Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

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totalausfall 07.06.2019, 14:54
150. Falsch.

Zitat von braingutt
Ich gebe ihnen in allen Punkten recht. Ausnahme ist die Vermögenssteuer. Das Vermögen bildet sich aus bereits versteuerten Einnahmen. Diese gilt es angemessen zu versteuern und dann nicht ein zweites Mal zuzulangen, wenn jemand erfolgreich Vermögen aufgebaut hat. Nicht ohne Grund gibt es hier massive Bedenken seitens des Verfassungsgerichts.
Stimmt nicht.

Die Bedenken des Verfassungsgerichts haben ÜBERHAUPT NICHTS mit

"Das Vermögen bildet sich aus bereits versteuerten Einnahmen. Diese gilt es angemessen zu versteuern und dann nicht ein zweites Mal zuzulangen"

zu tun. Ganz im Gegenteil sogar.

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transsib_reisen 07.06.2019, 14:56
151. SPON you've made my day

Da graust es Herrn Dr. Erhard im Grabe...soziale MarktWIRTSCHAFT heißt eben gerade nicht, plan- und endlos umzuverteilen. Bevor ich was umverteilen kann, muss es von den Leistungsträgern zuerst einmal erwirtschaftet werden!

Dazu gehört zwingend eine Infrastruktur, die sich mit China usw. messen kann, insbesondere eine Verkehrsinfrastruktur hohen Niveaus. Nur, davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Lieber 300 Milliarden dafür aufwenden, endlich das Gros des LKW-Verkehrs auf die Schiene zu bringen, als es sozial Schwachen und
Arbeitsunwilligen hinterherzuwerfen.

Lieber weitere 200 Milliarden dafür ausgeben, endlich Personennah- und Fernverkehr auf schweizer Niveau zu bringen als total systemwidrige Geschenke wie Mütterrente zu finanzieren.

Das Geld dafür ist da, fertige Pläne auch.

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nobody_incognito 07.06.2019, 14:58
152.

Zitat von DerBlicker
Bei uns hat jeder zu essen und eine Wohnung, also gibt es keine Armut. Relative Armut ist Ideologie pur.
Es gibt die Vogelscheuchen in Gestalt von Obdachlosigkeit und die Frage ob Alkoholismus die Ursache davon ist oder Überforderung Ursache von Alkoholismus. Das Problem der Dummheit und Unvernunft anderer ist ja auch nicht lösbar, also kann man nur schauen wie man sich selbst davon abgrenzt und abwarten bis der Spuk sich von alleine erledigt^^.

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syracusa 07.06.2019, 14:58
153.

Zitat von Freier.Buerger
Ich gebe Ihnen in vielen Punkten recht. Allein ich glaube allein über Steuern und Umverteilung werden wir das Problem nicht lösen. Für die unteren wird der ehrabschneidende Allmosenanteil größer und für den oberen Mittelstand das Enteignungsgefühl.
Ja. Das größte bund wirklich demokratiegefährdende Problem bei uns ist, dass die Reichen den größten Teil der Steuern leisten, und dass die Regierungspolitik die Position der Reichen also schützen muss. Wir schlittern mit unserer Wirtschafts- und Finanzpolitik unweigerlich Richtung Plutokratie.

Wir müssen das Einkommensgefüge im Land so gestalten, dass jemand mit Medianeinkommen so viel verdient, dass er so viel Steuern bezahlen kann, wie er selbst vom Staat in Form von Sozialleistungen, Bildung, Sicherheit usw. erhält.

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neurobi 07.06.2019, 14:59
154.

Zitat von joomee
Also in den letzten 20 Jahren haben vorwiegend die CDU, SPD und die Grüne regiert. Die FDP war nur einmal 4 Jahre als Juniorpartner in der Regierung. Sollte es eine Miesere geben, ist mit Sicherheit nicht die FDP daran schuld. Die wichtigsten Dinge wie H4, Steuerreform, Leiharbeitsgesetze usw. die heute von den Linken kritisiert werden, hat Rot-Grün gemacht. Was soll der Nebenkriegsschauplatz und Aufbauen eines Pseudo-Feindbildes- nur weil Fricke Lindner nicht mag? Wie billig.
Genau das ist doch das Problem. SPD und Grüne haben viele Jahre die Positionen der FDP übernommen und diese damit überflüssig gemacht, also aus dem Bundestag gedrängt.

Während die Grünen allerdings sehr schnell gemerkt haben, was sie mitverbockt und sich nicht damit aus dem Fenster gelegt haben (lieber den Metzger rausgegrauelt), hat die SPD sich jahrelang dafür gefeiert.
Die Quitung sieht letztere heute.

