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Krankenversicherung: Private Kassen verlieren Zehntausende Beitragszahler
DPA

Steigende Gesundheitskosten belasten Krankenversicherte zunehmend. Im verschärften Kampf um Mitglieder haben private Krankenkassen zuletzt deutlich verloren - in fünf Jahren traten 189.000 Versicherte aus.

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behemoth1 14.12.2016, 10:09
40. Rechnung kommt noch

Zitat von spon-facebook-1261351808
Ich bin über 50 und kann nur sagen, dass die Versorgung bei den privaten Kassen wesentlich besser ist, Dazu zahle ich noch weniger als wenn ich in der gesetzlichen Kasse wäre. Warum immer diese Gleichmacherei? Und die Kassen haben letztes Jahr Überschüsse gemacht, wie man lesen konnte. Skandalös auch, dass einer der Vorredner hier wieder auf die "neuen Bürger" verweist. Trauriges, armes Deutschland!
Das ist doch nur geflunkert, die Rechnung wird noch kommen, da sie ja auch älter werden wollen und im Alter der Gesundheitszustand sich verschlechtert, so werden sie noch über ihre PKV zu stöhnen beginnen.
PKV sind doch im Grunde nur was für Leute, die ein übermäßiges sehr gutes Einkommen haben und es sich auch im Alter finanziell erlauben können.
Unterschiede sollte es schon geben, aber wer glaubt immer auf der sicheren Seite damit dzu sein, der macht sich nur was vor.
Skandale gibt es überall wo Menshen tätig sind, denn wir sind nicht unfehlbar.

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florafauna 14.12.2016, 10:15
41.

Zitat von spon-facebook-1261351808
Ich bin über 50 und kann nur sagen, dass die Versorgung bei den privaten Kassen wesentlich besser ist, Dazu zahle ich noch weniger als wenn ich in der gesetzlichen Kasse wäre. Warum immer diese Gleichmacherei? Und die Kassen haben letztes Jahr Überschüsse gemacht, wie man lesen konnte. Skandalös auch, dass einer der Vorredner hier wieder auf die "neuen Bürger" verweist. Trauriges, armes Deutschland!
Es ist ja ok. Dann sollen die Privatversicherten auch bitte in der privaten Versicherung bleiben und nicht weil es teurer wird, wieder in die Gesetzliche wechseln. Wußte gar nicht, dass das möglich ist.
Und Beschwerden zwecks der neuen Bürger ist natürlich blöd. Beschwerden bitte an die Regierung, dass die Zuschüsse, die die Krankenkassen für Hartz4-Empfänger und Flüchtlinge bekommen nicht reichen und damit die anderen Beitragszahler alleine diese Mehrbelastung tragen müssen.
Ich bin wirklich für eine Bürgerversicherung, aber das wird hier in Deutschland nicht passieren. Zuviel Klientel-Politik....

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kleinsteminderheit 14.12.2016, 10:17
42. Die PKV lebt so wie so nur noch, weil sich die Beamten da versichern müssen.

Würde die Regierung morgen beschließen, das Gehaltssystem für Beamte so zu ändern, dass diese gesetzlich versichert wären, wäre die PKV wirtschaftlich am Ende. Und das Krankenversicherungssystem der Beamten mit Beihilfe und PKV ist wohl auch der einzige Grund, warum die Politik die PKV protegiert.

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trompetenmann 14.12.2016, 10:17
43. Prinzip einer Versicherung nicht verstanden?

Zitat von toledo
Mitglied einer Solidargemeinschaft. Im Gegensatz zur GKV hat die PKV nur Beitrag zahlende(!) Mitglieder, was auch für Kinder und Ehegatten gilt. Eine durchschnittliche AOK in Deutschland freut sich wie Bolle, wenn sie wenigstens 50? Beitragszahler hat. Die umsonst Mitversicherten sind das wahre Problem der GKV und nicht die angeblich immer älter werdenden Menschen. Führt endlich Kopfbeiträge ähnlich der erfolgreichen PKV ein und die Finanzierung der GKV ist kein Thema mehr.
Die ursprüngliche Idee einer Versicherung ist: die kollektive Risikoübernahme (Grundprinzip der kollektiven Risikoübernahme, s. Wikipedia), ohne Gewinnabsichten. Alle zahlen für alle nach den individuellen Möglichkeiten (gehaltsabhängig) ein.
Dies steht natürlich im Widerspruch mit einer Versicherungs-AG, deren Fokus nicht auf der Versichertenbetreuung, sondern auf der Gewinnsteigerung liegt.
Weshalb sich Gutverdiener aus diesem Kollektiv verabschieden dürfen, ist mir ein Rätsel, um nicht zu sagen eine Sauerei. Foldendes sollte getan werden:
- GKV für alle
- PKV als Option
- Senkung der Behandlungskosten bzw. Ausgaben im Gesundheitswesen (z.B: mehr Ärzte, weniger pro Kopf Einkommen aus dem Versicherungstopf)

