Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

Seite 11 von 35
maf 07.06.2019, 13:34
100.

Zitat von tommy.huber
Nach der französischen Revolution wurde die Trennung von Kirche und Staat im unterschiedlichsten Ausmass praktiziert, und man darf wohl sagen, dass diese Trennung für alle (außer vielleicht für die Kirche) von Vorteil war. Heute brauchen wir dasselbe: der Einfluss der Wirtschaft auf die Politik muss unterbunden werden. Die Wirtschaft soll die ihr gebührende Rolle innerhalb eines politischen Konstrukts übernehmen: die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern. Nichts anderes. Was wir also brauchen, ist eine Trennung von Wirtschaft und Staat. Erst wenn der Einfluss der Wirtschaft auf politische Entscheidungsträger unterbunden wird, können sich die verantwortlichen Politiker wieder dem zuwenden, wofür sie gewählt wurden: Dem Wohl des Volkes.
Sie sehen imemr nur die negativen Einfluss der Wirtschaft.
Ich nehme an, die wollen den EInfluss der Gewerkschaften nicht begrenzen; dies wäre auch daher schwierig, da viele gewerkschaftlich engagierte Leute auch in verschiedenen Parteien sind.
Die Kompetzenz von Firmen (Rechtsberatung??) - ist dies noch statthaft. Kann ich als Firma noch meinen Bundestagsabgeordneten ansprechen, um ihm zu erklären, dass die Straße ausgebaut werden sollte?
Es darf keine Bestechung erfolgen und die Abgeordneten sollten Ihrer Überzeugung und einem Plan folgen und nicht ständig nur Versprechungen machen oder Geschenke machen (Rente vor Wahlen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
checkitoutple 07.06.2019, 13:36
101. Am Leiseungsprinzip kann man festhalten aber

Wer sagt das ein halbseidener Bank Chef mehr leistet als eine Altenpflegerin? Das ein Sozialbetreuer weniger Leistet als ein Verkaufsleiter.
Ein Stahlarbeiter weniger als rin Kapitalgeber.
Das Problem ist nicht das Leistung belohnt wird, sondern das man aus heutiger Sicht manchmal nicht mehr nachvollziehen kann warum einzelne für nicht Leistung extrem viel erhalten während andere ohne Leistung extrem gut enttlohnt werden.
Wenn man etwas ändern will sollten man mal datüber Nachd3nken fie Stellschrauben der Verteilung anzupassen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Freier.Buerger 07.06.2019, 13:46
102.

Zitat von totalausfall
Ich denke, dass uns Schwarz-Weiß-Betrachtungen nicht weiter helfen. Der Kapitalismus hat natürlich Wohlstand für alle gebracht. Das ist Fakt. Wir haben alle mehr als vorher, selbst die aus unserer Sicht ausgebeuteten in Bangladesh und was weiß ich noch wo, die zwar für 2 Dollar am Tag arbeiten, damit aber auch 6 7 Leute ernähren und Kinder auf Schulen schicken. Von daher ist die Behauptung, der Kapitalismus wäre grundsätzlich gescheitert oder falsch, nicht ganz richtig. Systemdebatten schießen weit über das Ziel hinaus und bleiben generell ergebnislos! Richtig ist, dass sich eine ungünstige Vermögensverteilung innerhalb der Vermögensgewinne eingestellt hat. Um das zu korrigieren, haben wir alle Mittel in der Hand. - Finanztransaktionssteuer, - höhere Besteuerung auf Kapitalerträge - Vermögenssteuer - Erbschaftssteuer - Austrocknung Steueroasen Da braucht man keinen radikalen Neustart und Kollektiv-Fantasien (wie im Artikel angedeutet und auch vom Kühnert Kevin ventiliert). Jede mit solchen Systemdebatten genutzte Sekunde ist eine verschwendete Sekunde in der Realität, wo es die Probleme zu lösen gilt!
Ich gebe Ihnen in vielen Punkten recht. Allein ich glaube allein über Steuern und Umverteilung werden wir das Problem nicht lösen. Für die unteren wird der ehrabschneidende Allmosenanteil größer und für den oberen Mittelstand das Enteignungsgefühl.
Je größer eine Struktur ist, desto größer ist die Eintrittsbarriere. All unsere Progressionsregeln, beim Steuerrecht, beim Kartellrecht, bei Förderrichtlinien im Mittelstand, bei Freigrenzen... stammen zumindest gedanklich aus einer Zeit vor 50 und mehr Jahren.
Für eine Firma mit 250 Mitarbeitern bestehen die gleichen Regeln wie für einen Firma mit 50.000. Jede Handwerks GmbH zahlt den gleichen Steuersatz wie die Strabag usw. Während es aber in Großkonzernen im Rauschen untergeht hin und da noch einen Compliancemanger, Rechtsaufsicht was-auch-immer einzusetzen ist es dem Mittelstand kaum möglich bei immer neuen Regularien im Spiel zu bleiben.
Der Mittelstand sorgt wiederum mit seinen lokalen Investitionen, lokalem Engagement und lokalem Konsum viel besser für eine Beteiligung aller am Erfolg als irgendein Player aus dem Silicon Valley.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vliege 07.06.2019, 13:47
103. Neid?

