Forum: Wirtschaft
Kriselnder Reisekonzern: Thomas Cook stellt Geschäfte mit sofortiger Wirkung ein
Sang Tan/ AP

Die Suche nach neuen Geldgebern ist gescheitert: Der britische Reisekonzern Thomas Cook ist pleite. Betroffen sind nun auch rund 600.000 Touristen.

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dw_63 23.09.2019, 12:34
160. Besser

Zitat von Circular
und den innerdeutschen Handel auf das jeweilige Bundesland einschränken. Das wäre jetzt mal eine Perspektive.
Innerörtlich, hilft den letzten Tante Emma Läden unheimlich.

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juanth 23.09.2019, 12:40
161. Hochwertige Reisen individual??

Zitat von Andreas P.
Ja, das gilt für billige Reisen bzw. Reisebausteine. Aber auch hochwertige Reisen stellt man sich heute selbst zusammen!
Kommt ja darauf an, was Sie als "hochwertig" bezeichnen, aber Studienreisen, besondere Ziele, besondere Besuche, also alles was so ab 4.000 Euro pro Person anfängt bekommen Sie individual im Internet garantiert nicht gebucht oder nur um ein vielfaches teurerer.
Viele interessante Ziele oder Besuche können nur in Gruppe besucht werden.

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rico76 23.09.2019, 13:03
162. @141 wolle21

Sind Sie schon mal pauschal verreist? Also mit Billigurlaub hatte ThomasCook nichts zu tun, da gab es andere Ableger. Was ist die Definition von billig? Also wenn man in den Sommerferien mit einer 3-köpfigen Familie für 10 Tage ca. 3.500 Euro bei hinblättert (Balearen, 4 Sterne, Halbpension), wobei das Kind aufgrund des Alters eigentlich nur den Flug bezahlt, dann ist das nicht billig. Dazu kommen noch Mietwagen, Sprit, Essen, Eis, Eintritte etc., sodass man unterm Strich ca. 4.500 Euro lässt.
Diese Herzlosigkeit, der Neid, die Gehässigkeit und Trittbrettfahrer der Klimadebatte ist unfassbar hier.
Dieses Unternehmen wurde nach fast 180 Jahren in den Ruin getrieben, wie die Umstände auch immer liegen! Da kann man schon etwas mehr Mitgefühl, vor allem ggü. den Angestellten, erwarten.

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wolle21 23.09.2019, 13:17
163. Und wenn >HANS DAMPF

Zitat von Hans-Dampf
Bei Ihnen ist offenbar noch nicht angekommen, dass der Konzern Thomas Cook nicht allein die Fliegerei (wie es bspw. Air Berlin tat) betreibt. Und wenn Sie von "billig" in Zusammenhang mit Thomas Cook sprechen, legen Sie Zeugnis Ihrer Unkenntnis ab.
so viel mehr Kenntnis hat, weiß er natürlich, daß T C durch teure Reisen an zuviel Geld in der Kasse gescheitert ist. Mußte wohl zu viele Strafzinsen zahlen. (:--))
Anmerkung: Als ich noch nicht im Ruhestand war, bin ich als Financial Controller einer Weltfirma mehrmals um den ganzen Globus geflogen.
Meine Kenntnis ist der des >HANS DAMPF< sicher ebenbürtig, auch wenn ich nie mit T C gereist bin.

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frisal 23.09.2019, 13:28
164.

Zitat von advocatus diaboĺi
Reisekonzerne, Fluggesellschaften und die Autoindustrie tragen maßgeblich zu der Klimakatastrophe bei.... es sind Relikte aus einer Zeit, in der individuell-egoistischer Mobilität gepredigt wurde....es sollte auch das politische Ziel sein, diese Branchen so schnell wie möglich zu entsorgen....fortschrittliche Menschen in unserem Land und insbesondere die Jugend haben dies bereits erkannt. Es bleibt zu hoffen, dass nach der nächsten Bundestagswahl eine Regierung entsteht, welche die Rettung des Klimas endlich ernst nimmt und die notwendigen Maßnahmen, nicht nur kosmetische, in Angriff nimmt....viel Zeit bleibt nicht mehr, lt. führender Klimaforscher nur noch 18 Monate.
Eine notwendige Massnahme wäre in diesem Zusammenhang das emissionsfreie Fliegen. Technisch herausfordernd aber nicht unmöglich. Ausser der Ankündigung des von Airbus Chef Guillaume Faury, nur hört man dazu leider nicht viel.

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larsmach 23.09.2019, 13:29
165. Der ganze Konzern "wuchs" auf Kredit!

Wieder einmal bricht ein von Managern (hier: echten "London Boys") gemanagter Konzern nebst Tochterfirmen zusammen - nach Jahren des "Wachstums" - besser übersetzt: Kreditfinanzierten Zukäufen von Unternehmen in Deutschland, Russland usw.. Immerhin waren die "Zinsen ja so billig", dass man auch kein oder kein nennenswertes Eigenkapital für diesen Größenwahn brauchte. Statt zu konsolidieren und sich voll und ganz auf die Qualität und Rentabilität des vorhandenen Geschäfts zu konzentrieren (wie Unternehmer dies tun), wurde auf Pump der Umsatz vergrößert - trotz stagnierender Kaufkraft in weiten Teilen des Publikums sowie bevorstehender Deflation bei Verbraucherpreisen. Um solche Superhelden aus London bemühen sich Städte wie Frankfurt! Diese Leute KÖNNEN nicht anders als zukaufen, sich verschulden und weiter zukaufen. Echtes Bemühen um ein gut funktionierendes (Kern-)Geschäft ist diesen nervös Getriebenen zu mühevoll und zu langwierig. Große Teile unserer europäischen Wirtschaft fallen diesem Wahnsinn zum Opfer!

