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Krisengipfel in Brüssel: Griechenland braucht den Euro - und wir brauchen Griechenlan
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Das Euro-Aus in Griechenland? Beherrschbar! Diese fatale Fehleinschätzung macht sich in Europa breit. Doch tatsächlich wären die Folgen eines Grexit langfristig verheerend - weniger für Griechenland als für den Rest der Eurozone.

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tony2003 23.06.2015, 20:18
600. Wir brauchen Griechenland,

aber nicht im Euro, nicht um jeden Preis.

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debreczen 23.06.2015, 20:50
601. Recht haben Sie...

...wir brauchen GR als diejenigen, die dieser institutionalen Bückelei des Normalverbrauchers für die Zinsen (früher: Tribute) irgendwelcher faulen reichen Fatzkes aus Nahost und Übersee endlich den Spiegel vorhalten.

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Kassandro5000 24.06.2015, 09:18
602. Worin

besteht der Nutzen einer Währungsunion in der die schwachen Mitglieder nach einem Austritt feststellen, dass es ihnen besser geht?

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ornitologe 24.06.2015, 13:04
603. Wofür braucht

Griechenland den Euro? Ein kaputteres Zahlungsmittel gab es seit Menschengedenken nicht. Und wofür brauchen wir Griechenland (?) - als Flugzeugträger der Nato im Mittelmeerraum. Das ist alles...

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christelschubert983 25.06.2015, 19:49
604. Glatt gelogen, Herr Münchau

Es gibt Beispiele für aufgelöste Währungsunionen. Daher ist es eine Frechheit zu behaupten, eine Währungsunion wäre unumkehrbar und lebenslänglich.

- Lateinische Münzunion
- Deutsch-Österreichische Münzunion
- Skandinavische Münzunion

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sam242 26.06.2015, 12:59
605.

Sehr geehrter Herr Münchau, Sie sollten beim "Titanic"-Magazin anheuern. Und im ernst: keiner braucht Griechenland, und Griechenland braucht nicht den Euro. Es geht alles auch ohne.

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erdmann.rs 28.06.2015, 02:18
606. Optimusmus angesagt?

(Zitat) : Stellen Sie sich nur einmal vor, der Grexit funktioniert für Griechenland aus wirtschaftlicher Sicht, eventuell mit anfänglichen Schwierigkeiten. Nach einem oder zwei Jahren wäre der Schock verdaut, und dann geht es wieder nach oben. Wie wird man das in Italien sehen? Wird das die Euroskeptiker dort nicht in ihrem Urteil bestätigen, dass auch Italien gut beraten wäre, den Euro zu verlassen und von einer massiven Abwertung zu profitieren? (Zitatende)
Das, lieber Herr Münchau, glauben Sie doch selbst nicht. Ich glaube gerne, dass Sie ein Fachmann in den
Fragen von Wirtschafts- und Finanzpolitik sind.
Sie sind vielleicht auch ein großer Optimist, aber doch
hoffentlich kein Illusionist oder Utopist.
Griechenland würde weder in einem noch in zwei Jahren den "Schock" verdaut haben. Es wird auch nicht
nach ein paar Jahren wieder aufwärts gehen.
Nicht nur die letzten 6 Monate und auch nicht die letzten Jahre, sondern Jahrzehnte haben gezeigt, dass
in Griechenland offensichtlich der e h r l i c h e Wille
fehlt, den eigenen Laden einmal richtig auszumisten.
Dem griechischen Staat wurde seit 1945 sehr viel
internationale Hilfe zuteil, vielleicht sogar z u viel,
wenn man z.B. allein an Subventionen für die Landwirtschaft denkt. Eigene Anstrengungen wurden
zu wenige unternommen, eigene Initiative fehlte.
Es wäre falsch und nicht gerecht, "die Griechen" als
faul zu bezeichnen, aber vielleicht wurden sie einfach
zu lange "gepampert und von anderen durchgefüttert".
Das haben sie sich gefallen lassen und es kam ihrem
Naturell einfach entgegen. Wie sollte denn auch ein griechischer Beamter seinen Job richtig machen, wenn
die Rahmenbedingungen dafür nicht vorhanden sind,
sein ordentliches Gehalt bekam er trotzdem.
Und warum sollte der Bauer sich abmühen, seine Oliven
zu ernten und zu vermarkten, wenn er sein Geld auch
ganz ohne Mühe bekommt. möglichst noch für die
doppelte Anzahl von Bäumen, die er überhaupt besitzt.

Sollte ich mich irren, würde es mich für die Griechen
ehrlich freuen. Wir beide könnten uns in 2, 3, oder 4
Jahren gerne noch mal darüber unterhalten.

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erdmann.rs 28.06.2015, 10:49
607. Optimismus angesagt? II

Bei meiner Beschreibung habe ich e i n e große Gruppe
fast vergessen, nämlich die Rentner.
Es gibt sicher überall auf der Welt Menschen, die ihre
Arbeit lieben und manche arbeiten sogar, bis sie tot
umfallen. Letztere sind aber wohl die Ausnahmen.
Man kann nicht in jedem Beruf gleich lange arbeiten,
ein Dackdecker oder irgendein anderer Bauhandwerker
wird nicht so lange durchhalten, wie ein Buchhalter.
Auch da werden Ausnahmen die Regel bestätigen.

Aber seien wir mal ehrlich, wie viele Arbeitnehmer gäbe
es bei uns, die n i c h t gerne ein paar Jahre früher in
Rente gingen, vorausgesetzt die Rente reicht ihnen?
In Griechenland ist die Höhe der Rente - gemessen am
Eintrittsalter - immer noch über dem Durchschnitt der
europäischen Länder.
Dass die griechischen Rentner diesen Status gerne
behalten würden, kann ihnen kein Mensch verdenken.
Das Dumme an der Geschichte ist aber, dass Tsipras
ihnen genau das versprochen hat, o b w o h l er
weiß, dass ihm dafür das Geld fehlt.
In diese Zwickmühle hat er sich selbst gebracht und
n i c h t etwa die Geldgeberländer.
Schäuble - und andere - sagen dazu : "game over"

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michaeljust222 30.06.2015, 13:26
608.

Man kann sich nur über die Naivität wundern, die Herr Münchau hier an den Tag legt. Vielleicht hätte er vor dem Griff zur Feder einmal anerkannte Wirtschaftsexperten gefragt, die ihm dann gesagt hätten, dass der Euro eine zu harte Währung für Griechenland darstellt. Wirtschaftliche Nicht-Ressourcen, sprich keine Industrie sowie landespolitische Eigenheiten (Reeder verdienen Milliarden und zahlen trotzdem bis heute keine Steuern) sind in dieser Form mit dem Euro nicht kompatibel. Laut Experten hilft derzeit nur ein kompletter Neuanfang mit einer eigenen Währung. Was wollen Sie Herr Münchau mit Ihrem Kommentar bewirken? Political Correctness im Zeichen der Solidarität? Auch Political Correctness sollte an der Realität ausgerichtet sein, die in ihrem Fall leider ganz weit entfernt ist.

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