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zensurgegner2016 14.12.2016, 10:18
44.

Zitat von mr.andersson
Weniger Privatversicherte bedeutet höhere Prämien für die gesetzlich versicherten. Die meisten Ärzte brauchen die Einnahmen von den privaten Patienten dringend. Kommen die nicht mehr rein, muss das Geld woanders herkommen. Also entweder geht ein Teil der Praxen kaputt (also die Versorgungsdicht sinkt) oder die gesetzlichen müssen mehr Geld aufbringen. Und ja, mir ist bewusst, dass es viele sehr erfolgreiche Praxen gibt, wo die Ärzte gutes Geld verdienen. Es wird aber gerne übersehen, dass es nicht allen so geht.
Das ist schlicht FALSCH

Ja, es ist korrekt, dass die höheren Sätze der PKV Versicherten vielen Ärzten den "Hintern" retten

NUR:
Die gesetzlichen Kassen müssen deswegen so niedrige Sätze bezahlen, WEIL die ganzen solventen Beitragszahler in die PKV wechseln.

Scaft die PKV ab, dann können auch DAK und Co die Ärtze fairer entlohnen

Grundsätzlich arbeiten laut allen Untersuchungen PKV Versicherungen KEIN BISSCHEN Personalminderintensiv pro Patient wie die gesetzlichen Versicherungen.
Nur müssen die PKV Versicherungen auch noch den Shareholder bedienen.
Und dann zahlen PKV Kassen auch noch den 2,5 bis 4 fachen Satz an Ärzte
Spätestens jetzt sollte jeder merken, dass Systeme, die gleich personalintensiv arbeiten, aber bei denen eines der beiden Systeme 3 mal soviel Honorar zahlt UND auch noch den Aktionär bedient, nur existent sein können, wenn eines der Systeme schlicht vie mehr einnimmt
Und das ist die PKV, die sich die Gutverdiener, die wenig krank sind herauspickt, und damit die anderen Abzockt

Die PKV weiß das, und deswegen steigen im ALter die Beiträge, werden Kunden rausgeekelt, natürlich in die Solidarkasse gesetzlich.
Wer die privten lobt, der MUSS die komplette Struktur betrachten, ansonsten ist er dem Lobbyismus aufgesessen

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Schulterklopfer 14.12.2016, 10:19
45. Geizfalle

Zitat von Kristallkugel
der Weg zurück ist ja ab 55 Jahren gesperrt. Dann holen die privaten sich eben von denen die Kosten. Kaum zu glauben, dass die Altersrückstellungen nicht mitgenommen werden können, wenn man wechseln möchte. Ja, hier hat eben die Lobby sauber gearbeitet und eine Tür Niet- und Nagelfest in die Gesetze eingebaut. Was solls. In ein paar Jahren ist so wieso Ende vom Gelände. Es gibt immer Auswege aus der Versicherung...notfalls auswandern und sich dort versichern.
Als diese "armen" Versicherten mal viel Geld verdienten, wurden sie von den Privaten mit niedrigen Beiträgen geködert.

Da fing das große Sparen an. Warum viel in die Solidarkasse zahlen, wenn man viel sparen kann?

Jetzt im Alter ist das Risiko zu erkranken größer als in der Jugend. Dadurch steigen natürlich die Beiträge, während man von dem Er- bzw. Gespartem leben muß.

Die Renditen der Lebensversicherung, die Zinsen fürs Festgeldkonto, die Betriebsrenten steigen auch nicht mehr, nur noch die Krankenversicherung.

