Forum: Wirtschaft
Krise des Liberalismus: Wer braucht denn noch die FDP?
DPA

Die FDP will zurück an die Macht. Doch um wieder zu erstarken, müsste die Partei endlich eingestehen, dass die plumpe wirtschaftsliberalen Heilslehren der vergangenen Jahrzehnte ein Fehler waren.

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tmhamacher1 06.01.2017, 13:05
1. So ist das mit dem Einsehen ....

Parteien neigen allgemein nicht zum "Einsehen"! Der FDP die Verantwortung für solche globalen Fehlentwicklungen zu geben, ist absurd. Sie war immer der Juniorpartner und konnte insofern nur bedingt Einfluss nehmen, und wenn man die Solarförderung der Grünen als absurdeste Geldverschwendung in der Geschichte der Bundesrepublik nimmt - da sind diese Vollpfosten sogar noch stolz drauf. Konsequente Technologieförderung als einzige Chance, die Menschheit mit der Umwelt zu versöhnen wurde auf Kosten extremer Klientelpolitik unterlassen, und jetzt ist die FDP Schuld an allen Mißständen! Wie gesagt, absurd!!!

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docmillerlulu 06.01.2017, 13:07
2.

Ja - kann man so sehen, wenn Arbeitgeber gleichzeitig bei weniger Bewerbern (vulgo Fachkräftemangel) auch weniger geeigneten gut bezahlte Jobs geben und nicht auf ausländische Billigkräfte ausweichen können. Das wäre nämlich wirklich liberal.
FDP liberal ist aber 5% für Metaller schlecht - 20% für Apotheker gut!

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citizen01 06.01.2017, 13:09
3. Mich schüttelt es immer, wenn Selbstkritik öffentlich gefordert wird, ...

... das waren und sind Rituale für Angeklagte in kommunistischen Säuberungsprozessen. Nichts gegen eine Neuausrichtung der Ziele in der FDP, aber bitte ohne heuchlerische Attitude und den verhunzten Begriff 'Demut'.

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Badischer Revoluzzer 06.01.2017, 13:10
4. Betreibt der SPIEGEL

jetzt Wahlkampf für die FDP? Was hat die FDP den Arbeitern und Angestellten gebracht? Nichts ! Was hat die FDP außenpolitisch gebracht ? Nichts. Sie hat mit dem Geldkoffer Außenpolitik betrieben. Geld, das der normale Arbeiter und Angestellte erarbeitet hatte. Wer hört auf die Lobbyisten? Meistens nur die FDP. Diese Partei hatte mit dem geringsten Wahlanteil durch die Koalitionen ( Mehrheitsbeschaffungsprogramm ) mehr Macht, als alle anderen Parteien, die mehr Zuspruch durch die Wähler bekommen. Niemand braucht die FDP ! Es gibt wirklich noch viele Gründe, diese neoliberale, bürgerfeindliche und lobbyismusgesteuerte Partei nicht zu unterstützen.

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peeka(neu) 06.01.2017, 13:13
5. Den Slogan

"Die Liberalen" hat die aktuelle FDP ja schon gestrichen. Sie nennen sich ja lieber nur noch "Freie Demokraten".
Zitat von
Dringend nötig wäre eine große Portion Selbstkritik der Liberalen im Land. Und ein ganz neuer, geläuterter Liberalismus.
Vielleicht könnte Herr Lindner mit der Selbstkritik auch persönlich anfangen.

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menefregista 06.01.2017, 13:14
6. Wer braucht die FDP...

Na, eine FDP in der Opposition braucht man gar nicht. Es gibt genug FDP-Liberalismus derzeit in der GroKo. Mehr breaucht man von der FDP-Ideenmaschine gar nicht. Ich würde mich ja schon freuen, wenn der Staat weniger Präsenz zeigen würde, dafür aber die geltenden Gesetze und vor allem das GG beachten würden. Steuerflucht, Griechenland-bail out, Einwanderungswelle, Bildungsmisere, Rentenkassenplünderung, Euro-Währungsdesaster und Nullzins-Politik sind nur Beispiele von Anzeichen eines beginnenden failed-state.

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!!!Fovea!!! 06.01.2017, 13:17
7. Fdp

wieder in den Bundestag?
Bloß nicht, noch eine Klientel-Partei mit dem Start-up Verlieren Lindner, der sein Zubrot bei der GEZ im Vorstand durch die Einführung der Zwangsgebühr für die ÖR bezieht?
Nein danke. So etwas braucht Deutschland nicht.

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boingdil 06.01.2017, 13:19
8. Liberalismus nicht immer nur auf Wirtschaft reduzieren

Liberalismus ist viel mehr als nur die wirtschaftliche Seite. Die FDP hat dies zunehmend, vor allem in der Ära Westerwelle, leider selbst nicht erkannt und vergeigt. Echter Liberalismus ist das Eintreten für Freiheit, Bürgerrechte, stellt die Verantwortung des Individuums in den Mittelpunkt statt eines all-umsorgenden "Nanny-" Staats. Der eben nicht seinen Bürgern vorschreiben will was sie zu tun und zu lassen haben bis hin zu sehr persönlichen Lebensentwürfen, sei es die Art der Lebensgemeinschaft, sei es die Ernährung (Stichwort Veggie-Day, Fleischsteuer, oder als Gegenstück Schweinefleischpflicht in Kitas). Das ist kein Widerspruch zu einen starken Staat. Eigenverantwortlichkeit bedeutet auch sein Handeln einschätzen zu können, also ist Investition in gute Bildung für alle als Voraussetzung für wirklich mündige Bürger sehr liberal. Ebenso ist es kein Widerspruch mehr Polizei zu fordern - nur eben nicht um alles und jeden zu überwachen, sondern etwa um in Problembezirken mehr Präsenz zu zeigen. Genau hier zeigt sich das Problem des Liberalismus im öffentlichen Diskurs: er ist nicht absolut, sondern abwägend. Gerade in den heutigen postfaktischen Haudrauf-Argumentationen und Schwarz-Weiß-Malereien von Links wie Rechts kann man nur hoffen, das eine gemäßigte Stimme der Vernunft wieder an Gewicht gewinnt. Wenn die FDP solche Aspekte des Liberalismus nach vorne rückt statt nur auf Wirtschaft zu setzen könnte sie diese Stimme sein.

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Fxxx 06.01.2017, 13:21
9. Wolf im Schafspelz!

Einige Ansätze des Wirtschaftsliberalismus wie freier Handel oder Mobilität von Arbeitkräften sind ja gut... ABER egal was sich die FDP auf die Fahnen schreiben wird, sie ist und bleibt die Partei für das obere 1% sowie Ärzte, Apotheker, Krankenversicherungen, die Glückspielindustrie und weitere Branchen, die sich politischen Einfluss kaufen wollen.

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