mitversicherung ohne Beitragszahlung, saubere Finanzierung dieser Leistungen über Steuern.
Dann hätten wir dort auch Tarife, die der Leistung vielleicht ansatzweise entsprechen würden. Und nebenbei eine ehrliche Bilanz.

So haben wir heute "Versicherte", deren Realbeitrag um das locker 10-fache über dem anderer liegt. Mit Versicherung hat so etwas nichts mehr zu tun.

Und btw:
Welches paritätische System? Die letzten Jahre nicht mehr mitbekommen?

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meinefresse 28.09.2016, 21:02
36.

Zitat von transatco
Als Selbständiger wäre das Wahnsinn! Ich kann mir gar nicht erlauben krank zu sein es sei denn es geht überhaupt nicht! Wenn ich aber tats. mal zum Arzt muss (etwa alle 5 Jahre und ich bin 55 Jahre alt) dann bin ich erschrocken, dass das Wartezimmer voll von Menschen ist, die eine leichte Grippe haben! Keine Frage schwere Erkrankungen oder Verletzungen gehören professionell behandelt, aber nach meinem Gefühl sind 80% der Arztbesucher Hypochonder oder im Job gelangweilt! Schauen Sie sich mal in einem Kaufhaus oder im Bahnhof an wer Rolltreppe fährt und wer die Stufen zu Fuß geht![...]
Jup, hat ein Kollege auch gemeint - unentbehrlich, krank zur Arbeit, auskurieren - wofür?
Ergebnis: Herzinfarkt mit knapp über 50. Gibt halt Krankheiten die sich festsetzen wenn man sie nicht ordentlich behandelt.
Seinem "in den letzen 10 Jahren nur 5 Tage krank!"-Schnitt ist das nicht gut bekommen.
Zum Thema: mit der 0-Zins-Politik haben alle zu kämpfen, die irgendwo Geld anlegen müssen - Banken, Versicherungen, Menschen mit privater Altersvorsorge.
Früher oder später werden dank der EZB alle über die Klinge springen. Alle. Vater Staat hilft dank der schwarzen 0 eifrig mit - dass die Schulden von heute wenn sie gemacht würden unseren Kindern in Form von ordentlicher Infrastruktur, guter Bildung und öffentlicher Sicherheit wesentlich mehr bringen würden als die virtuellen roten Zahlen sie belasten interessiert keinen. Dass irgendein Sektor - Private Haushalte, Öffentliche Hand, Unternehmen, Ausland - sich verschulden muss damit ein anderer ein plus machen kann, da die Summe immer 0 sein muss (so ist halt die Volkswirtschaft) - wen interessiert es so lange das Ausland bei der Verschuldung mitmacht.
Irrsinn...

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Haudegen 28.09.2016, 21:10
37. Privat versicherte Beamte trifft es kaum,

denn der Beihilfeanspruch beläuft sich in der Regel auf zwischen 50 und 80 Prozent der Behandlungskosten. Wer verbeamtet ist, muss also nur den verbleibenden Kostenanteil des Krankheitsrisikos tragen und hat deshalb eine günstige Private KV - auch mit der angedrohten Erhöhung. Bei den GKV sieht das anders aus. Die Kosten explodieren, die Parität der Beiträge wurde auch durch die SPD abgeschafft, der m.M.n. überflüssige aber leider eingeführte Gesundheitsfond wird nun erst einmal geplündert ... auch weil Hartz IV Empfänger und Flüchtlinge mit einer zu geringen Kopf-Pauschale vom Bund unterstützt werden (90 € statt ca. 140 €). MfG

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DerNachfrager 28.09.2016, 21:11
38. Ach, dann lassen sie uns doch mal wissen, wer privat versichert ist ohne zu zahlen....

Zitat von denker111
Die PKV ist eine kriminelle Organisation, die mit falschen Behauptungen versucht ihr "Geschäftsmodell" so lange als möglich aufrechtzuerhalten obwohl schon lange klar ist, dass es nicht funktioniert (außer für die, die nicht dafür bezahlen müssen). 11 bis 12 % wärenübrigens absoluter Durchschnitt und nicht außergewöhnlich viel.
...denn beitragsfreie Versicherung gibt es nur bei der gesetzlichen. Die leidet nicht unter den Nullzinsen, sie erhöht sowieso laufend die Beiträge.

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spiegelobild 28.09.2016, 21:13
39.

Zitat von ThoreL
Wir brauchen doch lediglich die - durch nichts gerechtfertigte - Beitragsbemessungsgrenze aufheben. Wer dann 10 Mio im Jahr verdient, zahlt eben auch 12% von 10 Mio in die Krankenversicherung. Warum hört das bei ca. 4500 Euro auf?
Das ist doch sehr simpel. Die Sozialversicherung dient der Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Alter und Krankheit. Die Sozialversicherung dient nicht der Umverteilung, dafür gibt es das Steuersystem.
Ab 4.500 Euro kann man die Risiken bei Krankheit selbst tragen. Bei RV und ALV ist die Leistung an die Höhe der Einzahlung gebunden. Bei der GKV nicht. Da hier alle die gleiche Leistung erhalten, müssten logischerweisen auch die Beiträge für jeden Krankenversicherten gleich sein. So ist es auch z.B. in den NL mit einer Bürgerversicherung bei gleichen Beiträgen für alle, weil alle gleich krank werden können. Ich kenne keinen Rechtsstaat mit unbegrenzter KV-Beitragspflicht. Das wäre Diebstahl und ganz sicher rechtswidrig.

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