Forum: Wirtschaft
Kritik am Bundeshaushalt: Investieren wie Scholz
Clemens Bilan/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Die Große Koalition versprach steigende Investitionen, nun gehen sie laut Haushaltsentwurf zurück. Finanzminister Scholz erklärt das mit einer Art optischer Täuschung.

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St.Baphomet 02.05.2018, 18:43
1. Die optische Täuschung

ist einzig und allein Scholz höchstpersönlich.
Da wählt man eine Sozialdemokraten und bekommt einen waschechten CDU-Mann und Schäuble-Fan.
Es ist echt interessant was die SPD unter "Erneuerung" versteht.

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purple 02.05.2018, 18:46
2.

Ich halte eigentlich nichts von dem Mann, aber ein ausgeglichener Haushalt und eine Rückführung des immer noch über dem Stabilitätspackt (60% BIP) liegenden Schuldenstands ist glaube ich der Wille der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung - umso mehr als wir noch eine Billion nicht eintreibbarer Überziehungskredite (Target2) zu schultern haben werden.

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Marhaus 02.05.2018, 18:49
3. Wovon soll man denn investieren

wenn man schon alles ausgeben hat?

Der Schuldenstand Deutschland 1990 waren 500 Mrd. Euro (umgerechnet), im Jahre 2010 waren es 2.000 Mrd. Euro.

Wo seid Ihr denn, ihr lohnenden Investitionen? Die müssten doch nach den Regeln der After-Ökonomie (deficit spending) heute Ertrag abwerfen!

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qjhg 02.05.2018, 18:51
4. Tja, so sieht es aus,

Wenn man so weiter macht wie bisher. Die einzige Änderung gegenüber früheren Jahren wird sein, dass die SPD nach der nächsten Wahl nicht mehr dabei sein wird. Aber auch das weiß man ja, seitdem sich die SPD erneut zum Büttel der Unionsparteien gemacht hat.

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prophet46 02.05.2018, 18:54
5. Noch nicht alles

Für mich scheint die Staatsverschuldungskennzahl unvollständig zu sein. Ich hätte gerne gewußt, was aus den bisher ungedeckten, bereits erdienten Pensionen und Krankenbeihilfe noch hinzu kommt.
Die Schuldenlast dürfte dann ganz anders aussehen. Wer kann hier weiterhilfen?

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maslinar1 02.05.2018, 18:59
6. Hört auf zu träumen...

Machen wir uns nichts vor. Die Zeit der Schuldenaufnahme für vermeintliche „Zukunftsinvestitionen“ wie bspw. Hallenbäder ist vorbei, da es letztlich keinen kümmert, dass das Geld auch wirklich effizient und ordentlich eingesetzt wird, so wie es jeder daheim macht, wenn er mit seinen eigenen Geld haushalten muss. Wenn es wirklich eine relevante Zukunftsinvestition ist, sprich die Investitionen werfen entsprechend einen Zukunfsertrag ab, der die Investition wieder reinholt, dann wird ein ordentlicher Kaufmann sprich privater Investor dies sicher sehr gerne machen. Alles andere ist Verschwendung und Enteignung der Menschen. Egal ob Stuttgart, Berlin, hören wir auf zu glauben, wir brauchen das alles. Auch im Sinne der, die nach uns kommen.

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geradsteller 02.05.2018, 19:01
7. Das Foto, die Grafik und das Gesicht

Verglichen mit einem Wahlplakat. Da sieht man die 180° Wende in den Inhalten doch schon bildlich.

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Darwins Affe 02.05.2018, 19:04
8. Wahlhilfe

1) Die EU-Kommission will nach dem Brexit von Deutschland 12 Milliarden mehr. Grossbritanniens Nettobeitrag belief sich auf ca. 6 Milliarden. Deutschland soll also nicht nur den britischen Beitrag alleine tragen, sondern er wird auch noch verdoppelt.
2) Auffällig ist, wie sehr sich Herr Öttinger dafür engagiert --- macht wohl Wahlhilfe für die AfD.

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quark2@mailinator.com 02.05.2018, 19:05
9.

Zum einen hat sich die Bundesrepublik zu maximal 60% vom BIP Staatschulden verpflichtet. Und wir sind bei 80% und haben gute Konjunktur. Da ist man schon von der Seite her verpflichtet, abzubauen. Zum anderen macht es Sinn, staatliche Investitionen, insbesondere in Infrastruktur, dann zu machen, wenn die Wirtschaft schwächelt. Das hilft dabei Arbeitslosigkeit zu stabilisieren und man bekommt mehr Leistung fürs Steuergeld. Last not least werden wir demnächst weniger Menschen im Arbeitsalter haben, wenn die Babyboomer in Rente gehen. Dann werden weniger Steuern fließen können, während die Babyboomer leider versorgt werden müssen. Dann wird die Staatsverschuldung wieder steigen, wenn es nicht zu unsozial werden soll. Das heißt eben, wir müssen die Schulden jetzt dem zukünftigen Potential anpassen. Denn soweit ich sehe, ist die Jugend nicht gerade scharf darauf, 10h am Tag, 6 Tage die Woche zu arbeiten, wie das mal normal war. Weniger Arbeit, weniger BIP, also bitte auch Schulden, die sich damit dann handhaben lassen werden.

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