Forum: Wirtschaft
Krim-Krise: Der Schaden ist da - auch ohne Sanktionen

Das Kapital flieht aus Russland, das Land steht vor einer tiefen Wirtschaftskrise. Das wiederum könnte genau der Schock sein, der die Euro-Zone in die Deflation treibt. Eine Folge, die Putin wahrscheinlich in sein Kalkül mit einbezieht.

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eineweiterestimme 26.03.2014, 16:07
1. Zwei Seiten einer Medaille

Die Milliarden die aus Russland abfließen müssen aber woanders hin gehen und investiert werden. Das könnte wieder eine Chance für den Westen sein. Mal sehen wie es wirklich kommt?

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hpesch 26.03.2014, 16:09
2. Ist hausgemacht

Die kommende Rezension war schon vor einem Jahr voraussehbar. Der Grund ist die Stagnation in der russischen Entwicklung, von Schulbildung bis zum Demokratie-Defizit. Das hat mit der Krim überhaupt nichts zu tun. Russland befindet sich auf absteigendem Ast. Schon voriges Jahr wurde in Finnland ein Rückgang bei russischen Touristen verzeichnet, die in Billigländer ausweichen. Die Rezession traf ja auch Brasilien und Indien sowie Türkei.

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betawolf 26.03.2014, 16:10
3. beide Seiten verlieren

deshalb sollten alle miteinander reden, Diplomatie ist das Wichtigste. Die Probleme in der Ukraine werden so schnell nicht gelöst, das ist so einigen schon klar geworden.

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vebughy 26.03.2014, 16:11
4. Deflationsgespenst

Ist reinste Panikmache, wie der Klimawandel. Welch Hyperdeinflation gab es denn außer vielleicht in Japan und das resultierte in einer 5,5% Arbeitslosenquote. Was will Putin bitte in seine Kalkulation einbeziehen? Der versteht eh nix von Wirtschaft. Alles nur wildeste Spekulationen, fast schon Verschörungstheorie.

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Ossi Ostborn2.0 26.03.2014, 16:18
5. optional

Zitat von sysop
Das Kapital flieht aus Russland, das Land steht vor einer tiefen Wirtschaftskrise. Das wiederum könnte genau der Schock sein, der die Euro-Zone in die Deflation treibt. Eine Folge, die Putin wahrscheinlich in sein Kalkül mit einbezieht.
Putins Kalkül? So ein Blödsinn. Der Handel mit Russland ist seit letztem Jahr schon rückläufig was Deutschland betrifft (Quelle:Statistisches Bundesamt).

Putin hat nur die Innenpolitik bei dieser Aktion im Auge, weiter denkt er nicht, interessiert ihn auch (zu recht) nicht.

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argonaut-10 26.03.2014, 16:19
6. Frage ist

ob Putin überaupt so weit denkt. In seinem Land hat sich seit dem Zusammenbruch des Kommunismus nicht viel getan. Bis heute sind die Menschen in diesem Land ohne Demokratie. Die Politik des Westens ist immer von einem gleichberechtigten Partner ausgegangen. Das war ein Fehler. Putin ist Zar und Parteivorsitzender in einem und da der Westen durch seine Handlungen Moskau an den Rand gedrängt hat, muss er irgendwann mal handeln, denn auch Zaren können zu Tode kommen. Dieser Artikel greift zudem nur scheinbar tief und zeigt die angebliche Verknüpfung ökonomischer Folgen nur am Rande auf. Ich vermisse beim Spiegel immer mehr wirklich gute Analysen.

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Raúl gonzales 26.03.2014, 16:27
7.

Mal ein selbstgeschriebener Artikel, wahnsinn.

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les2005 26.03.2014, 16:28
8.

In einer global eng vernetzten Wirtschaft, wie wir sie heute haben, leiden unausweichlich beide Seiten unter Sanktionen. Oder grundsätzlicher betrachtet, da Sanktionen grundsätzlich immer an einem Berührungspunkt der beiden Gegner ansetzen, werden sie sich auch grundsätzlich immer auf beide Seiten auswirken. Und vermutlich zum beiderseitigen Nachteil.

Insofern ist die Globalisierung der Wirtschaft vermutlich eine der besten friedenssichernden Maßnahmen, die je getroffen worden sind - je stärker man vernetzt ist, desto mehr haben alle Seiten bei Wirtschafts- oder echten Kriegen zu verlieren.

Daß Putin aber daruf spekuliert, Sanktionen auszulösen, die wiederum eine Deflation im Euro-Raum auslösen, halte ich für arg weit hergeholt. Er hat schlicht das gemacht, was in seinem strategischen Interesse ist und korrekt darauf spekuliert, daß es im wesentlichen bei etwas diplomatischer Empörung bleiben wird.

Wir sollten alle dankbar sein, daß uns ein unreflektierter schneller Anschluß der kompletten Ukraine an EU oder gar Nato erspart geblieben ist - das hätte wohl zu Konflikten ganz anderer Größenordnung geführt.

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divStar 26.03.2014, 16:29
9. Schon wieder Deflationsblödsinn..

Ich würde gerne etwas von diesem Deflationsgeist abhaben! Ich kann mir seit Jahren für dasselbe Geld weniger leisten weil alles TEURER! wird - nicht billiger. Wenn also ein paar Investoren Probleme bekommen, soll es mir Recht sein. Bis aber eine Deflation auch beim Volk ankommt, wird es noch ein sehr langer Weg sein. Ich bin also gespannt wann ich mir endlich mehr leisten können werde - man sehe wie man bei Arztleistungen und Medikamenten immer mehr selbst bezahlen muss, die Mietpreise steigen, sonstige Gebühren und Steuern steigen... da frage ich mich, ob diese Art von "Ängsten" überhaupt wenigstens ansatzweise gerechtfertigt sind. Derzeit ist dies ganz klar zu verneinen.

Und wenn Russland von den Sanktionen (oder dem Kapitalabfluss) getroffen wird, kann es dem Westen nur in die Karten spielen.

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