Forum: Wirtschaft
Krise der Globalisierung: Mehr Umverteilung wagen
imago images/Michael Kneffel

Über den Absturz der SPD lässt sich leicht höhnen. Aber ginge es den Menschen mit, sagen wir, Christian Lindner besser? Die Wahrheit ist: Die Marktwirtschaft braucht einen radikalen Neustart.

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Norden 07.06.2019, 12:37
60. Beispielhaft engstirnig!

Was für ein beispielhaft engstirniger Kommentar von Herrn Fricke!. Letztlich propagiert er die Rezepte des Sozialismus: mehr Staat, mehr Umverteilung, Vergesellschaftung = mehr Bürokratie, mehr Stillstand, mehr Kontrollen, weniger individuelle Freiheiten, mehr Macht für Geheimdienste, Verarmung, Umweltverschmutzung. Letztlich kommen alle sozialistischen Staaten in solcher Misere an. Die SPD stand mal für eine moderne, zukunftsorientierte Gesellschaft und Völkerverständigung. Innenpolitisch ist sie jetzt in Klientelismus mit sozialem Anstrich gelandet, außenpolitisch ist der Verständigungsgedanke -Gott sei Dank- noch da. Das Ringen um die Gestaltung der Zukunft und die Lösung der Widersprüche zwischen den Themen ist das offenene Feld. Von den Grünen gibt es dazu außer Wohlfühlrhetorik nicht viel. Auf diesem Feld erwarte ich Beiträge und Mut der Parteien, auch den zu Kompromissen. Wieso Herr Fricke sich an Herrn Lindner abarbeitet, ist auch schwer verständlich. Der spricht die Spannungsbögen zwischen z.B. Umwelt-, Energie-, Fiskal- und Wirtschaftspolitik wenigstens an.

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three-horses 07.06.2019, 12:40
61. Im Bunker und an der Front.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Um den Verbrauch an fossilen Energieträgern zu senken, ist es vor allem wichtig, der Masse der Menschen weniger Geld zu geben. Ob die oberen 47 Familien Deutschlands nun dasselbe Vermögen akkumiliert haben, wie die untere Hälte, oder ob es gar das der unteren 90% wäre, ändert nichts mehr an deren Verschwendung. Denn ob man 10 Milliarden oder 100 Milliarden besitzt, ändert am Lebensstil und damit am persönlichen CO2 Fussabdruck nichts mehr. Das aber Millionen Deutsche meinen, jedes Jahr zweimal irgendwo in die Sonne fliegen zu müssen, ist ein riesiges Problem. Je weniger Geld die Menschen haben und so höher die Energiepreise werden, umso mehr wird gespart. Eine weitere Umverteilung von unten nach oben ist im Sinne des Klimaschutzes darum sehr sinnvoll. Meine Meinung!
"Das aber Millionen Deutsche meinen, jedes Jahr zweimal irgendwo in die Sonne fliegen zu müssen, ist ein riesiges Problem. Je weniger Geld die Menschen haben und so höher die Energiepreise werden, umso mehr wird gespart"...meinen sie die Menschen als alle, oder nur die, "von Tafel leben und einmal Egypten für 300"? Es gibt eine einfache Methode, dann keine Flugzeuge mehr und ist Ruhe. Aber Hubschrauber fliegen, 3 Flugzeuge anschaffen und von Ryanair so billig zu schwätzen, das ist die Art der falsche Diskussion.

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tromsø 07.06.2019, 12:41
62. Richtige Analyse

