Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

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spon_8370587 07.06.2019, 19:19
240.

Zitat von nobody_incognito
Nicht die Marktwirtschaft funktioniert nicht, sondern per Definition die Unvernunft. D.h. die Marktwirtschaft funktioniert besser als das totale Chaos, d.h. sie ist das kleinste der derzeitig vorstellbaren Übel. Aber die reale^^ Alternative "scheint" nur eine Utopie bzw. "das Unmögliche" zu sein. ;-)
Coole Aussagen. Erinnert mich irgendwie an Aussagenlogik.
a) Die Marktwirtschaft funktioniert, aber die Unvernunft funktioniert nicht.
b) Über die Funktionalität des totalen Chaos habe ich auch noch nicht nachgedacht. Funktioniert ein Chaos besser, wenn es chaotischer ist oder ist es umgekehrt?
c) Wenn eine Utopie eine reale Alternative "scheint", dann scheint sie mir, keine Utopie zu sein, oder ist es umgekehrt.

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Eronica 07.06.2019, 19:24
241. Wer

Arm ist kann eh nicht so viel konsumieren, der kauft sich auch kein Fernseher für 3000 € und wenn etwas neu hergestellt wird ist das noch lange nicht co2 arm, der Herstellungsprozess muss eingerechnet werden. Mit Sicherheit ist die CO2-Besteuerung derart daß es Arme allein belastet nicht das gerechteste Modell. Es kann nur in Verbindung mit anderen "Drehschrauben" funktionieren. Aber vielleicht muss der Reiche wenn der Arme sich den Weg zur Arbeit nicht leisten kann selbst die unangenehmen Arbeiten erledigen, die sie sonst so gerne delegieren, zum Beispiel die Eltern pflegen, dann erst werden sie wissen was Leistung ist.

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joomee 07.06.2019, 19:26
242. Und als die Grünen die Steuern erhöhen wollten

Zitat von neurobi
Genau das ist doch das Problem. SPD und Grüne haben viele Jahre die Positionen der FDP übernommen und diese damit überflüssig gemacht, also aus dem Bundestag gedrängt. Während die Grünen allerdings sehr schnell gemerkt haben, was sie mitverbockt und sich nicht damit aus dem Fenster gelegt haben (lieber den Metzger rausgegrauelt), hat die SPD sich jahrelang dafür gefeiert. Die Quitung sieht letztere heute.
Und als die Grünen die Steuern erhöhen wollten, hatten sie bei der vorletzten Bundestag gewaltig einen auf den Deckel bekommen. Und bei der letzten Bundestagswahl auch nicht viel erreicht.

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nobody_incognito 07.06.2019, 19:40
243.

Zitat von spon_8370587
Coole Aussagen. Erinnert mich irgendwie an Aussagenlogik. a) Die Marktwirtschaft funktioniert, aber die Unvernunft funktioniert nicht. b) Über die Funktionalität des totalen Chaos habe ich auch noch nicht nachgedacht. Funktioniert ein Chaos besser, wenn es chaotischer ist oder ist es umgekehrt? c) Wenn eine Utopie eine reale Alternative "scheint", dann scheint sie mir, keine Utopie zu sein, oder ist es umgekehrt.
Einigen wir uns auf den Begriff der "Nachhaltigkeit". D.h. diese Marktwirtschaft im Sinne einer "mechanischen" Selbstregulierung kann ohne Moral nicht funktionieren, so wie das vom "Erfinder" Adam Smith schon festgestellt wurde. Dies hat sich auch 1929 bereits bewahrheitet, d.h. diese Amoral funktioniert nunmehr nur als Blase im Fiat-Geld und einer Form des kollektiven Wahnsinns in diesem Fiat-Geld etwas existenziell Überlebenswichtiges zu erblicken.

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ArnoNyhm1984 07.06.2019, 19:45
244. welche "freie Marktwirtschaft" denn bitte?

Spätestens, als die Notenbanken begonnen haben, die Zinsen zu manipulieren und Billionen von Euros, Dollars, Yens und sonst noch was zu drucken, sind wir in staatlicher Planwirtschaft gelandet. Nur eben mit dem Unterschied, dass ein Großteil dieses planwirtschaftlich gelenkten Geldes in die Taschen der Assetbesitzer gegangen ist und der kleine Michel nur die Kreditrisiken dafür aufgebürdet bekommen hat. Ja, das ist empörungswürdig -aber eben kein originär kapitalistisches Problem, sondern ein planwirtschaftliches!

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nobody_incognito 07.06.2019, 19:55
245.

