Forum: Wirtschaft
Krawalle in Großbritannien: Der Zorn der Abgehängten

Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.

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DerDodga 10.08.2011, 20:34
130. Ist das wirklich so?

"In der Praxis aber sind die Anforderungen an die Arbeitnehmer immer weiter gewachsen. Das zeigt sich an deutschen Ausbildungsberufen, für die früher ein Hauptschulabschluss reichte und für die inzwischen oft ein Realschulabschluss Pflicht ist."

Vielleicht hat auch die Qualität der Bildung aus welchen Gründen auch immer in den letzten Jahren drastisch abgenommen, insbesondere am unteren Ende. Welche Gründe das hat, darüber kann man nur rätseln.

Volle Klassenzimmer und Mangel an Material etc. erscheinen mir jedenfalls als Grund nicht sehr warscheinlich, früher waren die Klassen ja eher grösser und die Mittel sowie Anzahl der Lehrkräfte noch deutlich beschränkter.

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vielblabla 10.08.2011, 20:35
131. -

Zitat von s75
Ich verstehe Ihre Aussagen und Ihre Schlussfolgerungen nicht. Diesen Menschen geht es wesentlich besser, als dies in weiten Teilen der Welt der Fall ist. Sie sind nicht durch Hunger und Verfolgung bedroht. Nach dem Krieg waren die Menschen bitterarm, verzweifelt und dem Hungertod nahe. Ihre halte Ihre Ursachenforschung deshalb für sehr lückenhaft. Vielmehr glaube ich, dass es sich schlichtweg um Assoziale handelt. Assoziale im Sinne von Menschen, welche von Ihren Eltern keinerlei (soziale) Werte vermittelt bekommen haben und welche alleinig deshalb am Rande der Gesellschaft stehen. Ein Mensch mit Werten bringt es im Leben zu etwas. Das bedeutet nicht, dass er reich werden muss. Aber er muss auch keine Häuser mit Menschen darin anzünden.
Ja damals saßen alle in einem Boot und die Menschen hatten damals schlicht nicht die Kraft zu zündeln und zu plündern. Was hätten sie denn auch plündern sollen, kaputt war auch schon das Meiste, wenigstens in den Städten. Die Tatsache das es so weit kam ist auch auf Armut im Zuge der Weltwirtschaftskrise zurückzuführen. Da sind die Menschen halt bereitwillig einem Irren hinterher in Krieg und Verderben gerannt. Diese excessive Gewalt in England will ich damit nicht rechtfertigen aber so einfach sollte man die Dinge nicht vergleichen.

Wenn ich schon im Artikel von Statistiken lese, man sei in England nur unterdurchschnittlich mit 22% Armutsgefährdet. Wenn ich zu den Armen gehöre interessiert mich das doch nicht, da sehe ich wahrscheinlich in einer extremen Leistungsgesellschaft schlichtweg keine Chance mehr. Auf der einen Seite wird gekürzt bis über die Schmerzgrenze, auf der anderen Seite ist es einer kleinen Oberschicht möglich, über Finanzschiebereien nahezu grenzenlos Geld abzuschöpfen. Das ist aus meiner Sicht nicht weniger asozial wie Geschäfte zu plündern.

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j-bernhardt@gmx.de 10.08.2011, 20:39
132. ???

Zitat von sozialminister
Undank ist bekanntlich der Welten Lohn :) Es wäre genug für alle vorhanden, aber die meisten Menschen kriegen einfach nur nicht ihren Hals voll. Nicht das System ist schuld, sondern einfach das menschliche Dasein an sich. Solange sich unsere Mentalität nicht ändert, werden wir noch für viel Ungerechtigkeit sorgen, und jedesmal werden wir darüber klagen und heulen, wenn diese Ungerechtigkeit zu uns zurückkommt. Wie erbärmlich wir doch sind :)
Den Smiley am Ende versteh ich nicht. Ich find das überhaupt nicht witzig.

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ALG III 10.08.2011, 20:39
133. wer nicht arbeitet...

Zitat von sozialminister
Undank ist bekanntlich der Welten Lohn :) Dennoch darf man doch wohl anzweifeln, wie gerecht es noch von statten geht. Wenn ein ungebildeter Handwerker jeden Tag seine 8 Stunden Leistung bringt nur um sein Überleben zu sichern und sieht wie ein Investement-Bänker mit einem ähnlichen Zeit- und Leistungsaufwand das 10000-fache verdient darf man doch wohl an der Gerechtigkeit dieses Systems zweifeln. Wofür brauchen wir als Menschheit überhaupt solche Einkommensunterschiede? Warum soll es somalische Kinder geben, die momentan in der Steppe verhungern, während in den USA irgendein Manager in Champagner badet und sich eine Nase Koks zieht? Diese reichen Leute können doch auch dafür sorgen, daß erstmal zumindest niemand mehr hungern muss. Aber wenn man will, daß diese Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden, dann sollte man auch dafür sorgen, daß alle Bildungshürden aus dem Weg geräumt werden. Wir können doch nicht von Chancengleichheit reden, wenn in Industrienationen sich so mancher Einwanderer keine Schülbücher für seine Kinder leisten kann. Wenn sich nur Oberschichtskinder ein stressfreies Studium leisten können. Genauso müssen wir wohl auch akzeptieren, daß es Menschen gibt, die dümmer und unfähiger geboren werden als andere. Wenn jemand aufgrund seines Unvermögens arbeitslos ist, so verdient er genauso eine Lebensstütze wie es ein querschnittsgelähmtes Kind kriegen würde. Es wäre genug für alle vorhanden, aber die meisten Menschen kriegen einfach nur nicht ihren Hals voll. Nicht das System ist schuld, sondern einfach das menschliche Dasein an sich. Solange sich unsere Mentalität nicht ändert, werden wir noch für viel Ungerechtigkeit sorgen, und jedesmal werden wir darüber klagen und heulen, wenn diese Ungerechtigkeit zu uns zurückkommt. Wie erbärmlich wir doch sind :)
Arbeit muss sich wieder lohnen. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

