Forum: Wirtschaft
Krise in Griechenland: Stell dir vor, Athen liegt in den USA
DPA

Die Griechenland-Krise spitzt sich erneut zu, doch wir sind keinen Schritt weiter als bei ihrem Ausbruch. Ein Armutszeugnis. Europa muss endlich die Insolvenz von Mitgliedstaaten ermöglichen - und ein bisschen amerikanischer werden.

Seite 10 von 28
GueMue 19.04.2015, 10:07
90. Das sind so artikel,

die geschrieben werden, damit papier voll wird. Wir sind europa und leider haben die griechen niemand, der ehrlich ist. In den usa gaebe keine renten und kein kranken- oder arbeitslosenversicherung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aleman61 19.04.2015, 10:07
91. GR in USA?

genausogut hätten Sie schreiben können "Griechenland als deutsches Bundesland". Da gibt es auch einen Finanzausgleich und kein Bundesland geht pleite obwohl es einige sind. Die kann aber nur funktionieren wenn die Teilstaaten auch Souveränität an die Zentralregierung abtreten und sich alle an die gleichen Spielregeln halten. Solidarität ist keine Einbahnstraße, es kann Geld nur gegen Disziplin und Seriösität geben. Daran fehlt es noch sehr im Falle Griechenlandes. Ohne Kataster, funktionierende Steuerbehörden und ehrliche Beamte kann es kein Geld mehr geben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tacit55 19.04.2015, 10:09
92. Föderalistischer werden

Föderalistischer werden ist das richtige Stichwort für Europa. Euro ohne gemeinsame Wirtschafts- und Sozialpolitik und auch zentrale Aufsicht führt zwangsläufig zu Situationen wie jetzt in Griechenland. Die bisherige "Sparmedizin" der Troika für Griechenland war nicht wirksam. Tsipras und Varoufakis haben Recht, wenn sie darauf hinweisen. Europa muss dafür sorgen, dass in Griechenland zentraleuropäische Standards in der Administration eingeführt werden und Griechenland sollte dies zulassen. Das ist der entscheidende Punkt für den Verbleib in Europa. Die ausstehenden Kredite sind sowieso verloren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stauss4 19.04.2015, 10:10
93. Die Kolumne ist die Rettung.

In Kolumnen kann der Autor beliebig rumphantasieren.

Die Hilfe dann, wenn so was passiert wie gestern, als der Spiegel gleich drei Hauptnachrichten brachte, die sich schon im Laufe des Tages als falsch herausstellten.

Diese Kolumne enthält nur unsinniges Geschwätz ohne wirkliche Relevanz zum Verhältnis Griechenland-EU-USA. Aber das stört dann nicht weiter, da Geschwätz das Markenzeichen des Spiegels geworden ist.

Der Titel ist dann völlig unsinnig, ja dumm und ungebildet. "Stell dir vor, Athen liegt in den USA". In den USA gibt es fünf Athens. z.B. Athens (Georgia) mit 114.063 Einwohnern, Sitz der University of Georgia mit über 32.000 Studenten. Oder Athens (Ohio), ebenfalls mit der Universität von Ohio.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Online-Joker 19.04.2015, 10:13
94. Wow

Zitat von NETSUBJEKT
Die europäischen Länder haben keine gemeinsame Kultur keine gemeinsame Sprache und auch keine gemeinsame wirtschaftliche Ausgangslage. Eine solche Struktur ist viel schwerer zu kontrollieren als die der Retorten-Gesellschaft USA. Und würde Greece in USA gelegen haben, dann wären es auch ein Wirtschaftsraum unter amerikanischen Bedingungen gewesen. Es hätte die Probleme, die sich im EU-Kontext entwickelt haben, garnicht erst gegeben. Also, was soll der Vergleich? Die Euro-Zone ist, wie sich nun zeigt, fehlerhaft konstruiert. Und dass unter den Bedingungen eines ungezügelten Finanzmarktes der EU-Bürger zum "Bürgen" für die Eurozone gemacht worden sind, ist nicht nur ein Fehler, sondern ein kapitales Wirtschaftsverbrechen der Verantwortlichen für das Strickmuster der Eurozone.
Na, das ist mal ein Ansatz: Europa ohne gemeinsame Kultur. Vielleicht lebe ich ja woanders, aber kaum etwas verbindet uns in Europa wie genau diese Kultur!

