Forum: Wirtschaft
Krise in Polen und Ungarn: Der Fehler der EU-Osterweiterung

Euro-Krise, Brexit-Gefahr und jetzt noch der neue Ost-West-Konflikt: Nie zuvor wurde die Europäische Union an so vielen Stellen auf die Probe gestellt wie jetzt. Kaum vorstellbar, dass es nicht bald knallt.

Seite 17 von 28
micromiller 09.01.2016, 04:36
160. Die Osterweiterung war eine machtpolitische

Entscheidung, der durch den Geldsegen für die darbenden Osteuropäer recht schmackhaft wurde. Die Deutsche Machtpolitik der Vergangenheit war der Grund das die Länder in die sozialistische Armut der Sowjetunion getrieben wurden. Das diese schrecklichen Erinnerungen durch Frau Merkels Flüchtlingsaufnahmediktat wieder belebt werden ist nicht zu vermeiden, entsprechend ist eine Distanz der von der neuen deutschen Machtpolitik geprägte EU nur ein logischer Schluss.

Beitrag melden
Krittler 09.01.2016, 05:26
161. Und Türkei und Ukraine?

Zitat von Tolotos
... Da Politiker aber nur selten für ihre Fehler haften müssen ziehen sie es vor, sie zu leugnen. ...
... und zu verschlimmern! Steht nicht auch der Beitritt der Türkei an? Und der Ukraine? Noch 2 ultrarechte Länder, die sich materiellen Vorteil versprechen aber ganz andere "Werte" vertreten.

Beitrag melden
localpatriot 09.01.2016, 05:30
162. Willig zusammen

Das erste Prinzip einer erfolgreichen Nation ist die freiwillige und willige Zusammenarbeit der Regionen und der darin beinhalteten Bewohner. Es gibt in Europa und der Welt genug Beispiele von Nationen welche einfach nicht zusammen wollten oder passten. Viele waren Erfindungen der Britischen Aussenpolitik.

Hier ein paar Beispiele: Malaya, heute Singapore und Malaysia, Jugoslawien, die wollten einfach nicht, die Tschechoslowakei, Belgien ist nach 200 Jahren noch zusammen, aber kaum. Andere wollen raus wie Nord Irland, einige der Schotten, die Basken, die Russen in der Ukraine usw. Syrien ist zu heiss um es zu erwähnen.

Die meisten Beiträge sehen die EU total Deutschzentrisch, mit einem Traumbild eines Bundesstaates nach dem Vorbild er Bundesrepublik als Endziel.

Leider ist das nicht die Wirklichkeit ausserhalb der unbewachten deutschen Landesgrenzen.

Die im Osten wollen sich selbst bleiben, die im Westen wollen einen Markt aber sonst nicht viel mehr, und die im Süden haben gerade gelernt dass das deutsche Wirtschaftsmodell einen harten Konkurrenzkampf mit sich bringt. Wunder kommen nicht von alleine.

Also wohin? Erst einmal ruhig bleiben, Atem holen und die freiwillige Teilnahme aller zur Probe stellen. Wie weit will jeder mitmachen?

Ohne Freiwilligkeit geht gar nichts.

Beitrag melden
Miere 09.01.2016, 05:58
163. Wieso gerade die Osterweiterung?

Haben wir Milliarden nach Polen pumpen müssen wie nach Griechenland? Bisher eher nicht, oder? Hat Polen die Haushaltszahlen frisiert, lässt Polen eine Million Flüchtlinge im Jahr rein und weigert sich, deren Personalien aufzunehmen? Eher nicht, oder?

Okay, man ist mal verschiedener Meinung, und wir hoffen, dass die polnischen und ungarischen Wähler sich bei den nächsten Wahlen was anderes überlegen. Soweit kein Beinbruch, soweit ich sehe.

Beitrag melden
heinrich.ma 09.01.2016, 07:52
164. Ignoranz

"Wären Orbán und Kaczysnki in Deutschland tätig, müsste man sie vielleicht als Rechtsradikale bezeichnen" - das liegt daran, dass in Deutschland jeder als rechtsradikal oder zumindest rechtspopulistisch gilt, der nicht linksgrün ist; eigentlich ein Armutszeugnis für die politische Kultur hierzulande. Einen Streit Ost gegen West kann ich außerdem kaum erkennen, eher einen Streit zwischen überheblicher und vermeintlich moralisch begründeter Selbstverliebtheit (Deutschland) und einem mal mehr und mal weniger zivilisiert artikulierten Realitätssinn (der Rest von Europa). Ps: Ein Herr "Kaczysnki" ist mir gar nicht bekannt, aber bei Osteuropäern ist die korrekte Schreibweise egal, merkt eh keine Sau und außerdem sind die sowieso alle gleich, gelle?

