Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

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BettyB. 29.04.2019, 19:08
100. Welch ein Wunder

Macron setzt für Frankreich auf ein starkes Europa ind hat bemerkt, dass Merkel ein solches politisches Europa nie wollte. Jetzt scheint er es begriffen zu haben.

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großwolke 29.04.2019, 19:12
101. Völlig wurscht, was der denkt

Wenn Politiker über Wirtschaft reden, hat das immer etwas Surreales. Glauben die denn ernsthaft, sie könnten da allzuviel beeinflussen? Deutschlands momentaner Erfolg basiert auf Unternehmen, die zum Teil schon ein gutes Alter haben, also etabliert sind mit und wegen ihren Produkten. Die Euroschwäche hilft wirtschaftlich starken Ländern mit relativ niedrigen Ländern, das ist schon richtig. Aber das kann man politisch nicht korrigieren. Die Zwänge, denen sich unser Wirtschaftssystem anpassen muss, kommen von außen. Und auf sie zu reagieren ist erst dann sinnvoll, wenn man die Wirkung z.B. der protektionistischen Maßnahmen der USA zu sehen beginnt. Nicht vorher.

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taglöhner 29.04.2019, 19:15
102. Verantwortung für Europa

Wenn in Deutschland bei den Autobauern ein Licht ausgeht, gehen im Rest von Europa mindestens 3 weitere aus.
Da hat Macron völlig recht, der Koloss in der Mitte steht zunehmend auf einem Bein. Auch weil hier Zukunftstechnologien ausgebremst werden.

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r_saeckler 29.04.2019, 19:24
103. @ loddarcontinua (#83):

Ach was ^-^?! Sie "wissen" da was? "Nur noch autokratisch Regime (sic!) setzen weltweit auf die Atomkraft!" ... ach, wirklich?
Finnland: autokratisches Regime; GB: autokratisches Regime; Süd- (NICHT Nord-, wohlgemerkt!)Korea: autokratisches Regime; Indien (bevölkerungsreichste Demokratie der Welt...): autokratisches Regime ... Meine Güte! Was, bitte, ist dann Ihrer werten Meinung nach weltweit überhaupt noch nicht-autokratisch???
Fazit: der originale Loddar könnte nicht dämlicher daherschreiben.

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n.wemhoener 29.04.2019, 19:38
104.

# hannesmann Nr. 91

Ich erinnere mich an einen Artikel im Handelsblatt vom 21.6.2018 mit der Schlagzeile:

"Deutschland macht 2.9 Milliarden Euro Gewinn mit Griechenland-Hilfe."
(Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen)

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everglide 29.04.2019, 19:47
105.

Herr Macron präsidiert ein Land in dem niemand tut was er soll, niemand sagt was er denkt und jeder glaubt dass nur er selbst recht hat. Dieses Land hat auch Herrn Macron produziert. Man darf nicht vergessen dass letzterer nur aus Mangel an Alternativen gewählt wurde respektive aus Enttäuschung an den vorherigen Links-, Rechtsparteien von Hollande und Sarkozy.
Das Hauptproblem aller dieser Regierungen war und ist die Staatsfinanzierung. Daher auch die neuen Tempolimits, Umschichtungen von lokalen Steuern auf Zentralebene und die Europapolitik mit insbesonders den an Deutschland gerichteten „Reformvorschlägen“.
Dabei hat Herr Macron weder bewiesen dass er irgendwas besser kann oder macht als seine Vorgänger noch dass Frankreich irgendetwas besser kann oder macht als Deutschland. Allein deswegen sind sämtliche aus Frankreich stammende Vorschläge unter og Gesichtspunkten der zusätzlichen Staatsfinanzierung aus neuen Quellen zu betrachten. Was ich zur Idee von gemeinsamen Heeresgruppen halte läßt sich aus meinen im 1. Satz nach über 35 Jahren Arbeiten, Wohnen und Urlaub in Frankreich und in Französisch gemachten Beobachtungen schließen.

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amuseemanc 29.04.2019, 20:09
106.

Zitat von HansGluck
12. HansGluck: " Aber zum Glück noch nicht eingetroffen. Aber es stimmt, wir sind in weiten Teilen der Industrie vom Export abhängig. Ist aber auch normal bei der hohen Produktivität. Viel gefährlicher aber als die Abhängigkeit vom Export ist die fehlende Innovationskraft für neue Technologien. Nicht mehr lange dann können die Schwellenländer, hier vor allem China, das gleiche produzieren wie wir bei noch geringeren Kosten. Und wenn das passiert ( sieht man schon in vielen Bereichen der Hochtechnologie) können wir unseren Wohlstand nicht mehr halten. Dann sind wir alle in Europa ein Auslaufmodell und was das bedeutet kann sich jeder vorstellen."
Wohl wahr. Aber für eine solche Weitsichtigkeit fehlt der Politik einfach der Blick. Im Gegenteil! Man tut immer noch so, als ob das alles ewig so weitergeht. Deutschland halst sich immer noch weiter Lasten auf als ob es kein Morgen gibt.
Aber auch unsere Industrie hat fleißig mitgemacht. Um der Absatzchancen willen - und man hat ja auch über Jahrzehnte davon profitiert - hat man sein Know how bereitwillig aus der Hand gegeben.
Ja, das hat uns alle nochmal einen schönen Schub gebracht, einen schönen Schluck aus der Pulle. Aber wie lange wird es noch dauern, bis China genauso gute Autos, Baumaschinen, Roboter, Flugzeuge etc. herstellen wird und das zu weitaus günstigeren Preisen auf den Weltmarkt schmeißt und uns dann die Rechnung für diese Blauäugigkeit präsentiert?

