Forum: Wirtschaft
Kritik am Wirtschaftsmodell: En garde, Deutschland
Michel Euler/ AP

Für Frankreichs Präsident Macron beginnt der zweite Teil der Amtszeit mit einer Neupositionierung in Richtung Deutschland. Der Nachbar ist für ihn kein Reformvorbild mehr, sondern wirtschaftliches Auslaufmodell.

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haarer.15 29.04.2019, 16:23
60.

Zitat von ark95630
Was denn denn Macron bisher erreicht? Natürlich hat das deutsche Wirtschaftsmodell -wie jedes andere auch- Schwächen. Nur bei Macron kann ich außer Sprechblasen zu Europa nichts Konkretes erkennen. Die einzige Idee in seinem Kopf scheint zu sein, dass Europa mehr für Frankreich tun solle und Deutschalnd dafür bezahlt.
Blabla. Es geht hier aber um Größeres - um europäische Zukunftsgestaltung und Positionierung zu USA und China. Gerade da ist Deutschland unfassbar schwerfällig - um nicht zu sagen völlig konzeptionslos. Macron denkt wenigstens europäisch und hat was auf der Agenda - im Gegensatz zu unserer tunnelblick-verhafteten Kanzlerin. Wer zu spät kommt ... dieses Sprichwort trifft es und es wird uns bald um die Ohren knallen.

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raton_laveur 29.04.2019, 16:28
61. Solche Überheblichkeit:

Zitat von zweifler001
Frankreich pflegt seit 300 Jahren im Prinzip immer das gleiche Wirtschaftsmodell, den Merkantilismus. Es fällt gegenüber anderen Ländern immer weiter zurück. Macron soll machen was er will, wir sind wirklich nicht auf ihn oder Frankreich angewiesen. Deutschland spielt in einer anderen Liga.
ist unberechtigt und gefährlich. Welche andere Liga soll das denn sein? Und ob das deutsche Wirtschaftsmodell des Exportjunkies in einer Zeit zunehmender Abschottung und Strafzölle Zukunft hat, muß sich erst noch zeigen. Entscheidend ist aber: bislang hat Frankreich unter Macron innerhalb der EU die Zusammenarbeit mit Deutschland gesucht. Wenn es sich aber nach den durch den Brexit geänderten Mehrheitsverhältnissen auf die Seite der Südländer schlägt, haben wir nichts mehr zu lachen. MIt Frankreich kann Deutschland in der EU viel erreichen, ohne Frankreich aber wahrscheinlich gar nichts.

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chrismuc2011 29.04.2019, 16:29
62.

Macron hat ja recht. Immerhin spricht er es aus. Und möglicherweise ist er ja auch lernfähig nach seinen Grassroot Gesprächen mit der Normalbevölkerung. Obwohl es schwer nach Wendehals riecht.
Aber besser die Franzosen ändern was, als dass ein besseres und ehrlicheres Konzept von Wagenknecht ungehört im Deutschen Lande versandet und man immer wieder CDU/SPD wählt.

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eiki77 29.04.2019, 16:30
63. Macron...

...und Frankreich profitieren von der EU. Deutschland zahlt. Die EU ist nicht Europa, auch wenn man uns das auf Plakaten immer wieder suggeriert.
Die EU und der Euro saugen die deutsche Wirtschaftskraft auf. Der Euro hält sich nur deshalb, weil er durch ständige gesetzeswidrige Zahlungen - hauptsächlich von Deutschland - am Leben gehalten wird.
Die Behauptung, wir verdanken der EU und dem Euro Wohlstand, ist schlichtweg falsch. An welcher Stelle genau haben wir denn der EU Wohlstand zu verdanken? Bei den Zahlungen an Griechenland? Bei Target 2 Salden? Oder vielleicht wegen der katastrophalen Nullzinspolitik der Zentralbank?

Die Quittung werden wir kurzfristig bekommen. Die Engländer machen es grundsätzlich richtig. Kein Euro und raus aus der EU. Leider betreibende den Ausstieg nicht konsequent.

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s-n-a-f-u 29.04.2019, 16:31
64.

Zitat von zweifler001
Frankreich pflegt seit 300 Jahren im Prinzip immer das gleiche Wirtschaftsmodell, den Merkantilismus. Es fällt gegenüber anderen Ländern immer weiter zurück. Macron soll machen was er will, wir sind wirklich nicht auf ihn oder Frankreich angewiesen. Deutschland spielt in einer anderen Liga.
In den dreihundert Jahren französischen Merkantilismus war Deutschland in Europa immer das Armenhaus oder Kriegsschauplatz! Klingt jetzt auch nicht gerade wie eine deutsche Erfolgsgeschichte. Der Verlauf der weiteren Geschichte wird zeigen, wer hier absteigt. Auf Deutschland würde ich persönlich aber nicht wetten! Ohne die Balkanstaaten würde es diese Republik wahrscheinlich schon längst nicht mehr existieren.

