Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

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AlTheKingBundy 07.06.2019, 12:04
30. 3 große Übel der "Demokratie"

Von den drei großen Übeln der Demokratie haben sie nur eins ausgeführt, nämlich dass die Politik der Wirtschaft alle Entscheidungen abgetreten hat, bzw. nicht die Interessen der Wähler sondern die der Lobbyisten vertritt.
Das 2. große Übel ist, dass unsere real existierende Demokratie in Form eines Parteiensystems nicht funktioniert. Es sollte eher eine vom Volk ausgehende Direktwahl von Ministerposten geben, wobei sich entsprechende Kandidaten parteienunabhängig und mit einer Vita, die auf ihre ministeriale Fachlichkeit ausgerichtet ist, bewerben. Und, es sollte einen Koordinationsposten geben, der die Ministerien zusammenführt.
Das 3. große Übel ist, dass das Wahlvolk nach der Wahl 4 Jahre mund- und entscheidungstot ist. Volksentscheide müssen möglich sein und die Absetzung von Politikern durch das Volk.

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humble_opinion 07.06.2019, 12:04
31. Unverständliche Besteuerung

Das Allererste, das wohl seit langem fällig wäre, ist eine mindestens gleiche Besteuerung von Arbeitseinkommen (ca. 50%) und Kapitalerträgen (ca. 25%). Diese eigentliche Selbstverständlichkeit wird aber von den zu wirtschaftsnahen Parteien CDSU und FDP ewig blockiert.

Das allein ist natürlich noch kein gesamtheitliches Konzept. Aber würde beim arbeitenden bzw. erwerbstätigen Teil der Bevölkerung ein Gefühl von mehr Fairness und Gerechtigkeit erzeugen und der immer weitereren Fortschreitung der Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken.

Aber schon so eine verständliche Forderung wird von den Gegnern als kommunistisches Teufelszeug und sozialistisches, gescheitertes Experiment verunglimpft.

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gersois 07.06.2019, 12:07
32. Politiker und Marktwirtschaft

Was verstehen denn unsere Politiker von Marktwirtschaft? Die sind bzw. waren doch alle Beamte und sonstige Funktionäre, die nie in der freien Wirtschaft leistungsorientiert, erfolgreich und produktiv gearbeitet haben. das Ergebnis sehen wir heute. Und bloß keine Quereinsteiger, die stören doch nur das traute Miteinander!

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faz-leser 07.06.2019, 12:07
33. Warum gibt es in Deutschland keine Gelbwesten?

Was Herr Fricke sich wünscht, haben die Franzosen schon. Wir haben zum Glück keine französischen Verhältnisse und das ist der Grund, warum es bei uns auch keine Gelbwesten gibt.

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three-horses 07.06.2019, 12:08
34. So der Dank der Untertanen.

Die Lage ist so verfahren, man schafft es nicht, nicht in so eine kurze Zeit. Der Staat ist zu teuer, die Arbeitgeber und auch sonstige Firmen und "Versorger" haben keine Moral. Da müsste man erst alle durch die Hölle ziehen. Besser ist aber die Klima Keule. Viel Arbeit durch die Klima freundliche Infrastruktur. So ihr Grünen, Geld habt ihr nicht, was auch nicht schlimm ist. Macht der Plan, las es diskutieren und wälzt die Kosten auf das Reichtum. Und wenn es gut geht, die Retter kann man dann auch feiern.

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freigeistiger 07.06.2019, 12:08
35. Demokratische Ökonomie

Demokratie ist die soziale Marktwirtschaft mit der Mitbestimmung und dem Betriebsverfassungsgesetz. Wirtschaft ist die Ökonomie eines Volkes, nicht nur von und für Unternehmen. Stadtwerke, Wohnungsbaugenossenschaften, Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Lufthansa sind in öffentlichem, in Gemein-Eigentum. Sie arbeiten marktwirtschaftlich und werfen Gewinne ab. Aus Bildung ist unternehmenskonforme Ausbildung für eine unternehmenskonforme Gesellschaft geworden. Bismarck lässt grüßen. Die Politik muss die Regeln, die Leitplanken, setzten für einen fairen Wettbewerb mit sozialer und umweltverträglicher Ausrichtung. "Soziale Marktwirtschaft ist die breite (faire) Verteilung von Einkommen und Vermögen.", Ludwig Erhard. Soziale Marktwirtschaft ist die Voraussetzung für breite Vermögensbildung und eine demokratische gebildete Bürgergesellschaft. Soziale Marktwirtschaft verringert Sozialleistungen, Wohlfahrt. Wohlfahrt ist nicht sozial. Sozial.ist fair.

