Forum: Wirtschaft
Krise in Italien: Monti hofft auf Hilfe der Euro-Retter
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Italiens Krise verschlimmert sich. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds wird das Land bis 2013 deutlich mehr Schulden machen als erwartet. Jetzt hofft Regierungschef Monti auf Hilfe der Euro-Retter: Der Staat sei an Maßnahmen interessiert, die die Risikoprämien seiner Anleihen senken.

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james-100 10.07.2012, 21:00
1.

Überall zählt nur noch eins: Reformen, die ausschliesslich die Normalbevölkerung brutalstmöglich knechtet, damit die Unternehmen profitieren und die Reichen ungeschoren davon kommen.

Sollen die Länder doch endlich mal ihre Kapitaleigner zur Kasse bitten. Ich höre schon wieder das Gebrüll der neoliberalen Marktschreier. Das ist purer Sozialismus !!!!

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DerKritische 10.07.2012, 21:16
2. ...

Zitat von sysop
Italiens Krise verschlimmert sich. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds wird das Land bis 2013 deutlich mehr Schulden machen als erwartet. Jetzt hofft Regierungschef Monti auf Hilfe der Euro-Retter: Der Staat sei an Maßnahmen interessiert, die die Risikoprämien seiner Anleihen senken.
Herr Monti möchte gern weiter Schulden machen,
aber die marktgängigen Zinsen am Anleihemarkt
sind ihm zu hoch. Jetzt gibts ein Problem.
Anders als erwartet, ist der ESM nicht startklar,
der jetzt genügend Euros ausreichen könnte.
Eigentlich bleiben ihm nur doch die EZB oder die
nationale Notenbank, die ihm frisches Geld drucken.
Er sollte Herrn Draghi fragen, der hilft sicher gern aus:-)

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eks2040 10.07.2012, 21:41
3. Italien - Euro Retter

Die Politik laeuft den wirtschaftlichen Gegebenheiten nach, die treibenden Kraefte sind die Investoren, die aufgrund ihrer Masse und Finanzkraft die Konditionen bestimmen. Leider lassen sich die Laender und deren Vetreter jagen, anstatt zu planen und die anstehenden Probleme im voraus zu erkennen... und die Loesungen zu Lasten der Steuerzahler muessen natuerlich gesetzmaessig sein. Aber unter Druck werden die Loesungen nivht gut ausfallen, und das Verfassungsgericht erhaelt nicht die notwendige Zeit, die neuen Vorschlaege auch im Detail zu pruefen. Die Politik kann sich solch eine Handlungsweise leisten, es sind ja nur unsere Steuergelder.... In der Privatwirtschaft wuerde das im Bankrott landen, ohne lange Umwege. Karl

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thiotrix 10.07.2012, 21:58
4. Die einzig wahre Hilfe für Italien:

...raus aus dem Euro! Nur so kann Italien über die Abwertung seiner Währung wieder einigermaßen wettbewerbsfähig werden. Bis zur Euro-Einführung hat das auch über 50 Jahre einigermaßen funktioniert. Ohne die - durch den Euro verbaute - Möglichkeit zur Abwertung der eigenen Währung wird Italien keine Chance haben, seine Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Das gleiche gilt für Griechenland, Spanien Portugal und Irland!

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PeterPetroleum 10.07.2012, 22:23
5. Schamgefühl

In der Euro Zone haben doch alle Länder mehr oder weniger hohe "Staatsschulden".
Manche Banken haben sich verzockt und diese will man nun auch stützen aus Sorge eines bösen, bösen, bösen Dominoeffektes.

Es wird langsam Zeit, dass die Staaten die Banken übernehmen und ALLE Bangster in Haftung nehmen, wenn sie was veruntreut haben sollten.

Das die Bangster mit Geld und Verantwortung nicht umgehen können, haben sie brilliant unter Beweis gestellt.

Alternativ strengere Regeln und Gesetze oder diese wenn vorhanden, anwenden.

Bankenproblem ist keines. Es wird nur suggeriert.
Marode Banken Fiskalisch einmauern und implodieren lassen. Hohl die der Teufel. Verantwortliche in Haftung nehmen. Geldstrafe oder Knast.


Staatsschulden:
Jeder Staat, der Schulden hat, und somit Schwierigkeiten, Geld aufzunehmen, soll zuerst seine eigenen Bürger zur Kasse bitten. Denke hier insbesondere an die oberen 20%.
Es ist schlicht eine Frechheit, zuerst beim Nachbarn anzufragen ohne intern alles unternommen zu haben, um kreditwürdiger zu sein.

So oder so, das Wesen dieses Geldsystems hat einen Konstruktionsfehler. Es ist eine Frage der Zeit und der Intensität.

Sonst:
Diese Probleme (Staatsschulden und Bankschulden) sind künstlich herbeigeführt.
Man kann es drehen und wenden wie man will. Entwertung ist das Zauberwort.
Entwertung von Guthaben und somit auch Schulden.
Wobei die Zahl 1.000 oder 1000.000 hat keinen Wert. Die Arbeitskraft oder Leistung die ich mir damit kaufen kann, hat einen Wert. Ob ich 1000 im Monat verdiene und 1 für ein Brötchen zahlen muss oder 1.000.000 im Monat verdiene und 1000 für ein Brötchen zahlen muss, ist innerhalb dieses Währungssystems schnuppe.

