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Krankenversicherung: Private Kassen verlieren Zehntausende Beitragszahler
DPA

Steigende Gesundheitskosten belasten Krankenversicherte zunehmend. Im verschärften Kampf um Mitglieder haben private Krankenkassen zuletzt deutlich verloren - in fünf Jahren traten 189.000 Versicherte aus.

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wwx 14.12.2016, 12:36
130. 43 % Beitragserhöhung

ich bin Rentner und habe Anfang des Jahre Post von der DKV bekommen. 43% Beitragserhöhung. Ich warne alle, die von der PKV träumen. Der Hammer kommt im Alter. Danke nochmals an meine Versicherung für eine sorgenfreie Zukunft.

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diestimmevomdach 14.12.2016, 12:36
131. Die PKV muss abgeschafft werden.

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sollte von allen Bürgern solidarisch getragen werden. Ich bin selbst privat versichert, weil mich der Staat als Lehrer fast in die PKV zwingt. Und soviel kann ich sagen: Ich bin nicht besser versichert als vorher. Ja, es stimmt: Termine bekomme ich schneller. Die Rechnungen haben es dann aber in sich. Oft wird getrickst und die Beträge werden künstlich in die Höhe getrieben. Als Mensch werde ich nicht wahrgenommen, weil die Eurozeichen in den Ärzteaugen den Blick auf den Patienten versperren. Ich fühle mich wie die Cashcow des Systems. Und die oft horrende hohen Rechnungsbeträge muss ich dann vorstrecken und mir von der PKV und der Beihilfe wiederholen. Das macht mich neben dem Lehrerjob zum Inkassodienstleister der Ärzteschaft. Dann die Rosinenpickerei der PKV-Unternehmen. Gesunde, junge Menschen werden mit falschen Versprechungen ins System gelockt. Ältere und kranke Menschen werden gar nicht erst aufgenommen oder nur gegen einen hohen Risikoaufschlag versichert. Besonders perfide ist das bei genetischen Erkrankungen, für die der einzelne Mensch gar nichts kann. Die PKV ist ein unmenschliches System, das dringend zu Gunsten einer solidarischen Gesundheitsversorgung aufgegeben werden sollte!

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Racer77 14.12.2016, 12:40
132. PHV ist nicht gleich PKV

Zitat von toledo
die Kinder umsonst mitversichert! In der PKV wird für jedes Mitglied gezahlt, bei Kindern freilich ein mehr symbolischer Beitrag und ältere PKV Mitglieder profitieren jetzt von jahrzehntelangen Rückstellungen.fürs Alter,
Ich vermute es geht um die ohne höhere Beiträge mitversicherten Kinder in der PrivatHaftPflicht (= PHV) nicht die private Krankenversicherung (PKV).

Da gibt es Familientarife, die nur ca. 20% höher sind als ein Singletarif aber Partner und alle Kinder mit abdecken im Versicherungsschutz. Ich denke einmal, dass dies gemeint war. Also nicht die Krankenversicherung.

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bernhard_s2 14.12.2016, 12:41
133. Rente und freiwillig in GKV

Zitat von freigeist1964
und was nützt es, wenn sie JETZT Geld haben, aber später ihre mickrige Rente für die Krankenkasse verbraten müssen.
Wenn Sie als freiwillig Versicherter trotz Rente weiter arbeiten müssen, zahlen Sie die normalen Beiträge - nix mit billiger. Und wenn sie nur sehr wenig verdienen, zahlen sie immer noch den Mindestbeitrag von monatlich 137,57 Euro plus Zusatzbeitrag plus Pflegeversicherung, was für einen Rentner der dazuverdienen muß schon erheblich sein kann.

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verbal_akrobat 14.12.2016, 12:41
134. Halbwissen

Zitat von Kristallkugel
der Weg zurück ist ja ab 55 Jahren gesperrt. Dann holen die privaten sich eben von denen die Kosten. Kaum zu glauben, dass die Altersrückstellungen nicht mitgenommen werden können, wenn man wechseln möchte. Ja, hier hat eben die Lobby sauber gearbeitet und eine Tür Niet- und Nagelfest in die Gesetze eingebaut. Was solls. In ein paar Jahren ist so wieso Ende vom Gelände. Es gibt immer Auswege aus der Versicherung...notfalls auswandern und sich dort versichern.
Das gilt nur für Verträge die vor 2009 geschlossen wurden, wobei den ab 2009 "nur" die Höhe der Altersrückstellungen portiert welche im vergleichbaren STA Tarif bei der Gesellschaft gebildet worden wären.

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Racer77 14.12.2016, 12:43
135. Nicht ganz richtig....

