Forum: Wirtschaft
Krise in Griechenland: Der Grexit ist noch immer gefährlich

Der Austritt Griechenlands aus dem Euro dürfte einen noch größeren Finanzschock auslösen als die Pleite von Lehman Brothers. Und indirekt könnte der Grexit sogar Moskau zu einem Vetorecht im EU-Rat verhelfen.

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klarspüler 03.02.2015, 13:05
110. Sehen Sie,

Zitat von chrutchfield
...dem letzten der an Europas Zukunft Interessierten klar werden, dass der EURO in seiner jetztigen Gestaltung am Ende ist. Jetzt wird wahr, was die EURO-Gegner von Anfang an gesagt haben: eine gemeinsame Währung für Staaten mit völlig unterschiedlichen Wirtschaftsformen, Steuersystemen, Sozialsystemen, aber auch unterschiedlicher Geschichte und Kultur -selbst das Klima spielt eine Rolle- usw usw kann nicht funktionieren. Es wird sehr schwer und teuer werden, die bisherige Entwicklung zu korrigieren. Aber nach dem grossen Zusammenbruch wird sich aus den Trümmern schon was Neues entwickeln. Hoffentlich ohne die Parteien und die Politiker, die diesen ganzen Mist verzapft haben. Übrigens: in Deutschland ohne das Votum der Wähler !
ich würde Ihnen gerne recht geben. Aber der Euro ist noch lange nicht am Ende, wenn man weiß, dass die politische Kaste in Brüssel und Berlin ihr Schicksal damit verknüpft hat. Man wird unter haarsträubenen Ausreden weiterzahlen und das bedeutet: Wir marschieren jetzt endgültig in die Transferunion und dies war auch von Anfang an so gewollt! Hat man schon vergessen, was der kluge Kopf Rudolf Augstein gesagt hat? (Maastrich ist Versailles ohne Krieg) Schon ein Kind weiß, dass kaltes und warmes Wasser vermischt, lauwarmes Wasser ergibt.
Ganz bewußt wurden wir von den Regierenden verkauft. Wie dumm muss man sein, wenn man immer wieder diese Blockparteien wählt, die - egal welcher Coleur - diese Politik veranstalten. Gute Nacht Deutschland!!

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mulli3105 03.02.2015, 13:15
111. Mir ist einfach nicht klar...

warum ein Austritt GR gleichbedeutend mit dem "Ende Europas" sein soll - Europa besteht aus vielen Ländern, von denen einige nicht mal zur EU gehören. Wenn ein wirtschaftlich völlig unbedeutendes Land, das gerade mal 1,5 bis 2% des EU-BIP ausmacht, einen ganzen Kontinent ins Wackeln bringen könnte, wäre es schlecht bestellt um dieses Konstrukt - auch wenn dieses noch lange nicht dem Idealbild seiner Konstrukteure darstellt.

GR würde nach einem Austritt aus EU und Euro mit Sicherheit besser dastehen - mit einem wiedererstarktem Euro kommen sie mit Sicherheit keinen Schritt weiter. Es wäre auch das Ende der Erpressung und eine Lunte weniger am Schuldnerpulverfass: wenn die EU-Partner und vor allem Brüssel hart bleiben, wird das den Griechen mehr helfen, ihre Reformen endlich mal durchzusetzen, als ständig auf einen nie endenen Geldfluß zu hoffen.

Nach einem Schuldenschnitt gäbe es jedenfalls für Tsipras keine Ausrede mehr, er könnte seine Drachme drucken und von vorne beginnen - streng nach den Regeln des ewig lebenden Marx und Engels. Bis zur nächsten Katastrophe dann allerdings...

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walter_de_chepe 03.02.2015, 13:16
112. Nur Bürgschaften?!

Wir haben nach Aussage unserer Politik, allen voran dieses Mal sogar Seehofer, doch nur Bürgschaften gegeben, gerade dazu damit der Zahlungsausfall nicht eintritt. Ich hätte mir gewünscht, dass dem deutschen Volk die Erfahrung erspart geblieben wäre, von er Politik kolossal betrogen worden zu sein.

