Forum: Wirtschaft
Kritik an Agrarminister Schmidt: "Wir wollen keine Nürnberger Rostbratwürste aus Kent
DPA

"Nicht mehr jeden Käse als Spezialität schützen" - mit seinen TTIP-Äußerungen im SPIEGEL stößt Agrarminister Schmidt auf heftige Kritik. Lebensmittellobby und Landespolitiker toben.

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niklot1147 05.01.2015, 10:31
80. Boykott amerikanischer Waren

Wenn wir dieses TTIP-Komplott unserer Regierung mit den amerikanischen Herstellern nicht im Vorfeld verhindern können, weil sich die Regierung mehr den amerikanischen Interessen verbunden fühlt, als der deutschen Bevölkerung, dann bleibt uns immer noch das Mittel eines massiven Boykotts von Chlorhähnchen und allen anderen Waren, die nicht unseren Standards entsprechen. Das könnte auf Grund der allgemeinen Amerika-Skepsis zum Erfolg führen.

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lemmy01 05.01.2015, 10:31
81.

Wenn ich Palatschinken esse, erwarte ich auch, dass der Schinken aus der Palat kommt!

Im Ernst: Ich verstehe es, wenn Leute regionale Produkte wollen. Dann muss aber die Wertschöpfung zur Herstellung des Produkts insgesamt zum Großteil auch aus dieser Region stammen. Wenn das nicht der Fall ist bzw. nach EU-Verordnung sein muss, dann ist das Ganze einfach nur lächerlich.

Also: Entweder tatsächlich nur rein regionale Produkte oder gar kein Schutz.

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tom1992 05.01.2015, 10:31
82.

Ich glaube nicht, dass der Allgäuer Emmentaler hiermit vergleichbar ist, da dieser bereits nach dem Schweizer verfahren im Jahre 1827 in Sonthofen von dem Schweizer Johann Althaus hergestellt wurde...

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t dog 05.01.2015, 10:32
83. Simplifizierung

Dieser mediale Vorgang, das nicht jede Wurst geschützt werden könne, vereinfacht den gesamten Sachverhalt der TTIP Verhandlungen. Dieser platte Spruch soll suggerieren, das alles nicht so schlimm sei und lässt alle weiteren, kontrovers diskutierbaren, Punkte im TTIP unberücksichtigt. Wenn wirklich eine ehrliche Diskussion über TTIP in der Öffentlichkeit stattfinden soll, dann benötigen wir eine Diskussionsgrundlage. Diese Grundlage kann nur durch die Onlineveröffentlichung des gesamten TTIP Vertragswerkes geschaffen werden. Die Geheimhaltung des Dokumentes durch Brüssel ist höchst undemokratisch. Wir sind die Bürger und wir wollen wissen, was Brüssel in unserem Namen vereinbaren will. Die Geheimhaltung von TTIP weckt beim Bürger, verständlicher Weise, Vorbehalte gegenüber TTIP. Ich würde im Privatleben auch niemals blind einen Vertrag unterzeichnen und einfach den Beteuerungen Glauben schenken, das das Alles schon gut wird. Also bitte das Vertragswerk veröffentlichen. Der mündige Bürger wird dann entscheiden können. Bei der Euroeinführung haben wir schon einmal ein ungenügendes internationales Regelwerk abgenickt. Mit den allgemein bekannten katastrophalen Nachwirkungen. Das brauchen wir kein zweites Mal.

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Sonia 05.01.2015, 10:33
84. Gar nichts wird sich ändern

wenn Schweizer Käse drauf steht möchte ich auch Original Schweizer kaufen. Absolute Sauerei. Der Normalverbraucher wird betrogen werden, die Oberklasse wird wissen, wo man einkauft, um nicht getürkte Lebensmittel zu essen. Wer jetzt schon wirklich Gutes essen möchte, kauft bei Käfer oder an der Fleischtheke vom KaDe We in Berlin oder direkt beim Biobauer. Insofern wird sich nicht viel ändern, Volk kauft auch genmanipulierte Bratwürste aus Kentucky, wenn die nur 1 Cent billiger sind als die aus der Region.

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hman2 05.01.2015, 10:33
85.