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Björn L 23.09.2019, 13:33
166. Pauschalreisen scheinen nicht mehr gefragt zu sein

Ich habe als individual Tourist nie verstanden, warum Pauschalreisen interessant sind. Wir fliegen in stets in der Holzklasse, denn ein Flugzeug ist ein fliegender Bus, da brauche ich keine Hummerhäpchen und Kaviar. @123 sagt, dass dies ärmliches Reisen ist. Dafür ist dann das Budget im Urlaub umso größer. Vor Ort suchen wir uns Unterkünfte via Airbnb oder nehmen Empfehlungen von Reisebloggern war. In meiner Familie werden fließend 6 Sprachen gesprochen, somit haben wir Zugang zu regionalen Plattformen. Ohne dieses Privileg würden wir deutlich mehr zahlen oder als Westtouri übers Ohr gehauen werden. Allerdings können Pauschalreisenanbieter Menschen ohne Sprachkenntnisse überhaupt manche Länder zugänglich machen. Beispielsweise würde jeder in Kasachstan derart abgezogen werden, wenn er alleine ohne Sprachkenntnisse reisen würde. Ich finde die Co2Debatte widerlich. Keiner nennt die Hauptemittenten wie Schwerindustrie, Schifffahrt. Anzunehmen mit dieser Pleite würde sich etwas zum Guten wenden ist ein naiver Irrglaube.

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wolle21 23.09.2019, 14:10
167. "...in den Ruin getrieben..." ?

Zitat von rico76
Sind Sie schon mal pauschal verreist? Also mit Billigurlaub hatte ThomasCook nichts zu tun, da gab es andere Ableger. Was ist die Definition von billig? Also wenn man in den Sommerferien mit einer 3-köpfigen Familie für 10 Tage ca. 3.500 Euro bei hinblättert (Balearen, 4 Sterne, Halbpension), wobei das Kind aufgrund des Alters eigentlich nur den Flug bezahlt, dann ist das nicht billig. Dazu kommen noch Mietwagen, Sprit, Essen, Eis, Eintritte etc., sodass man unterm Strich ca. 4.500 Euro lässt. Diese Herzlosigkeit, der Neid, die Gehässigkeit und Trittbrettfahrer der Klimadebatte ist unfassbar hier. Dieses Unternehmen wurde nach fast 180 Jahren in den Ruin getrieben, wie die Umstände auch immer liegen! Da kann man schon etwas mehr Mitgefühl, vor allem ggü. den Angestellten, erwarten.
Von wem, bitte??
Bei genannten 600.000 (?) festsitzenden Passagieren doch wohl nicht durch fehlende Kundschaft.
"...nach fast 180 Jahren..." ? Alter schützt vor Torheit nicht, heßt ein Sprichwort.
Die von Ihnen genannten 3.500/4.500 € für 10 Tage ("Malle"?) sind natürlich viel Geld - unbestritten - waren aber offenbar doch falsch/zu niedrig kalkuliert.

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Hans-Dampf 23.09.2019, 14:13
168.

Zitat von Björn L
1) Pauschalreisen scheinen nicht mehr gefragt zu sein. 2) Ich habe als individual Tourist nie verstanden, warum Pauschalreisen interessant sind. Wir fliegen in stets in der Holzklasse, denn ein Flugzeug ist ein fliegender Bus, da brauche ich keine Hummerhäpchen und Kaviar.
1) Ihre Betrachtung steht diametral zu den Auswertungen von Statista.
2) Nun, ganz großer Vorteil bei einer Pauschalreise ist, dass man jemanden bei Problemen belangen kann. Ich konnte das Geknatsche beim letzten Streik am Flughafen CGN miterleben: Ausgefallene Flüge führten bei denjenigen zu Problemen, die am Zielort schon etwas gebucht hatten, was sie ja nicht in Anspruch nehmen konnten, weil eben ihr Flug gestrichen wurde. Der Pauschaltourist wird in eine andere Maschine gesteckt, kommt vielleicht später am Urlaubsort an und kann vom Reiseveranstalter Geld zurück verlangen.
Dass man gewisse Gegenden der Welt nicht mit Pauschalreisen bedienen kann, weil die Nachfrage zu gering ist, liegt in der Natur der Sache.

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schnubbeldu 23.09.2019, 14:23
169. Wenn Sie die Schifffahrt ...

Zitat von Björn L
..... Ich finde die Co2Debatte widerlich. Keiner nennt die Hauptemittenten wie Schwerindustrie, Schifffahrt. Anzunehmen mit dieser Pleite würde sich etwas zum Guten wenden ist ein naiver Irrglaube.
.... so ins Visier nehmen, dann hoffe ich, dass Sie als Konsument ausschließlich auf lokal produzierten Produkte zurückgreifen. Sie tragen keine Jeans-Hosen? Respekt! Auch Ihr Haushalt besteht nicht aus Geräten "made in China bzw. Taiwan/Korea"? Applaus!

Die Touristikbranche mit Kreuzfahrtschiffen dürfen Sie gerne ins Visier nehmen, aber was den globalen Handelsverkehr betrifft, benennen Sie gerade den Falschen. Denn keine Ware, die mit dem Schiff verladen und transportiert wird, kann relativ effizient mithalten. Da sind selbst sogar die Güterzüge der Bahn eine Dreckschleuder, von LKWs auf den Autobahnen ganz zu schweigen!

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