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2015_fortune 03.02.2015, 13:45
113. Anstatt mitschreiben vielleicht mal mitdenken

Zitat von bombi_22
, dass ausgerechnet Deutschland - das einzige Land, das den bitteren Kelch dessen, wohin Kaputt-Sparen a la Heinrich Brüning führt bis zur bitteren Neige des 8.5.1945 auskosten musste- heute wieder auf dasselbe, schwachsinnige Pferd setzt. Nochmal zum Mitschreiben: Staaten sind keine Individuen, Familien oder Unternehmen und die schwäbsiche Hausfrau ist für sie kein Vorbild, sondern Schwachsinn!
Da Sie ja anscheinend davon ausgehen, dass man sich unendlich verschulden könne - und das Ganze hätte keine negativen Konsequenzen und liefe wunderbar; quasi, wie im Paradies:

Vielleicht sollten Sie sich die Schuldenquoten (in Abhängigkeit vom BSP) diverser südeuropäischer Staaten im Vergleich zur Quote von Griechenland einfach mal anschau'n. Sie werden feststellen, dass einige Staaten gar nicht mehr so weit von der griechischen Situation entfernt sind. Wenn der Point-of-no-Return einmal überschritten ist, können Sie übrigens Maßnahmen ergreifen, wie Sie wollen. Das war's dann.

Vermutlich ist Ihnen das zu technisch - deshalb mal ein anderer Ansatz:

Die südeuropäischen Staaten hatten mit Beginn der Euro-Einführung (und die folgenden Jahre) entsprechend Ihrer Maxime gelebt und das Geld einfach nur so rausgehauen. Gab es deshalb nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung? Nein, das Geld wurde einfach verfressen.

Oder vielleicht sollte die Bundesregierung entsprechend Ihrer Leitlinien jedem Inländer 100.000 Euro jährlich überweisen. Dann könnte man auch gleich ganz aufhören zu arbeiten. Wunderbar.

Nur so zum Aufschreiben: Schwachsinn

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waltraudnetwall 03.02.2015, 13:53
114. Hr. Münchau ,

Klartext ! Für jeden verständlich . Ob für Frau Merkel und Hr. Gabriel und alle die da zugehörenden Politiker ist leider zu bezweifeln. Es ist spannend aber nicht in erfreulicher Richtung .Leider .

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hanseat52 03.02.2015, 14:06
115. Perfekt, aber...

Klasse Analyse, aber warum macht Deutschland denn nicht einfach beim Geldausgeben mit, auch für die eigenen Bürger. Alle möglichen Leistungen rauf und verschulden. ist irgendwann auch nur noch Papier. Oder würd das etwa das ganze System um kippen bringen? Falls ja, warum dürfen die einen das System kippen und die anderen nicht?

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skorpianne 03.02.2015, 14:28
116. Stimmt

Zitat von Dr.Krümelmonster
(...) Entgegen der Meinung anwesender Rechts- und Wirtschaftsexperten des SPON-Forums kann man Griechenland nicht einfach mal beiläufig aus der Währungsunion werfen. Griechenland kann (aber "muss" nicht - elementarer Unterschied) nur von sich aus die Währungsunion verlassen, wenn sich der Rest der Mitgliedsstaaten einstimmig mit einem förmlichen Austrittsverfahren einverstanden zeigt. Eine Zustimmung müsste nach EU-Recht erteilt werden, wenn dem austretendem Land sonst erheblicher Schaden drohen würde.
Die einzige, die G aus dem Euro "drängen" können, ist die EZB. Wenn die nicht "zwischenfinanziert, würde es für G zur Notwendigkeit.

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Europäischer Realist 03.02.2015, 14:30
117. Grexit nicht so gefährlich wie Münchau

Denn der ist Lobbyist der Superreichen, der Superbanken und der Superbehörde in Brüssel.
Sozusagen Brother-in-arms von JC Juncker, mehr muss man dann aber auch nicht sagen, das reicht!

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