Forum: Wirtschaft
Krise in Griechenland: Stell dir vor, Athen liegt in den USA
DPA

Die Griechenland-Krise spitzt sich erneut zu, doch wir sind keinen Schritt weiter als bei ihrem Ausbruch. Ein Armutszeugnis. Europa muss endlich die Insolvenz von Mitgliedstaaten ermöglichen - und ein bisschen amerikanischer werden.

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peterw 19.04.2015, 07:45
1. Einäugig

Halb wahr leider nur denn der Autor vergisst, was die USA auch für gemeinsame Standards hat. Zum Beispiel: Reichengelder, unversteuert, in der Schweiz?

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rainerhohni 19.04.2015, 07:55
2. was soll mir der Artikel sagen?

man könnt auch schreiben "wenn Griechenland ein teil von China waere" aber Griechenland ist ein eigenes Land leider hat es sich eine falsche Währung ergaunert oder ergaunern lassen, Herr Draghi war da auch mit schuld. Nun wirft dieser Author auch noch dem Land vor die falsche Regierung gewählt zu haben wahrscheinlich waere ein Militärputsch das richtige oder wie. lasst sie pleite machen und Pasta danach hilft man ihnen wieder auf die Beine ist doch einfach.

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jus94 19.04.2015, 07:57
3. Eurobonds die Xte

Eurobonds sollen also das Wunderheilmittel sein? Nein danke. Diese würden mittelfristig dazu führen, dass die letzten solventen Volkswirtschaften Europas für Südeuropa und Frankreich haften. Dies würde zu unglaublichen politischen Spannungen führen an welchen nicht nur der Euro sondern die EU zerbrechen würde.

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hevopi 19.04.2015, 07:58
4. Es fehlt ein wenig

Logik in diesem Bericht.
1. Griechenland wurde in den Euro aufgenommen, weil von vornherein nur gelogen wurde. Normalerweise hätte die EU sie im hohen Bogen rauswerfen müssen, denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.
2. Die Maßnahmen zur Unterstützung vor 5 Jahren waren, gelinde gesagt, absolut dumm. Es wurden keine Reformen durchgesetzt, lustig weiter mit der Verschwendung gemacht. Korruption und Steuerhinterziehung sind in Griechenland "heilig".
3. Jeder denkende Mensch, der die Verhältnisse dort kennt, weiß, dass bei der nächsten Hilfsmaßnahme wieder alle Versprechen sinnlos sind, es wird so weitergehen, weil die Griechen nunmal ihre eigene Denke haben.
4. Wie immer ist die Bevölkerung der Verlierer und ich denke traurig an die wirklich Leidtragenden. Hier würde vielleicht mal eine Revolution weiterhelfen, weg mit den Oligarchen, Politiker setzt endlich eine faire Steuerpolitik um, oder haut ab.
5. Die jetzigen "Scheingefechte", die ein wenig die EU erpressen sollen, sind so eindeutig, dass ich mich nur wundere, wenn wirklich jemand an diesen Unfug glaubt. Sie werden auch nicht helfen. Leider ist die Karre in den Sand gefahren, hier helfen seriöse Überlegungen nicht mehr.
6. Wer wird eigentlich für die "Geldverbrennungspolitik" unserer Politiker, die dümmer nicht sein konnten, zur Rechenschaft gezogen? Wie immer, keiner.

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chardon 19.04.2015, 08:02
5. Foederalismus

100% einverstanden, dann muss jeder bereit sein auch mal zurueckzustecken und solidarisch sein. Solidaritaet verlangen viele (die meisten?), vom anderen. Viel Verantwortung tragen heutige Politiker, in vielen EU-Laendern, weil sie nur auf die naechsten Wahlen schielen, sich wenig ums Weiterkommen in Europa scheren, keine Visionen mehr haben (wollen?). Natuerlich sind immer "die anderen schuld", und es ist leicht, dies dem Volk glaubenzumachen. So kommen die Scharlatane u.a. Volksverfuehrer, man kennt die Namen,und erklaeren "waehlt mich, mit mir wirds wieder so wie frueher". AfD in Deutschland, FN in Frankreich usw.
Vielleicht ist Europa, besser gesagt die Europaer, garnicht dazu geschaffen jahrzehntelang in Frieden zu leben? Wollen sie wieder Krieg? kaputt machen, frisch anfangen? Nur als Hinweis - Krieg kostet noch viel mehr Geld, allerdings - reisen ist dann gratis (wers nicht versteht, ist ironisch gemeint, das mit dem "gratisreisen"! Einen schoenen Sonntag.

