Forum: Wirtschaft
Krise nach dem Brexit: Schluss mit dem Europa der Petzer

Von wegen Bürokratie - die EU hat ein Problem, weil sie auf deutschen Druck hin eine Art naiver Globalisierung gepuscht hat. Das trägt heute zum Aufschwung tumber Populisten bei. Zeit für ein neues Paradigma.

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forumgehts? 01.07.2016, 15:58
1. Das

wäre doch gelacht, wenn wir gerade in der EU nicht an allem schuld sein dürften! Wir zahlen ja sowieso für den ganzen (Scherben)Haufen.

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anja-boettcher1 01.07.2016, 16:03
3. Ernstnehmen der Bürger

Dieser Kommentar verdankt sich wohl der Einsicht, dass die Legitimation adminstrativer Apparate, seien es die nationalen, seien es die der EU, ohne eine tiefgründige und kontroverse Infragestellung der diesem Prozess inhärenten Ideologie wohl nicht mehr aufrechtzuerhalten sind.

Doch zeigt auch das Niveau dieses Kommentars, mit seinen zahlreichen Nudging-Elementen, dass man weder in den Etagen politischer noch medialer Funktionsträger begriffen hat, wie ernst das Problem wirklich ist. Mit Nanny-Journalismus ist der Kälte der Bürger gegenüber Repräsentationsorganen, die nicht mehr repräsentieren und damit ihre demokratische Legitimität verloren haben, nicht beizukommen.

Verräterische Hinweise mit dem Holzlöffel, die onkelhaft vor 'Elite-Kritik' warnen und die vorsorglich schon einmal als "populistisch etikettieren, lösen nur noch verächtliches Achselzucken aus: Doch, Herr Fricke, die Kritik an einer Logik, die eine Hälfte des Welteigentums einem Prozent der Menschheit zuschustern, ist exakt das, was auch die Demokratie der EU verhunzt hat. Was sonst, wenn man sich anschaut, was in Griechenland, Spanien und Portugal Sache ist? Genau das haut nicht mehr hin! Und genau damit hat Schluss zu sein.
Wenn das nicht langsam begriffen wird, wird Gewalt anstelle der unterdrückten demokratischen Willensbildung treten. Was Fricke hier obrigkeitlich für "Pfui!" erklärt, nannte sich 68 Ideologie- und Systemkritik. In revolutionären Situationen wurde die doch tatsächlich "populistisch".

Elitendekadenz führt schlicht dahin, wohin sie immer führte: zum Sturm auf die Bastille - und im Anschluss heißt es immer über die, die nicht hören wollten: "An die Laterne mit ihnen!" Hübsch ging das noch nie vonstatten.
Aber so ist es nun mal: "Was nennt ihr den Fluss gewalttätig, der über die Ufer tritt? Aber nicht das Flussbett, dass ihn einzwängt."
Dieser betuliche Versuch einer Diskussion, werter Herr Fricke, ist eine Lachnummer. Dergleichen erwartet man von Lakaien, aber nicht von freien, denkenden Menschen.

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BernieistAnders 01.07.2016, 16:05
4. Gratulation an SPON für Hernn Fricke

Endlich mal einer der zu verstehen scheint wovon er schreibt und sich nciht zu schade ist das auch für den Durchschnittsdeutschen verständlich zu erklären.

So sehr ich die EU kritisiere, muss ich dennoch sagen: es ist besser dass es sie gibt.

Wir haben linke Politik dringend nötig, leider haben wir in den letzten Jahren nur Pseudolinke(u.a. Feministen) und Neoliberalisten gesehen. Wie in der Politik als auch in den Medien......

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licorne 01.07.2016, 16:05
5. Hallelujah

Dass man das bei Spon lesen darf! Ich bin der Meinung,dass für eine gesunde Entwicklung einer Gesellschaft das Lokale wichtiger ist als das Globale.

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Paddel2 01.07.2016, 16:07
6. Unwissenheit und Populismus

Lohnt es sich einen Beitrag zu lesen, der bereits zu Beginn von Unwissenheit und Populismus geprägt ist? Zitat: "denen die Rente gekürzt wurde, weil die Regierungen anschließend Geld zur Rettung der Banken brauchten". Humbug! Erstens wurden in den meisten Ländern nur Garantien ausgesprochen und zweitens gingen staatliche Ausgaben für Banken auch mit entsprechenden Beteiligungen einher, die nach der Tiefphase zu Einnahmen geführt haben. Der Zusammenhang zu den Renten ist nicht kausal und somit liefert der Autor ein Paradebeispiel für Populismus!
Des weiteren behauptet der Autor, die Finanzbrache wäre einem zügellosen Liberalismus unterlegen. Das ist falsch! Bereits vor der Krise wurden Banken verstärkt zu Risikoabsicherungen gezwungen (Basel II und III), nur wurden dabei Risiken schlicht übersehen. An mangelndem Willen lag das nicht. Der Autor sollte zudem nicht vergessen, dass die deutschen Renten über einen Generationenvertrag vergeben werden und nicht vom Staatshaushalt abhängen. Menschen mit so wenig Ahnung sollte man kein Gehör schenken!

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Darwins Affe 01.07.2016, 16:10
7. Der Euro ist schuld

1. Ich sehe das Hauptproblem der EU in der Gemeinschaftswährung: Völlig unterschiedlich aufgestellte Länder sind in den Euro gepresst. Auf- und Abwerten je nach wirtschaftlichen Bedingungen wird unmöglich.
2. Die Bürger in den nördlichen Euro-Staaten sind es leid, den Süden zu finanzieren und die südlichen verzweifeln an der hohen Arbeitslosigkeit. Wer jetzt noch eine Sozialunion fordert, könnte auch gleich den Bürgerkrieg ausrufen.
3. Alan Greenspan meinte: Die Briten hätten doch mit eigener Währung und Sonderregelungen gar keinen Anlass, aus der EU auszutreten. Die anderen Staaten seien in der Euro-Falle.

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held_der_arbeit! 01.07.2016, 16:12
8. Nichts neues

...aber scheinbar muss es doch immer und immer wieder ausgesprochen werden bis es an den Sirenengesängen der Lobbyisten vorbei mal die Ohren unserer Politiker erreicht.

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WwdW 01.07.2016, 16:15
9. gute Ideen

Ich war immer Pro-Europa und Pro EU. Von daher würde ich mich freuen wenn neue Ideen umgesetzt würden. Aber vor allem dieser unsägliche Neoliberalismus im Gewand einer Liberalisierung muß aufhören. Und auch die ständigen Erweiterungsideen der EU.

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