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Kranker Germanwings-Co-Pilot: Lufthansa-Ärzte sollen Luftfahrtamt nicht informiert ha
DPA

Warum durfte Germanwings-Co-Pilot Lubitz fliegen, obwohl er psychische Probleme hatte? Das Luftfahrtbundesamt wusste angeblich von nichts. Haben die Fliegerärzte der Lufthansa gegen Vorschriften verstoßen?

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Eppelein von Gailingen 05.04.2015, 15:42
80. Wie kürzlich in einem Beitrag geschildert - für 30 € nach Mallorca

Bei solchem Preis geht das irgendwo zu Lasten der Sicherheit. Wenn es der Fall sein sollte, dass Lufthansa-Ärzte die psychische Erkrankung des Co-Piloten Lubitz verheimlichten, dann hat die Lufthansa ein sehr großes Problem. Wie es überhaupt ein Problem zu sein scheint, dass kein richtiger Teamgeist zwischen Kapitänen und den Cos herrscht, was Außenstehende gar nicht wissen können.
In allen bisherigen Beiträgen um diese "vermeidbare Katastrophe", werden sehr viele Missstände aufgeklärt, die Lufthansa bisher verschwiegen hat. Das hat der Saubermann-Airline sehr sehr geschadet.

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ClausWunderlich 05.04.2015, 16:24
81.

Ach das höre ich immer öfter das Infomationen nicht weiter gegeben werden. Oft hat das was mit Personalmangel zu tuen und oder das man sich unbeliebt macht weil man anderen zu Arbeit verhilft.

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gandhiforever 05.04.2015, 16:24
82. Ja,

Zitat von KurtT.
Ich meine zu wissen, wovon ich rede - auch weil mein Vater das tat: Der Entschluss, sich selbst zu töten, entsteht - meistens - aus der Ohnmachts-Erfahrung, mit niemandem mehr über seine existenziellen Probleme - ob psychischer oder/und physischer Art - sprechen zu können, damit sehr alleine zu sein. Und dann gibt es einen "Punkt", den man "point of no return" nennen könnte - und nach diesem bestimmt eine "selbstzerstörerische Bandschleife" (die in jedem Menschen latent vorhanden bzw. "abrufbar" ist) alles Tun und Lassen - ein "Programm", das meistens unumkehrbar ist; es hat sich "verselbstständigt", vom den Tod Suchenden "Besitz ergriffen". Diese Phase ist von anderen Menschen nur sehr selten als solche erkennbar - vor allem darum, weil man eigentlich schon mit diesem Leben "abgeschlossen" hat, nach außen hin dann sehr "gelassen" und "völlig normal" zu sein scheint. Man kann oft sogar noch seinen "Nachlass" (Testament, Abschiedsbrief, ...) regeln, fällige Rechnungen bezahlen usw. - und organisiert gleichzeitig die (je nach Art der Selbsttötung) "Zutaten" für den "letzten Schritt", etwa Tabletten, sucht eben die "beste", oft auch die "naheliegendste" bzw. "nächstbeste" Möglichkeit; alles geschieht sehr "selbstverständlich" - was wiederum bedeutet, dass man sich dann außerhalb jeder "Schuldfähigkeit" befindet, nicht mehr oder kaum noch an die Konsequenzen für andere Menschen denkt: Man hat sich schon "verabschiedet" - und jeder Vorwurf von außen, auch einer der Hinterbliebenen, "trifft ins leere Nichts" ...* * Es kommt allerdings manchmal vor, dass dieses "Programm" noch eine Überlebens-Option hat, es darum beim Versuch einer Selbsttötung bleibt - den man dann "eine letzte, schon verzweifelte Bitte um Hilfe" nennen kann. Nachdem vorherige "Hilfeschreie" ungehört blieben ...
Sie wissen, wovon Sie reden.

Ich bin nicht dafuer, dass man Menschen mit psychischen Problemen diskriminiert, doch ist Stress auch nicht zu unterschaetzen.