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weltsichtig 10.08.2011, 20:39
134. Kein Quatsch

Zitat von Vex
Völliger Quatsch ... Reichtum weniger bedingt Armut vieler das ist ein Naturgesetz. Klar ist Wirtschaft ein Nullsummenspiel denn es gibt keine reine Win-Win Situation. Wenn man das Ganze betrachtet ergibt sich eine Situation ähnlich dem Energieerhaltungssatz. Was wir Win-Win nennen ist immer Win-Win-Lose ... nur wir konnen alle "Lose" wunderbar ausblenden bzw ignorieren.
Schon mit ein klein wenig Nachdenken müßte doch jedem klar sein, dass die Summe aller produzierter Güter keine Konstante ist; sonst könnte es kein Wirtschaftswachstum geben. Daher z.B. sind fast alle Südkoreaner reicher als fast alle Nordkoreaner.
Und natürlich gibt es einige Südkoreaner, die tausend mal reicher sind als der Durchschnitt. Und natürlich ist diese gefühlte Ungerechtigkeit auch ganz schlimm, verursacht Neid und anderer unschöne Gefühle, aber dennoch müßte man ziemlich dämlich sein, um dann lieber nordkoreanische Zustände zu haben. Denn Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel.

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neuronenzenker 10.08.2011, 20:40
135. ach wie süß

Zitat von Marc W.
Von Wertschöpfung scheinen Sie nichts zu halten oder zu wissen. Infrastruktur, Häuser, Autos, Computer etc. werden durch menschliche Arbeit geschaffen, nicht jemandem weggenommen. Vergleichen Sie doch einfach mal die Gesamtheit der Güter heute mit denen vor 2000 Jahren. Wo kommt das ganze Zeug her? Haben wir es etwa über die Jahre den Außerirdischen geklaut?
für die ganze rohstoffgewinnung für diese Güter werden in fernost leute die nicht anders können ausgebeutet, kinderarbeit, minenarbeiter unter unmenschlichsten bedingungen armut...aufwachen

empfehle mal die doku "lets make money" anzuschauen, das ist grundwissen

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kyon 10.08.2011, 20:40
136. Spiegelung

Zitat von sysop
Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.
Wo sind die Leute, die den Randalierern den Spiegel vors Gesicht halten und sie fragen, ob sie ernsthaft der Meinung sind, dass die Person im Spiegel, so wie sie ist, berechtigt ist zu erwarten, dass sie jemand anstellt?

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Günter Bodendörfer 10.08.2011, 20:41
137. Tja,

Zitat von Marc W.
Die Randalierer sind wertloser Abschaum, der keinerlei Verantwortung für sein eigenes Leben übernimmt, zu keinerlei Produktivität willig oder fähig ist und anderen zur Last fällt.
so hat halt jeder sein Feindbild. Bankster sind wertloser Abschaum ....., so seh ich das, wortgleich.

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tim11 10.08.2011, 20:41
138. ...

Zitat von MartinHa
Wo bitte werden denn die Armen ausgeplündert? Die Chavs im Artikel leisten selbst nichts, also gibt es auch nichts zu holen. Für wie blöd halten Sie denn eigentlich die Gemeinschaft, dass sie Ihre populistischen antimarktwirtschaftlichen Thesen nicht durchschaut?
Da gibt es genug, die so blöd sind (siehe Wahlergebnis der Linkspartei). Und dann kommen noch Emotionen hinzu...
Und sagen wir es mal so: Die Arbeitslosen werden hier im Forum sicher nicht unterrepräsentiert sein.

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maty2010 10.08.2011, 20:42
139. ganz normal!

das ist nur die Vorstufe für den Verfall unserer dekadenten Gesellschaft.Wo jeder nur den Mammon anbetet und der Werteverfall jeden Tag offensichtlicher wird.Wo die sogenannte Familienpolitik die Familien zerstört. Wo schwul und lesbisch sein In ist.Wo Pornographie und Gewaltverherrlichung an der Tagesordnung sind.Wo Pharma piraten wissentlich die Gesundheit der Menschen zerstören und sich viele in Drogen bzw. Alkohol flüchten.Wo Naturzerstörung als gegeben hingenommen wird.Wo jeden Tag Millionen von Tieren für den täglichen perversen überflüssigen Fleischkonsum gequelt werden.Das ist alles an der Tagesordnung, aber die Menschen sind alle schon so Gehirngewaschen dass sie alles als ganz normal ansehen.Das ist es aber nicht.Jeder der diesen Wahnsinn gutheißt und fördert, dass ist der eigentlich Kranke im Kopf.

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