Forum: Wirtschaft
Krawalle in Großbritannien: Der Zorn der Abgehängten

Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.

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derandersdenkende 10.08.2011, 19:58
80. Die Armen sind hilfebedürftig nicht krank.

Zitat von sysop
Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.
Die Regierung dagegen scheint durchweg in der Pflegestufe III untergekommen zu sein. Ein vernünftiges Wort war dort noch nicht zu hören. Sie sollten wirklich Pflegebedürftigen nicht die Pflegekapazität rauben, sondern sich endlich ihrer Aufgabe widmen, Schaden vom Volk abzuwenden.
Ich meine abwenden und nicht zufügen !

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Marc W. 10.08.2011, 19:58
81. ....

Zitat von Petra Raab
Erst den Armen ausplündern und dann auf Gönner machen mit ein paar Almosen. Für wie blöd halten sie eigentlich die Gemeinschaft, dass sie dieses Blendwerk nicht durchschaut?
Sie verstehen grundlegende Wirtschaftsabläufe nicht. Werte werden geschaffen, nicht unbedingt anderen weggenommen. Die nichtarbeitende Unterschicht wird nicht ausgeplündert. Wie auch? Sie hat ja (zu Recht) nichts. Sie wird ausschließlich alimentiert und das nicht zu knapp. Sie können über die Situation der arbeitenden Unterschicht klagen, aber deren Anteil an den Randalierern und Plünderern dürfte verschwindend gering sein.

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Fritz Motzki 10.08.2011, 20:00
82. Niveau

Zitat von Etruscan
Vielleicht wurde das Niveau an den Schulen auch immer weiter abgesenkt.
Das Niveau der Noten wird angepasst. Das funktioniert bei uns auch. Wenn beim Diktat der beste Schüler 10 Fehlern macht, werden 10 Fehler mit sehr gut benotet. Was solche Schulabschlüsse dann wert sind, merken Bewerber beim Eignungstest der Firmen und sind frustriert.

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hördochauf 10.08.2011, 20:00
83. was mir schon auffällt...

Die englische Polizei "droht nun mit Wasserwerfern" !

mmh...

Ist da ggf. nochmal die Frage erlaubt wie verhältnismäßig es im vergelich ist, in Stuttgart demonstrierende Opis von der Bahnhofsbaustelle zu pusten...

Da hat mancher Michel wohl noch die Pickelhaube auf.

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stoppel 10.08.2011, 20:01
84. krank?

Zitat von sysop
Sind die Randalierer in britischen Städten einfach "krank", wie Premier Cameron behauptet? Die Armen des*Landes haben durchaus Grund zur Wut: Ihre Benachteiligung nimmt stetig zu, ihre Chancen werden immer geringer.
Nicht diese Leute sind "Krank",sondern das System!

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intenso1 10.08.2011, 20:02
85. ...

Zitat von Ephemeris
Je weiter sich die Schere zwischen arm & reich öffnet, desto mehr Menschen haben das Gefühl nicht an der Gesellschaft teilzunehmen. Sie sehen wie ihr Studiengebühren massiv erhöht werden, oder Sozialarbeiter gestrichen werden. Auf der anderen Seite werden den Reichen, sollten sie sich mal verzocken , sofort ohne mit der Wimper zu zucken hunderte von Milliarden in den Arsch geschoben. Immer wieder das gleiche Spiel, der Staat geht immer mehr dazu über, das unsozial erworbene Eigentum weniger reicher zu schützen
Ihre Kritik ist berechtigt, berechtigt ist aber nicht Brandstiftung, Plünderung usw.
Es steht jedem frei, sich auf demokratischen Weg, in diversen Organisationen gegen diese Zustände zur wehr zu setzen und aktiv an deren Änderungen mit zu tun.
Gewalt ist abzulehnen und immer "ANDEREN" die Schuld für seine Situation zu geben ist Ablenkung vom eigenen Unvermögen oder Unwillen.

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Freeflow 10.08.2011, 20:04
86. Super Ansatz

Zitat von Notizen aus der Provinz
Die Frage muss doch erlaubt sein, wohin das alles noch führen soll. Arme gab es immer und zu jeder Zeit.
Es gab im Laufe unserer Menschheitsgeschichte durchaus Gesellschaften, und ganz vereinzelt und im Kleinen gibt es sie auch noch heute, in denen es keine Armen gab. Also erzählen Sie nicht so einen Unsinn.

Zitat von Notizen aus der Provinz
Ja, dann sind sie eben arm. Na und? Die Politik geht zu lasch mit den "Abgehängten" um.
Da könnte man dann auch sagen: Na dann bestehlen sie eben die Reichen, oder plündern Geschäfte, oder schlitzen hie und da mal ein paar Leute auf. Na und?
Ich hoffe Sie verstehen im Ansatz, worauf ich hinaus will.

