Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

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tommy.huber 07.06.2019, 11:47
10. Ein bewährtes Prinzip

Nach der französischen Revolution wurde die Trennung von Kirche und Staat im unterschiedlichsten Ausmass praktiziert, und man darf wohl sagen, dass diese Trennung für alle (außer vielleicht für die Kirche) von Vorteil war.
Heute brauchen wir dasselbe: der Einfluss der Wirtschaft auf die Politik muss unterbunden werden. Die Wirtschaft soll die ihr gebührende Rolle innerhalb eines politischen Konstrukts übernehmen: die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern. Nichts anderes.

Was wir also brauchen, ist eine Trennung von Wirtschaft und Staat.

Erst wenn der Einfluss der Wirtschaft auf politische Entscheidungsträger unterbunden wird, können sich die verantwortlichen Politiker wieder dem zuwenden, wofür sie gewählt wurden: Dem Wohl des Volkes.

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wgiessler 07.06.2019, 11:48
11. Danke, Herr Fricke!

Wenn es mehr solche kluge Kolumnisten gäbe und wenn die klugen Kolumnen von mehr Politikern gelesen würden, könnte es tatsächlich besser werden "in diesem unseren Lande"...

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Mondlandungsskeptiker 07.06.2019, 11:48
12. Jawoll, mehr Bürokatie wagen!

Dann wird alles besser. Mehr umverteilen, denn Herr Fricke und die SPD-Reste wissen, was für "die Gesellschaft" gut ist. Und wenn das Umverteilen nicht mehr reicht machen wir eben wieder mehr Schulden. Dann ist Deutschland bald in einer ebenso glücklichen Situation wie z.B. Griechenland. Ach, da gibt es noch mehr Ungleichheit? Warum wohl? Zu wenig Umverteilung und zu wenig Staatsschulden nehme ich an...

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einerkeiner 07.06.2019, 11:49
13. Steuerquote

Wo sind sie denn, die niedrigen Steuern? Die Steuerquote geht in Deutschland seit Jahren nur nach oben, und ist fast auf Rekordniveau. Ich gebe schon die Hälfte von meinem Einkommen ab, auch bei den paar Aktien die ich mir zugelegt habe. Sollen es 80% werden? Die ganze Analyse ist Mal wieder Fricke-typisch für den Eimer. Die SPD hat Probleme weil sie die Interessen ihrer Stammwähler ignoriert. Wer wissen will wie sie da raus kommen kann, muss nur nach Dänemark schauen.

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siryanow 07.06.2019, 11:49
14. Wagen wir mehr Willy Brandt

Stellen wir uns vor:
wir leben in einer Welt in der die existenziellen Grundbeduerfnisse befriedigt sind : essen und trinken, ein Dach ueber dem Kopf und die Teilnahme am sozialen Miteinander. Waere es wirklich soo furchtbar sich nicht mehr von Technik und Technologie benebeln zu lassen und bei jedem Konsum-Mist eine 1000fache Auswahl zu haben, und diejenigen Machtgeilen die uns knechten wollen zum Teufel zu jagen. Ich bin ueberzeugt, dass viele sich solch eine Welt wuenschen. Wenn es gelingt dieses unseren Kindern vorzuleben, sehe ich eine gute Zukunft.

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gldek 07.06.2019, 11:51
15. Mehr Umverteilung bedeutet mehr Umweltzerstörung

Leider eine bittere Wahrheit: Durch mehr Umverteilung wird auch die Zerstörungder Umwelt beschleunigt. Mehr Wohlstand bedeutet mehr materielle Güter, mehr Resourcenverbrauch, mehr Abfall, mehr Energieverbrauch. Ein Jeff Bezos mag eine Jacht, einen Privatjet, eine große Villa, einen Ferrari etc. besitzen. Er kann dies alles aber nur einmal zur gleichen Zeit benutzen, isst und trinkt auch nur für eine Person. Würde man 50 Milliarden seine Besitzes verteilen, könnten 5000 Menschen je eine Million bekommen. Sie würden sich davon z.B. ein flächenverbrauchendes EFH bauen, einen SUV kaufen, teuere und energiefressende Fernreisen buchen, sich neue Möbel anschaffen usw.
Wetten, der Umweltschaden dieser 5000 Personen wäre ungleich höher als der von Bezos ?
Das Problem muss anders angegangen werden: Wir müssen die Vermehrungsrate der Menschen endlich drücken, sonst werden alle Bemühungen eingeholt.

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achmetinternet 07.06.2019, 11:51
16. Normalerweise kein Kommentar...

...aber Ungleichverteilung ist das größte Übel. Wir sind alle auf dem gleichen Planeten zu Hause.

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joomee 07.06.2019, 11:52
17. In den letzten 20 Jahren

Also in den letzten 20 Jahren haben vorwiegend die CDU, SPD und die Grüne regiert.

Die FDP war nur einmal 4 Jahre als Juniorpartner in der Regierung. Sollte es eine Miesere geben, ist mit Sicherheit nicht die FDP daran schuld. Die wichtigsten Dinge wie H4, Steuerreform, Leiharbeitsgesetze usw. die heute von den Linken kritisiert werden, hat Rot-Grün gemacht.

Was soll der Nebenkriegsschauplatz und Aufbauen eines Pseudo-Feindbildes- nur weil Fricke Lindner nicht mag? Wie billig.

Und zum leidigen Thema Schulden bzw. Sparen (Fricke: "Oder in Italien nach Jahren sinnloser Austerität"):

Italien, Griechenland usw. haben doch Jahrzehnte lang hohe Schulden gemacht, Defizite gefahren und mehr ausgegeben als eingenommen - also quasi den feuchten Traum der Linken gelebt und nach deren Theorie alles richtig gemacht.

Nur wieso sind das dann keine blühenden Landschaften geworden? Italien und Griechenland müssten doch heute besser dastehen als die Schweiz. Tun sie aber leider nicht - ganz im Gegenteil!

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fatmaB 07.06.2019, 11:53
18. Die Rezepte der 70er Jahre für die Probleme von heute...

Ernsthaft? Müssen wir alle Fehler zweimal machen?

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HansPa 07.06.2019, 11:53
19. Wie bitte?

Zitat: -um uns amerikanisch-britisch-italienische Verhältnisse zu ersparen-. Starke Nebelkerze. Bei uns in DE ist die Vermögensungleichheit stärker ausgeprägt als in den oben genannten Ländern. Italien ist beispielsweise bei seiner eigenen Bevölkerung flächendeckend verschuldet. In DE sind es überwiegend Superreiche und Institutionen die die Anleihen horten. In den USA sind viel mehr AN an den Unternehmen beteiligt als in DE. Natürlich wird diese Gegenposition nicht gedruckt, weil es ja primär darum geht, den Michel für dumm zu verkaufen.

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