Zitat von einerkeiner
Wo sind sie denn, die niedrigen Steuern? Die Steuerquote geht in Deutschland seit Jahren nur nach oben, und ist fast auf Rekordniveau. Ich gebe schon die Hälfte von meinem Einkommen ab, auch bei den paar Aktien die ich mir zugelegt habe. Sollen es 80% werden? Die ganze Analyse ist Mal wieder Fricke-typisch für den Eimer. Die SPD hat Probleme weil sie die Interessen ihrer Stammwähler ignoriert. Wer wissen will wie sie da raus kommen kann, muss nur nach Dänemark schauen.
Die Linke: Hartz 4
Die Günen: Besserverdienende mit sozialer Ader
CDU: keine Ahnung
FDP: Besserverdienende ohne soziale Ader
AfD: Konservativ
Für was steht die SPD? Früher mal für die Arbeiter. Heute für Hartz 4-Empfanger, Splittergruppen und Migranten. Nichts gegen Splittergruppen, aber Homoehe und ähnliches kann man im Vorbeigehen machen. Einfach als Parlamentarier Gesetz einreichen, Abstimmen lassen, fertig. Egal wer an der Regierung sitzt. Die müssen es nur umsetzen. Aber man hat sich in den letzten Jahren nur auf solche Nebenschauplätze konzentriert.

Mein Vorschlag: Kümmert euch auf die 70% der Bevölkerung, die arbeitet, hart gearbeitet hat und nicht übermässig viel verdient. Die wollen nicht noch mehr Umverteilung, welches sie selbst erarbeiten/erarbeitet haben. Also mehr netto vom brutto und weg mit dem Mittelstandsbauch.
Dies bedingt ein Ende der Personenfreizügigkeit. Oder anders formuliert. Nur wer mehr verdient als der Medianmichel (ob Bundesweit oder regional egal) darf einwandern. Man kann natürlich auch Kontingente versteigern. So wird der Lohndruck auf die Beschäftigten, wie auf die Mieten und die Sozialkosten in sich zusammenfallen. Für die Wirtschaft wäre es halb so schlimm: Sind ja keine Menschen, streng genommen, oder wenn doch, alle.

In einem Wirtschaftszweig fehlen 100'000 Arbeitskräfte? Kein Problem: 40'000 Stellen werden ins Ausland verlegt (super für die Menschen dort, können in ihrer Heimat leben bleiben), 40'000 "deutschte" Arbeitskräfte finden bei den verbliebenen sofort eine Stelle und die restlichen 20'000 müssen halt umgeschult, umworben werden doch höhere Löhne, sprich der Wirtschaftszweig wird für die Menschen interessanter. Also winwin für alle.
Man lerne: Allgemeine Personenfreizügigkeit dient nur den obersten paar Prozent. Der Rest zahlt drauf. Verkauft wird es immer andersherum. Jeder kann überall arbeiten. Gibt sicher solche Menschen, die dies wollen, aber die Meisten sind zufrieden, wenn sie zu Hause ordentlich bezahlt werden, was eben nicht geschieht, egal ob in Süditalien oder Deutschland. In Süditalien siedelt sich kein Unternehmen an und in Deutschland wird durch Einwanderung der Lohn gedrückt, bzw. er steigt nicht so schnell wie es volkswirtschaftlich sinnvoll wäre.

Aber keine Angst: auf diese Idee kommt weder Deutschland noch die EU. Würde ja eine teilweise Rückabwicklung zur EG bedeuten. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Liebe Grüsse

ein EU-Skeptiker (EG-Symphatisant)

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Spr. 07.06.2019, 12:41
63.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
... Das aber Millionen Deutsche meinen, jedes Jahr zweimal irgendwo in die Sonne fliegen zu müssen, ist ein riesiges Problem. Je weniger Geld die Menschen haben und so höher die Energiepreise werden, umso mehr wird gespart. Eine weitere Umverteilung von unten nach oben ist im Sinne des Klimaschutzes darum sehr sinnvoll. Meine Meinung!
Es sind aber nun mal nicht die Leute von "unten", die zwei Mal im Jahr in die Sonne fliegen! Wenn Sie den Klimaschutz voran bringen wollen, indem die überhand nehmende (Landstrecken-)Fliegerei (SUV für 500 m zum Bäcker etc.) aus Geldmangel stark vermindert werden, geht das nur über die Minimierung der Mittelschicht zwecks Vergrößerung des Prekariats! Also hin zur 2/3-Gesellschaft, mit zwei Dritteln Prekariat und einem Drittel Mittelschicht auf deutlich niedrigerem Niveau als heute. Abzüglich dem 1% Superreicher, die mit jedem Tag noch viel reicher werden. Da wären wir in Deutschland dann tatsächlich bereits auf einem guten Weg dahin.