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deb2011 19.04.2015, 08:07
6. Niemand will das:

Warum sollte man über Euro-Bonds und Vereinigten Staaten von Europa diskutieren, wenn es nur darun geht, dass Pleitestaaten von wirtschaftlich potenten Staaten alimentiert werden? Es gab und gibt dafür keine Mehrheiten in Europa - Ok, andererseits hat niemanden interessiert, was die Mehrheit will. Die EU wurde zwangsweise und undemokratisch aus dem Boden gestampft.

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Thomas Mank 19.04.2015, 08:13
7. Gelegenheit zum (Un-)Verständnis

Schöne Kolumne, die ich nutzen möchte, um zusammenzufassen, wie ich die Entwicklung bisher verstanden habe: 1) Die griechische Bevölkerung zahlt - traditionsgemäß - kaum Steuern, 2) umgekehrt sind Posten im Staatsdienst begehrt und werden nicht selten durch Schmiergelder ergattert, wie überhaupt 3) Korruption weit verbreitet ist, da die staatliche Bürokratie aufgebläht und durch und durch zur Selbstversorgung genutzt wird. 4) Mangels Einnahmen und einem steten Exodus des Kapitals, gehalten durch vergleichsweise wenige reiche Bürger, verschuldet sich das Land seit Jahren und Jahrzehnten immer weiter, auch um die Sozialleistungen und natürlich enormen Pensionen an die vielen überflüssigen Staatsdiener zahlen zu können. 5. Um diese Schulden nun mittlerweile begleichen zu können, sind die Hilfsgelder aus den anderen europäischen Staaten und dem IWF notwendig; diese gehen dann ohne Umweg über die Bevölkerung direkt an die Schuldner, also quasi zurück. Eine Umverteilung. 6) Anstatt die eigene Bevölkerung quasi "umzuerziehen", der Korruption, der Vetternwirtschaft und der Kapitalflucht den Kampf anzusagen, sucht jede griechische Regierung die Ursache bei Anderen; das macht die aktuelle nicht anders, aber besonders exzessiv. 7) die europäischen Regierungen machen zwar ihre Hilfe von Reformen abhängig, diese gilt aber weiterhin primär der Rückzahlung der eigentlichen Schulden, also den Gläubigern. Die griechische Bevölkerung geht leer aus, die meisten sehen auch nicht ein, dass die Probleme etwas mit ihrem traditionellen Staatsverständnis zu tun haben könnten. Wenn ich das richtig verstehe, sind die Kernursache des Problems das negative Staatsverständnis der Griechen und der Unwille der europäischen Regierungen, deren System miteine Steuern zahlen wollen und unsere eigenen Regierungen

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MarkusH. 19.04.2015, 08:16
8. interessant

klingt plausibel und nachvollziehbar. ich würde mich auch mehr für Griechenland aussprechen aber bekanntlich macht der Ton die Musik. ich hab genug der Beleidigungen und Drohungen.
aber wenn das Gr Fiasko mal beendet ist, sollte man das System optimieren

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Reichnix 19.04.2015, 08:18
9. Ein bißchen ...

wir sind ja wohl bereits zu einem Höchstmaß amerikanisch. Wir sollten sehr viel eher europäischer sein und uns nicht länger an der Nase durch die Globalisierungsmanesche führen lassen. Was wir dringend brauchen, ist ein demokratischeres System, eine langversprochene Steuerreform, endlich die Umverteilung von oben nach unten und das global. Ein Mehr der schlechten Medizin führt nur noch schneller zum Kollaps. Was für ein selten dummer Journalist hat sich da äußern dürfen. Schäm Dich!

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