Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

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r_saeckler 29.04.2019, 15:49
30. @ Anna-Lena19:

Zitat von Anna-Lena19
Ein Wirtschaftsmodell, welches bei der Energiegewinnung, jedoch auch beim Endprodukt (Auto) derart viel CO² ausstößt, ist natürlich nicht nachhaltig, sondern ein Auslaufmodell. Ich würde mich freuen, wenn Präsident Macron ein Gegenmodell dazu etabliert.
Wenn Sie, junge Dame, weiterhin freitags die Schule - und womöglich genau auch noch den Mathematik-, Physik- und Chemieunterricht - schwänzwen um "Klima demonstrieren" zu latschen, dann werden Sie in alle Ewigkeit niemals in der Lage sein kompetent über solche Sachen wie Energie- und Umweltbilanzen mitzureden und werden noch in fünfzig Jahren darauf angewiesen sein, irgendwelche gut klingende Schlagworte und Parolen nachzuplappern...
Unser Land ist mittlerweile seit Jahrzehnten dabei, seine CO2-Bilanz mit einem ganz einfachen Trick aufzuhübschen: immer mehr einst im Inland produzierende Grundstoffindustrien - also sowas wie Aluminium- und Buntmetallhütten, eisenschaffende Industrie, kurz alles was viel Energie im Produktionsprozess braucht, wird verdrängt. Natürlich wird im Inland weiterhin massenhaft Aluminium, Kupfer, Eisen, Stahl und chemische Grundstoffe (vulgo: bulk chemicals) gebraucht und verarbeitet - das kommt aber jetzt weit überwiegend aus dem Ausland und mit jeder Tonne solchen Halbzeugs wird - für die Politiker und das unbedarfte Publikum (zu dem ich Sie ausdrücklich hinzuzähle!) unsichtbar ganz viel CO2-Ausstoß und Energieverbrauch importiert...
P.S.: auch in dem Zeug, was zu Photovoltaik-Anlagen zusammengeschraubt wird steckt massenhaft CO2-Ausstoß und Energieverbrauch drin - das wird aber inzwischen auch zu fast 100 % importiert und fällt ihresgleichen nicht auf...

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localpatriot 29.04.2019, 15:49
31. Berechtigter Kommentar?

Zitat von radius21
hat sie alle vor den Kopf gestoßen in Europa. Wir sind mit der Weile umgeben von Gegnern die, die egoistische und unsoziale Wirtschaftspolitik nicht mehr gutheißen. Merkel hat Europa beschädigt mit diesem Kurs. Marcons Kritik ist leider berechtigt. Europa braucht in Zukunft eine ausgleichende Kraft und keine marktkonformen Demokraten a la Merkel und Scholz.
Man mag die Aussagen von M Macron als Kritik bewerten, jedoch wäre es produktiver die Sache positiv zu überarbeiten.
Es ist nun mal eine Tatsache dass D in Bezug auf den Euro grosse Vorteile erhält. Die Währung, der Euro, ist im Vergleich zu einer DM Eigenwährung relativ schwach, was die riesige Exportleistung der deutschen Wirtschaft untermauert.

Dass Firmen innerhalb einer Wirtschaftsstruktur wie der EU oder der Eurozone die billigsten Produktionsstandorte wählen ist weltweit normal und es bringt den schwachen Regionen Arbeitsplätze und hoffentlich Wohlstand.

Dann muss man auch verstehen dass D selbst nicht eine Einheitsstruktur darstellt, eben so wenig wie Frankreich oder die USA.

In wie weit die Kanzlerin in der Lage oder bereit ist die Sache bewusst in die Wirtschaftsplanung einzuführen wird sich noch zeigen. Nichts tun wird dieses mal schwierig.

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sans_words 29.04.2019, 15:50
32. Grande Nation

Frankreich ist stolzes Land mit einer riesigen Anspruchshaltung.

Ein Beispiel: Franzosen müssen kein Englisch lernen, die Wissenschafts- und Wirtschaftssprache. Die Welt muss französisch lernen. Frankreich ist wie Großbritannien, nur ohne Insel und Königin.

Man kann froh sein, dass Frankreich seine Energie so "billig" erzeugt. Ansonsten wären sie noch mehr wie Italien.

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haarer.15 29.04.2019, 15:52
33.

Zitat von hausfeen
... von Macron, gäbe es keine AfD mehr. Dabei ist Macrons Partei der deutschen Union doch eher ziemlich nahe. Und dabei muss Macron selbst genug Kritik einstecken.
Nö, das ist wohl nicht der Fall. Wieso schafft es die Merkel dann nicht, mit Macron gemeinsam europäisch an einem Strang zu ziehen ? Kleinkariertes nationalstaatliches Denken, keine Reformbereitschaft etc. Die Dame tut doch buchstäblich nix - und das fällt uns ziemlich absehbar voll auf die Füße.

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hannesmann 29.04.2019, 15:53
34.

Zu 22. Immer wieder der gleiche Blödsinn mit den Target2 Salden. Die Bundesbank hat keine Forderung gegen die französische Notenbank sondern ein Guthaben bei der EZB. Dieses Guthaben kann jederzeit verwendet werden.

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cave100 29.04.2019, 15:53
35. aber

aber weiterhin den Franzosen turmhoch überlegen.
Macron lebt weiter seinen Traum einer Transfergemeinschaft und dafür ist ihm jedes Mittel recht.