Und jetzt wird dann vergessen, dass man vor Jahren auf die Solidarität gepfiffen hat. Man fordert diese an. Mit welchem Recht.

Selbst wenn das Gesparte nicht mehr zum Leben reicht, bekommt man doch wenigstens die Mindesrente mit Zuschüssen zur privaten KV. Da wird wieder nach der Allgemeinheit gerufen.

Pfui sage ich.

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CancunMM 14.12.2016, 10:20
46.

Zitat von oliver.hesse
es spielt überhaupt keine Rolle ob gesetzlich oder privat. Die Versicherungen verursachen überhaupt nicht die exorbitanten Kosten unseres Gesundheitssystems, Sie verteilen nur um nämlich die Beiträge der Versicherten an die Ärzte, die Gesundheitseinrichtungen und die Pharmaindustrie um mal die wichtigsten Empfänger der Gelder zu nennen. Ich bin mit meiner Familie privat versichert und ich mache mir ehrlich gesagt viel größere Sorgen warum die Arztrechnung für meine Tochter letztens (kleiner Fahrradunfall mit aufgeschlagenen Knien) für ca. 5-10 Minuten Behandlung mit ein bisschen Salbe, Schulter klopfen und zwei mal Mullpflaster weit über 100,-EUR war, ich habe mir selbst vor ca 2. Wochen von einer Hautärztin auf dem Rücken eine kleine Stelle ansehen lassen weil meine Frau meinte das sehe sehr verdächtig aus, Dauer 2 min. einmal Lupe mit Lampe, Befund "Alterswarze", Kosten 125 , EURO. Ist das noch NORMAL ????. Hier liegt der Hase im Pfeffer warum das ganze nicht mehr bezahlbar ist und wenn die Politik da nicht alsbald ansetzt geht die Bevölkerung in Deutschland bald nur noch für unser Gesundheitssystem arbeiten. DAS IST DAS Problem, nicht die Versicherungen, die reichen die Kohle auch nur durch.
Auf der Rechnung muss doch drauf stehen was gemacht wurde.
Und wenn es nicht gemacht wurde, dann hin zum Arzt.

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florafauna 14.12.2016, 10:22
47.

Zitat von CancunMM
Doch kann man. In dem man die Gelder anders anlegt und keinen Wasserkopf an Bürokraten unterhält. Sie können auch mehr Rente erhalten, wenn die Beiträge anders angelegt werden.
Mehr Rente? Wie denn? Die gesetzliche Rentenversicherung wird ja zur Zeit zu Gunsten von Privatvorsorge abgewrackt.
Nur mal so. Bei der privaten Versicherung zahlt nicht paritätisch der Arbeitgeber mit ein. Und außerdem sind in der Rentenzeit die vollen Krankenkassen- und Pflegekassenbeiträge fällig. Plus höherer Verwaltungsgebühren als bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Schließlich möchten die Versicherungen ja auch etwas verdienen....

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Niederbayer 14.12.2016, 10:22
48.

Zitat von juppi-o
Ich habe noch nie verstanden, dass man für weniger Beitrag mehr Leistung erhält. Auf Dauer kann das nicht funktionieren.
Die Privatversicherten zahlen im Schnitt deutlich mehr ein, als die Mitglieder der Gesetzlichen. Bei den privaten gibt es keine Mindestlöhner oder ähnliches. Zudem sind die Krankheitstage bei den Privatversicherten meistens geringer. Sind eben mehr Bürojobs als Baustelle.
Dadurch hat man für weniger Mitglieder im Schnitt mehr Geld zur Verfügung.

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jamon 14.12.2016, 10:24
49.

Zitat von stefan.martens.75
Ich kenne genug die unter den Beiträgen leiden. Mein Mitleid hält sich natürlich in Grenzen denn sie haben 30 Jahre profitiert.... :-)
ich kenne einige, die sich heute über mich lustig machen, da ich das sozialsystem (bin freiwillig gesetzlich versichert und werde das auch noch mit 100 sein!) nicht verlassen möchte. doch im alter beginnt die jammerei über die unfairen beiträge und dann möchte man doch wieder ins sozialsystem einscheren.
ich sehe es ähnlich wie sie: mein mitleid hält sich in grenzen.

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