Forum: Wirtschaft
Krise des Liberalismus: Wer braucht denn noch die FDP?
DPA

Die FDP will zurück an die Macht. Doch um wieder zu erstarken, müsste die Partei endlich eingestehen, dass die plumpe wirtschaftsliberalen Heilslehren der vergangenen Jahrzehnte ein Fehler waren.

Seite 7 von 36
ferg 06.01.2017, 14:15
60. FDP nein danke

Die FDP kann in ihrem programm drin stehen haben, was sie will. sollte die jemals mal wieder in eine regierung kommen, werden ja doch nur wieder steuerentlastungen für reiche durchgesetzt. so eine Klientelpartei braucht niemand. unabhängig davon könnte DE tatsächlich eine sozialliberale partei gebrauchen.

Beitrag melden
galbraith-leser 06.01.2017, 14:16
61. Diese Bedingungen unterschreibe ich sofort, aber ich fürchte

Zitat von kalle blomquist
Aber, und das wäre die Bedingung: Sie müsste die beiden Hauptelemente liberaler Grundauffassungen wieder klar beherzigen: 1. Alles (Sozialprestige, materielle Belohnungssysteme, Gestaltungsvollmacht) muss nach Leistung gehen, nicht nach Geschlecht, Herkunft, Beziehungen, Correctness etc.. Und 2. Rechtsprinzip: Alle Regeln müssen akzeptiert und notfalls eingefordert .....
die FDP wird sie nicht erfüllen. Mit dem ESM hat die FDP ihr Todesurteil unterschrieben. Ich bin bis heute davon überzeugt, dass die FDP im Juni 2012 gegen den Fiskalpakt und den ESM hätte stimmen müssen und als Konsequenz daraus die Koalition mit Merkel hätte verlassen müssen. Bei den dann anstehenden Neuwahlen hätte sie vermutlich die von Guido Westerwelle immer angestrebten 18 Prozent locker erreicht. Stattdessen flog sie 2013 in hohem Bogen aus dem Bundestag – unter anderem weil langjährige FDP-Wähler wie ich der Partei den Rücken kehrten. Bis jetzt hat sie mich nicht davon überzeugen können, sie 2017 wieder zu wählen.

Beitrag melden
dachhase 06.01.2017, 14:17
62.

Schröder ( der plötzlich wieder auftaucht) der konservativste Kanzler, Merkel so sozialdemokratisch wie kaum jemand zuvor, Kretschmann so schwarz wie die Nacht, rechtsaußen CSU und AfD, ich hab überhaupt keinen Plan, wo da Bedarf für die FDP ist. Und noch etwas: Ich halte vor allem Kubicki für klug genug, nicht noch einmal mit der CDU zu regieren. Am letzten Mal kauen sie immer noch.

Beitrag melden
nestor01 06.01.2017, 14:17
63. Wer steht denn für die FDP?

Mir sind nur noch 2 Namen präsent. Lindner und Kubicki, und dass ist für eine Partei, die in den Bundestag will zu wenig. In wichtigen Fragen steht die FDP für die gleichen Ziele wie rot-rot-grün-schwarz.
- weiter alternativlos in der Eurozone
- weiter so in Brüssel; nein noch mehr Macht nach Brüssel
- keine Telefondatenspeicherung und keine Videoüberwachung, damit Verbrechen auch im nachhinein nicht aufgeklärt werden können
- Steuerentlastungen für Vermögende
Diese Ziele vertreten auch alle anderen Parteien im Bundestag

Beitrag melden
kaltwasser 06.01.2017, 14:18
64. Eine Partei

ohne Zukunft ist die FDP ganz sicher. Sie war nie etwas anderes als eine Mehrheitsbeschafferin des parlamentarischen Systems und eine findige Spezialistin bei der Pfründenversorgung. Die alten Kräfte und Vorstellungen beherrschen diese Partei nach wie vor. Sie war bis heute nicht fähig sich strukturell oder inhaltlich zu erneuern. Wählbar ist sie vielleicht noch für ein paar BRD-Nostalgiker, die am heutigen System verzweifeln. Nur, von der FDP ist keine Wende zu erwarten.

