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Kriminalität im Gesundheitswesen: Wie Krankenkassen beim Betrug in der Pflege zusehen
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Systematisch nehmen Betrüger das deutsche Pflegesystem aus - zu Lasten der Beitragszahler. Ein interner Bericht aus dem Gesundheitswesen zeigt nun, dass viele Krankenversicherungen die Abzocke einfach geschehen lassen.

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dirkcoe 16.10.2018, 09:35
1. Ein schwieriges Thema

und klarer Betrug. Ich Frage mich jedoch, wie man das in der Praxis verhindern kann? Wie kann eine wirkungsvolle Kontrolle denn Erfolgen? Bei jeder Art von Selbstaufschreibung von erbrachten Leistungen ist die Gefahr von Betrug gegeben. Bei der schieren Anzahl der in der Pflege tätigen Unternehmen ist eine echte Kontrolle kaum machbar.

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wahe 16.10.2018, 09:39
2. Warum

denn mühselig kriminelle Machenschaften aufdecken, wenn das fehlende Geld von den Versicherten mühelos, sogar mit Hilfe der Politik geholt werden kann!!

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MeineMeinung75 16.10.2018, 09:40
3. Patienten einbeziehen

Ich bin der festen Überzeugung, dass sich wesentlich mehr Betrug gegenüber den Krankenkassen aufdecken lassen würde, wenn der Patient wüsste, welche Leistungen abgerechnet werden.
Ich war jahrelang Privatpatientin und habe immer wieder Rechnungen moniert, weil Posten aufrauchten für die es keine Gegenleistung gab. Jetzt als Kassenpatientin habe ich keinerlei Einblick mehr und ich habe kein gutes Gefühl...

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schmic79 16.10.2018, 09:41
4. Kräfte bündeln!

Vielleicht sind einige Kassen auch mit der Betrugsbekämpfung überfordert: zu wenig Personal... zu wenig Erfahrung. Wenn man für den Erhalt des GKV Systems wäre, dann wäre eigentlich ein Schritt schon längst überfällig: Alle gesetzlichen Kassen miteinander fusionieren. Die Leistungen sollten eh weitestgehend gleich sein. Man spart Geld für überflüssige Vorstände und Proporzbauten. Man kann statt dessen mehr Geld für operatives Personal ausgeben: Sachbearbeiter, welche solche Betrugsfälle aufdecken. Oder Informatiker, die mit modernen Big Data und KI Methoden vielleicht unterstützende Software fuer die Betrugserkennung erstellen koennen....

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zensurgegner2017 16.10.2018, 09:43
5.

Analogistan Deutschland
Bei Datennnutzung und Verarbeitung sind wir Entwicklungsland
Bei Bundeslandübergreifenden Zusammenarbeit sind wir digitales Neandertal

Es wäre so simpel den Betrug zu unterbinden, mit Datenbanken, die Bestitzer, Mitarbeiter Wohnsitze und Betriebsmeldeadressen Bundesweit erfasst würde man umfirmierungen schnell erkennen, könnte gzielt kontrollieren.
Aber das würde ja bedeuten, dass die Politik Gesetze ERLASSEN und BESCHLIEßEN müsste, das ist ARBEIT.
Kein Honigtopfschlecken
Und man bräuchte auch Politiker, die nicht mit Rechenschieber , Abakus und Karteikarten aufgewachsen sind, sondern die wissen, was Digital bedeuten kann.
Es ist echt bedauerlich, dass Untätigkeit nicht bestraft werden kann

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spon_5112961 16.10.2018, 09:44
6. es. ist klar wer den Schaden

hat. Somit ist auch klar wer letztendlich die Zeche zahlt. Wenn der Pflegebedürftige ruiniert ist, werden dessen Partner und die Kinder ruiniert. Dann geht die Versicherung rauf und dann zahlt der Steuerzahler. Eine existenzsichernde Pflege will sich dieses angeblich reiche Land ebensowenig leisten wie eine würdesichernde Rente.

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hektor2 16.10.2018, 09:47
7. Komplex

Das deutsche Pflegesystem ist viel zu kompliziert, als das es kontrolliert werden könnte.

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seit1973 16.10.2018, 09:48
8. Kann aus eigener Erfahrung nur bestätigen,...

...was hier beschrieben wird. Habe durch Zufall Kopien von Leistungsabrechnungen des Pflegedienstes eines mittlerweile verstorbenen Angehörigen entdeckt und war erschüttert. So wurden z.B. 60 x Baden pro Monat abgerechnet, und dabei hatte sich ein Familienmitglied während der gesamten Zeit der Pflegebedürftigkeit um diese Person gekümmert. Gebadet durch den Pflegedienst wurde nicht ein einziges Mal. Hierdurch wrden berogen: Die Kasse (also wir Beitragszahler), die Pflegebedürftige und die Angehörigen. Es ist ein Irrsinn, daß die involvierten Institutionen nicht in der Lage sind, diesen organisierten Betrug abzustellen.

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zensurgegner2017 16.10.2018, 09:48
9.

Zitat von dirkcoe
und klarer Betrug. Ich Frage mich jedoch, wie man das in der Praxis verhindern kann? Wie kann eine wirkungsvolle Kontrolle denn Erfolgen? Bei jeder Art von Selbstaufschreibung von erbrachten Leistungen ist die Gefahr von Betrug gegeben. Bei der schieren Anzahl der in der Pflege tätigen Unternehmen ist eine echte Kontrolle kaum machbar.
Datenbank, die
-Besitzer
-Antragssteller
-Geschäftsführer
incl melde und Firmensitzadressen erfasst

Dazu noch Mitarbeiter, Wohnort und Ausbildungsgrad
Dann ist eine Pleite und Neugründung erschwert
Ummelden erschwert
Spätetes der dritte Pleitegang bedeutet Focus
Mitarbeiterausbildungsgradbeschiss wird minimiert
All das könnte vollautomatisch geschehen, braucht nur die Einpflege der Daten
Den Rest macht das System
Dazu kommen dann selbstverständlich noch die Abrechnungskontrollen, die man aber dann gezielter dort fokussieren kann, wo laut obiger Liste Auffälligkeiten sind

All das ist woanders längst Standard, ist technisch NULL herausvorderung, aber bei unserer digitalen Neandertalführung unterhalten sich diese noch per Fax und Briefpost

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