Aber sind Sie sicher, dass Sie das wirklich wollen? Und wenn ja, warum? Was versprechen Sie sich persönlich davon? Glauben Sie, zu dem 1% zu gehören, die davon übermäßig profitieren?

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undog 07.06.2019, 12:42
64. Sie habe die feine Ironie

Zitat von k70-ingo
Wer macht dann was mit den dem Volk abgenommenen Beträgen? Und wer macht was mit Denjenigen, die sich der drastischen Entreicherungsmaßnahmen widersetzen?
des u.g. Textes nicht verstanden.
Dazusetzen möchte ich:
Glücklicherweise sind die Reichen so dumm, dass sie bei einer eheblich höheren Besteuerung im Lande bleiben.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
"Um den Verbrauch an fossilen Energieträgern zu senken, ist es vor allem wichtig, der Masse der Menschen weniger Geld zu geben. Ob die oberen 47 Familien Deutschlands nun dasselbe Vermögen akkumiliert haben, wie die untere Hälte, oder ob es gar das der unteren 90% wäre, ändert nichts mehr an deren Verschwendung. Denn ob man 10 Milliarden oder 100 Milliarden besitzt, ändert am Lebensstil und damit am persönlichen CO2 Fussabdruck nichts mehr. Das aber Millionen Deutsche meinen, jedes Jahr zweimal irgendwo in die Sonne fliegen zu müssen, ist ein riesiges Problem. Je weniger Geld die Menschen haben und so höher die Energiepreise werden, umso mehr wird gespart. Eine weitere Umverteilung von unten nach oben ist im Sinne des Klimaschutzes darum sehr sinnvoll. Meine Meinung!"

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muellerthomas 07.06.2019, 12:44
65.

Zitat von echtermünchner
g. 2 Dinge müsste man in Deutschland, dem Land mit der höchsten Abgabenlast nach Belgien.
Das stimmt einfach nicht. Deutschland liegt von der Abgabenbelastung im Mittelfeld.

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marty_gi 07.06.2019, 12:44
66. dumm nur...

Zitat von braingutt
Es ist beschämend, dass ein Blatt wie der Spiegel derartige Meinungsmache immer wieder bringt. Es gibt zu diesem Thema eine anerkannte statistische Zahl, den Gini Koeffizienten.
Dumm nur, dass dieser Faktor und seine vermeintliche Wahrheit in der Realitaet bei den Leuten nicht ankommt und sie einen voellig anderen Eindruck haben. Und dann immer so Dinge passieren wie das Nestle-Video, der Diesel-Skandal und die Beratervertraege bei der Bahn oder die Dienstautos bei der Bundeswehr - wo dann der Normalbuerger immer wieder den Eindruck vermittelt bekommt, die ganze Kaste da oben ist von der Wirtschaft gekauft und macht sich die eigenen Taschen voll. Und der Normalbuerger waehlt dann immer mehr AfD oder aehnlichen Quatsch - siehe Trump, Brexit, Italien usw. Nee, an dem Artikel hier ist nahezu nichts falsch. Der ganze Neoliberale Unsinn, die "Trickle-Down-Economics", die schon beim ersten Glas ganz oben stoppt, alles seit Tagen des seeligen Helmut, von Ronald und Maggie, alles einem genauso spinnerten Utopismus verfallen wie der realitaetsferne Kommunismus im Osten. Was wir brauchen ist eine Politik, die die menschlichen Schwaechen der Gier und Eigennuetzigkeit mit in Betracht zieht - und dafuer braucht es eben Regeln und Strafen, und nicht freiere Maerkte.