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Europa! 29.04.2019, 15:53
36. Macron hat recht

Schland ist kein Land mehr, sondern ein Industriestandort, an dem von gut ausgebildeten Facharbeitern und Migranten aus aller Welt und internationalen Konzernen in anglo-amerikanischem Besitz zu günstigen Wechselkursen in einer übervölkerten, weitestgehend zerstörten Umwelt Produkte hergestellt werden, deren Export der deutsche Steuerzahler durch Zahlungsversicherungen garantiert und subventioniert. Mit anderen Worten: Nirgendwo lässt sich Europa so bequem von Nichteuropäern ausnutzen wie in der Bundesrepublik Deutschland, die obendrein noch den Marktzugang zum größten Binnenmarkt der Welt garantiert. Dass ein solches Gebilde für traditions- und kulturbewusste Völker wie Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Polen oder Tschechien kein Vorbild sein kann, liegt auf der Hand. Vor allem auch deshalb nicht, weil die Zahl der Produkte aus Schland, die international einzigartig oder auch nur konkurrenzfähig sind, jedes Jahr abnimmt und deshalb mit Lug und Trug gearbeitet werden musste.

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spon_5004421 29.04.2019, 15:53
37.

Was soll man von Äußerungen eines von Gelbwesten durch die Dörfer Getrieben auch erwarten. Steh einem das Wasser bis zum Hals, tritt man leicht unkontrolliert blindlings nach links und rechts. Eines will Macron nämlich nicht wahrhaben: Dass er ein komplettes Auslaufmodell ist.

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fatherted98 29.04.2019, 15:53
38. Pardon....

Zitat von Anna-Lena19
Ein Wirtschaftsmodell, welches bei der Energiegewinnung, jedoch auch beim Endprodukt (Auto) derart viel CO² ausstößt, ist natürlich nicht nachhaltig, sondern ein Auslaufmodell. Ich würde mich freuen, wenn Präsident Macron ein Gegenmodell dazu etabliert. Vorschläge hierfür (unter anderem von "Fridays for Future", aber auch von anderen Organisationen und Wissenschaftler*innen) liegen auf dem Tisch. Es fehlen nur noch Personen, die es auf großer Ebene angehen und umsetzen.
....ich glaube ich lese nicht richtig. Was für Vorschläge von Fridays for Future liegen den auf dem Tisch? Alles abschalten?...ja....aber Alternativen?....keine. Der dauernde Hinweis auf erneuerbare Energien nützt nichts....in Deutschland bekommen sie derzeit nirgends mehr einen Windpark hingebaut ohne das eine Jahrelange Klagewelle protestierender Wut-Bürger diesen verhindert (komischerweise sind das genau die, die auch die Klima-Kids unterstützen). Von Speicherkapazitäten will ich gar nicht sprechen....da gibt es höchstens Ansätze.
Und der Vorschlag der Wissenschaft konnte man in der TV Diskussion vor ein paar Wochen von Herrn Lesch hören....einfach mal 1 Stunde am Tag nichts tun und damit kein CO2 ausstoßen....na super....das war bisher der "Beitrag der Wissenschaft".
Und Macron...ja CO2 Einsparung über Atomkraft...und wäre ihnen diese "Fortschrittliche Energieform" lieber? Ich frage mich übrigens wo die Franzosen ihren ganzen Atommüll eigentlich lagern...aber das sind wohl nur Nebensächlichkeiten.
Macron ist auf ganzer Linie eingeknickt. Er hat weder Sozialreformen a la Hartz 4 noch Renteneintrittsalter erhöhen können. Jetzt macht er wieder mal auf Europa....hat aber keinen einzigen Seenotflüchtling aufgenommen....lässt durch Polizei schwarzafrikanische Flüchtlinge gegen jedes EU Recht nach Italien zurück prügeln....der Mann hat bisher nichts geleistet außer heiße Luft zu produzieren und gegen jede von ihm angemahnte Maßnahme selbst zu verstoßen.

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mimas101 29.04.2019, 15:53
39. Hmm Tja

Macron denkt richtig aber trotzdem zu sehr national (und auch nur deshalb weil ihm die Gelbwesten die Hölle heiß mach(t)en). Und er denkt auch richtig das EWG-Land sich zunächst einmal selbst versorgen und wieder innovativ werden muß. Denn ohne Innovationen werden wir kaum anderswo Marktanteile halten oder neue gewinnen können.

Die brüsseler EWG muß dringend, und am besten schon gestern, in Richtung "Wir sind ausschließlich für den Bürger und nicht für die Lobbyisten da" reformiert werden. Die Rechnung für das bisherige Modell wird mit Sicherheit bei der kommenden Wahl präsentiert werden.
Auch bei uns ist bereits zu spüren das die NeoCon-Denke, unlimitierte Globalisierung und alles privatisieren was nicht bei Drei auf den Bäumen ist keinerlei nachhaltige Modelle sind. Denn die Aasgeier haben nur eines im Sinn: Geld herauszupressn und im Zweifelsfall die Staaten dahin zu instrumentalisieren die Bürger mit Geld auszustatten damit die Renditen nicht leiden. Das führt natürlich zu sozialem Unfrieden.
Allerdings - mit Merkel ist so eine Richtungsänderung mit Sicherheit nicht zu machen und die schrödersche Schnapsidee Lobbyisten in Regierungsämter zu hieven müßte auch sofort aufgegeben werden.

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