Werden die Wohlhabenden etwa nicht mit "Begründungen" wie etwa: Wettbewerbsfähigkeit, Globalisierung etc. seit nun mehr als 20 Jahre immer weiter entlastet, sowie jegliche Kritik oder nur der Gedanke an ein umschwenken in die andere Richtung als Neid betitelt oder wird gar als kommunistisch niedergebrüllt. Dazu gekauftes Framing von pseudowissenschaftlichen Ökonomen und Experten mit dem Märchen vom Trickle Down Effekt o.ä. Der Gini ist statistisch genauso wenig oder nur bedingt aussagekräftig (mehr oder weniger Quantilen zur Berechnung) wie der berühmte "Warenkorb" des Statistischen Bundesamtes. Fakt ist jedoch, das seit Jahren von Mitte/ Unten nach oben verteilt wird bzw. Oben zu Lasten der anderen entlastet wird. Das hat ganze hat System: https://m.youtube.com/watch?v=vzUNwWpk6CE

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kalim.karemi 07.06.2019, 13:47
104. "Die Wahrheit ist"

sehr schöen Formulierung, SPON und Hr. Fricke maßen sich also an die Wahrheit zu kennen? Ich lach mich schlapp!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frankcrx 07.06.2019, 13:51
105.

Zitat von kai59
In dem ich jeden Deutschen zur Versteuerung seines Einkommens in Deutschland heranziehe, egal wo er lebt.
Machen sie sich nicht lächerlich. Ich habe in Italien gelebt und dort gearbeitet. Folglich habe ich auch dort meine Steuern bezahlen müssen. Was glauben sie was passiert wenn alle aus dem Ausland stammenden Arbeitnehmer in Deutschland plötzlich ihre Steuern im jeweiligen Herkunftsland bezahlen sollen. Erst nachdenken bevor man Blödsinn schreibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
echtermünchner 07.06.2019, 13:52
106. Menschen-und Buergerrechte

Erklärung der Menschen-und Buergerrechte:

Artikel 1: ?Gesellschaftliche Unterschiede dürfen nur im Allgemeinen Nutzen begründet sein"

Wie die Zeit in den letzten 230 Jahren verflogen ist.



Frankreich, den 26.08.1789

Beitrag melden Antworten / Zitieren
labellen 07.06.2019, 13:58
107. DEN großen Gegen-Entwurf zur

Wirtschaftspolitik wird es in den kommenden Jahren sicher nicht geben.
Als naheliegender Schritt wäre eine vernünftige Besteuerung internationaler Großkonzerne angesagt, das eröffnete schon mal finanziellen Spielraum für weitere Maßnahmen......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Schmidt -fsb 07.06.2019, 13:58
108. Was ist den "Normal" bei ihnen??

Zitat von Acer99
Diese "Debatte" wird auch in diesem Artikel nicht von wirtschaftlicher Vernunft geleitet, sondern von Neid und Ideologie. Letztlich läuft die Ideologie nur auf eine Umverteilung zu Gunsten des Staates hinaus, der dann "Geschenke" verteilt wie früher Landesfürsten in den Monarchien. Den wirklich "Superreichen" ist es völlig Wumpe, was wir hier in D veranstalten, sie gehen dorthin, wo sie und ihr Geld willkommen sind. Der "Normal" stellt fest, dass von einer Gehaltserhöhung, die beim Arbeitgeber zB zu Mehrkosten in Höhe von 1000€ führt, bei ihm unterm Strich vielleicht noch 250€ ankommen. Geht es nach den "Linken", soll es wohl auf 2,50 € hinauslaufen, ggf gibt's nen paar Essensmarken dazu
Also ich verdiene 100k und bei mir bleiben weit mehr als 500 von eine 1000€ Gehaltserhöhung übrig....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigroyaleddi 07.06.2019, 13:59
109. ... und vor allem fehlt

der Wille und das Nachdenken über eine nicht nur veränderte Wirtschaftsform. Sondern generell über unser Konsumverhalten. Sien wir doch mal ehrlich, Jahrzehntelang wird vom Konsum und dessen Marktregelung geschwafelt. Und wo stehen wir heute? Vor einem Scherbenhaufen unserer "Kultur" welche nichts anderes hervorbringt, als eine globale Umweltzerstörung.

Wenn man diese mehr als nötige Lebensänderung mit einer gewissen Umverteilung kompensieren könnte, wäre das der Goldene Weg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 35