Zitat von robrien
glaub mit der Steuer liegen Sie falsch. Beiträge beider Versicherungen können in voller Höhe von der Steuer abgesetzt werden. Niedrigere Beiträge bedingen nun mal eine geringere steuerliche Auswirkung. In den Schwanz beißt sich das System nur, wenn man in der PKV die niedrigeren Beiträge durch einen höheren Selbstbehalt erzielt. Die selbst bezahlten Rechnungen werden nämlich als außergewöhnliche Belastung gewertet und sind nur dann absetzbar wenn man damit über 4% vom Bruttoeinkommen liegt. D.h. sie fallen steuerlich meist untern Tisch obwohl sie genauso Gesundheitskosten sind wie Beiträge
Die volle Absetzbarkeit der privaten Krankenversicherung ist nicht in allen Punkten gegeben. Sie können nur den Teil absetzen, der die Leistungen der GKV abdeckt. Zusätzliche Leistungen wie 1-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder hohe Krankenhaustagegelder sind nicht abgedeckt bei der Absetzbarkeit von der Steuer.

Daher stellt die PKV auch immer eine Übersicht des monatlichen oder jährlichen steuerlich absetzbaren Beitragsteils zur Verfügung.

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Crom 14.12.2016, 12:46
136.

Zitat von Sibylle1969
Ganz einfach: in der GKV zahlt man einen Prozentsatz vom Bruttoeinkommen, die Höhe hängt vom Zusatzbeitrag ab. Derjenige, der über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, zahlt den Höchstbetrag. In der PKV hängt die Höhe nicht vom Einkommen ab, daher zahlen die meisten weniger als in der GKV. Ob man bessere Leistungen hat, hängt vom Tarif ab.
Für Angestellte ergibt es keinen Sinn weniger als in der GKV zu zahlen, da der AG ja die Hälfte über Zuschüsse trägt. Als Angestellter sollte man mehr auf Rückvergütungssysteme und zusätzliche Altersrückstellungen achten.

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verbal_akrobat 14.12.2016, 12:47
137. DIe eigene Ehefrau im Betrieb

Zitat von Cluedo
... ist die private Krankenversicherung nur für Beamte interessant, schon bei Selbstständigen fängt häufig die Trickserei mit Modellen wie Anstellung der eigenen Ehefrau an, um die Kindern beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenversicherung unterzubringen. Selbst wer als gut verdienender Single glaubt, in der privaten "toll und günstig" versichert zu sein, reibt sich bei der Familiengründung oft genug schon verwundert die Augen, wie die Beiträge nach oben schnellen, sobald nicht beide Partner voll berufstätig sein können und Kinder kommen. Vom traurigen Rentner, der bis zur Hälfte seiner Rente für die private Krankenversicherung ausgeben muss und verzweifelt einen abgespeckten Tarif sucht, ganz zu schweigen. Die private Krankenvollversicherung für Nicht-Beamte ist eine Sackgasse.
macht schon lange keiner mehr, da jeder Steuerberater auf die entsprechenden Gesetze zur Mitinhaberschaft, Selbständigkeit von Angehörigen eingeht, da hier inzwischen Fachanwälte für frühere Sozialversicherungspflichtige Eheleute klarheit geschaffen haben.
(rückwirkende Aberkennung mit Rückzahlung von 3 Jahre Arbeitslosen und bis zu 30 Jahren Rentenpflichtbeiträge - aber auch mit Aberkennung der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung)

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augu1941 14.12.2016, 12:47
138.

@10: Natürlich fährt man als Gutverdiener mit einer privaten KV besser als mit der gesetzlichen KV, da der dort der Beitrag mit dem Einkommen steigt und bei der privaten nicht. Die gesetzliche KV ist wohl die einzige Versicherung, bei der Beitrag durch das Einkommen und nicht durch das versicherte Risiko bestimmt wird und die Leistung aber nicht von der Beitragshöhe abhängt (wie bei der Rentenversicherung). Sie ist also eine Solidar-Versicherung, die es ermöglicht, notwendige medizinische Leistungen auch für Geringverdiener zu bezahlen. Ich wünschte mir allerdings der Gerechtigkeit wegen, eine stärkere Beschränkung auf die medizinische Grundversorgung und mehr Selbstbeteiligung bei Inanspruchnahme medizinischer Dienste (etwa wie bei zahnärztlicher Versorgung). Das würde die Eigenverantwortung für die Gesundheit fördern un die Wartezimmer bei den Ärzten etwas weniger voll machen.

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verbal_akrobat 14.12.2016, 12:49
139. Doch das geht

Zitat von juppi-o
Ich habe noch nie verstanden, dass man für weniger Beitrag mehr Leistung erhält. Auf Dauer kann das nicht funktionieren.
durch Selektion bei der vertragsannahme hinschtlich gesundheitlicher Belange und einer anderen Refinanzierbarkeit der Altersrückstellungen, zumal ja genau hier die zeitliche Achse von Kapitalanlage dem steuerlichen "Umlageverfahren" der GKV entgegen steht.
Genau hier drückt ja zurzeit der Schuh bei den privaten...

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