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Kriselnde deutsche Modelabels: Offline
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Gerry Weber kämpft ums Überleben, Esprit und Tom Tailor ziehen harte Sanierungsprogramme durch: Bekannte deutsche Modemarken stecken in einer tiefen Krise. Sie haben alle dieselben Fehler gemacht.

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tkedm 25.01.2019, 17:30
10.

Zitat von Nania
Ich würde dem Firmenchef von Esprit übrigens nicht zustimmen, für mich persönlich steht die Marke nach wie vor für jugendliche Bekleidung, die aber nicht Teenagern hinterher läuft, Qualität bietet, die bezahlbar ist und auf die man sich in Bezug auf Größen stets verlassen konnte. Gleiches gilt in meinen Augen auch für Tom Tailor. Gerry Weber halte ich nach wie vor für altbacken und für viele junge Menschen auch schlicht zu teuer. Auch würde ich Frau H. nicht zustimmen: Mode für ihre Altersgruppe gibt es eigentlich genügend.
Esprit ist exakt das deutsche Pendant zu H&M, nur mit einem nicht gerechtfertigten "Made in Germany"-Preisaufschlag und geringerer Auswahl. Aber mit der gleichen mittelmäßigen Qualität und den gleichen sonstigen Problemen: Verschlafener Onlinehandel, verpasste Trends.

Sie schreiben: "... die aber nicht Teenagern hinterher läuft". Sorry, aber wer soll denn sonst zu Esprit gehen? Esprit hat immer noch das Teenager-Image, genau wie H&M eben. Nur eben keine angesagte Mode mehr für diese Zielgruppe. Selbst für mich als Ü30er ist diese Mode zu schnarchig.

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Tante_Frieda 25.01.2019, 17:36
11. International?

Zitat von herbert
gemacht. Kein Pep, nichts internationales, kein Pfiff ... halt Ostwestfaelisch Baeuerlich Das Management haette nur die Kunden draussen vor dem Eingang fragen muessen, die nichts gekauft haben.
Was,bitte,verstehen Sie denn konkret unter "Internationales" und was unter "Ostwestfälisch bäuerlich"? Ich kann mir beim besten Willen in diesem Zusammenhang nichts vorstellen :-)
Das sind m.M.n. so Wischiwaschi-Begriffe,die nichts aussagen...

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Nordstadtbewohner 25.01.2019, 17:39
12. Das sehe ich auch so wie Sie

Zitat von burlei
Ja klar, das Online-Geschäft macht vieles kaputt.... Wie es anders geht, zeigt ein deutsches Mode-Label im Bereich Lederwaren - aunts&uncles. Hier bestellt der Kunde online, die Bestellung wird aber nicht vom Zentrallager versandt, sondern eine Filiale in der Nähe des Kunden-Wohnortes verschickt die Bestellung. So profitiert nicht nur das Label, sondern auch der Händler und seine Mitarbeiter. Es geht, man muss nur mal ein paar neue Ideen haben und den Mut, diese auch um zu setzen.
Das Internet macht nichts kaputt, sondern es liefert niedergelassenen Händlern/ Produzenten die Möglichkeit, auf lokaler Ebene international zu verkaufen. Die deutschen Modelabels haben das nicht begriffen. Deshalb müssen sie vom Markt verschwinden.

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territrades 25.01.2019, 17:39
13. Werden wir die vermissen?

Ein weiteres "Traditionshaus" welches billigst im Ausland fertigen lässt und dann mit Margen im vierstelligen Prozentbereich das Zeug teuer in den Innenstädten an den Mann (oder die Frau) bringt. Dort explodieren die Mieten, andere Geschäfte als diese hochprofitablen international agierenden Modeketten können sich kaum halten. Ganze Einkaufsstraßen bestehen nur noch aus Made-in-Bangladesh Markenstores. Die können von mir aus alle verschwinden, ich kaufe im Netz Mode Made in Germany/EU.