Beitrag melden
ke_karolus 09.01.2016, 08:22
165. schwacher Beitrag

Herr Münchau versucht krampfhaft Unterschiede zu sehen, wo keine sind.

West, Süd, Ost oder welche Himmelsrichtung auch immer, alle Problemländer haben eins gemeinsam: Sollen sie selbst etwas beitragen, ob finanziell oder sonstwas, dann wird die EU kritisiert.

Und das das folgenlos bleibt ist klar. Auch H. Münchau meint ja fantasielos: "Hätten Sie Orbán oder die Kaczynskis zehn Jahre vorher gewählt, wäre uns ihre Mitgliedschaft erspart geblieben. Heute lässt sich das nicht mehr rückgängig machen."

Ja genau, nun ist es halt so.
Einmal drin, für immer versorgt.

Beitrag melden
wieissesdennnurmoeglich 09.01.2016, 08:36
166. offensichtlich

Zitat von deb2011
Die EU existiert nur aus diesen Gründen: 1. Eindämmung der wirtschaftlichen Macht Deutschlands 2. ökonomische Vorteile innerhalb der EU 3. Abschaffung der Nationalstaaten. Dass die osteuropäischen Länder gerade beim dritten Punkt nicht mitmachen ist völlig verständlich. Nachdem man sich vor geraumer Zeit aus der Umklammerung der Sowjetunion befreit hat, möchte man jetzt nicht Rechte an die EU abgeben. Den westlichen Staaten ist nicht mehr zu helfen, und Deutschlands Schicksal scheint besiegelt zu sein. Das einzige, was mich dabei noch interessiert: Wer bezahlt Merkel wirklich? Die Abschaffung der deutschen Nation werden sich die, die das tun, einiges kosten lassen. Vermute ich jedenfalls.
Nun, 'Die Kanzlerin' wird von denen bezahlt, die ein Interesse an der Destabilisierung Europas und der Schwaechung Deutschlands haben. Ich denke, dass ist angesichts der immer deutlicher zutage tretenden Tatsachen nur folgerichtig.
Zitat Franklin D Roosevelt: "In politics, nothing happens by accident. If it happens, you can bet it was planned that way."

Beitrag melden
schmidthomas 09.01.2016, 08:38
167. Lieber Herr Münchau,

die Osterweiterung der EU wird sich in den Geschichtsbüchern dereinst als nachhaltige Maßnahme zur Rettung der Selbstbestimmung aller EU-Völker erweisen, besonders der nationalen Integrität Deutschlands. Ich bin den östlichen Mitgliedsstaaten unendlich dankbar für ihren Widerstand.
Das "Aufgehen" der europäischen Völker in einer von Brüssel gelenkten Pseudodemokratie erweist sich zunehmend und für jeden sichtbar als abseitige Albträumerei. Wer umfassendes administratives Lügen und die Zerstörung gewachsener Gesellschaftsstrukturen als ultima ratio vertritt, muss und wird scheitern.
Deutschland unter Merkel ist der Geisterfahrer dieser EU und niemand anders. Außer uns Deutschen und den Freunden in Kakanien hat das inzwischen jeder begriffen.

Ja, die Deutschen sind in ihrer Mehrheit doof, langsam im Denken aber doch noch lernfähig. Die Zäsur von Silvester hält einen Lerneffekt für dieses Land bereit. Deutschland und seine Zukunft gehört uns und nicht Frau Merkel und Herrn Juncker.

Beitrag melden
basecape-man 09.01.2016, 08:40
168. von welchem europa sprechen wir eigentlich ....

gemeinsame werte ist immer das pauschale argument .nur niemand sagt was darunter auch gemeinsam verstanden wird.steueroasen ala junker?multikulti ala schulz?sparerenteignung ala draghi.landwitschaftsubvensionen die zu flüchtlngsströmen aus afrika führen.ein nicht mehr zu kontrollierender beamtenapperat in brüssel der auf kosten der steuerzahler ein eigenleben führt.kein wunder das ein solches gebilde bröckelt.manchmal muss man ein haus abreissen und dann neu aufbauen.

Beitrag melden
cwernecke 09.01.2016, 08:46
169. Die Demokratie wirds richten

Politik nach Gutsherrenart, Ignoranz gegenüber den Bürgern, Verletzung des Subsidiaritätsprinzips, Großmachtfantasien und das fortwährende Brechen von Verträgen machen aus der EU einen äußerst unattraktiven Club. Wenn sie sich nicht verändert, wird sie die Bühne wohl verlassen müssen, dank der Demokratie, auch wenn sie manchmal wehtut, wie in Ungarn und Polen.

Beitrag melden
Seite 17 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!