Forum: Wirtschaft
Krisengipfel in Brüssel: Griechenland braucht den Euro - und wir brauchen Griechenlan
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Das Euro-Aus in Griechenland? Beherrschbar! Diese fatale Fehleinschätzung macht sich in Europa breit. Doch tatsächlich wären die Folgen eines Grexit langfristig verheerend - weniger für Griechenland als für den Rest der Eurozone.

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kippelman 22.06.2015, 12:28
90. Ganz im Gegenteil

Wenn Griechenland in der Eurozone verbleibt zeigt die Eurozone ihre komplette Unfähigkeit und Erpressbarkeit. Ein unbedeutender Randstaat hat es dann geschafft, sich schamlos durch zu schmarotzen und alle anderen Länder, die wenigstens ansatzweise diszipliniert gehandelt haben, als dumme Laffen vorzuführen. Die Folgen eines Verbleibs Griechenlands in der EU werden grausam sein, denn es wird andere Länder geben, die nun versuchen werden auf ähnlöich unverschämte Weise mit der Brechstange für sich selbst das Optimum herauszuholen. Das kann aber dann wirklich keiner mehr bezahlen und somit ist der Verbleib Griechenlands das endgültige Todesurteil der Eurozone. Würde Griechenland in die Pleite gehen, hätte der Rest Europas dagegen Glaubwürdigkeit gewonnen und gezeigt, dass man sich von ultraradikalen Nationalisten nicht grenzenlos erpressen lässt. Aber es ist typisch für die Gesinnung mancher Zeitgenossen, dass man den Ausverkauf der noch halbwegs vernünftig wirtschaftenden Länder verlangt, deren Nationalismus anprangert und verteufelt und gleichzeitig den rücksichtslosesten und gewissenlosesten Nationalisten das Wort redet - die sind halt links und damit sakrosankt.

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Wirbelwind 22.06.2015, 12:28
91. Und was wäre, wenn Griechenland einen Blankocheck erhielte?

Zitat von ogniflow
Sollte Italien tatsächlich feststellen dass Griechenland sich ohne Euro wirtschaftlich erholt,wäre es Pflicht jeder italienischen Regierung einen ähnlichen Weg zu beschreiten. (desgleichen Spanien,Portugal,..).
Und was wäre, wenn Griechenland einen Blankocheck erhielte? Wäre es dann nicht die Pflicht jeder italienischen Regierung ebenfalls einen Blankocheck einzufordern (desgleichen Spanien,Portugal,..)?

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euroeddy 22.06.2015, 12:29
92. Auf solche Meinungen setzen Tsipras,

Varouvakis und Genossen um den Rest Europas vor sich herzutreiben. Wenn man ihnen nachgibt, wird das Schule machen, sie werden dann nicht die letzten Erpresser bleiben. Ein Nachgeben bedeutet den Anfang vom Ende des Euro und nicht umgekehrt!

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BK_M 22.06.2015, 12:29
93. Warum brauchen wir noch Politik wenn,

"Investoren und Privatanleger zu dem Schluss kommen können, dass sich mit dem Austritt Griechenlands die Währungsunion in ihrem Wesen verändert hat, und es dann richtig teuer wird."

Es ist wirklich fruchtbar, dass von allen Seiten Horrorszenarien gesponnen werden! Ob Bildzeitung oder Spiegel, es wird nur noch spekuliert. WARUM lasst ihr es nicht einfach passieren wies es kommt.

Aber: Journalismus ist offensichtlich der neue Populismus.

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hefe21 22.06.2015, 12:30
94.

Lebenslänglich, ohne Bewährung. Tja, und wie lange leben Staaten so im Schnitt? Fehlt nur noch ewig und "bis der Tod uns scheidet". Aber auch 50% aller Ehen werden geschieden. Soweit ich den "Volkstenor" aus dem SPON-Forum destilliere, geht es den Menschen in erster Linie um Aufklärung, was dort in den letzten 15 Jahren geschehen ist. Wie sich die Verantwortlichen aus Politik und Hochfinanz gegenseitig schützen und die Justiz ein gewohnt jammervolles Bild abgibt. Warum die Griechen ungehindert Gelder in Zigmilliardenhöhe ausser Landes bringen dürfen. Sie ahnen, dass sie bei einer ähnlichen Lage ihres eigenen Landes natürlich sofort und unbeschränkt als Bürge und Zahler herangezogen werden würden. Die griechische Mischung aus Wehleidigkeit und Großkotzigkeit widert auch den einen oder anderen vielleicht auch an. An der Börsen wird es übrigens Null "Verluste" geben, weil es dort auch Null "Werte" gibt. Wenn dort trotzdem jemand etwas "verliert", dann hat es jetzt ein anderer oder er kann es ja mal auf dem Fundamt versuchen. An den Börsen werden auch keine "Gewinne" gemacht, wie es in der infantilen Branche, in der auch Münchau werkt, so gerne heisst. Gewinne gibt es nur bei Preisausschreiben und Lotterien und auch da muss jeder Cent vorher von jemandem erwirtschaftet oder sonstwie finanziert worden sein

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bkambeck 22.06.2015, 12:31
95. Wer braucht GR?

