Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

Seite 15 von 15
michael.nowak.7505 03.05.2019, 10:02
140. Europa ist erledigt.

Damit dürfte klar sein das Macron sich vom Reformprozess verabschiedet hat. GB ist bald weg und Deutschland steht als solide Wirtschaftsmacht in Deutschland allein da, Europa ist am Ende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariahellwig 03.05.2019, 16:12
141. phantastischer Artikel

Kompliment an der Spiegel, einen derart weitsichtigen Artikel liest man selten. Deutschland mit mit seiner trägen Selbstgefälligkeit hält sich immer noch für ein globales Vorbild. Dabei nehmen die Finanzmärkte längst vorweg, dass sich Deutschland auf dem absteigenden Ast befindet. Die deutschen Aktien laufen schon seit 2 Jahren schlechter als die meisten europäischen Werte, wie z.B. Österreich. Muss den USA muss man sich erst garnicht vergleichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inspired 04.05.2019, 03:33
142. apropos Stolz und Vorurteil

Die Anti-Deutschen Affekte funktionieren in Paris also pünktlich zur Wahl noch tadellos: "Deutschland habe ein Produktionsmodell, das darauf beruhe, dass es in Europa Billigproduktionsländer gäbe" was für ein bullshit im Sinne des Philosophen H.G. Frankfurt!: Frankreich nutzt dieses 'Gefälle' mindestens so sehr z.B. mit der Dacia-/Renault-Billigproduktion in Rumänien, Spanien und Portugal (z.B.), außerdem sind es immer v.a. die französischen Banken gewesen, die aus diesem Gefälle in den letzten Jahren den (mit Abstand) größten Profit geschlagen haben und deren Risikopapiere dann anschließend wieder von der EZB und damit von unserem Steuergeld ausgelöst werden müssen. Es gehört im Übrigen zum kleinen VWL-Einmaleins, dass die Erhöhung der (Mindest-)Löhne bei zugleich geringer Produktivität u. Wirtschaftskraft die südosteuropäische Wirtschaft in kürzester Zeit komplett strangulieren würde. Es ist also Wahnsinn, das in einem so uneinheitlichen Wirtschaftsraum an den Anfang der ökonomischen Harmonisierung stellen zu wollen. Und wenn's schief geht, ist nat. Deutschland Schuld. Immerhin das ist Konsens in ganz Europa, inkl. Deutschland. Was für ein Irrsinn! Dass auch hierzulande alle dieses schlichte & unsachliche Narrativ nachplappern, das ist etwas wirklich Deutsches, eine pol. Auto-Aggression, die es in keinem anderen EU-Staat umgekehrt so geben würde.
Übrigens haben wir in allen deutsch-französischen Joint-Ventures bisher immer nur nachgegeben - zugunsten Frankreichs, was dazu geführt hat, dass alle deutsch-französischen 'europäischen champions' inzwischen sämtlich französisch kontrolliert sind, meist sogar ohne dass für diese Kontroll-Übernahmen irgendetwas gezahlt worden wäre: Airbus und Eurokopter (heute Airbus-Helicopters), EADS waren paritätische Gründungen mit einer symmetrischen Management-Vereinbarung, an die sich die Franzosen aber nie gehalten haben: ist inzwischen alles nur noch mit Headquarter in Frankreich (oder, wie EADS zugunsten französischer Kontrolle aufgelöst); similar story: Hoechst->Avensis->Sanofi, wurde erst als "Zusammenschluss unter Gleichen" mit Hauptsitz in Frankreich annonciert (wobei Hoechst nat. die dtl. größere Hälfte eingebracht hatte), dann gab's die direkt im fr. Finanzministerium lancierte feindliche Übernahme durch Sanofi - et voilà: ein rein französischer, europäischer champion mit dt. Vergangenheit. - Wir haben also schon umfangreiche Vorerfahrungen mit 'gemeinsamen' Investitionen in Milliardenhöhe und daher ne ungefähre Idee davon, was Macron sich unter einem 'gemeinsamen' Eurogruppen-Budget für Investitionsprogramme vorstellen könnte ... Und dass ihn hier alle Linken für seine Umverteilungs-Visionen als Euro-Messias abfeiern, ist so grotesk wie naiv... - Im Übrigen war Macron in der ersten Hälfte seiner Legislatur angetreten, um das französische Reformdefizit endl. aufzuholen, um danach aus einer Position der Stärke Europäische Themen voranzubringen. Aber innenpolitisch ist er krachend gescheitert - and so let's blame the f. germans

Beitrag melden Antworten / Zitieren
anboes 04.05.2019, 08:53
143. Wenn ich zum Einkaufen über einen Wochenmarkt gehe

verinnerliche ich immer, dass ein Markt mehr ist, als das Verkaufen und Bezahlen!
Glyphosat, Bayer, Börse, Politik u. Arbeit, alles nahe beieinander. Bezieht man die Menschen mit ein, sprudelt die Quelle des Lebens.
Das hat eine Koalition von Markt- u. Finanzwirtschaft und einer Politik ohne den Sozialverbund des Arbeitsmarkts der Menschen nicht zu bieten. Soll und Haben können nicht aufeinander verzichten.

Das nur Habenwollen führte noch nie zu einem würdigen Ergebnis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tempus fugit 12.05.2019, 18:00
144. Falsch,...

Zitat von kraut&ruebe
Macrons Problem heisst Angela Merkel. Sie ist seine Ansprechpartnerin, sie tut nichts. Aber seit 2005 hat Frau Merkel überhaupt nur zwei Mal etwas Grosses angestoßen, die Energiewende mit Atomausstieg (mit den bekannten Folgen für unsere Klimabilanz und Nebenkosten) und das Aussetzen des Dublin-Abkommens (mit den bekannten Folgen für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt). Als einzige positive Initiative wird wohl Ihre Freigabe der Abstimmung zur Homo-Ehe in Erinnerung bleiben. Und da hat sie bekanntlich selbst dagegen gestimmt. Also Danke für Nichts(tun), Frau Merkel.
...die Energiewende wurde 1990 mit dem Stromeinspeise-
gesetz angerstossen, von einem Grünen und einem CSU-
Landespolitiker, wobei sich letzterer gegen die Schikanen der EVU zur Wehr setzte.
In Ihrem Machtgehabe und Arroganz haben die EVU das
nicht durch ihre Lobbyisten blockiert und hat dann 2000
unter Rot-Grün zum EEG geführt, damals in der Energie-
wirtschaft eine Revolution.
Und - die 2. Revolution! - auch noch den Atomausstieg
durchgezogen.
Merkel und ihre Gelben Möwenpicker haben das dann in 11/2010 wieder gekappt - Ausstieg aus dem Atomausstieg
als Brückentechnologie verharmlost - nur hat's dann 4 Monate später in Fukushima dermassen geknallt, dass alle Absprachen obsolet und durchsichtig wurden, Angela musste schleunigst mit ihrem Altmaier zurückrudern und wieder aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aussteigen -
sonst wären die Wahlen verloren gewesen - und in Baden-Württemberg hat's den Atom-Mappus weggehauen und estmals in der DE-Nachkriegsgeschichte kam mit Kretschmann ein grüner MP an die Macht - bis heute.
Und die Schwobe scheinen sehr zufrieden zu sein mit
dessen Arbeit!

Man sollte also bei den Fakten und der Wahrheit bleiben -
die waren 'noch nie so wertvoll wie heute!' - nicht nur
Klosterfrau Melissengeist....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 15 von 15