In meiner Verwandtschaft hat ein Mann MS. Ihm wurde nicht nur geraten mit dem Rauchen aufzuhoeren, sondern auch Stress zu vermeiden.

Jemand, dem Fliegen alles bedeutet, der nicht nur Depressionen hatte, dem nun die Freundin auch noch verloren geht, soll dem Stress standhalten koennen? Ich bezweifle das.

Wenn der Mann so gut war, haette die LH ihn an anderer Stelle einsetzen koennen, er musste nicht ins Cockpit geschickt werden.

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ClausWunderlich 05.04.2015, 16:26
83.

Zitat von Ker Stin
Du kannst Menschen eine Depression nicht "ansehen"! Und diagnostizieren lässt sich diese auch nur dann, wenn der Betreffende dazu "bereit" ist. Also welches "System" schwebt Dir dann vor?
Man kann das schon erkennen das Problem ist nur das man sich dann sehr aufwendig mit jedem beschäftigen müßte. Die Frage ist auch nicht ob jemand Depression hat sondern wie stark diese sind. Depression hat jeder mal oder immer wieder mal.

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klarasvoice 05.04.2015, 16:27
84. Das Erkennen eine bipolaren Störung ist schwierig

Zitat von ziehenimbein
der Mann hatte, nach dem was veröffentlicht wurde, eine bipolare Störung, die doch etwas auffälliger sein dürfte. Der Meinung wird wohl auch ein US Gericht folgen, so jemand Germanwings dort verklagt. Dieser Schlendrian wird das Unternehmen noch eine ganze Weile begleiten und noch viel mehr kosten.
Eine bipolare Störung ist sehr schwer zu erkennen.
Das liegt daran, dass der Betroffene sich in der Manie ja oft gut fühlt (wenn er nicht gerade einen Mischzustand hat oder stark manisch ist). Er wird also keinen Arzt aufsuchen. Die Angehörigen wissen es meistens auch nicht besser. Das Wissen über diese Erkrankung ist bei der deutschsprachigen Bevölkerung sowieso sehr dünn.
In der englischsprachigen Literatur gibt es sehr viel mehr Berichte. Das Thema scheint ein Tabu zu sein, sonst hätte man in der letzten Woche sehr viel mehr darüber gelesen.

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klarasvoice 05.04.2015, 16:41
85. Depression = Sammelbegriff

Zitat von Ker Stin
ob Menschen, welche an Depressionen erkrankt waren, nicht mehr fliegen sollten, lässt sich aber auch nicht so einfach beantworten! WO soll denn dann eine Grenze gezogen werden?? Müsste Gleiches nicht dann auch für Busfahrer gelten??
Unter Depression werden leichte Befindlichkeitseinschränkungen sowie schwerste Erkrankungen zusammengefasst. Der Begriff ist so aussagefähig wie "Infektion". Es gibt ganz unterschiedliche Formen. Hier wird es wohl nötig sein, die Namensgebung anzupassen. Interessant ist auch, dass immer nur von Depression die Rede ist, aber fast nie von Manie.
Infos gibt es übrigens unter dgbs.de.

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ClausWunderlich 05.04.2015, 16:43
86.

Zitat von klarasvoice
Eine bipolare Störung ist sehr schwer zu erkennen. Das liegt daran, dass der Betroffene sich in der Manie ja oft gut fühlt (wenn er nicht gerade einen Mischzustand hat oder stark manisch ist). Er wird also keinen Arzt aufsuchen. Die Angehörigen wissen es meistens auch nicht besser. Das Wissen über diese Erkrankung ist bei der deutschsprachigen Bevölkerung sowieso sehr dünn. In der englischsprachigen Literatur gibt es sehr viel mehr Berichte. Das Thema scheint ein Tabu zu sein, sonst hätte man in der letzten Woche sehr viel mehr darüber gelesen.
Nein man kann die meisten Dinge leicht erkennen. Das Problem ist das man sich dann mit dem betreffenden sehr Intensiv auseinander setzen müßte.