Beitrag melden
Erbi 06.01.2017, 14:20
65. WoW!

"Auf einen "durchgrünten" Mainstream, was nach drei Jahrzehnten FDP-liberalem Wirtschafts-Mainstream im Land eine ziemlich mutige These ist."

Das der "linker Mainstream" herrscht, ist so eine verblendete und dumme Ansicht... Da haben sehr viele Leute nicht begriffen was wirklich links ist. Seit mind. 30 Jahren herrscht feinste Wirtschaftspolitik und -lobbyismus! Und natürlich ist nicht NUR der FDP daran schuld. Aber das in Deutschland so schlimme Zustände auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt herrschen, die Infrastruktur verfällt und von Polizei über Bahn bis Gesundheitswesen nichts vernünftig läuft, ist zu einem sehr sehr großen Anteil Schuld der FDP zusammen mit der CDU!
Das diese Tatsache mal jemand öffentlich so deutlich ausspricht, ist ja schon fast ein Wunder.. o.O
Ich bin begeistert!

Beitrag melden
reflektiert_ist_besser 06.01.2017, 14:22
66. Wahrheit?

Zitat von Darwins Affe
Wer verhindern will, dass Rechts- oder Linksradikale in die Regierungsverantwortung kommen, ist bei der FDP nicht unbedingt schlecht aufgehoben. Ich werde wohl die FDP schon aus taktischen Gründen wählen, um R2G zu verhindern.
wissen sie eigentlich was sie machen oder wollen sie nur die Leute hier auf den Arm nehmen?
Mal wählen sie AfD? Mal wählen die FDP?
Mal leben sie in Deutschland, mal in den USA?
Mal sind sie für das, anschließend für das Gegenteil?
schwierige Sache mit ihnen.

Beitrag melden
lalito 06.01.2017, 14:23
67. jaja

Feines FDP-Bashing, hat dieser Resterampen-Haufen redlich verdient.
Die historische Chance für Freiheit, eine offene Gesellschaft und im Sinne einer wahrhaften Liberalität Flagge zu zeigen, diese Chance haben die feigen Fuzzis im Sommer 2013 auf alle Zeiten verspielt.

Man wird sich noch in hundert Jahren an dieses Totalversagen im Zusammenhang mit den Offenbarungen eines bekannten Whistle-Blowers erinnern.
Bleibt mir bloß wech mit diesen neuerdings rosa Klientelversorgern und Pöstchenrittern.

Beitrag melden
rgsf 06.01.2017, 14:23
68. Der Mehrwert?

Danke boingdil, da stimme ich voll zu, was die FDP angeht. Gerade die Oppositionsparteien sollten sich auf ihre Kernkompetenzen besinnen damit der Demokratie gedient ist. Seit Genscher hat die FDP mE kein vernünftiges Profil gezeigt. Von den Grünen nach Fischer oder der Linken nach Gysi gar nicht zu reden. Da hat es die GroKo leicht, mit Merkel und sonst Mittelmaß durchzuregieren.

Beitrag melden
reflektiert_ist_besser 06.01.2017, 14:24
69. ach? Die Medien sind schuld?

Zitat von paulhaupt
Aber zum Ehrlichmachen gehört eben auch, daß endlich die Medien und die politisch korrekten Meinungsmacher in diesem Land ihren Anteil Schuld am Abschlachten der FDP übernehmen. Bis heute suhlen sich diese Leute in ihrer Freude über den Absturz dieser Partei ohne zu erkennen, daß sie einen guten Teil Schuld daran tragen, daß Leute wie Frau Petry sich heute so erfolgreich in Szene setzen können.
ich finde es immer wieder lustig, wenn für alles und jeden die Medien schuld sein sollen? Den Absturz der FDP hat ganz alleine die Partei selbst verschuldet (z.B. durch ihre überzogene Klientelpolitik, siehe Mövenpick-Steuer). Und eine Einheitspresse gemäß AfD braucht schon zweimal kein Mensch.

Beitrag melden
Seite 7 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!