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totalausfall 07.06.2019, 14:59
155. Selbstverständlich...

Zitat von haarer.15
Berechtigt ist eine Systemdebatte sehr wohl. Wohlstand für Alle trifft nicht zu.
Sie haben sogar so viel Wohlstand, dass Sie ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage sind, ihn richtig wahrzunehmen.

Geheizte Räumlichkeiten, Verfügbarkeit von Lebensmitteln, das Versorgungsniveau, Hygiene, Mobilität, Bildung...

Der Sonnenkönig saß in einem unbeheizten Palast und hat in die Ecken geschissen.

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DerBlicker 07.06.2019, 15:00
156. können Sie vergessen

Zitat von Strichnid
Erstens: Doppelbesteuerungsabkommen, die zu unseren Lasten gehen, kündigen. Die USA lassen z. B. einfach den Differenzbetrag zu einem niedrigeren Steuersatz eines woanders Niedergelassenen bei sich selbst abführen, so dass er keine Ersparnis hat. Zweitens: Sämtliche Kapitalanlagemodelle, die nur darauf abzielen, Steuern zu sparen, schlicht verbieten. Die Menschen sind ja nun mal irgendwo als Staatsbürger angemeldet, und müssen sich an die Gesetze halten. Wenn nicht: Interpol, Gefängnis. Aktienbesitz, Anleihen und Tagesgelder sind alles, was eine Wirtschaft wirklich benötigt. Alle Derivate und was-weiß-ich-was Swaps sind volkswirtschaftlich NICHT nützlich. Wer Wetten abschließen will, soll ins Kasino gehen. Drittens: Wer sich per Abgabe der Staatsbürgerschaft zu entziehen versucht, muss eine pauschale Ablöse zahlen, mit der wir uns die Kosten, die für seine Bildung, Gesundheit, die Benutzung der Straßen durch ihn, aber auch durch die von ihm Angestellten entstanden sind, zurück holen.
Wer die deutsche Staatsbürgerschaft nicht mehr will, der verkauft sein Hab und Gut vorher und legt sein Geld im Ausland an, und ist dann einfach weg. Kein Staat der Welt, nicht einmal die USA können jemand daran hindern.

Die letzten, die das auf deutschem Boden versucht haben, waren die Nazis mit ihrer Reichsfluchtsteuer, allein damit ist alles gesagt.

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andneu 07.06.2019, 15:02
157. @Freier.Buerger

Zitat von Freier.Buerger
Es gibt dafür leider keine einfache Lösung. Ist die Erbschaftssteuer hoch, müssten ein Großteil der große mittelständigen Unternehmen vom Erben veräußert werden, um die Steuer zu bezahlen. Aber nur ein anderen Selfmademilionär könnte sich so etwas leisten... Also werden alle Firmen verstaatlicht oder gehen an ausländische Investoren?!
Es gibt doch schon heute riesige Freibeträge. Und gerade wenn Sie eine Firma erben und sich an ein paar kleine Regeln halten, zahlen Sie sogar gar keine:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erbschaftsteuer-bundesrat-billigt-reform-a-1116606.html

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DerBlicker 07.06.2019, 15:03
158. ganz einfach

Zitat von checkitoutple
Wer sagt das ein halbseidener Bank Chef mehr leistet als eine Altenpflegerin? Das ein Sozialbetreuer weniger Leistet als ein Verkaufsleiter.
Seit wann schafft ein Altenpfleger Arbeitsplätze, seit wann schafft ein Sozialbetreuer Arbeitsplätze? Beides sind Berufe, die andere bezahlen müssen und in erster Linie Kosten erzeugen. Wer soll das bezahlen, wenn es keine starke Wirtschaft gibt? Die DDR ist genau daran gescheitert.

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DerBlicker 07.06.2019, 15:06
159. Sie sind ein Witzbold

Zitat von Peter Schmidt -fsb
Also ich verdiene 100k und bei mir bleiben weit mehr als 500 von eine 1000€ Gehaltserhöhung übrig....
Entweder Sie sind kein Single oder Sie vergessen, dass die Sozialbeiträge für Rente und Krankenversicherung bei 75 000 Euro gedeckelt sind. Es ist wirklich ein Skandal, dass einem Single bei unter 75 000 Euro von einer Lohnerhöhung keine 50 % bleiben, da er neben knapp 50 % Steuern auch noch Sozialabgaben auf die Lohnerhöhung zahlen muss.

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