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spon-1178958794633 29.04.2019, 16:33
65. Die deutsche Politik versagt völlig

Es ist zum verzweifeln, wie die derzeitige Regierung hinsichtlich Europa agiert. Es fehlt jeglicher Elan, Europa nach vorne zu bringen. Es wäre notwendig gewesen, nach dem Amtsantritt von Macron mindestens 2 mal im Monat direkte Gespräche mit Zielsetzungen, Abstimmungen und Perspektiven durchzuführen, und zwar direkt zwischen dem Präsidenten und der Bundeskanzlerin. Statt dessen: dröhnendes Schweigen!

Nach den "Europäern", wie d’Estaing oder auch -es schmerzt schon- Kohl ist hier in Deutschland eine Trauertruppe am Werk, die jedwede Zukunftschancen bereits im Keime erstickt. Die Digitalsteuer ist eines der Beispiele wo die Bundesregierung essentiell an den Interessen des Staates vorbei agiert, angeblich zum Schutz einer Industrie deren Führungsetage sich als Hort des organisierten Verbrechens zeigt.

Und da versagt die deutsche Politik nochmal.

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ingo.adlung 29.04.2019, 16:34
66. So einnfach ist es halt leider auch nicht ...

Zitat von oifrr
Ich freue mich schon länger darauf, dass es in Europa hoffentlich bald keine Billiglohnländer mehr gibt. Das Ziel müssen vergleichbare Lebensverhältnisse und Lebenshaltungskosten sein. D braucht sich auch dann keine Sorgen machen, solange dt Produkte und Erfindungen/ Patente und die Qualität der beruflichen Bildung so gut bleiben wie bisher. Reichere EU Nachbarn sorgen für mehr Nachfrage. Die europäischen Nachbarn haben außerdem ein Recht darauf, aufzuholen.
... wie wir am Beispiel der ehemaligen DDR gesehen haben, die als sie nicht mehr wettbewerbsfähig war, deindustrialisiert wurde, während unser Bunndeskanzler blühende Landschaften versprach. Und er meinte vermutlich nicht die Natur, die sich in Industriebrachen zurückholte, was ihr war ... Ja, wir brauchen ein Umsteuern, dass geht aber nur über unsere Investitionen, wo sonst soll das Geld herkommen, damit es in Bulgarien und Rumänien (nur als Beispiele gedacht) gleiche Lebensverhältnisse gibt? Einfach den Mindestlohn auf unser Niveau anheben? Dann sind die wie damals die DDR auch schnell pleite, nur ganz ohne Solidarbeitrag und Transfergelder ... und bei uns fallen die Arbeitsplätze gleich mit weg. Wir stehen im Wettbewerb, so unangenehm diese Tatsache auch sein mag, dies ist unnserer aller Lebensader.

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hpampel 29.04.2019, 16:35
67. Falsch

. Diese Einschätzung ist leider falsch! Die deutsche Wirtschaft wird sich selbstverständlich mit Hilfe der Sozialdemokraten und Gewerkschaften darauf verständigen die Löhne noch weiter herunterzufahren, das Renteneintrittsalter auf über 70 zu legen und die Unternehmenssteuern weiter zu begrenzen. Auch vor weiteren Maßnahme wird man nicht zurückschrecken, um die Wirtschaftstreibenden zu mehr Gewinnen zu verhelfen. Denn das, und nur das, ist das Ziel.

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nach-mir-die-springflut 29.04.2019, 16:39
68. Mind your own business

Zitat von Anna-Lena19
Ein Wirtschaftsmodell, welches bei der Energiegewinnung, jedoch auch beim Endprodukt (Auto) derart viel CO² ausstößt, ist natürlich nicht nachhaltig, sondern ein Auslaufmodell.
Benzin und Diesel aus sich erneuernden Quellen, CO2-neutral, Ansätze zur Energie-, Verkehrs- und Agrarwende - was ist daran ein Auslaufmodell?

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mostly_harmless 29.04.2019, 16:40
69.

Zitat von burgundy
Das Gegenmodell existiert in Frankreich bereits - und es funktioniert. Es heisst Atomkraft.
Ohja, wir haben 2003 die Vorteile der Atomkraft in Frankreich gesehen. Als im vorletzten "Jahrhundertsommer" wegen der zu hohen Wassertemperatur der Flüsse viele AKWs in Frankreich herunter gefahren werden mussten.

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