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Krise der Demokratie: Mehr Eliten für Deutschland, bitte
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Es hat etwas Groteskes, auf Deutschlands Eliten zu schimpfen. Wäre ja schön, wenn wir wirklich welche hätten! Das könnte uns gegen die eine oder andere Krise schützen.

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matthias111 26.11.2016, 15:17
240. Die

Es ist nun nicht das Problem die "Besten" in irgendetwas zu finden, sondern erst mal zu definieren welche Begabungen denn wirklich gebraucht werden.
Seit der konservativen Restauration ist das Modernste was geboten wird Gutshofmanier 2.0, und das ist viel zu wenig um eine moderne Gesellschaft zu führen.
Das reicht gerade um sie am laufen zu halten, mit Rückschritten hier und Rückschritten da, aber voran wird sie das Land bestimmt nicht bringen.

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errare_humanum_est 26.11.2016, 15:29
241. Der stete Ruf nach Eliten....

Unsere allgemein akzeptierte gesellschaftliche Ordnung ist menschengemacht. Genau wie jede Gesellschaftsform seit der weise Mensch begann sich zu domestizieren. Somit obliegt es auch nur Ihm in endlosem Diskurs diese fiktive Ordnung weiter aufrecht zu erhalten oder zu verändern und gemeinsame Glaubensmythen zu entwickeln. Der Mythos, dass Eliten all das Leid oder zumindest Teile davon richten können ist verbreitet und spiegelt die eigentliche menschliche Unfähigkeit wieder all zu komplexe geistige Konstruktionen der Gesellschaft zu verstehen. So kommt der Ruf nach den Eliten, nach weniger Globalisierung, nach Nationalismus usw. Gleichzeitig wird in diese Eliten, wie auch immer definiert, eine Erwartungshaltung projiziert die sich aus den jeweilig zu eigen gemachten höchst persönlichen Glaubensbekenntnissen speist. Da der Mensch für sich genommen höchst unterschiedlich ist wird auch die Erwartung an Eliten höchst different sein. Also gibt es "Die Eliten" nicht. Sondern nur einen Mythos von übergeordneten Instanzen, in diesem Fall Eliten, welcher sich mehr oder weniger aus den eigenen Sehnsüchten speist. Begleitet mit Enttäuschungen wenn diese aus der eigenen Projektion ausbrechen und eben nicht so handeln wie man es gerne hätte. Das würde man dann z.B. "Politikverdrossenheit" oder einfacher" enttäuschte Erwartungen" nennen. Die Frage in diesem Artikel sollte demnach nicht die Existenz von Eliten in den Vordergrund stellen sondern eher ob wir eine Gesellschaftsform mit hierarchische Einheit benötigen, die uns Orientierung gibt. So wie es in der Menschheitsgeschichte stets der Fall war. Wissend das auch diese Einheiten sich nur auf ihren Erfahrungshorizont mit allen Begrenzungen der menschlichen Existenz berufen können. Und das nur um nicht die Last der komplexen Welt, dem Titanen Atlas gleichend, auf der Schulter tragen zu müssen. Jedoch insgeheim ahnend, dass die selbsternannten Lastenträger diese Last auch mal nach unten Fallen lassen können. Eliten, Herrscher, Vorgesetzte, Experten oder was auch immer der Einzelne darunter verstehen mag wird alleine nicht helfen. Auch wenn wir diese heute oft wählen können. So ist der Ruf danach eher ein Alibi, um sich den kritischen Fragen der selbst geschaffenen Ordnung nicht persönlich aussetzten zu müssen. Weil man es nicht möchte oder es nicht kann. Und so schimpft es sich weiter munter und gelassen von allen Seiten auf "die da oben".

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Wiedereinaussteiger 26.11.2016, 16:11
242. Ja, gern mehr ...

... Eliten, die wirklich Eliten sind. Menschen, die nicht nur sehr gut sind in Lösungsfindung und -Umsetzung. Sondern denen auch - kein einziges Mal erwähnt im Artikel - Ethos und Moral zu eigen sind. Menschen, die nicht - wie die jetzigen selbsternannten Eliten - zuallererst ans eigene Portemonnaie denken. Sondern ihren Beruf als Unternehmer, Beamte, Politiker weitenteils selbstlos ausüben. Nicht in Armut, aber eben auch nicht in dieser überaus hässlichen Attitüde, sich zuallererst selbst die Taschen voll und immer noch voller zu machen. Diese entsetzliche Gier der Banker, der Vorstände von Aktiengesellschaften. Der hohen Politiker, der Merz und Koch und Schröder und Fischer und vieler weiterer, denen es nicht schnell genug gehen kann, aus einem hohen Amt an die höchst bezahlten Fleischtöpfe des Lobbyismus zu drängeln.

Eliten? Sowelche? Gewiss nicht. ...

Ethos und Moral, Ideen und Tatkraft kennzeichnen die wirkliche Elite. Menschen, die sich dem Rattenrennen des Materialismus, dieser Schreihälsigkeit und Gier des "immer mehr , mehr mehr für MICH, ICH ICH ICH" verschlossen haben. Die nicht darben sollen, die aber auch nicht den Zweck ihres Daseins im egoistischen Weiterbaggern um noch mehr Millionen und Milliarden sehen, wenn sie schon wohlhabend sind.