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undog 07.06.2019, 12:45
67. Das ist kein FDP Problem,

Zitat von leasingnehmer
In unserer Gesellschaft sollte man stolz darauf sein können, Steuern zahlen zu dürfen, weil man eben VERMÖGEN hat und sich damit an den Kosten der Gemeinschaft angemessen zu beteiligen! Stattdessen scheint es gerade als Ausdruck der eigenen gesellschaftlichen Bedeutung zu gelten, keine Steuern zu zahlen und statt dessen für eben jenes Vermögen (z.B. Immobilien, Grund und Boden, Unternehmensbeteiligungen etc.) sogar noch Subventionen erhalten zu wollen. Nicht wahr, FDP?
sondern die FDP hat den selben Wissenstand wie sie:
Die Reichen werden sich ab bestimmter Steuerlasten verabschieden.
Sagen sie uns, wie sie das verhindern wollen.

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insel-banker 07.06.2019, 12:48
68. Schuss mit dem Geschwätz!

»"Spektakulär gescheitert", schrieb unlängst US-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, sei jenes wirtschaftsliberale Experiment, wonach geringere Steuern für Reiche, (Finanz-)Globalisierung und Deregulierung von Arbeits- und Produktmärkten mehr Wohlstand für alle bringen sollten. … Nach Stiglitz' Diagnose braucht es als Antwort heute eine radikalere Agenda als das, was Parteien wie die SPD anbieten, um die Schäden zu beseitigen. «
Willy Brandt wies bereits vor 39 in der Einleitung zum sogenannten "Brandt-Bericht" (eigentlich: der „Nord-Süd-Bericht“ an den Generalsekretär der Vereinten Nationen) darauf hin, dass die Menschen über vielfältige technische und finanzielle Ressourcen verfüge, um mit Hunger und Armut fertig zu werden. Das ist die Menschheit bis heute nicht. Was würde Brandt heute auf die Frage antworten, ob wir dem richtigen Wirtschaftssystem huldigen, ob kapitalistische Marktwirtschaft immer noch untrennbar mit der Demokratie verbunden sein sollte?
Warum finden sich immer noch viel zu wenig mutige Menschen, die endgültig Schluss machen mit der immerwährenden Märchenstunde von dem Wohl für alle durch einseitig individualistisch egoistische oder einseitig kollektivistisch partei-altruistische Witschaftssysteme? Jeder halbwegs kluge, allerdings tabulose Vergleich dieser aufgeblasenen Ideologien mit der Lebenswirklichkeit des Menschen müsste zwangsläufig zu dem Ergebnis kommen, dass tatsächlich ein neues Wirtschaftssystem gebraucht wird, wenn die Menschheit auch nur in die Nähe einer Klärung der dringendsten Probleme gelangen möchte. Gebraucht wird die ökologisch fundierte Kooperationswirtschaft, die gleichermaßen Eigen-, Fremd-, Gemein- und Universalwohl zu berücksichtigen versteht. Dagegen wirken Kühnerts vermeintlich kühne Ideen wie Abziehbildchen aus einer längst vergangenen zeit. Gebraucht wird jetzt die soziale Revolution der Einsichtigen und Besonnenen und keine Sekunde länger mehr das Debattieren rund um den heißen Brei. Denn der wird von Tag zu Tag ungenießbarer. Es braucht wieder Politiker mit Visionen. Dieses Mal mit Blick durch das Nadelöhr – hin zu einer demokratisch liberalen Gesellschaft 21.0, die fortan ihre (einzige) Chance im klugen und fairen Miteinander erkennt. Was bleibt uns Menschen sonst außer Geschwätz, das uns noch nie weitergebracht hat?

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undog 07.06.2019, 12:51
69. Sie sind falsch informiert

Zitat von minimalmaxi
Ich mag ja den Herrn Fricke, aber das ist mir zuviel Geschwurbel und zu wenig Analyse und Klarheit. Dass wachsende Globalisierung und permanentes Wachstum zu mehr Ungleichheit und Armut führt, ist schon deutlicher beschrieben worden. Und in der deutschen politischen Landschaft gibt es ohnehin keine Partei, die diese Mißstände benennt und eine Alternative anbietet.
Noch nie war der weltweite Wohlstand so gut verteilt wie heute.
Die Negativzahlen für z.B. Hunger/ Armut, Kindersterblichkeit, Krankheiten etc. gehen ständig runter.
Und noch nie konsumierten unsere Jungendlichen soviel - um gleichzeitig dagegen zu protestieren.

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