Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

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tobilechat 30.04.2019, 07:13
120. Vive la France, vive l'Union Européenne.

Zitat von s.pam
Interessante, wenn auch zu durchscheinende Konzeption der Franzosen. Unsere Nachbarn haben wohl leider vergessen, dass ihr Staat aber auch wirklich gar nichts auf die Kette bekommt- ausser die Provokation Landesweiter Proteste. Das ganze erinnert mich eher an die Glashaus-Steinewerfer Nummer...
So würde ich es nicht sehen. Und die Vorschläge Macrons sind es wert, darüber nachzudenken.

Nur wenn Europa zusammenarbeitet, kann es sich behaupten und gegen die USA sogar durchsetzen. Nur so sichern wir uns den Platz der USA im Orchester, nur so werden die USA auch in Zukunft nicht mal mehr die zweite Geige spielen.

Angesichts der Bedrohung des Weltfriedens durch Scientology ist dies alternativlos.

Europa ist das bessere Nordamerika.

Die Gauner sind abgehauen, als der Lockruf des Geldes und Goldes ertönte, die mit Charakter sind geblieben.

Und auch ein ganz großer Charakterkopf ist in die USA gegangen, seine Familie jedenfalls und er zum Glück gleich mit.

Thank God, morgen ist Feiertag!.

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siryanow 30.04.2019, 07:19
121. EUROPA Macron

Viel Glück, Monsieur Macron . Natürlich wäre es hilfreich EUROPA eher zu überzeugen wenn man im eigenen Land eine gute Politik hinbekommt. Zweifel kommen immer wenn man die Gelbwesten versteht. Positiv ist allemal bei all den Popu-Exitariern dass Macron EUROPA wichtig ist.

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tobilechat 30.04.2019, 07:28
122.

Zitat von zweifler001
Frankreich pflegt seit 300 Jahren im Prinzip immer das gleiche Wirtschaftsmodell, den Merkantilismus. Es fällt gegenüber anderen Ländern immer weiter zurück. Macron soll machen was er will, wir sind wirklich nicht auf ihn oder Frankreich angewiesen. Deutschland spielt in einer anderen Liga.
Sicher, und dass für die näüchsten 1000 Jahre?.

Die Wirtschaft ist das eine, die Staatsform das andere.

Das Kapitalismus und Demokratie nicht zusammenpassen, weil der Kapitalismus der Demokratie ständig nach dem Leben trachtet, weil sie seinem Profitmaximierungscredo und -wahn im Wege steht, das sehe vielleicht nur ich so. Unter 7 Milliarden Menschen mit 7 Milliarden verschiedenen Meinungen kann es eine einzige Meinung geben, die anders ist als die der Masse und die kann, muss aber nicht, richtig sein. Die Minderheit und der einsame Rufer in der Wüste, kann richtig liegen und selbst, wenn er falsch liegt, so ist seine Meinung zu respektieren.

Sorry, Folks, aber für mich stellt sich das so dar.

Und gegen Scientology macht der Deutsche Staat nichts. Angeblich beobachtet der Verfassungsschutz. Aber fragst du den Verfassungsschutz konkret, welche Erkenntnisse er hat, dann mauert dieser, Quellenschutz nennt er seine Ausrede.

Etwa 2006 wurde Scientology in Frankreich wegen bandenmäßigen Betruges verurteilt. Und in Deutschland?. Saß da Scientology auch nur ein mal jemals auf der Anklagebank?.

Nicht, das ich wüsste, stattdessen tönte es aus den USA als der Deutsche Verfassungsschutz Scientology überwachen wollte: "Das sind ja Methoden wie im Dritten Reich".

Scientology und somit die USA sollten mal mehr hinterfragt werden. Fragen wie, "warum haben die USA seit 2003, seit mehr als 16 Jahren den ununterbrochenen Ausnahmezustand?" oder "Welche Ordnung wird da errichtet/aufrechterhalten mit diesem Ausnahmezustand?.

Wer bitte frickelt und werkelt denn da am Vierten Reich?.

"Kuck' mal, wer da hämmert?".

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tobilechat 30.04.2019, 07:39
123. Kapitalismus ist Auslaufmodell

Zitat von deufin
Ein Wirtschaftssystem, welches auf endlosem Wachstum beruht, auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen ist grundsätzlich zum scheitern verurteilt. Das haben einge Menschen bereits vor über 100 Jahren erkannt.
Sehe ich auch so.

Statt ständig und ewig weiter zu konstatieren, dass der Kapitalismus bald sterben wird, sollte man mal das Erbe und die Nachfolge besprechen.

Aber scheinbar hat niemand ein gesteigertes Interesse daran, sich mal zu überlegen, wie ein neues Wirtschaftssystem aussehen könnte.

Es gibt den "Dritten Weg", das Erzkapitalisten das vehement in Abrede stellen ist doch klar.

Die Wirtschaft hat die Macht, nicht das Volk, nicht seine Vertreter.

Deshalb gilt es bunkerbrechende Smartbombs ins Wirtschaftsmahlwerk zu werfen. Auch da kann sich jeder seine Strategien überlegen, die man am besten gar nicht öffentlich macht oder diskutiert, so kann sich die Konkurrenz auch nicht drauf einstellen und wird so noch härter getroffen.

Sicher, wir sitzen alle im Boot "Weltwirtschaft", müssen aber gewisse Kreaturen dringenst ausbooten: Scientology und Scientologen, denn die tun alles, um das Schiff zu destabilisieren.

