Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

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Anna-Lena19 29.04.2019, 14:27
1.

Ein Wirtschaftsmodell, welches bei der Energiegewinnung, jedoch auch beim Endprodukt (Auto) derart viel CO² ausstößt, ist natürlich nicht nachhaltig, sondern ein Auslaufmodell. Ich würde mich freuen, wenn Präsident Macron ein Gegenmodell dazu etabliert. Vorschläge hierfür (unter anderem von "Fridays for Future", aber auch von anderen Organisationen und Wissenschaftler*innen) liegen auf dem Tisch. Es fehlen nur noch Personen, die es auf großer Ebene angehen und umsetzen.

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kraut&ruebe 29.04.2019, 14:33
2. En Garde Merkel wäre richtiger

Macrons Problem heisst Angela Merkel. Sie ist seine Ansprechpartnerin, sie tut nichts. Aber seit 2005 hat Frau Merkel überhaupt nur zwei Mal etwas Grosses angestoßen, die Energiewende mit Atomausstieg (mit den bekannten Folgen für unsere Klimabilanz und Nebenkosten) und das Aussetzen des Dublin-Abkommens (mit den bekannten Folgen für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt). Als einzige positive Initiative wird wohl Ihre Freigabe der Abstimmung zur Homo-Ehe in Erinnerung bleiben. Und da hat sie bekanntlich selbst dagegen gestimmt.
Also Danke für Nichts(tun), Frau Merkel.

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MagittaW 29.04.2019, 14:34
3. Gut erkannt!

Das hat Macron gut erkannt: die EU nützt vor allem global orientierten Konzernen!
Da ist einerlei, ob das deutsche Auto-, Chemie-, oder Maschinenbaukonzerne sind, oder französische Luxuskonzerne wie LVMH.
Die normale Bevölkerung hat davon im besten Fall einen guten Arbeitsplatz (Ausnahme) oder ein soziales Netz.
Im schlechtesten Fall, wie man in Südeuropa oder Osteuropa sieht, hat die Bevölkerung gar nichts davon!
Da wird die heimische Industrie einfach platt gemacht oder ist verlängerte Werkbank.
Ohne die deutsche Exportindustrie würde die EU eine "EU-first" Linie wie Donald Trump fahren. Schutz der europäischen Arbeitsplätze vor billig Importen aus aller Welt.
Aber weil die Deutschen so gerne und viel exportieren, bleiben die europäischen Märkte offen.
Tja, das ist ein klasisches Patt: entweder die Rest-EU wird wie Deutschland, oder Deutschland wird wie die Rest EU, sonst ändert sich nix!

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s.pam 29.04.2019, 14:34
4. Ablenkung ist das beste Rezept ?

Interessante, wenn auch zu durchscheinende Konzeption der Franzosen.
Unsere Nachbarn haben wohl leider vergessen, dass ihr Staat aber auch wirklich gar nichts auf die Kette bekommt- ausser die Provokation Landesweiter Proteste.
Das ganze erinnert mich eher an die Glashaus-Steinewerfer Nummer...

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hausfeen 29.04.2019, 14:40
5. Wenn die Kritik an Merkel hier nur halb so fundiert wäre, wie die ...

... von Macron, gäbe es keine AfD mehr. Dabei ist Macrons Partei der deutschen Union doch eher ziemlich nahe. Und dabei muss Macron selbst genug Kritik einstecken.

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eheini 29.04.2019, 14:40
6. Hausaufgaben erledigen

Er sollte seine Hausaufgaben erledigen, anstatt ständig auf andere zu zeigen. (Trop) Grande gueule.

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jana45 29.04.2019, 14:42
7. Frankreich muss er reformieren,

kann er aber nicht. Also sucht er die Probleme woanders. Doch was soll Härte gegenüber Deutschland, USA oder China nützen? Hilft dies die Jugenarbeitslosigkeit zu senken, die Staatsverschuldung zu reduzieren oder die Wirtschaft im Weltmarkt fit zu machen?

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fridericus1 29.04.2019, 14:46
8. Ein Wirtschaftsmodell ...

Zitat von Anna-Lena19
Ein Wirtschaftsmodell, welches bei der Energiegewinnung, jedoch auch beim Endprodukt (Auto) derart viel CO² ausstößt, ist natürlich nicht nachhaltig, sondern ein Auslaufmodell. Ich würde mich freuen, wenn Präsident Macron ein Gegenmodell dazu etabliert. Vorschläge hierfür (unter anderem von "Fridays for Future", aber auch von anderen Organisationen und Wissenschaftler*innen) liegen auf dem Tisch. Es fehlen nur noch Personen, die es auf großer Ebene angehen und umsetzen.
... das u.a. darauf beruht, die französischen Grenzregionen mit Atomkraftwerken vollzupflastern, ist mindestens ebenso fragwürdig. Sehen wir es doch realistisch: Macron ist mit seiner "Was-Dein-ist-ist-auch-mein"-Politik in Deutschland abgetropft und hat mit seinen zaghaften Modernisierungsversuchen in Frankreich selber den Zorn den Grand Nation erlebt. Jetzt gehts um die Wiederwahl, und da meinen anscheinend ja viele Politiker in Europa, dass "Auf-Deutschland-Schimpfen" und "Deutschland-die -Schuld-an-allem-Geben" immer gut kommt. Vielleicht kann er ja auch noch Reparationen einfordern.

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nikaja 29.04.2019, 14:50
9. neoliberales Vorbild

Schwer zu glauben, dass Macron Kreide gefressen hat und auf einmal fuer mehr soziale Gerechtigkeit einsteht, aber das Schielen nach Berlin zu beenden ist richtig.
Europa ist nur ein Lippenbekenntnis der gegenwaertigen Politik in DE. Eine Besteuerung der grossen Online Firmen, mit den Deutschen nicht zu machen. Autoindustrie in DE, das goldene Kalb, das nicht angefasst wird. E-Autos, das einzig seeligmachende Mantra, das in Berlin gesungen wird. Eindimensional und Eurozentristisch. Man koennte auch sagen michelhaft. Null Innovation in neue Technologien, Klima und Bildung. Die Entwicklung DE's, repraesentiert von seiner Regierung ist ein ausgetretener Schuh. Da kommt nichts mehr...

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