Forum: Wirtschaft
Krise in Fernost: China setzt Börsenhandel aus, Dax bricht ein
AFP

Lange trieb China die Weltwirtschaft an, nun steckt das Land in der Krise: Der Aktienhandel in Shanghai und Shenzhen wurde ausgesetzt, weltweit reagieren Anleger alarmiert. Der Dax startet mit deutlichem Minus ins neue Jahr.

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fred-vom-saturn 04.01.2016, 11:19
1. Oh! Nein!

Der niedrigste Wert seit ganzen drei Wochen! Wie furchtbar! Der DAX auf Tiefstand. Die Welt wird untergehen. Jetzt hilft nur noch beten.

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bettini 04.01.2016, 11:20
2. Sehr gut!

Immer wenn der Dax einbricht, dann geht es dem durch den durchgeknallten Mario heruntergeknüppelten Eurokurs wenigstens wieder etwas besser.

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rolli 04.01.2016, 11:21
3.

Planwirtschaft trifft auf Marktwirtschaft, Planerfüllung auf Wirklichkeit. Heraus kommt eine ziemlich grosse Überproduktion, die nun offensichtlich wird denn die Halden sind voll, und eine Weiterproduktion kaum möglich, die Industrieproduktion schrumpft, und sie muss auch deutlich schrumpfen, wenn man eine Deflation wie damals in Japan verhindern will. Sehr unangenehm für Exportnationen und für neoliberalistische Glaubenskrieger.

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tomxxx 04.01.2016, 11:22
4. Erinnert sich eigentlich jemand an Biedermeier und...

die Brandstifter?

Jeder Blödsinn, der die Nerven beruhigt wird auch erzählt. Alle überprüfbaren Wirtschaftszahlen in China schwächeln eigentlich seit 2009 bzw. ist das frisieren der Statistik ein offenes Geheimnis. Dann muss das Wachstum halt woanders sein... weil ja ein Einbruch der Produktion auf Erfolg bei den Dienstleistungen hinweist... dümmer gehts nicht mehr. Aber wir machen das bei anderen Themen ja auch so... siehe Flüchtlingskrise. Fehlt eigentlich nur noch, dass man wie im Mittelalter dann dem Überbringer der schlechten Botschaft die Schuld gibt... ups... da sind uns jetzt die Polen zuvor gekommen...

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johannesmapro 04.01.2016, 11:30
5.

man nennt das ganze auch Schneeballsystem, Spekulationsblase, das gibt es zwar alles nicht nach der Neoliberalen Theorie, passiert aber dauernd in der Praxis, weil der Staat Wahrscheinlich ständig eingreift oder der Preisindex für Arbeit verfälscht ist,

wahrscheinlich sind die Preise für Vermögenswerte gerade Falsch,
wer die Wirklichkeit verstehen will muß schon ehr David Harvey lesen.

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Ichbines2 04.01.2016, 11:34
6. Beobachtung

Wenn man die Märkte vor Weihnachten und während der Weihnachtswoche etwas aufmerksamer beobachtet hat, fällt auf, dass die ganze Zeit sämtliche Börsen inklusive China durchaus starke Erholungstendenzen zeigten. Stark abweichend davon verhielt sich einzig der Nikkei. Jeden Tag ein neues Minus. Wenn es eine Asien-Krise geben wird, dann geht sie nach meinen Beobachtungen eindeutig von Japan aus.
Ein weiterer Grund dürften natürlich die sich ausweitenden Kriege sein.
Drittens wäre der Ölkrieg gegen Russland zu nennen. Das Heruntertreiben der Ölpreise, um Russland endlich "zu kriegen" zeigt gleichzeitig, dass die Weltwirtschaft offenbar mit sehr wenig auskommt, folglich nicht läuft.
Die Zinserhöhung in den USA scheint mir ebenfalls sehr viel verfrüht, eben weil die Weltwirtschaft so unsicher ist und in einer globalisierten Welt kann ist es Schwachsinn, wenn eine sobedeutende Wirtschaftsmacht eine gegenläufige WP betreibt.
Das Gezocke der Großanleger, die wegen der kassierten Einlagen aus dem Weihnachtsgeld möglichst günstige Einstiegskurse suchen, tut sein Übriges......

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modernslave 04.01.2016, 11:38
7.

Ausgezeichnet. Aufgrund von Einbußen des Wirtschaftswachstum werden die Glaubenskrieger des Neoliberalismus bald Lohnkürzungen und die Abschaffung des Mindestlohn fordern bzw. forcieren. Amen.

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meinefresse 04.01.2016, 11:43
8.

Zitat von rolli
Planwirtschaft trifft auf Marktwirtschaft, Planerfüllung auf Wirklichkeit. Heraus kommt eine ziemlich grosse Überproduktion, die nun offensichtlich wird denn die Halden sind voll, und eine Weiterproduktion kaum möglich, die Industrieproduktion schrumpft, und sie muss auch deutlich schrumpfen, wenn man eine Deflation wie damals in Japan verhindern will. Sehr unangenehm für Exportnationen und für neoliberalistische Glaubenskrieger.
Da gibt es noch ein Problem.
Wenn die Halde voll ist und die ehemaligen Arbeiter Däumchen drehen dürfen (von den Früchten ihrer Arbeit aber nichts sehen wegen zu geringer Löhne) könnten die unruhig werden. Wird bei uns nicht anders werden sobald der Export schwächelt.
Am Ende überlegen sie noch, wofür sie ihre Lebenszeit überhaupt investiert haben. Wenn man eh nur 70% der Güter benötigt - hätten nicht auch 70% der Arbeitszeit gereicht, zu 100% Lohn (die 30% "auf der Halde" werden notfalls ohnehin verramscht)?
Man muss die Menschen im Hamsterrad beschäftigen, sonst kommen sie auf dumme Gedanken.

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chrutchfield 04.01.2016, 11:56
9. Es wird allerhöchste Zeit...

... dass weltweit eine 'saftige' Börsenumsatzsteuer eingeführt wird.

Dann würde die weltweite Spekulation ganz schnell beendet werden. Ist es möglich, dass die Politiker, die eine solche Steuer strikt ablehnen, selbst zu den Spekulationsgewinnern gehören?

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