Lassen wir uns von Scientology nicht Kiel holen.

Haben wir keine Angst vor dem Untergang, denn wir alle können schwimmen und zwar besser als jeder Scientologe.

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Neapolitaner 30.04.2019, 08:18
124. Macron spricht in Rätseln

Ja es gibt Niedriglohnländer in der EU, aber Deutschland ist nicht darunter. Die Arbeitskosten in D. sind mit denen in FR vergleichbar; dabei haben die Franzosen durchaus strukturelle Vorteile, z.B. bei den Energiekosten. Allerdings beruht der deutsche Exporterfolg auf dem schwachen Euro, doch der schwache Euro dient für Frankreich genauso. Was also will Macron? Dahinter steht die Sorge, dass der letztliche Sicherungsgeber für das französische (Banken-)Geschäftsmodell Schwächen zeigt. Dass das so kommen würde, war aber schon vor Jahren absehbar. Macron sollte wissen, dass jede französische Regierung sich selbst genug ist, weil die Franzosen sich selbst genug sind und eigentlich gar kein Europa brauchen. Das wissen in Europa so ziemlich alle und Macron kann eben nicht für Europa sprechen. Es nützt auch niemandem in Europa, wenn Macron Deutschland nun zum "Auslaufmodell" erklärt.

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ingo.adlung 30.04.2019, 08:23
125. Und die Bundesbank ist die lokale Filiale der EZB

Zitat von hannesmann
Tut mir leid das ich Ihnen widersprechen muss. Die Anleihebestände liegen nicht bei der EZB sondern bei den jeweiligen Notenbanken. Es wurden nur die Euroguthaben teilweise als Fluchtgeld nach Deutschland transferiert. Das kann sich jederzeit ändern wenn sich die Investitionsbedingungen in Deutschland verschlechtern.
Sie übersehen, dass ja streng genommen nicht die EZB als solche, sondern die entsprechenden Zentralbanken die jeweiligen Akteure sind.

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ingo.adlung 30.04.2019, 08:26
126. ClubMed, hanebüchener Blödsinn

Zitat von crimsonking24
was haben alle gebibbert, als Le Pen drohte, die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen. Macron stützen, lautete die Losung. Blabla. Mit dem Euro hat der ClubMed Party gefeiert. Jetzt ist er die verlängerte Werkbank deutscher Konzerne. EU, das Friedensprojekt. Die Exporte sind dahin, stecken in Handelsbilanzüberschüssen und in Targetsalden. Unsere Infrastruktur ist totgespart und wir ein Niedriglohnland mit drohender Altersarmut. Aber so reich! Dafür laden wir uns bildungsferne Schichten ein und weisen die Fleissigen aus. Finde den Fehler.
schauen Sie sich doch mal die echten Zahlen an. Außer Griechenland sind die Mittelmeerländer entweder selbst Nettozahler, oder erhalten bestenfalls kleine Beträge. Profitieren tut neben Griechenland vor allem Polen ... was ja bekanntlich nicht am Mittelmeer liegt ...

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man 30.04.2019, 10:03
127. Macron hat insofern Recht,

dass spätestens mit der Regierungszeit von Schröder und nachfolgend Merkel die "Soziale Marktwirtschaft" regelrecht ausgehebelt wurde. Die Einführung der Billiglöhnerei und das festhalten an einem Steuersystem, dass dem Kapital fast alle Freiheiten gewährt wird noch bitter aufstoßen. Unter Ludwig Erhard oder auch Kohl wären diese Auswüchse nicht so möglich gewesen. Ex CDU Wähler.

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GlobalerOptimist 30.04.2019, 10:04
128. Leider, wie immer nur die halbe Wahrheit.

Klar muss auch Deutschland umdenken. Nur auf billlige Zulieferer und billige Arbeitskräfte setzten, sind kein nachhaltiges Modell. Aber sind das wirklich die einzige Faktoren, auf die gesetzt wird? Ich glaube nicht.
Richtig ist, dass die Politik keine Ideen mehr hervorbringt, aber ewig Merkel ist doch bald vorbei.

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Ezechiel 30.04.2019, 10:34
129. Ja, aber .......

Zitat von ingo.adlung
ClubMed, hanebüchener Blödsinn...schauen Sie sich doch mal die echten Zahlen an. Außer Griechenland sind die Mittelmeerländer entweder selbst Nettozahler, oder erhalten bestenfalls kleine Beträge. Profitieren tut neben Griechenland vor allem Polen ... was ja bekanntlich nicht am Mittelmeer liegt ...
… bei vielen Nettozahlen steigt die Staatsverschuldung kontinuierlich. Dazu gehören auch Frankreich und Italien. Sie finanzieren ihre Nettozahlungen über Kredit. Von den großen Nettozahlern kann nur Deutschland kann seine Zahlungen ohne Neuverschuldung aufbringen, was natürlich Neid aufkommen lässt. Die Briten waren immer auf der Seite Deutschlands und der sonst noch vernünftig wirtschaftenden Staaten. Wenn GB aus der EU ausscheidet, ist deren Sperrminorität (vertreten 35 % der EU-Bevölkerung) weggebrochen. Danach haben theoretisch die hoch verschuldeten und wirtschaftlich labilen Staaten das "Sagen" in der EU. Wenn jene sich einig sind, können sie in der EU einiges durchsetzen, was uns (BRD) wahrscheinlich überhaupt nicht gefallen wird. Warten wir es ab. Es bleibt spannend.

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