Vielleicht eine Frage der Sicht, aber dann würde ich mir mehr Respekt und weniger pauschale Wertung wünschen - oder ist das zuviel verlangt von Diskussions-Kultur?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zinsfehler 19.04.2015, 10:13
95. Griechenland ist ein medial aufgebauschter Nebenkriegsschauplatz

… der von den eigentlichen Problemen und Fehlern ablenkt und kann lediglich als abschreckendes Beispiel für den destruktiven Prozess der (Geld)Kapitalakkumulation dienen: http://blogs.faz.net/fazit/2015/04/17/wenn-ungleichheit-zur-wachstumsbremse-wird-5696/ sowie Kommentare.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ralfix 19.04.2015, 10:13
96. Auch Euro-Griechenland hätte pleite gehen können

Aber dann wären halt die Gläubiger betroffen gewesen, die vorher für das Risiko die Zinsen kassiert haben. Also musste das Risiko sozialisiert werden, bevor Griechenland zahlungsunfähig wird.

Und deshalb muss sich heute halb Europa mit den politischen Verhältnissen in Griechenland herumschlagen. Wir hätten doch Griechenland nach einer Pleite helfen können, wieder auf die Beine zu kommen und antideutsche Ressentiments wären gar nicht entstanden. Und die damaligen Gläubiger hätten ihren Anteilseignern erklären können, warum sie solche Risiken eingegangen sind und wären dafür geprügelt worden.

So viel zur Weitsicht unserer Kanzlerin.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Eu1ropa 19.04.2015, 10:14
97. Staatenbund

Das ist die Antwort. Und wir sollten auch Staatenbund bleiben.
Wir sind bewusst nicht den Weg der engeren Verzahnung gegangen. Warum? Weil uns Europäern die Eigenständigkeit wichtig war und ist.
Deshalb: Lasst sie in Frieden ziehen. in jeder Familie darf ein Kind, wenn es älter wird, eigene Wege gehen. Und es ist für die eigenen Schulden zuständig. warum soll die Schwester für den Bruder immer weiter zahlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus47112 19.04.2015, 10:16
98. Das ist indrekt....

.. die Bestätigung, dass der EURO das Grundübel ist. Präziser gesagt der EURO zum gegenwärtigen (und vergangenen Zeitpunkt) und unter den gegebenen Umständen. Es war grundfalsch den EURO als "Druckmittel" zur Europäischen Einigung missbrauchen zu wollen! Er hätte die Krönung des europäischen Einigungswerkes sein können, jetzt ist er der Spaltpilz, wie man in den letzten Tagen wieder an der Äußerung Schäubles zu F und die Reaktionen aus F sehen und hören kann!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
maulkorb 19.04.2015, 10:18
99. Unsinn!

Das ist mit Abstand der größte Unsinn, den ich über Griechenland gelesen habe.
1. Die griechische Regierung wurde gewählt, um den unsäglichen Sparpaketen von Merkel den Kampf anzusagen. Das tut sie auch.
2. Das Dilletieren wurde der griechischen Regierung zum Teil aufgezwungen, da Merkel nicht bereit war und auch nicht bereit ist, irgendwelche Kompromisse einzugehen. Die einzige Option war und ist die Unterwerfung Griechenlands. Deshalb mußte Griechenland imorovisieren und das wirkt oft chaotisch.
3. Die Chancen für Griechenland eine tragfähige Wirtschaft unter den jetzigen Umständen aufzubauen, sind exakt 0. Das ganze Geld für Griechenland ist ausnahmslos bei den Banken gelandet. beim griechischen Bürger ist davon nichts angekommen.
4. Der Staatsbankrott Griechenlands ist die einzige Möglichkeit, dieser ausweglosen Situation zu entkommen.
Wenn man andere Meldungen hinzuzieht, dann ist es wahrscheinlich, daß Griechenland nach einem Staatsbankrott Kredite von Rußland und China bekommt. Putin kann sich schon mal die Hände reiben.

O-Ton Angela Merkel: "Ich stehe ziemlich allein in der EU. Aber das ist mir egal, ich habe Recht". Mit dieser Haltung hat sie die Griechenlandrettung versemmelt und sie wird damit auch noch den Euro und die EU versenken. Der Grundfehler, den sie gemacht hat, war damals, als die privaten Gläubiger einen Schuldenschnitt akzeptieren mußten. Da hätten auch die öffentlichen Gläubiger auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten sollen, also ebenfalls einen Schuldenschnitt eingehen. Dann wären die Gelder der Rettungspakete in der realen Wirtschaft Griechenlands angekommen und das Land hätte sich wieder erholen können. Das wurde damals von etlichen Wirtschaftswissenschaftlern auch empfohlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 28