Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

Seite 14 von 15
Steve.Joe 30.04.2019, 11:14
130. Bedenkenswert

Natürlich profitiert Deutschland von der EU. Aber es sind nicht nur Großkonzerne, sondern auch der Mittelstand, der in Osteuropa Standorte hat; z.B. in Rumänien. Und diese Vernetzung wird auch in Zukunft vorteilhaft sein, auch wenn das Lohnniveau (was erfreulich ist) in diesen Ländern steigt. Aber auch in China wird das Lohnniveau ebenfalls ansteigen, weshalb es aus meiner Sicht die Strukturen in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit auch in die Zukunft tragfähig sind (zum Vorteil aller Länder). Und wenn sich Osteuropa positiv entwickelt ist dies für alle vorteilhaft.
Aber sicher ist auch, dass Deutschland ein Strukturproblem hat; die starke Fokussierung auf Branchen mit wenig Wachstumspotential (v.a. Automobilindustrie) und eines generellen Übergewichts in produzierenden Gewerbe macht Deutschland anfällig für Strukturwandel. Es ist insofern wichtig, dass Deutschland den bevorstehenden Strukturwandel aktiv gestaltet. Hier bin ich zuversichtlich, dass dies gelingen kann; aber dazu gehört etwas politischer Mut. Auf jeden Fall sollte man die Sicht aus dem Ausland nicht einfach "vom Tisch wischen"; die Kritik ist sicherlich in Teilen berechtigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BurgRitter 30.04.2019, 13:14
131. Wenn Loser,

die der Straße in ...... kriechen, für diese Leistung, zukünftig den Takt gleich für ganz Europa angeben wollen, dies von Star-Ökonom, die noch nie was gestemmt haben, unterstützt werden? Mitleid oder Angst? Solange Herr Macron 2 € ausgeben muss (??) und nur 1 € kassiert, könnte Nachhilfe in den Grundrechenarten bei Ex-Kanzler Schröder nicht schaden. Er entwickelt sich zum Mini-Trump, wenn es nicht läuft sind es die Anderen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingo.adlung 30.04.2019, 14:31
132. Netter Versuch ...

Zitat von hannesmann
Vielleicht kann ich Ihrer Erinnerung etwas auf die Sprünge helfen. Im Rahmen der 1. Finanzierungsrunde für Griechenland (EFSF Programm) lag der Anteil Deutschlands bei 15 Mrd. Euro. Da Deutschland diesen Betrag nach den Bestimmungen ja nicht direkt zahlen durfte hat man die KfW als staatliche Bank vorgeschoben. Wirtschaftlich ist dieser Betrag aber Deutschland direkt zuzuordnen. Das war aber nicht die einzige Sauerei in diesem Zusammenhang. Als bei der 2. Finanzierungsrunde, zur Rettung insbesondere der französischen Banken, neben Zahlungen auch ein Kapitalschnitt vereinbart wurde, hat man für Anleihen, die die EZB gekauft hatte, und die eigentlich unter diesen Kapitalschnitt gefallen wären, einfach die Wertpapierkennummern geändert, damit diese Anleihen unter internationales Recht und nicht unter griechisches Recht fielen, und somit nicht von dem Kapitalschnitt betroffen waren. Im normalen Leben fiele so was unter den Begriff Betrug und würde mit Haft bestraft. Leider wird so was dann später schnell unter den Teppich gekehrt.
Mal abgesehen davon, das der EFSF zur zweiten Finanzierungsrunde gehört, sprechen wir bei der Zahlung der KfW von Krediten, für die Griechenland Zinsen zahlt und deren Tilgung 2020 beginnt. Überhaupt stellt doch keiner in Frage, dass Geld in Form von Krediten nach Griechenland floss, wofür Deutschland anteilsmäßig natürlich bürgt. Was ist daran neu? Tatsache bleibt, dass kein Geld aus Steuermitteln floss.
Das mit den wkn Änderungen ist mir neu, aber ich verstehe nicht, was das mit deutschen Hilfsmitteln zu tun haben könnte ... ? Aber vielleicht gönnen Sie uns ja eine Quellenangabe?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingo.adlung 30.04.2019, 14:42
133. Unser täglich fake news gib uns heute ...

Zitat von nach-mir-die-springflut
Macron wurde von der Finanzelite installiert, die einen gewissen Plan verfolgt für ihr Heil. Dieser Plan aber stellt sich als Unheil für die Völker dar. Diese Installierten sondern Sprüche ab, die eine Bedeutung haben, die dann vom Volk geglaubt wird. Was sie absondern, verstehen die Installierten nur selber nicht, denn es wurde ihnen ja aufgeschrieben - quasi von PR-Agenturen der Finanzelite. Wer vorgelesen Sprüche absondert, ist ein Installierter.
Sie sind sich aber dessen bewußt, dass in Frankreich Präsidenten nicht installiert, sondern gewählt werden? Und das schließt selbstverständlich ein, dass sie eine Vergangenheit und ein Programm haben und im Rahmen dessen handeln, ob es Ihnen oder mir nun speziell zusagt oder nicht. Und nach Ablauf ihrer Amtszeit müssen sie sich zur Wiederwahl stellen, und ihre Wähler abermals überzeugen, mit offenem Ausgang. Das nennt man Demokratie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ingo.adlung 30.04.2019, 14:54
134. Und die Botschaft ist?