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zynik 10.08.2011, 20:04
87. werte

Zitat von Marc W.
Sie verstehen grundlegende Wirtschaftsabläufe nicht. Werte werden geschaffen, nicht unbedingt anderen weggenommen.
Da bin ich mal gespannt, welche Werte an den Finanzmärkten geschaffen werden. Erleuchten sie uns.

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Horstino 10.08.2011, 20:04
88. Überzogene Ansprüche

Zitat von sozialminister
Es ist nicht gesagt, daß jeder dieser Jugendlichen ein Blackberry besitzt. Die waren doch immerhin plündern, vielleicht haben sie die Dinger ja daher. Auch in Deutschland gibt es Ausnahmen im Prekariat die mal ein Smart-Phone besitzen, aber sie müssen natürlich direkt pauschalisieren, damit es in ihr Weltbild passt.
Vielleicht hat nicht jeder Jugendliche aus dem Präkariät ein Blackberry, aber es ist mir schon aufgefallen (hier in DE), dass bei Menschen mit niedrigem sozialen Status Statussymbole umso wichtiger sind.
Das Schlimme ist: wenn man es sich nicht auf legalem Wege leisten kann, dann besorgt man es sich halt illegal(Stichwort: Das Ding ist vom Laster gefallen).
Ich habe ein wenig das Gefühl, dass manche Menschen etwas überzogene Vorstellungen haben bezüglich dessen haben was das Leben Ihnen zu bieten hat.

Früher rebellierten die Leute, weil sie kein Brot hatten. Heute regen Sie sich auf, dass sie keine tolle Elektronik besitzen und dann geht man halt anlässlich des Krawalls gleichmal in den nächsten Applestore und plündert ein Ipad.
Ich glaube das ist schon ein qualitativer Unterschied.

Sozialleistungen bieten einem sicher nicht viel Lebensfreude, aber es reicht um irgendwie rum zu kommen. Darüber hinaus sind sie so hoch, dass wir erstens Schulden machen müssen um sie finanzieren zu können und zweitens so hoch, dass man unter Umständen schlechter dasteht wenn man ehrlich arbeiten geht.
Ein Mindestlohn wäre da vielleicht eine Lösung, andererseits darf der auch nicht so hoch bemessen sein. Keine Firma kann es sich leisten Löhne zu zahlen, die sie im internationalen Wettbewerb nicht erwirtschaften kann.

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libertarian 10.08.2011, 20:05
89. ...

Zitat von abfallverwertung
Krank ist vielmehr, wer den Kapitalismus für normal oder gar gut hält.
Ach so, ihc bin also der Kranke, wenn irgendwelche Asis losziehen und mit Gewalt Schaufenster einschlagen um, aeh, die Fruechte des "Kapitalismus" in ihre vom britischen Steuerzahler finanzierten Wohnungen zu schleppen. Asis.

Ich kann auch dieses ganze "Gleichheits"gefasel nicht mehr hoeren. Ueberall im Westen gibt es Chancen und Chancengleichheit wie noch nie in der Geschichte (auch das u.a. eine Folge dessen, was Sie als "Kapitalismus" denunzieren wollen). Und fuer viele ist das offenbar immer noch nicht genug.

Ich verrate Ihnen was: die monetaere "Gleichheit" in einigen anderen Staaten ist auf eine Gleichheit im sozialen Verhalten zurueckzufuehren und nicht auf politische Umverteilungsmassnahmen. In Daenemark usw hat man einfach weniger "Asis" - sprich weniger Leute, die sich den einfachsten gesellschaftlichen und sozialen Normen entziehen. Sozialismus hingegen foerdert Faulheit, Dummheit und Kriminalitaet. Je mehr Sozialprogramme und Umverteilungsgeschiss es gibt, umso mehr hat man solche Probleme. Sie verwechseln Ursache und Wirkung.

Es ist an der Zeit zu erkennen, dass wir uns dieses ganze Gedoens nicht mehr leisten koennen. Wir als Industrienationen sind naemlich deshalb so hoch verschuldet, weil wir solche Asis die ganze Zeit mit durchziehen ohne irgendetwas zurueckzubekommen. Dazu muss man sich einfach mal nur die tatsaechlichen Zahlen ueberall so angucken. Von wegen, die "Bankster" haetten die "Finanzkrise" verursacht - oder Amerika habe nun ueber 100% GDP Schulden, wegen GWBs Kriegen. Alles Quatsch. Das Geld versickert in weiten Teilen in Sozialprogrammen. Und am untersten Ende dieser Skala sieht man in England derzeit, wie dankbar die Leute dafuer sind.

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