Forum: Wirtschaft
Krise der Demokratie: Mehr Eliten für Deutschland, bitte
DPA

Es hat etwas Groteskes, auf Deutschlands Eliten zu schimpfen. Wäre ja schön, wenn wir wirklich welche hätten! Das könnte uns gegen die eine oder andere Krise schützen.

Seite 2 von 25
marioschlimpen 25.11.2016, 14:59
10. Drogen genommen? Geht's noch?

Wieviel bekommen Sie für den Artikel?
Warum sollte denn ein Minister nicht zurücktreten müssen, wenn eine Kassiererin mit 30-jähriger Berufserfahrung wegen 1,30 Euro entlassen wird?
Ich bin stolz auf unser GG, besonders auf Art. 3 (Gleichheit vor dem Gesetz)

Beitrag melden
whitewisent 25.11.2016, 15:00
11.

Vieleicht liegt das Problem darin, daß die vermeintliche Elite Deutschlands in den letzten 50 Jahren alle Kraft dafür aufgebracht hat, die Elitenbildung abzuschaffen, daß nun einfach niemand mehr weiß, wie man sich als Elite zu verhalten hat. Saufende Bischöfin, drogenabhäniger Politiker, erschwindelte Doktoren - das sind eben nicht die Ausnahmen, sondern so haben sich die vermeintlichen cleveren Normalos Es für die Elite wieder eine Ehre sein, der Demokratie zu dienen, und nicht, diese sich als Einbahnstraße für Eigeninteressen zu nutze zu machen.Simples Beispiel - alle Medizinstudenten arbeiten nach ihrem staatsfinanzierten Studium eine gewissen Zeit für den Staat, der sie braucht, um die Aufgaben als Demokratie zu erfüllen. Nicht gratis, sondern einfach als Arzt und nicht als Pharmareferent. Genauso müssen Richter sich wieder als solche verhalten, und nicht als besser bezahlte Beamte. Dann bekommen wir auch wieder die Elite aus Auslese der Besten, und nicht als Querschnitt des Normalen.

Beitrag melden
hinschauen 25.11.2016, 15:00
12.

Es geht nicht um Eliten, sondern um vermeintliche Eliten.

Beitrag melden
trick66 25.11.2016, 15:00
13. Elite

"Wer Zeitung liest und Fakten kennt, gehört schon zum Establishment." So lautet das Mantra der neuen Avantgarde, egal ob es AfD-, Trump- oder Brexit-Waehler sind.

Und die wirklich Fähigen sind in Deutschland noch nie in die Politik gegangen, das ist kein neues Phänomen. Unsere Parteiendemokratie führt dazu, dass nur angepasste Vereinsmeier sich auf die Ochsentour begeben. Das gilt natürlich nicht bei Parteineugründungen, aber 10-15 Jahre später ist es bei denen auch soweit.

Beitrag melden
karl-heinz kahnt 25.11.2016, 15:02
14. Elite ist (in Deutschland) das - was OBEN ist

daher das Elite-Bashing. Dass allerdings das, was oben schwimmt, eben NICHT wirklich Elite (im besten Sinne) ist, ist das eigentliche Problem. Doch wie will man das ändern?

Beitrag melden
erik93_de 25.11.2016, 15:04
15. Da war so viel zu Elitenbildung die Rede...

...In den letzten Jahren. Und das die Elite auch finanziell elitär dazustehen habe. Wollte nicht die Deutsche Bank die hohen Boni, um die Elite der Investmentbanker im Job halten zu können?
Na ja, jetzt wo diese abgehobenen Eliten (Dummheit oder Herkunft direkt aus dem Volke stört dabei nicht, die Privilegien sind's was die Elite definiert) den Karren so richtig schön vor die Wand gefahren hat, will sich die "Verantwortungselite" vor der Verantwortung drücken und schickt ihre Qualitätspresseelite vor, um uns vergessen zu machen, wer da Mist gebaut hat.
Der Autor hat natürlich in sofern recht, als daß die Fähigkeiten dieser Elite ein Grund zu großer Bescheidenheit wäre, z.B. statt "In Deutschland geht es allen immer besser" lieber "Ich habe nach den Resten des Sozialstaats leider auch die Europäische Einigung versenkt". Insofern haftet dem Elitebegriff eine gewisse Lächerlichkeit an. Da das aber niemanden daran gehindert hat, als Elite elitäre Privilegien in Anspruch zu nehmen, ändert das an der Sachlage nichts.
Und wenn wir dann schon mal beim Königinnen-Argument wären: Echte Elite ist etwa so unsichtbar wie Friedel Springer oder die Aldi-Brüder. Bedeutet: Wir haben Könige und Königinnen, nur besitzen diese das Privileg, den schöden Unteertanen unbekannt zu sein.

Beitrag melden
eurorentner 25.11.2016, 15:04
16. Der Begriff

"Elite" hat sich die lt. Jahre gewandelt, das Bild von der Elite des Kapitals ist inzwischen gebildet, dazu gehören außerdem ihre Wasserträger in Berlin fast ohne Ausnahme. Gegen eine Elite des Geistes und der Wissenschaft ist nichts einzuwenden, ist aber in D weitgehend verschwunden.

Beitrag melden
schoenwetterschreiberling 25.11.2016, 15:05
17. Was ist Elite?

Deshalb, werter Herr Fricke, schrieben wir Bürger, die wir auf der dunklen Seite stehen, "Elite" auch immer mit Gänsefüßchen, da elitäres Handeln in unserer Gesellschaft wenig mit herausragender Kompetenz in den jeweiligen Fachgebieten zu tun hat. Ersetzen Sie in Ihrer Kolumne "Elite" durch "Menschen, die aufgrund ihrer Position Macht ausüben können", dann nähern wir uns des Pudels Kern. Solange sich die "Elite" ideologisch so festgefahren verhält, wird sich der mehr oder weniger große Teil der Bevölkerung, der sich dieser Ideologie nicht unterwerfen will, Gehör auf andere, manchmal auch dreistere Art verschaffen wollen. Repräsentative Demokratie lebt vom Abbild der politischen Gesinnung der Bevölkerung in den sie repräsentierenden Gremien, nicht von medial und politisch propagierten, aufokroyierten Zerrbildern allein seligmachender Einstimmigkeit in allen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens!

Beitrag melden
wvwtyr 25.11.2016, 15:06
18.

Sehr schön. Das dürfte sich dann aber nicht allein auf die eine Person an der Spitze beziehen, sondern müsste auch den zuarbeitenden Beamtenapparat umfassen, der seit Jahren zusammengespart und öffentlich beschimpft wird.

Beitrag melden
horst-peeter 25.11.2016, 15:07
19. So

wie ich die Sache sehe, werden unsere Eliten (kluge Köpfe und Fachkräfte) abwandern, weil sie keine Lust mehr haben auf das, was in Deutschland passiert und finden, woanders lebt es sich einfach besser.

Beitrag melden
Seite 2 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!