Zitat von ArnoNyhm1984
Ja, das ist empörungswürdig -aber eben kein originär kapitalistisches Problem, sondern ein planwirtschaftliches!
Wie bereits gesagt, die "freie" (von Moral befreite) kapitalistische Marktwirtschaft ist bereits 1929 gescheitert, bzw. hat irgendein "Ziel" erreicht, wo man hätte den Gewinner des Monopolys ausloben und ein neues Spiel starten können. Das war aber nicht im Sinne der Gewinner, d.h. "the show must go on" irgendwie, sei es mit immer gezinkteren Karten bzw. Banknoten, oder nur Ziffern in irgendwelchen Bankcomputern.

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markx01 07.06.2019, 19:59
246. Eher das gegenteil ist der Fall

itat:"Es braucht einen fairen Mindestlohn (>12,50€/Std) und eine Wochenarbeitszeit von 40-45 Stunden."

Man sollte eher Richtung zwanzig Arbeitsstunden bei Lohnausgleich denken. Macht mehr Sinn. ;)

Gruß

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nobody_incognito 07.06.2019, 20:14
247.

Zitat von markx01
itat:"Es braucht einen fairen Mindestlohn (>12,50€/Std) und eine Wochenarbeitszeit von 40-45 Stunden." Man sollte eher Richtung zwanzig Arbeitsstunden bei Lohnausgleich denken. Macht mehr Sinn. ;) Gruß
Man könnte ja eine neue Währung einführen, mit dem Gegenwert einer Arbeitsstunde oder einer Kilowattstunde. Das wär dann ungefähr Kommunismus, allerdings liegt das Wesen dieses "Systems" in seiner freiheitlichen Innovationskraft und entsprechenden Anreizen, d.h. immer produktiver zu sein und andere zu verdrängen. Ist halt so ein Aspekt der selbstneutralisierenden Selbstbedienungs-Dummdreistigkeit durch solche die sich in Ausübung der Wettbewerbsüberwachung selbst bedienen. Also hier herrscht^^ der Irrwitz allenthalben und wenn man es vom Chinesen oder Bangldeschi billiger importieren kann, als über Mindestlohn selbst zu produzieren, müsste man sich schon wahrlich lieb haben um einen Grund zu haben den höheren Preis zu bezahlen. ;-)

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wuxu 07.06.2019, 20:29
248.

Der Autor scheint weder von Volkswirtschaft, noch von Betriebswirtschaft keine Ahnung zu haben.

Die weltweite Konjunktur schwankt schon seit Jahrzehnten wie das weltweite Klima. Nach dem Boom kommt der Abschwung. Nach dem Abschwung kommt der Aufschwung etc. Die Wirtschaftswissenschaft ist zwar nicht so voraussehbar wie die Naturwissenschaften aber davon müsste SPON doch schon einmal gehört haben.

Es gibt zur Zeit kein besseres Wirtschaftssystem als die freie soziale Markwirtschaft. Die DDR, der gesamte Ostblock ist doch krachend gescheitert, obwohl dort die Sozialisten doch alles rlchtig gut machen wollten. Die Menschen fanden das auch so gut, so dass man sie sogar mit Selbstschusszäunen einsperren mussten. Auch davon müsse SPON schon gehört haben. Was soll also das Gefasel von heiligen Märkten?

Wenn Unternehmen sich über die hohen Strompreise beschweren, dann ist das zur Kenntnis zu nehmen. Aber nicht mit Zynismus, da diese Forderung nicht in den deutschen Energiewendepopulismus passt. Wohin wandern Unternehmen denn ab, wenn die Rahmenbedingungen hier nicht passen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist in den letzten Jahren enorm zurückgefallen.

Woher kommt denn der Wohlstand in Deutschland? Von denHarzern, vom Christopher Street Day oder etwa der Spiegel-Redaktion?

Denken Sie doch einmal darüber nach, ohne gleich in sozialistische Schemata zu verfallen

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nobody_incognito 07.06.2019, 20:47
249.

Zitat von wuxu
Woher kommt denn der Wohlstand in Deutschland? Von denHarzern, vom Christopher Street Day oder etwa der Spiegel-Redaktion? Denken Sie doch einmal darüber nach, ohne gleich in sozialistische Schemata zu verfallen
Der Wohlstand kommt eben aus der Innovationskraft. Und woher kommt die Innovationskraft? Wohl aus einem unangenehmen Innovationsdruck. Und was sollte der Sinn von allem sein, bzw. worin das erlösende Ziel liegen? Es kann per Definition nur die "utopische" Vernunft sein, d.h. man müsste sich viel mehr Gedanken darüber machen wie so eine Vernunft aus ganzheitlich synthetischer Sicht zu definieren wäre.

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