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hubertrudnick1 05.04.2015, 16:52
87. Depressionen

Zitat von Ker Stin
ob Menschen, welche an Depressionen erkrankt waren, nicht mehr fliegen sollten, lässt sich aber auch nicht so einfach beantworten! WO soll denn dann eine Grenze gezogen werden?? Müsste Gleiches nicht dann auch für Busfahrer gelten??
Es gibt da doch wohl Unterschiede, einige bekommen bei Überanspruchung schon mal welche, die sich aber auch wieder verflüchtigen und andere haben sie als einen Dauerzustand, die können dann nur mal zeitweise ruhiggestellt werden.
Es sollten in bestimmten Berufen auch Tauglichskeitsuntersuchungen durchgeführt werden, man kann schon feststellen, ob einer überhaupt auch so belastbar ist.
Viele Psychiater, die eine Verantwortung für ihre Patienten haben werden schon von vorher eine Empfehlung aussprechen.
Ich weiß wo von ich spreche, denn ich habe lange Jahre mit einer Frau, die solche Probleme seit ihrer Kindheit hatte zusammengelebt.
Sie war nicht im Stande die Druck des Tages über einen längeren Zeitraum unbeschadet zu überstehen.
Es sind doch keine schlechten und dummen Menschen, nur kann eben nicht jeder alles werden, aber trotzdem kann man damit versuchen zu leben und muss sich allerdings darauf auch einstellen.
Tauglichkeitsprüfungen sind doch in vielen Berufen schon seit vielen Jahrzehnten üblich, nur scheint mir, dass einige zu leichtfertig damit umgehen.

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parabellum 05.04.2015, 16:55
88. Einsparungen??

Was genau soll das denn mit Einsparungen zu tun haben? Schreiben hier denn verwoehnte LH Piloten? Hat der Co Pilot nicht genug verdient, und deswegen den Flieger Richtung Boden gelenkt?? Ach du meine Guete.

Genauso wenig konnten Aerzte, und die LBA diese Taten des Co Ploten voraussehen, weil er 2009 mal depressiv war. Depressionen sind fuer Arbeitgeber ein Problem, weil depressive Menschen oefter nicht zur Arbeit kommen, und nicht (normalerweise), weil sie absichtlich 149 Menschen toeten.

Nein, das Wichtigste das hier gelernt wurde, ist das 2 Personen cockpit, was schon lange in USA Pflicht ist.

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hubertrudnick1 05.04.2015, 17:08
89. Nicht ganz richtig

Zitat von parabellum
Was genau soll das denn mit Einsparungen zu tun haben? Schreiben hier denn verwoehnte LH Piloten? Hat der Co Pilot nicht genug verdient, und deswegen den Flieger Richtung Boden gelenkt?? Ach du meine Guete. Genauso wenig konnten Aerzte, und die LBA diese Taten des Co Ploten voraussehen, weil er 2009 mal depressiv war. Depressionen sind fuer Arbeitgeber ein Problem, weil depressive Menschen oefter nicht zur Arbeit kommen, und nicht (normalerweise), weil sie absichtlich 149 Menschen toeten. Nein, das Wichtigste das hier gelernt wurde, ist das 2 Personen cockpit, was schon lange in USA Pflicht ist.
Dieser Flugschüler hatte schon zu Beginn seiner Ausbildung Anzeichen gesetzt, dass er große Probleme hat und man hat ihm trotzdem die Flugerlaubnis zugeteilt.
Ein junger Mann der Depressionen und Suizitgedanken in seiner Ausbildungszeit mit sich herumträgt, dem hätten man zu etwas anderem raten müssen und nie die Flugtauglichkeitsprüfung überstehen lassen dürfen, es gibt doch wohl noch genügend Berufe, wo er nach seinen Möglichkeiten sein Leben hätte gestalten können.
Auch Ärzte haben eine Verantwortung, nur haben sie diese schändlichst vernachlässigt.

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