Zitat von my50cents63
Was soll das sein, ihre 'Demokratie'? Wollen Sie tatsächlich ein System, indem die Bürger gezwungen werden willkürliche, gegen jede Rechtsnorm verstoßende, Steuergesetze zu befolgen als Demokratie bezeichnen?
Ein Steuersystem, das nicht jeder befolgen muss, wäre kein solches.

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GoBenn 05.01.2015, 10:34
86.

Zitat von the.memory.hole.1984
Die Argumente fuer TTIP sind hinlaenglich bekannt. Dass es fuer den "Exportweltmeister" ein Vorteil ist, ein Freihandelsabkommen mit dem groessten Binnemarkt der Erde zu haben, liegt auf der Hand. Die Intressensgruppen, die TTIP pushen, sind auch mitnichten die boesen Amerikaner, die den EU Markt annektieren wollen,......
"Aufstand proben", "gewisse Kräfte"... Eine ernsthafte Auseinandersetzung ohne Diffamierung üben wir aber noch mal, gell?

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bombi_22 05.01.2015, 10:36
87. Nichts wirkt beim deutschen Michel so gut....

wie Nebenkriegsschauplätze (meine Nürnberger Bratwurst, mein Pfälzer Saumagen) zu eröffnen, während die eigentlichen Baustellen hinter dichten Mauern künstlichen Nebels gehalten werden. Ich habe es hier schon einmal gesagt und sage es wieder. Beste Lösung: Multilateraler Freihandel, second best Lösung: Bilaterale Abkommen wie TTIP. Völlig inakzetabel (und was mich zum erbitterten Gegner von TTIP macht): Hinterzimmer Arbitration zwischen Partnern, die beide über gut entwickelte und erfahrene Systeme des Rechts und der Jurisprudenz verfügen.

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redwed11 05.01.2015, 10:36
88. .

Zitat von the.memory.hole.1984
Die Argumente fuer TTIP sind hinlaenglich bekannt. Dass es fuer den "Exportweltmeister" ein Vorteil ist, ein Freihandelsabkommen mit dem groessten Binnemarkt der Erde zu haben, liegt auf der Hand. Die Intressensgruppen, die TTIP pushen, sind auch mitnichten die boesen Amerikaner, die den EU Markt annektieren wollen, die exportieren......
Was Sie hier von sich geben ist das übliche, faktenlose Gerede über einen Vertrag ohne wirkliche konkrete Gründe für diesen Vertrag vor zubringen.
Hier pauschal jeden Gegner gegen dieses Abkommens Antiamerikanismus zu unterstellen, ist das übliche nichtssagende Argument um die TTIP Gegner zu diffamieren. Sollte es aber eine skeptische Haltung gegenüber den USA geben, sind diese Vorbehalte gut begründet. Hier sei nur an NSA Spionage in diesem Land, Folter, Tötungen, erlogene Kriegsgründe erinnert. Auch das Gebaren US amerikanischer Unternehmen und Investoren ist hinreichend bekannt. Hier sei weiter an die aggressiv-brutale Geschäftspolitik von Monsanto und das Gebaren gegenüber Canada und Mexiko mit Hilfe von Freihandelsverträgen erinnert.
Das nächste Ihrer Argumente ist genauso dümmlich. Zu behaupten, die deutsche Industrie würde im globalen Wettbewerb noch weiter zurückfallen. Bei den gegenwärtigen Exporten der deutschen Wirtschaft eine völlig aus der Luft gegriffene Behauptung.
Zu den sogenannten Schiedsgerichte sei zu sagen. Auch hier gibt es keine plausiblen Gründe für diese "Gerichte". Aber es gibt viele sehr gute Gründe dagegen. Und hier liegt der wichtigste Grund für eine Ablehnung dieses Abkommens.

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also_wirklich 05.01.2015, 10:36
89. Es geht mal wieder um den Schutz der Erde...

und der Umwelt. Regionale Produkte stehen nicht nur für gute Arbeits- und produktionsbedingungen sowie Einhaltung von Umwelt- und Hygienevorschriften sondern sind ein wesentlicher Betandteil der Transition.
Die zimmern den Super GAU für lokale Erzeuger!

Nur weil die in ihrer Cafeteria immer das gleiche (noch) hochwertige Zeug kriegen und sie ihren Hintern eh nicht vor die Tür bewegen müssen. Um Himmels Willen!
Haben die denn gar keinen Bezug mehr zur Realität? Sofort zurücktreten!

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