Wichtig ist, dass wir zusammen in der Position bleiben, Werte schaffen zu können.
Es bringt gelinde gesagt wenig, wenn Deutschland malocht und die umliegenden haben nichts zu malochen. Wobei: Den oberen 10% nützt dies malochen lassen innerhalb Deutschlands überproportional.
Die "Parasiten" wollen nicht, das ihre Wirte wegfallen.

"Zu viel Geld auf einem Haufen ist für niemanden gut". Die Politik hat die Aufgabe Arbeit, Freiheit respektive Frieden und Geld homogen auf alle Schultern zu verteilen.

Ich fürchte, dazu sind sie nicht fähig, da betriebsblind und korrupt.
Die oberen 10% sollten auch was dagegen haben.

Was mich interessiert:
Wer die hohen Schulden hat, das wissen wir ja.
Spanien, Italien, Griechenlan, Frankreich, Deutschland ....

WER SIND DENN DIE GLÄUBIGER?
Respektive auf wessen Schulten verteilt sich den der Guthabenberg?

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c59 10.07.2012, 23:06
6. Gottchen ...

Zitat von sysop
Italiens Krise verschlimmert sich. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds wird das Land bis 2013 deutlich mehr Schulden machen als erwartet. Jetzt hofft Regierungschef Monti auf Hilfe der Euro-Retter: Der Staat sei an Maßnahmen interessiert, die die Risikoprämien seiner Anleihen senken.
Gottchen, damit war nun gar nicht zu rechnen, wobei, Spanien hat ja auch mit 100 Mrd. über das Doppelte nachgelegt. So gesehen geht das natürlich alles in Ordnung ... Aber Moment, wir, d.h. unser Verfassungsgericht beraten sich gerade noch.

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ein_rand 11.07.2012, 00:48
7. Schön wär's...

Zitat von james-100
Überall zählt nur noch eins: Reformen, die ausschliesslich die Normalbevölkerung brutalstmöglich knechtet, damit die Unternehmen profitieren und die Reichen ungeschoren davon kommen. Sollen die Länder doch endlich mal ihre Kapitaleigner zur Kasse bitten. Ich höre schon wieder das Gebrüll der neoliberalen Marktschreier. Das ist purer Sozialismus !!!!
wenn mal liberale Ansätze zum Tragen kämen - das hieße nämlich, die maroden Banken würden Pleite gehen und ihre Gläubiger zahlen.

Stattdessen sehen wir seit Jahren die sozialistische Lösung: Alle noch so maroden EU-Banken werden "gerettet", die Schulden sozialisiert.
Aber auch das "brutalstmögliche Knechten der Bevölkerung" ist ein typischer Wesenszug sozialistisch orientierter Gesellschaften...

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mioni 11.07.2012, 01:41
8. na so was, aber auch?

und unsere Kanzlerin ist auf Geschäftsreise, um neue Aufträge zu generieren.
Alle fühlen sich allein gelassen, Monti, die EU und das Verfassungsgericht, da Frau Schnerkel sich schön distanziert, von all den Problemen, die gerade wieder auftauchen und aktuell nicht Ihrem Sinn entsprechen, um das Volk, sowie die Mitbestreiter der EU-Länder zu verkaufen und verraten.
Na so was, aber auch !
Mama wo bist Du ? wir sollten endlich mal über verschiedene Dinge, die nicht so recht funktionieren, reden, denn Du hast nicht mal mehr Zeit für mich, mein Deutschland und seine Begehren.

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ebehrens 11.07.2012, 01:48
9. Bankenaufsicht nach dem Subsidiaritätsprinzip

Die europäische Bankenaufsicht sollte nur für Banken zuständig sein, bei denen dies nach dem Subsidiaritätsprinzip wirklich erforderlich ist. Andernfalls reicht die traditionelle nationale Bankenaufsicht aus. Die europäische oder nationale Zuständigkeit hängt nicht nur von der Größe der Bank - gemessen im europäischen Maßstab -, sondern auch

- von ihrem Geschäftsfeld ab, also von der Frage, ob sie nur lokal oder auch europaweit oder gar global tätig ist. Nur national tätige Banken können im Zweifel rein national beaufsichtigt werden. Irlands Banken gingen globale Risiken ein, mit denen der irländische Staatshaushalt überfordert war.

noch wichtiger ist aber das Verhältnis ihrer Größe zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ihres Sitzlandes. Denn große Länder können große Banken auffangen oder abwickeln, aber kleine Länder nur kleine Banken bzw. Banken mit ausschließlich lokalen, aber nicht europaweiten oder gar globalen Risiken.
Die spanische Bankenkrise ist nach diesem Kriterium wohl nur schwer einzuordnen, denn die Immobilienkredite wurden lokal gewährt, aber systemisch riskant, weil in Gefolge der Euro-Einführung das Zinsniveau am Geldkapitalmarkt sank und zu einer landesweiten Immobilienblase führte, die inzwischen geplatzt ist und die Bankbilanzen in eine auf Dauer nicht durchzuhaltende Schieflage gebracht hat.

Es ist keinesfalls erforderlich, alle Banken einer europäischen Aufsicht zu unterwerfen. Entscheidend sollte sein, welche Bankenkrisen den jeweils zuständigen Staatshaushalt überfordern könnten. Die europäische Zuständigkeit für die Bankenaufsicht soll gewährleisten, dass kein Mitgliedstaat wegen einer Bankenkrise in eine Krise des Staatshaushalts geraten kann, wie wir das bei Irland und Spanien aus ganz unterschiedlichen Gründen erlebt haben.

Eckhard Behrens
Vorstandsmitglied des Seminars für freiheitliche Ordnung e.V., Bad Boll, www.sffo.de

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