Zitat von Beagle-Fan
Wer ist Macron? Ein ehemaliger Goldman-Sachs-Rothschild-Banker!!! https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article183816328/Neustart-fuer-Europa-Deutschland-muss-lernen-seinen-Wohlstand-zu-teilen.html,WELT online, 14.01.2018 „…Ein reiches Land wie Deutschland muss lernen, seinen Wohlstand mit anderen Ländern zu teilen und Innovationen dafür zu nutzen, das Klima zu retten.““ http://www.faz.net/aktuell/finanzen/frankreichs-banken-haben-in-italien-viel-zu-verlieren-15611872.html, Warum Frankreich zur Gefahr für Europa wird! Veröffentlicht am 02.06.2016, | https://www.welt.de/wirtschaft/article155886588/Warum-Frankreich-zur-Gefahr-fuer-Europa-wird.html, Frankreich lässt seine ehem. Kolonien immer noch kräftig bezahlen. Frankreich kann seinen Status nur mit Ausbeutung der ehemaligen Kolonien halten. Deutsche Wirtschafts. Nachrichten | Veröffentlicht: 15.03.15 01:12 Uhr Frankreich: Renteneintrittalter 62, Renten von unter 2000 gilt als niedrig.... Deutschland: Renteneintrittalter 68, Renten über 1000 sind schon hoch.... ein Hoch auf die EU
Was wollen Sie uns sagen? Das das französische Volk niemanden mit solch einer Vergangenheit wählen darf? Und ja, die EU braucht einen Neustart, weiter so funktioniert ganz offensichtlich nicht. Und ja, Deutschland zieht als Land im Rahmen seiner Wirtschaftskraft permanent Geld aus anderen Ländern ab, was auf Dauer nicht gut geht. Was zunächst eine volkswirtschaftliche Aussage ist und nicht primär heißt, dass sich über Ihnen oder mir ein Füllhorn austun würde. Und ja, französische Renten sind höher, unter anderem weil Frankreich eine andere Alterspyramide hat und die Franzosen höhere Beiträge zahlen und sie haben die deutsche Beitragsbemessungsgrenze erst viel, viel später im System. Und nichts davon hat mit der EU zu tun, aber viel mit Deutschland und viel mit Frankreich im Detail. Was also wollen Sie uns sagen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spaceagency 30.04.2019, 19:00
135. Ezechiel - hetzt haben Sie sich überboten

Nettozahler die ihre Nettozahlungen über Kredit finanzieren. Etwas dümmeres habe ich noch selten gelesen. Die Nettozahlungen werden auf Grund eines Schlüssels bestimmt unter Bezug der Bevölkerung und des BIP. Da die Schulden auch verzonst werden und die Zinsen bezahlt, diecSchulden umgeschuldetbist ihr Statement grottesk, zumal ja auch Deutschland die Verschuldungsquote von 60% nicht einhaltet und nicht einhielt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus.egon 30.04.2019, 19:45
136. Was für ein Glück dass wir Frankreich haben

Wie arrogant hier teilweise mit den Fingern auf Frankreichs soziale Probleme, unter anderem der Arbeitslosigkeit gedeutet wird.
Macron hat Recht, wenn es sich gegen deutsche Wirtschaftspolitik stellt. Unsere wirtschaftliche Erfolge sind doch letztendlich darauf gebaut, dass wir einen Teil unserer Mitbürger über das Instrument Hartz IV in sozial prekäre Arbeitsverhältnisse, Werkverträge oder ähnliche Ausbeuter Jobs gebracht haben. Profitiert haben davon nur unsere Großkonzerne und deren Mitarbeiter. Damit ein Facharbeiter in der Automobilindustrie seine 50.000 € im Jahr bekommen kann müssen Fremdarbeiter oder Werkverträgler effektiv für 8,50 €/h arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klaus.egon 30.04.2019, 19:48
137. Was für ein Glück dass wir Frankreich haben

Wie arrogant hier teilweise mit den Fingern auf Frankreichs soziale Probleme, unter anderem der Arbeitslosigkeit gedeutet wird.
Macron hat Recht, wenn es sich gegen deutsche Wirtschaftspolitik stellt. Unsere wirtschaftliche Erfolge sind doch letztendlich darauf gebaut, dass wir einen Teil unserer Mitbürger über das Instrument Hartz IV in sozial prekäre Arbeitsverhältnisse, Werkverträge oder ähnliche Ausbeuter Jobs gebracht haben. Profitiert haben davon nur unsere Großkonzerne und deren Mitarbeiter. Damit ein Facharbeiter in der Automobilindustrie seine 50.000 € im Jahr bekommen kann müssen Fremdarbeiter oder Werkverträgler effektiv für 8,50 €/h arbeiten. Wir Deutschen lassen uns über entsprechende Beeinflussung über unsere Medien so dumm verkaufen, wie das in Frankreich eben nicht funktioniert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ardbeg17 02.05.2019, 18:33
138.

Zitat von spaceagency
Nettozahler die ihre Nettozahlungen über Kredit finanzieren. Etwas dümmeres habe ich noch selten gelesen. Die Nettozahlungen werden auf Grund eines Schlüssels bestimmt unter Bezug der Bevölkerung und des BIP. Da die Schulden auch verzonst werden und die Zinsen bezahlt, diecSchulden umgeschuldetbist ihr Statement grottesk, zumal ja auch Deutschland die Verschuldungsquote von 60% nicht einhaltet und nicht einhielt
Dieses Jahr soll die Schuldenquote in D eingehalten werden (https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-staatsverschuldung-sinkt-2019-unter-60-prozent-a-1201557.html).
Welche Länder sie bei weitem nicht einhalten, brauche ich hier sicher nicht zu erwähnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bzstr.simdornsvend 02.05.2019, 22:49
139. Zusammenbruch

Aber diese Frau hat doch unglaublich viel getan, sie hat in all ihren Entscheidungen das Land dem Ruin entgegen getrieben und zwar in allen Bereichen. Es dauert nicht mehr lang bis zum Zusammenbruch, da sind die Petitessen einer Makrone die ihr Verfallsdatum schon überschritten hat doch eher nicht relevant.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 14 von 15