Leider begründet der Artikel nicht, warum wir GR brauchen. Die Schulden werde sowieso nicht zurückgezahlt! Keine Währungsunion war bisher lebenslänglich! Der Artikel ist nur ein armseliges Gesülze, welches wieder mal Ängste hervorrufen soll. Das ist unsere freie Presse! - GR sollte endlich abwerten dürfen, damit für die Arbeitnehmer wieder Arbeitsplätze entstehen und keine Tomaten aus Holland importiert werden!

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bobrecht 22.06.2015, 12:31
96. Was für ein Unsinn!

Herr Münchau dekliniert zwar die m ö g l i c h e n Gefahren, die durch einen Grexit entstehen, er erwähnt aber nicht die s i c h e r e n Nachteile, die durch einen Verbleib der Griechen im Euro-Raum bestehen: Mit immer mehr Geld immer grössere Löcher stopfen. Vielleicht ist die EU und alles was mit ihr einhergeht einfach nicht machbar. Man kann nicht zusammenhalten was nicht zusammen geht. Und was ide russischen Militärstützpunkte im mittelmeerraum betrifft: KOsten über Kosten, das können und wollen die Russen nicht, sofern wir (NATO) sie in Ruhe lassen und uns an die Absprachen halten. Wie war doch gleich der Name: Münchau oder Münchhausen ...?

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japhet 22.06.2015, 12:31
97. Braucht man einen Blinddarm?

"Selbst wenn Gerichte festlegen, dass Athen seine Schulden weiterhin in Euro bedienen muss, ändert das nicht viel. Das Geld ist einfach nicht mehr da." Was soll man von dieser Aussage halten? Wenn Griechenland im Euro-Raum bleibt, dann ist das Geld auf wundersame Weise "wieder" oder "noch" da"?
Da gefällt mir die Aussage des EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, welche dieser Ende letzte Woche tätigte besser: „Was nicht geht: aus dem Euro ausscheiden, seine Schulden nicht zurückzahlen, aber erwarten, dass die Mittel aus dem EU-Haushalt weiter fröhlich fließen“. Indem Herr Schulz da einen Euro-Austritt nahezu untrennbar mit einem EU-Austritt verbindet, macht er die Endlichkeit europäischer Solidarität deutlich. Ein Staat, der nicht in der Lage ist, sich selbst an den Lebensstandard Mitteleuropas nach und nach heranzuarbeiten und Ratschläge auf dem Weg dorthin sogar als Einmischung von aussen oder gar als kriminell bezeichnet, passt eigentlich nicht in die Gemeinschaft der EU. Gerade in einer Zeit, in der die EU durch die explosionsartige Erweiterung nach Ost- und Südost stetig weitere Herausforderungen annimmt, muß auch die Grenze der Belastbarkeit aufgezeigt werden.

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Korken 22.06.2015, 12:31
98. Viel verworrenes im Artikel

Es gibt viele Punkte, die nicht stimmen oder sich wiedersprechen. Z.B. Kann die restl. Gemeinschaft Griechenland sehr wohl ausschließen. Es bliebe zwar de facto Mitglied aber durch die Suspendierung ohne Mitsprache. Dann kann ein Grexit nicht das griechische EU-Aus bedeuten sondern umgekehrt. Der Euro kan nicht wieder genommen werden, obwohl man für den Fall griechenland inzwischen weiss, dass die ebenso hier angeführten Aufnahemkriterien bei weitem nicht erfüllt sondern erschwindelt waren. Da wäre durchaus was machbar im Sinne von, hätte von Anfang an nicht dabei sein können. Des weiteren sind alles andere, was passieren könnte, pure Spekulation. Der vorgeschlagene Fahrplan einiger zur tieferen Vereinung der EU, gerade auf finanz- und sozialpolitischer Hinsucht, muss dagegen nachdrücklich vertieft werden. Erst dann wäre der Euro unumkehrbar, wenn nationalpolitische Stammtischinteressen nicht mehr die EU in Geisselhaft nehmen könnten.

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_gimli_ 22.06.2015, 12:31
99.

Dieses Mal kann ich mich nicht dazu durchringen, über einen Kommentar von Münchau zu lächeln, weil ich ihn falsch finde. Dieses Mal macht er mich wütend, weil Leute wie Münchau mit völlig abwegigen Argumenten um sich werfen, um weiterhin eine gegen die Interessen Deutschlands, aber für die Interessen der Industrie und Finanzwirtschaft gerichtete Politik zu verargumentieren.
Beispiel: Grexit = Abschreiben der Schulden Griechenlands. Ja wer glaubt denn ernsthaft, Griechenland würde jemals dazu in der Lage sein, auch nur einen Bruchteil der Schulden zurückzuzahlen. Ein Grexit verhindert aber, dass schlechtem Geld weiteres gute Geld hinterhergeworfen wird.
Oder das Argument sinkender Börsenkurse. Bullshit. Die Kurse würden sich in Kürze wieder erholen. Außer vielleicht die der Finanztitel. Womit wir wieder beim Thema politischer Interessen wären.

Griechenland ist am Ende. Die Frage ist, wie lange man den klinisch toten Patienten auf Kosten der Allgemeinheit noch am Leben erhalten will, um den möglichst schadlosen Ausstieg einiger systemrelevanten Institutionen zu ermöglichen. Darum geht es den Meinungsmachern und um nicht anderes.

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