Forum: Wirtschaft
Krawalle in Großbritannien: Der Zorn der Abgehängten

Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.

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UdoL 10.08.2011, 18:49
1. ...

Zitat von sysop
Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.

Ganz zu schweigen von der Bereitschaft, etwas daran zu ändern.

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abfallverwertung 10.08.2011, 18:55
2. krank vs normal

Krank ist vielmehr, wer den Kapitalismus für normal oder gar gut hält.

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moderne21 10.08.2011, 18:57
3. um Ausreden nicht verlegen

Die Randalierer sind in meinen Augen nicht `krank´, sondern schlichtweg faul. Nirgendwann war Bildung so einfach zu erlangen, wie in Zeiten des Internets. Aber grundsätzlich die anderen für die eigene Misere verantwortlich machen und alles kaputtschlagen ist natürlich einfacher für die Ego-Generation als sich mal am Riemen zu reißen.

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Hubatz 10.08.2011, 18:57
4. ...

Wie der Premier schon sagte: Wenn 12 - 14 Jährige plündern, wenn Schwerverletzte ausgeraubt werden, wenn junge unschuldige Menschen absichtlich überfahren werden - dann steckt da nicht sozialer Unmut hinter sondern einfach nur asoziales Verhalten. Ein Grossteil der englischen Bevölkerung ist gegen diese Randale, was diverse Aktionen im Netz zeigen.

Ich selber würde nie auf die Idee kommen, Unterhaltungsmedien oder Modechic zu plündern die mir garnicht zustehen und wofür andere bezahlen müssen. Wer sowas macht, ist asozial und aufgrund solcher Charakterzüge wohl auch von der Gesellschaft isoliert. Zurecht.

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Ephemeris 10.08.2011, 19:00
5. ....

Je weiter sich die Schere zwischen arm & reich öffnet, desto mehr Menschen haben das Gefühl nicht an der Gesellschaft teilzunehmen. Sie sehen wie ihr Studiengebühren massiv erhöht werden, oder Sozialarbeiter gestrichen werden. Auf der anderen Seite werden den Reichen, sollten sie sich mal verzocken , sofort ohne mit der Wimper zu zucken hunderte von Milliarden in den Arsch geschoben. Immer wieder das gleiche Spiel, der Staat geht immer mehr dazu über, das unsozial erworbene Eigentum weniger reicher zu schützen

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zynik 10.08.2011, 19:01
6. die abgehängten

Diese Fakten sind nicht erst seit gestern bekannt. Nur wird darüber berichtet, seitdem London brennt. Über die Abgehängten in Deutschland erfährt die Öffentlichkeit auch nur etwas, wenn man sie in Fake-Doku-Soaps durch die Manege führt. Zufall?

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chmb 10.08.2011, 19:03
7. Keine Angst

Das ist erst der Anfang, welcher z.T. das Internet eingeleitet hat. Die Leute können sich sehr viel besser organisieren und merken auch viel schneller dass es gleichgesinnte gibt und sie eben nicht verrückt sind.

Es wird noch sehr viel schlimmer kommen, und dann auch von anderen Gruppen ausgehen. So wie die Gesellschaft sich entwickelt, kann es nunmal nicht weiter gehen.
Wie sagte jemand schlaues doch mal so schön: No justice, no peace.

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zynik 10.08.2011, 19:06
8. hauptsache mir gehts gut

Zitat von Notizen aus der Provinz
Die Frage muss doch erlaubt sein, wohin das alles noch führen soll. Arme gab es immer und zu jeder Zeit. Sie trugen allerdings keine Marken-Sportklamotten, schleppten Blackberrys rum und räumten Elektronik-Shops aus. Ja, dann sind sie eben arm. Na und? Die Politik geht zu lasch mit den "Abgehängten" um.
Ein weiteres Beispiel, dass geistige und finanzielle Armut nicht immer deckungsgleich sein müssen. Die Plünderer haben sich genau ihre Einstellung zu eigen gemacht: Den absoluten Egoismus.

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Maronno 10.08.2011, 19:06
9. Abstossend

"Die Armen des Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer."

Und deshalb brennt man Häuser nieder und bringt unschuldige Menschen um.

Selten so eine abartige Rechtfertigung für kriminelle Gewalt gelesen.

In Wahrheit handelt es sich um Rassenunruhen.

Wer die betroffenen Stadtteile kennt, der weiss wovon ich rede. Aber das ist politisch inkorrekt, daher wird auch weiterhin von "Benachteiligungen" geschwafelt.

Die Verbrecher verabreden sich mit Hilfe ihrer Blackberrys.

Für Leute, die nicht arbeiten, geht es ihnen sehr gut im britischen Sozialsystem.

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