Denn bei den Zukunftstechnologien sieht Deutschland schon jetzt nicht mehr gut aus. Und in den wenigen Bereichen, wo wir da mitspielen, z.B. Robotik, da wird an die Chinesen verkauft ( der Run auf die deutschen Mittelstandsfirmen ). Erst da ist plötzlich auch die Politik aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht...(huch!).

Es ist nur eine Frage der Zeit und wenn es dann Knüppeldick kommt, steht weitaus mehr auf dem Spiel als nur der Nimbus des Exportweltmeisters, sondern dann geht es an die Wurzel Europas, dem europäischen Wohlfahrtsmodell. Lässt sich der nicht mehr finanzieren, bekommen wir noch ganz andere Probleme. Dagegen sind die Gelbwestenproteste nur ein laues Lüftchen und nicht mehr nur auf Frankreich begrenzt.

Auch wenn man es jetzt noch für total abwegig hält und man immer noch das Gegenteil macht. Aber die Rufe nach Protektionismus werden unweigerlich kommen. Warum stimmen wohl die Chinesen das Liedchen des freien Welthandels so unermüdlich an - und die Deutschen stimmen noch im vollen Brustton der Überzeugung mit ein ohne zu ahnen, dass es ihnen damit langfristig an die Gurgel geht.

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macjackson 29.04.2019, 20:22
107. Ich verstehe nicht,

warum es immer noch Leute gibt, die diesen Mann als Heilsbringer verehren. Hat der eigentlich schon irgend einen Erfolg vorzuweisen außer dass er gewählt wurde? Irgend einen? Außer ein paar Kampfansagen, einem bisschen idealistischen und inhaltsleeren Gewäsches kann ich mich an nichts erinnern. Und besser als unter Hollande oder Sarkozy scheint es Frankreich auch grad nicht zu gehen. Irgendwas realistisches hab ich auch noch nicht gehört. Noch nicht mal seine Äußerungen zum Aufbau von Notre Dame sind realistisch.

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nach-mir-die-springflut 29.04.2019, 20:54
108. Die kalte Dusche und der Kater

Zitat von macjackson
warum es immer noch Leute gibt, die diesen Mann als Heilsbringer verehren. Hat der eigentlich schon irgend einen Erfolg vorzuweisen außer dass er gewählt wurde? Irgend einen? Außer ein paar Kampfansagen, einem bisschen idealistischen und inhaltsleeren Gewäsches kann ich mich an nichts erinnern. Und besser als unter Hollande oder Sarkozy scheint es Frankreich auch grad nicht zu gehen. Irgendwas realistisches hab ich auch noch nicht gehört. Noch nicht mal seine Äußerungen zum Aufbau von Notre Dame sind realistisch.
Macron wurde von der Finanzelite installiert, die einen gewissen Plan verfolgt für ihr Heil. Dieser Plan aber stellt sich als Unheil für die Völker dar. Diese Installierten sondern Sprüche ab, die eine Bedeutung haben, die dann vom Volk geglaubt wird. Was sie absondern, verstehen die Installierten nur selber nicht, denn es wurde ihnen ja aufgeschrieben - quasi von PR-Agenturen der Finanzelite. Wer vorgelesen Sprüche absondert, ist ein Installierter.

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Erythronium2 29.04.2019, 21:23
109.

Das kann man in Deutschland relativ kühl zur Kenntnis nehmen und sich dabei daran erinner, dass Herr Macron selbst nicht so fürchterlich erfolgreich ist. Vor randalierenden Gelbwesten einzuknicken, das wirkt halt nicht besonders professionell. Da wird ihm das sinnlose Auskeilen in Richtung Deutschland auch nichts helfen. Lassen französische Unternehmen denn nicht bei Billigheimern irgendwo auf der Welt fertigen? Nach Macron kommt dann wahrscheinlich ein Linkspopulist oder eine Rechtspopulistin, beide gleichermaßen skeptisch gegen die EU. Dann fährt die ohnehin angeknackste Wirtschaft in Frankreich sehr wahrscheinlich vollends an die Wand. Und ob die EU und der Euro das dann überstehen, das ist dann eine noch wichtigere Frage.

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