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antonida 07.06.2019, 12:08
36. Eigentum verpflichtet!

Stets, wenn "Wirtschaftsführer" und Landeseliten den Hals nicht mehr voll kriegen können und mit Druck (Lobbyismus, Betrug, Bestechung, Drohung und sogar Krieg) ihre Regierung zum "Gefolge" umbauen, wird der Bogen überspannt und es entsteht eine "revolutionäre Situation" (Marx - natürlich!). Mein Rat: wers nicht glaubt, soll ruhig weiter so machen. Der Rest kommt gewiss!

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VPolitologeV 07.06.2019, 12:09
37. Gefühlspolitik.

Aus dem Artikel: "...was es braucht, nach ein paar Jahrzehnten Kontrollverlust und schlecht gemanagter Globalisierung wieder das Gefühl aufkommen zu lassen, dass Politiker wissen, wohin es geht."

Ich möchte nicht das Gefühl haben, dass Politiker wissen, wohin es geht - ich möchte, dass die das ganz real wissen. Oder zumindest eine konkrete Vorstellung haben.

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mantrid 07.06.2019, 12:09
38. Wirtschaft hat den Menschen zu dienen!

Wir brauchen keine Umverteilung, sondern eine faire Verteilung sowohl der Kosten, als auch der Erträge. Da wird viel zu viel auf die Allgmeinheit abgewälzt, egal ob Umwelt oder Soziales. Zu geringe Bezahlung wird am Ende über die Sozialkassen subventioniert. Wo ich Herrn Fricke aber entschieden widerspreche, ist Italien. Die Probleme Italiens rühren nicht aus der Austeritätspolitik her, sondern von einer extrem ineffizienten Verwaltung, gepaart mit Vetternwirtschaft bis hin zur Korruption. Dass die vorwiegend amerkikanischen Datenkraken fast weitestgehend unbesteuert davonkommen ist ein schon viele Jahre andauerndernder Skandal, ähnlich wie Mehrwertsteuer-Karussele und immer noch praktizierte Cum-Ex-Geschäfte. Wenn man hier mal ernsthaft anpacken würde, könnte man wahrscheinlich den Soli ganz abschaffen und die Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung einführen. Wir bauchen kein neues Wirtschaftsmodell, es reicht, wenn das bestehende konsequent durchgesetzt wird.

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echtermünchner 07.06.2019, 12:10
39. Luxemburg

Ein Bekannter von mir ist Luxemburger.Er arbeitet und lebt dort. Also er lacht über die Nettolöhne und die Renten in Deutschland, genauso über die Wohnungssituation in Deutschland. Dort werden ca. 20% vom Bruttolohn abgezogen, bei 4000? Brutto also um die 3200? netto, ein Traum in Deutschland. Zu jeweils 8% (Arbeitgeber, Arbeitnehmer,Staat) werden in den Rentenfonds eingezahlt, so dass man als Rente ca. 80-85% der letzten Nettolöhne erhält. Dort hat so ziemlich jeder ein Eigenheim. Hartz IV beträgt dort ca. 1400?, der Mindestlohn liegt bei 1650? netto. Unterm Strich, nach allen Ausgaben hat man in Luxemburg mehr zum leben und sparen als in Deutschland,trotz minimal höherer Lebenskosten. Ich war nicht einmal dort und habe die Preise der Lebensmittel mit Deutschland verglichen und kaum Unterschiede gemerkt zu Deutschland. In einem Land dass etwas weniger Einwohner hat als Nürnberg. 2 Dinge müsste man in Deutschland, dem Land mit der höchsten Abgabenlast nach Belgien. Mehr netto vom brutto damit man endlich sparen kann. Dadurch könnten die Leute mehr sparen und sich Eigenheime leisten. Zweitens müssten alle, Beamte inkl., in einen Rentenfonds bezahlen. Der Staat sollte auch seinen Beitrag leisten. Ansonsten ist unbezahlbarer Wohnraum und Altersarmut in Deutschland für die Mehrheit vorprogrammiert.

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