Schade, dass bei einer Diskussion, bei einem Artikel über Eliten die Worte "Ethos" und "Moral" nicht vorkamen. Das aber wird sich zu ändern haben. Denn Eliten, die amoralisch sind und handeln, werden vesenkt. Siehe Anshu Jain, siehe Hillary Clinton.

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Qual 26.11.2016, 16:25
243. diese Eliten

Ich halte "Eliten" für nahezu das wirklich einzige Problem der Menschheit. Ohne diese Eliten würde es vermutlich nicht einmal Hunger geben. Insbesondere durch Medien ernannte Eliten, wozu sie sich oft auch noch selber zählen, Stichwort Leitmedien, sind Irre, die einfach mal weggesperrt gehören. Diese Eliten sind doch in erster Line jene die sich dem Geld anbiedern. Und genau da liegt das einzige wirkliche Problem der Menschheit. Die Gier nach Geld, die im Westen nicht nur salonfähig, sondern Lebensziel ist.
Um das nicht zu weit aus zu führen, nur einige Stichpunkte zum selber Denken: Umweltverschmutzung, Armut, Ausbeutung...
"Gutmenschen" würden hier in ihrer Eitelkeit natürlich Kriminalität, und die Macht des Verbrauchers anführen. Kriminalität besteht aus Leuten die sich für Elite halten und dass die Vorbild-Eliten der Medien eben nahezu alle schwer kriminell sind, schafft erst viel Kriminalität, da sie das Bild schüren, Kriminalität lohnt sich, und wie wir sehen, haben sie recht.
Der Verbraucher hat keinerlei Macht. Er kann nicht entscheiden was er kauft. Das lehrt die Ökonomie. Man wäre auch ein Idiot teuer zu kaufen. Die Verantwortung liegt in den Eliten, besonders Politikern, die den Verbraucher eh mit Gesetzen überschüttet haben, es ist ihre Aufgabe und wäre so ein Leichtes, die Dinge durch Gesetze zu regeln. Warum tun sie das nicht? Weil sie kein Interesse am Verbraucher oder Menschheit haben, sondern einzig an ihren Pfründen und Pyramiden.

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farbkasten 26.11.2016, 16:36
244. jakk-hammer

Dass das Gymnasium eine Eliteschule sei, kann nicht Ihr Ernst sein?!? Vllt (und hoffentlich! wir brauchen nicht nur Abiturienten/ Professoren oä) wechseln nicht alle Schüler nach der Grundschulzeit aufs Gymnasium (Statistiken sagen oft nichts über die Gründe - Entscheidung der Eltern?! - an fehlenden Empfehlungen kann es kaum liegen!), aber 1.) gibt es in D einen hervorragenden 2. Bildungsweg für "Spätzünder", das Bildungssystem ist hier gerade nach oben hinaus auch extrem "durchlässig" und 2.) gibt es über Bafög-Unterstützung/ fehlende Studiengebühren auch für weniger Betuchte hervorragende Bildungsmöglichkeiten, ist 3.) auch das duale Ausbildungssystem eines der besten der Welt (nur leider wollen ja immer weniger das goldene Handwerk uä erlernen sondern lieber zur "studierten Elite" gehören) und können 4.) auch Nicht-Abiturienten durch Sonderregelungen bei besonderer Begabung zum Studium zugelassen werden. Verstehe nicht, wer unter all diesen Bedingungen auf das Gymnasium schimpfen muss!

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habu 26.11.2016, 16:38
245. Eliten? Da hat er was übersehen, der Kommentator

Das Eliten-Bashing meint natürlich nicht Eliten im objektiven Sinn - solche sind bei uns dünn gesäht. Gemeint sind selbstverständlich die selbsternannten Eliten - und davon haben wir reichlich. Ich fürchte, auch unser Kommentator gehört dazu.

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invictus 26.11.2016, 16:41
246. Elite ist ein Widerspruch in sich

Elite ist ein Widerspruch in sich:
Elitäres Denken ist ausgrenzendes und sich selbst überhöhendes Denken. Damit ist elitäres Denken faschistoides Denken, ein Denken dass wider dem Humanismus läuft, nur vergangene, sich als schlecht erwiesene Antworten besitzt auf die Zukunft - und damit alles andere ist, als elitär. Deswegen sieht sich Trump zurecht als Teil der Elite, die er kritisiert. Weil er zu ihr gehört und weil Widersprüche und Dummheiten normal sind für Eliten. Ebenso, wie die außergewöhnliche Begabung völlig unfähig zur Selbstreflektion und Selbstkritik zu sein. Und davon wollen wir mehr haben? Wir schwimmen bereits in solchen Eliten.

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Schen 26.11.2016, 17:12
247. Schon der Wort...

ist erniedrigend, es stellt nämlich manche Menschen als die besseren Menschen dar und wir sind verdammt nochmal alle gleich viel Wert egal ob wir Böden Wochen oder ein Unternehmen leiten, denn wir können alle nicht überleben wenn es die Bodenwischer nicht merkt gibt! also mal liebe etwas mehr Demut vor ehrlicher Arbeit!

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reifenexperte 26.11.2016, 17:20
248. Zur Elite gehört,

wer so dumm und überheblich ist, daran zu glauben.
Diejenigen, die in ihren Gebieten wirklich zu den Eliten zählen, sind sich dessen meist nicht bewusst.

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