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Michael-Kreuzberg 25.01.2019, 17:39
14. Niedergang

Ein Kernproblem sehe ich in den mittlerweile miesen Qualitätsstandards.
T Shirts die nach einmal Waschen kurz, breit und verdreht sind, Sakkos die nach einigen Monaten aus der Form sind, Hemden bei denen der Stoff sich vom Kragen löst. Dann das Problem mit den Größen mal passt eine 108 mal eine 110 mal muss es eine 114 sein, dann gibt es nur die 56 oder 58, mal sind die Armlängen zu kurz mal zu lang.
Da scheint es geht nichts zusammen, und das zuweilen bei dem gleichen Hersteller, so steht es zumindest auf dem Label.

Da geht mittlerweile nichts mehr zusammen.

Es macht keinen spass mehr.

War das früher mal besser?

Warscheinlich liegt das daran das alles immer billiger werden muss, auch wenn man das am Kaufpreis im Laden nicht immer merkt.

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bamesjond0070 25.01.2019, 17:49
15.

Die Modetrends kommen aus den großen Metropolen, die Mode dieser Hersteller offenbar aus den hintersten Provinzen.

Wer immer noch nach Lagerfelds Motto "Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren" folgt, wird bei der jüngeren Kundschaft auch nicht erfolgreich sein.

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Einhorn 25.01.2019, 17:56
16.

Zitat von Nania
Ich würde dem Firmenchef von Esprit übrigens nicht zustimmen, für mich persönlich steht die Marke nach wie vor für jugendliche Bekleidung, die aber nicht Teenagern hinterher läuft, Qualität bietet, die bezahlbar ist und auf die man sich in Bezug auf Größen stets verlassen konnte.
Wenn ich das lese denke ich, Sie haben länger nicht mehr dort eingekauft, denn das ist nach meiner Erfahrung vorbei. Ich habe letztens 2 Hosen bestellt. Die Größe, die ich immer getragen habe. Die eine war zu eng, die andere zu kurz - eine Enttäuschung. Ebenso die Bluse: Schlecht vernäht, raushängende Fäden. Das gab es vor 2 Jahren oder so dort nicht.

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derhatschongelb 25.01.2019, 18:00
17. Es gibt sicher eine Menge Gründe...

....für diesen Niedergang. Fachkundige Beratung ist gerade für diese Altersklasse ganz wichtig. Im Internet gibt es die nicht, deshalb kaufe ich dort so gut wie nie. Die Preisgestaltung ist ein anderer Grund, weil ja sowieso alles irgendwann billiger wird, kauft doch kaum jemand zum normalen Preis. Und schließlich die Qualität, die sich in Billiglohn-Ländern einfach nicht herstellen lässt. Und was eine vorgewaschen und gebleichte Tom Tailor Jeans für die Umwelt bedeutet, dürfte ja wohl mittlerweile jedem klar sein.

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r-bolter 25.01.2019, 18:04
18. Riesige Marktlücke "Männermode"

Der Onlinehandel funktioniert langfristig nur mit Jugend und Standardware. Mit Mittelklassemode nicht: Wenn ich als Mann einkaufen gehe, brauche ich 10 Hosen, damit 2 passen.
Ich sehe eine riesige Marktlücke bei Mittelklasse-Männermode: Bisher Stil, Design nur simpel und langweilig, Anzüge nur in schwarz, dunkelblau, grau, T-Shirts nur einfarbig oder mit dummen Aufdruck, Hemden nur gestreift oder kariert, Lederjacken schwarz oder kackbraun, das wars - deprimierend. Hier wären mit guter Mode und Marketing Mrd. zu machen !!!

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iceyyo 25.01.2019, 18:04
19. wichtig wäre

wohl erstmal sich eine Zielgruppe zu suchen. dann zu überlegen, welche modische Richtung diese bevorzugt und auf welchem Vertriebswegen ich meinen Kram an den Mann bringen kann. eigentlich offensichtlich?!
gibt genug Menschen,mich eingeschlossen, die nur Markenkleidung kaufen. und Tom Tailor Esprit und co würde ich nicht besuchen. kein Prestige keine gute Qualität.
ich habe meine Marken, bei denen meine grosse immer gleich ist -> einfach online bestellen und es passt. ich hasse volle Läden. daher ist auch Zara und co nichts für mich. ansons geht noch. Läden eines jeweiligen Labels sind unnötig, da die Preise zu hoch sind.
naja meine Sicht und Einstellung

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